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Tja. Alle Menschen wissen das. Scheinbar aber Politiker in führenden Positionen nicht.Wir haben deutlich zu viele Millio...
02/06/2026

Tja. Alle Menschen wissen das. Scheinbar aber Politiker in führenden Positionen nicht.

Wir haben deutlich zu viele Millionäre und Milliardäre in politischen Ämtern.
Geld in die eigenen Taschen zu scheffeln widerspricht auch eigentlich unserer Verfassung der BRD.

Die wahren Sozialschmarotzer tragen Maßanzug

Während Medien und Politik mit großer Hingabe auf Menschen zeigen, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, bleibt eine andere Realität erstaunlich oft im Schatten. Seit Jahren wird der Eindruck erweckt, die größte Bedrohung für den Sozialstaat komme von Arbeitslosen, Leistungsbeziehern oder Menschen mit geringem Einkommen. Talkshows, Schlagzeilen und Wahlkämpfe kreisen immer wieder um das gleiche Feindbild. Doch die tatsächlichen Schäden für das Gemeinwesen entstehen an ganz anderer Stelle.

Der Bundesrechnungshof kritisiert seit Jahren erhebliche Defizite beim Steuervollzug. Gleichzeitig gehen zahlreiche Experten davon aus, dass dem Staat durch Steuerhinterziehung, aggressive Steuervermeidung und mangelnde Kontrollen jedes Jahr Schäden in Milliardenhöhe entstehen. Demgegenüber bewegt sich der Missbrauch von Sozialleistungen in einer völlig anderen Größenordnung.

Diese Wahrheit stört das gepflegte Bild vom angeblich faulen Arbeitslosen. Denn die größten Verluste entstehen nicht dort, wo Menschen um ihre Existenz kämpfen. Sie entstehen dort, wo mit professioneller Beratung, komplexen Konstruktionen und internationalen Verschiebungen Geld am Fiskus vorbeigeschleust wird.

Während Empfänger von Grundsicherungsleistungen ihre Kontoauszüge offenlegen müssen, beschäftigen Vermögende, internationale Konzerne und große Wirtschaftsakteure Heerscharen von Anwälten, Steuerberatern und Finanzexperten, um ihre Steuerlast zu minimieren oder Gewinne in Niedrigsteuerländer zu verlagern. Wer 50 Euro zu viel an Leistungen erhält, wird schnell zum Symbol gesellschaftlichen Verfalls erklärt. Verschwinden Milliarden durch Steuerhinterziehung und Steuervermeidung, spricht man plötzlich von komplizierten Sachverhalten.

Das ist kein Kavaliersdelikt. Jeder hinterzogene Euro fehlt bei Schulen, Kitas, Pflege, Krankenhäusern, öffentlichem Nahverkehr, Wohnungsbau und Infrastruktur. Die Rechnung zahlen nicht die Täter, sondern die Menschen, die auf einen funktionierenden Staat angewiesen sind.

Besonders bemerkenswert ist die politische Doppelmoral. Über Sozialleistungsmissbrauch wird regelmäßig diskutiert, als stünde der Sozialstaat kurz vor dem Zusammenbruch. Über milliardenschwere Steuerverluste wird dagegen deutlich leiser gesprochen. Dabei wären dort die größten Summen zu holen. Seit Jahren gelingt es Regierungen nicht, Steuerfahndung, Betriebsprüfung und Digitalisierung so auszustatten, dass Steuerbetrug wirksam bekämpft werden kann.

Die Debatte über Sozialleistungsmissbrauch existiert nicht deshalb, weil dort das große Geld verloren geht. Sie existiert vor allem deshalb, weil sie von den eigentlichen Verteilungsfragen ablenkt. Solange die Aufmerksamkeit auf die Schwächsten der Gesellschaft gelenkt wird, geraten diejenigen aus dem Blick, die über Macht, Vermögen und Einfluss verfügen.

Seit Jahrzehnten wird der Öffentlichkeit erzählt, die Gefahr für den Sozialstaat komme von unten. Tatsächlich kostet ihn oft das Verhalten derer am meisten, die sich selbst als Leistungsträger bezeichnen.

Wer unten tritt und nach oben schweigt, verteidigt keine Leistungsgesellschaft. Er verteidigt Privilegien.

Der wahre Sozialschmarotzer trägt nicht Jogginghose, sondern Maßanzug. Und er bleibt viel zu oft unbehelligt.

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Der 49-jährige Fouad ist in Hamburg geboren und zur Schule gegangen. Trotzdem sollte er Ende Juni nach Marokko abgeschoben werden. Sein Chef und seine Kol­le­g*in­nen wollten das nicht hinnehmen.
Wie sie die Abschiebung verhindert haben, lest ihr hier 👉️ https://taz.de/!6181866/

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Und...Verantwortung übernehmen als Nachgeneration der Zeitzeugen.
Eine wichtige Bitte von Nargot Friedländer, die uns Auftrag sein sollte.

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