Referat für Antifaschismus und Antirassismus AStA Marburg

Referat für Antifaschismus und Antirassismus AStA Marburg Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Referat für Antifaschismus und Antirassismus AStA Marburg, Politische Organisation, Marburg an der Lahn.

Für Freitag hat die Burschenschaft Rheinfranken Tanner Galberach als Referenten für das Thema "Studentenverbindungen in ...
22/06/2016

Für Freitag hat die Burschenschaft Rheinfranken Tanner Galberach als Referenten für das Thema "Studentenverbindungen in den USA" eingeladen.

Um auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen und dafür zu sorgen, dass keine Veranstaltungen mit rechten Inhalten in Marburg einen Platz bekommen, wird es eine Kundgebung vor dem Burschenschaftshaus geben.

Kommt alle diesen Freitag (24.06.) um 19Uhr in die Lutherstraße 5 !!!

Filmvorführung "Klänge des Verschweigens" aus der Queer-FilmreiheZeit: 02.06.2016, 20:00 UhrOrt: CAPITOL Marburg - barri...
01/06/2016

Filmvorführung "Klänge des Verschweigens" aus der Queer-Filmreihe

Zeit: 02.06.2016, 20:00 Uhr
Ort: CAPITOL Marburg - barrierefreier Kinosaal - - Eintritt frei -
Veranstalterin: HoKuWi und Referat für Antifaschismus und Antirassismus
(Die Queer-Filmreihe ist eine Kooperation von HoKuWi, Tuntonia e.V. und Marburger Kinobetriebe.)

"Das „schwarze Schaf“ unserer Familie war mein Onkel – ein fröhlicher Unterhaltungsmusiker, der über fünf Jahrzehnte lang in ganz Deutschland auftrat.
Mein „Geheimnisonkel“. Erst als ich 40 war, erfuhr ich fast zufällig, dass er schwul war und wegen seiner sexuellen Orientierung 8 Jahre in KZ’s verbracht hatte (Dachau und Mauthausen). Aber wieso hatte er überlebt? Und warum war mir das so lange verheimlicht worden?
Da musste noch mehr dahinter stecken…"

Der Film ist ein historisches Dokumentarprojekt mit den Schwerpunkten:
- Musik der Zwanziger und Dreißiger Jahre
- Musik im Konzentrationslager
- Homosexuellenverfolgung
- NS-Verbrechen
- Verdrängung der Nazi-Vergangenheit in Deutschland

Die Themen werden am Beispiel eines Musikers und seiner Familie mit ihren speziellen Bewältigungsformen betrachtet.

Weitere Informationen zum Dokumentarprojekt: http://www.klaenge-des-verschweigens.de/

Programm Queer-Filmreihe: http://www.asta-marburg.de/dl373

Aufruf zur Kundgebung am 03.06. um 19Uhr - Lutherstraße MarburgDie Marburger Burschenschaft Rheinfranken hat Sven Tritsc...
25/05/2016

Aufruf zur Kundgebung am 03.06. um 19Uhr - Lutherstraße Marburg

Die Marburger Burschenschaft Rheinfranken hat Sven Tritschler, einen der Bundesvorsitzenden der Jungen Alternative (JA), für einen Vortrag am 03.06.2016 auf ihr Verbindungshaus eingeladen. Die JA ist die Jugendorganisation der AfD, über deren „Wandel von Lucke zu Petry“ Tritschler referieren will. Seine Gastgeber, die Rheinfranken, gehören zum extrem rechten Dachverband Deutsche Burschenschaft (DB).

Die Nähe der DB zur AfD bzw. JA wird immer deutlicher und ergibt sich auch personell:
Beispielsweise ist Jörg Sobolewski, der derzeitige Sprecher der DB, aktives AfD Mitglied. Bereits sein Amtsvorgänger, Torben Braga, Mitglied der Marburger Burschenschaft Germania, intensivierte bestehende Kontakte durch ein Praktikum bei der AfD Thüringen. Deren Landesvorsitzender Björn Höcke wurde genauso im November 2015 von den Rheinfranken eingeladen wie Alexander Gauland, stellvertretender Sprecher der AfD und Landesvorsitzender Brandenburg im Mai 2014.

Die Rheinfranken standen bereits mehrfach in der Kritik antifaschistischer Gruppen, weil sie Sammelbecken und Anlaufstelle für Neonazis und rechtes Gedankengut verschiedener Couleur in der Region sind. Damit stehen sie ideologisch ihrem Dachverband, der DB, um nichts nach. Dieser erlangte durch seine Forderung nach einem „Ariernachweis“ als Aufnahmebedingung zweifelhaften Ruf (Spiegel 2011).

