29/04/2026
Glück Auf!
Schlehen und Rosen gedeihen
Die Älteren unter uns erinnern sich sicherlich, dass früher nahezu an jedem Feldrain eine Hecke wuchs. Die Flächenbewirtschafter hatten die Steine von den Feldern gelesen und zwischen den Flurstücken aufgeschichtet, unter anderem, um Eigentumsgrenzen zu markieren. Mit der Zeit siedelten sich dort Pflanzen an, Kräuter, Bäume und Sträucher. Der Nutzungsdruck war geringer als auf den benachbarten Feldern und Wiesen. Hagebutten, Weißdorn, Schlehen und viele andere Sträucher, konnten sich entfalten.
Die Flurbereinigung im 20. Jahrhundert aber und die Industrialisierung der Landwirtschaft führte zur Zusammenlegung vieler kleiner Felder und viele Feldhecken verschwanden. Dabei sind Feldhecken in der Kulturlandschaft von größter Bedeutung. Sie dienen als natürlicher Windschutz, verhindern die Erosion und auch Schneeverwehungen. Gleichzeitig besitzen sie unschätzbaren ökologischen Wert als Lebens- und Fortpflanzungsraum zahlreicher Tierarten.
Vor fast 10 Jahren trafen sich Engagierte des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) Kreisverband Mittleres Erzgebirge und Schüler der damaligen Umwelt-Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Oberschule “Erhard und Rudolf Mauersberger” Großrückerswalde auf private Initiative, um an der Huhle (Alte Görkauer Straße zwischen Marienberg und Gelobtland) Heckenrosen- und Schlehenpflanzen in die Erde zu bringen. Die Pflanzen wurden von der Stadt Marienberg bereitgestellt. Inzwischen ist die Hecke erfreulich emporgewachsen, bildet ein attraktives Landschaftselement und bietet den Tieren der Agrarlandschaft Unterschlupf und im Herbst auch Nahrung. So kann dieser Erfolg Vorbild für manchen anderen Standort in unserer Stadt sein.
ZfM sagt: Daumen hoch, das finden wir gut!