09/11/2024
Wir waren anläßlich des 9. Novembers wieder mit der "Initiative Stolpersteine an der B96 eV" unterwegs um unsere lokalen Stolpersteine zu pflegen.
Die Initiative erklärt dazu:
Anlässlich des 9. November, an dem wir an die Novemberpogrome des NSRegimes gegen die Juden in Deutschland gedenken und erinnern, haben am 8. und 9. November 2024 Mitglieder der „Stolpersteine B96 e.V.“ Stolpersteine ein weiteres Mal in diesem Jahr gereinigt. Der Verein hat im März 2009 insgesamt zwölf Stolpersteine in Tempelhof und Mariendorf verlegen lassen. Bereits bei Projektbeginn haben wir alle Hausgemeinschaften über die Planung informiert und einige Unterstützung von engagierten Anwohnerinnen und Anwohnern erhalten. Stolpersteine sind ein wichtiger Beitrag zum Erinnern und eine besondere Form der Würdigung der Opfer. Der Stolpersteine B 96 e.V. fühlt sich dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus verpflichtet. Auch in Tempelhof-Schöneberg wurden von 1933 bis 1945 Menschen verfolgt und in den Konzentrationslagern systematisch ermordet. Die unbegreiflich hohe Zahl von Ermordeten und Verfolgten während der Nazizeit ist bekannt, doch selten ist präsent, dass die Opfer von damals vor ihrer Verschleppung ganz unmittelbar in unserer Umgebung lebten. Sie waren Nachbarn. Die Stolpersteine sollen uns an diese Menschen erinnern, sie sollen aber auch Mahnung und Symbol sein. Auf eindringliche Weise belegen sie, dass nationalsozialistisches Unrecht vor Ort, in der Nachbarschaft, in den Kiezen geschah und dass es viele der heute Geehrten sind, die gegen Verfolgung und Terror Widerstand geleistet haben. Ihrer zu gedenken heißt, auch heute gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus anzutreten und für ein demokratisches und friedliches Miteinander vor der eigenen Haustüre einzustehen. Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist uns eine bleibende Verpflichtung. Die Erinnerung an das Leben und Leiden derjenigen, die gequält, gefoltert und ermordet wurden bestärkt uns Rechtsextremismus und Antisemitismus entgegenzutreten.