JA Bundesvorsitzender Tritschler betonte in einer hetzerischen Rede im Januar 2016 in Erfurt wiederum, dass Deutschland im Gegensatz zu den Herkunftsländern vieler Geflüchteter „kulturell auf einem anderen Stand“ sei und verunglimpfte „den Islam“ als „Steinzeitreligion“. Damit knüpft er an die gängige JA Wortwahl an, wie sie sich auf deren Internetpräsenz widerspiegelt. Dort fordert die Junge Alternative etwa ein „Verbot islamischer Migration nach Europa“.
Auch transnational pflegt die JA Kontakte - beispielsweise zu den Jugendorganisationen anderer national-konservativer, EU-kritischer und rechtspopulistischer Parteien, wie der Schweizerischen Volkspartei, den Schwedendemokraten, sowie zur FPÖ. Der Rechtsruck in Europa ist genauso wenig eine Alternative, wie die reaktionäre und neoliberale Politik der AfD!

Lasst uns gemeinsam verhindern, dass die Rheinfranken und die Junge Alternative ungestört ihren Populismus und ihre braunen Ansichten austauschen und verbreiten können!

Das gleiche Paar Schuhe – AfD und Naziburschen Beine machen!

Kommt alle am 03.06.2016 um 19 Uhr in die Lutherstraße zur Kundgebung!

Bringt eure Freund*innen mit...

04/05/2016

Pressemitteilung des Fachschftarates der Sozialwissenschaftlichen Fakultät in Salzborn:

Keine Streichung der Professur Salzborn!
Schluss mit der Marginalisierung der Sozialwissenschaftlichen Fakultät!

-------------------------------------------------------------------------------

Der Fakultätsrat der Sozialwissenschaftlichen Fakultät hat am 16.12.2015 einstimmig für die Vertragsverlängerung von Prof. Dr. Samuel Salzborn votiert. Nun wurde bekannt, dass das Präsidium der Universität diesem Votum nicht folgt und entsprechend die Stelle nicht verlängert.

Herr Prof. Dr. Salzborn ist aus unserer Sicht die tragende Säule im B.A. Sozialwissenschaften, der größtenteils in der Verantwortung seiner Professur liegt. Der Studiengang ist wiederum der erfolgreichste an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät, als auch in dieser Form ein Alleinstellungsmerkmal der Universität Göttingen. Sollte der Vertrag mit Herrn Salzborn nicht verlängert werden sehen wir massive Probleme in der Abdeckung der Lehre sowie die Gefährdung des B.A. Sozialwissenschaften insgesamt. Dies hätte bedauerliche Konsequenzen für die gesamte Fakultät und zahlreiche ihrer Beschäftigten im Bereich der Lehre. Außerdem ist Herr Prof. Dr. Salzborn unter den Studierenden sehr beliebt und überzeugte bisher durch innovative didaktische Lehrexperimente, die auch über die Fakultät hinaus richtungsweisend sein können.

Darüber hinaus ist Prof. Dr. Samuel Salzborn einer der profiliertesten Vertreter der Antisemitismusforschung im deutschsprachigen Raum. Somit hat die Universität Göttingen mit ihm einen herausragenden Forscher im Exzellenz-Cluster „Doing and undoing Religion“. Vor dem Hintergrund der ständigen Fixierung des Präsidiums auf die Ernennung zur Exzellenzuniversität stellt die Entscheidung, die Stelle nicht zu verlängern einen nicht nachvollziehbaren Widerspruch dar.

Auch im Bereich der Rechtsextremismusforschung ist Prof. Dr. Salzborn ein renommierter Wissenschaftler, der mit einigen Veröffentlichungen zum Thema aufwarten kann. In Zeiten von PEGIDA, brennenden Flüchtlingsunterkünften, einer erstarkenden AfD und dem bald fünfjährigen Bekanntwerden des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU), dessen Machenschaften, Verstrickungen und Netzwerke bis heute nicht vollständig aufgeklärt und erst recht nicht wissenschaftlich aufgearbeitet sind, halten wir die Entscheidung des Präsidiums, seinen Vertrag nicht zu verlängern, auch für ein verheerendes politisches Signal. Die de facto Abschaffung der Rechtsextremismusforschung an der Uni Göttingen, die damit einhergehen würde, lehnt der FSR SoWi ab.

Auch da die o.a. Gründe für eine Verlängerung der Stelle von Prof. Dr. Samuel Salzborn sprechen, müssen wir von einer politischen Motivation ausgehen, die hinter der Entscheidung des Präsidiums steht. Sie reiht sich ein in eine Kette von Entscheidungen des Präsidiums, die zulasten der Sozialwissenschaftlichen Fakultät gehen. So wurde entgegen dem Votum des Fakultätsrates und dem eindeutigen Wunsch der Studierenden die Stelle von Jun. Prof. Mutz nicht verlängert und die Stelle, die durch den Weggang Prof. Dr. Knöbls entstanden ist, offensichtlich ersatzlos gestrichen. Wir sind nicht gewillt diese systematische Schwächung der Sozialwissenschaften weiter hinzunehmen.

Wir sind empört über das Verhalten des Präsidiums und fordern, die fortwährende Marginalisierung unserer Fakultät und ihrer Fächer zu beenden und den Vertrag mit Prof. Dr. Salzborn zu verlängern.

FSR SoWi, Göttingen, 27. April 2016

[small][url=" :5"]English version below[/url][/small][i]An das Präsidium der Georg-August-Universität Göttingen[/i]Der Fakultätsrat der Sozialwissenschaftlichen Fakultät hat am 16.12.2015 einstimmig für die Vertragsverlängerung von Prof. Dr. Samuel Salzborn votiert. Nun wurde bekannt, d...

Gegen den nationalistischen Flächenbrand! – Der CC ist nur ein Teil des Problems.Bereits geplant: Samstag 14.5. 17:30 Uh...
04/05/2016

Gegen den nationalistischen Flächenbrand! – Der CC ist nur ein Teil des Problems.

Bereits geplant:
Samstag 14.5. 17:30 Uhr Demonstration,
Beginn: Bahnhofsvorplatz

Sonntag 15.5. Vortrag: Blood&Honour

Montag 16.5. ab 21:00 Uhr
Kundgebungen gegen den Fackelmarsch

Aufruf:
“Back to the roots”, scheint die gegenwärtige Lage in Deutschland passend zum Ausdruck zu bringen. Die Deutschen wollen ihr deutsches Volk zurück und die Konsequenzen sowie erforderlichen Mittel zur Umsetzung dieser Wahnvorstellung, schlagen sich im Parteiprogramm der AfD, oder im Populismus der CSU nieder, in der wachsenden Anzahl der Angriffe auf Geflüchtete, aber auch in der Diskussion über den Ausbau der Festung Europa sowie des Asylrechts welche zu Teilen offen zu teilen suggerierend rassistisch geführt wurde und letztlich in einer weiteren Aushöhlung des Grundrechts auf Asyl der Regierung mündete. Diesen Ereignissen und der aktuellen Lage in Deutschland, Europa und deren Grenzen müssen wir Raum in unseren antifaschistischen Protesten einräumen; dementsprechend sehen wir es für nötig an den völkischen Nationalismus der studentischen Verbindungen als Anlass zu nehmen uns auf den sich ausbreitenden nationalistischen Flächenbrand zu beziehen, zu dekonstruieren und dagegen zu protestieren. Nationalismus ist keine Alternative, egal ob in Form von Neonazis, populistischen Bewegungen oder völkischen Verbindungen.

“Back to the roots”, findet also auch jedes Jahr in Coburg statt, beim größten Treffen der pflichtschlagenden Studentenverbindungen in Deutschland. Auch dieses Jahr werden am Pfingswochenende, dem 12. bis 16. Mai, die Elite Deutschlands sich in ihre pathetisch, patriarchale Parallelwelt begeben die primär darin besteht, ganz der Tradition nach, uniformiert, in Vollwichs und mit Säbeln ausgestattet durch die Stadt zu ziehen. Fehlen dürfen dabei Fackel und Bierkrug nicht um saufend die eigene Zugehörigkeit zu zelebrieren. Nebenher werden deutsche Soldaten und Mörder als Helden gefeiert und das Vaterland beschworen.

Das Vaterland. Kein Begriff könnte die gegenwärtige völkische Begeisterung, inhaltlich besser auf den Punkt bringen. Eingeschworen auf die Nation und in all seiner Isolation und Angst die mit der Verwertungslogik des Kapitalismus einhergeht, greift der deutsche Vater zurück auf bewährte Methoden aus der reaktionären Mottenkiste um den Untergang des deutschen Volkes aufzuhalten. Hierzu bedarf es nicht nur einer ordentlichen Portion Nationalismus sondern auch der guten alten Erziehung zur preußischen Tugend, damit einem das Einordnen in die gesäuberte Gesellschaft weniger schwer fällt.

Studentische Verbindungen spielen nicht nur eine Vorbildfunktion in der Erziehung zur Obrigkeishöhrigkeit sie haben diesen Status auch in der Verteidigung männlicher Herrschaft inne. Der Coburger Convent besteht zu 100% aus Männerbünden deren Ziel es ist die elitäre Erziehung „unter sich“ separiert vom Rest der Gesellschaft weiterzugeben. Unter sich wird nicht nur die Elite sondern auch bestimmte Vorstellungen von Männlichkeit und ihrer gesellschaftlichen Stellung reproduziert. Die Verteidigung jener Männlichkeit, welche mit dem Status des Ernährers, Beschützers und Oberhaupt von Familie und Nation verknüpft ist. Das ist die Basis des neuaufkommenden Nationalismus und nicht nur Höcke thematisiert als drängendstes Problem, dass Deutschland und Europa seine Männlichkeit verloren hat.

Der immer wieder genannten Äußerung Deutschland erlebe den mächtigsten Rechtsruck seit 1945, ist auf den ersten Blick zu zu stimmen. Rassismus wird wieder offen zur Schau gestellt, Nationalismus scheint für weite Teile der Gesellschaft eine legitime politische Strategie in gegenwärtigen Krisen zu sein um die sorglose Stabilität des Kleinbürgers wiederherzustellen. Die sogenannte bürgerliche Mitte; für uns eigentlich nie existent gewesen – eher zu bezeichnen als unpolitische Wähler_innen, löst sich im Patriotismus auf und ergießt ihre eigene Lebensfrustration in Ressentiments und einfachen Analagoien, geschult und aufgewachsenen in Entsolidarisierung ergibt sich daraus eine sozialdarwinistische Erbarmungslogikeit mit hohem faschistoidem Potenzial.

Jedoch passierte dieser Rechtsruck nicht auf einmal, nicht unvorhersehbar, durch das Versagen der EU in der Flüchtlingsthematik. Der so genannte Rechtsruck bestand schon immer, er war nie weg, er äußerte sich nur in einem Flüstern in Zeiten in denen offen rassistische Äußerung “den” N***s vorbehalten waren. Mit Pegida, AfD und anderen rechtspopulistischen Gruppierungen wurde es legitimier die eigene Meinung unter “wir sind das Volk”-Rufen rauszulassen. So wurde aus der schweigenden, rassistsich verorteten Masse an Bürgern der „besorgte Bürger“, sich selber als Opfer sehend und sich nicht zu schade jeder Verschwörungstheorie hinterherzurennen solange die Ausländer am Ende die Schuldigen sind. So hat sich das oben genannte Flüstern in eine brüllende Masse gewandelt. Antifaschist_innen in ganz Deutschland befinden sich nun in der „Ich habs dir doch gesagt“ – Position, und im allgemeinen war für den aufgeklärten Menschen diese gesellschaftlichen Entwicklungen voraus zu sehen und eigentlich unausweichlich. Deswegen sehen wir die diesjährigen Proteste in einem breiteren Zusammenhang; der Coburger Convent ist Bestandteil des nationalistischen Flächenbrandes und spielt diesem zu. Er verkörpert in seinem völkischen Vaterlandsbegriff sowie in seiner institutionellen männlichen Elitereproduktion eine Vorreiterrolle jener nationalistischen Ideologie.

Autoritäre und diskriminierende Vorgehensweisen waren seit der Entnazifizierung allgegenwärtige Praxis in Deutschland, jedoch betraf dies nur die Minderheiten der Merheitsgesellschaft. Es traf diejenigen die sich mit vollem Bewusstsein ihren Platz außerhalb dieser Gesellschaft suchten in Form von Kriminalisierung linker Politik und Aktion. Es traf diejenigen die sich eher ungewollt am Rand sahen, weil sie nicht den selben Zugang zu den vorliegenden Ressourcen hatten und keine Interventionsmöglichkeit durch mangelnden Macht- und Einflussbereich in der vorliegenden Systematik besaßen, es traf diejenigen die nicht den passenden Pass hatten, nicht die richtige Hautfarbe, nicht die richtige Muttersprache úm sich Gehör zu verschaffen. Es haben nur wenige die Bereitschaft den Minderheiten Beachtung zu schenken, da nichts die heile Vorgartenwelt aus Demokratie, EU, Feierabendbier und Sonntagsspaziergang zu gefährden schien. Man war mit keinen weltpolitischen Ereignissen oder Konsequenzen direkt konfrontiert; „Ich bin unpolitisch“ entwickelte sich zu einer breit akzeptierten Sichtweise aus diesen Privilegien. Dies hat sich in den letzten Jahren erstaunlich schnell geändert, der westliche Wohlstand und unsere Privilegien schwinden für die “besorgten Bürger” scheinbar durch die Anwesenheit von geflüchteten Menschen. Menschenrechte sind keine Selbstverständlichkeit mehr, das ist mittlerweile sogar bei der BILD-Leserschaft angekommen, unabhängig davon, dass diese auch in Deutschland niemals in vollem Umfang geltend waren. Der Futterneid wird inszeniert um Ideologie anstatt Vernunft walten zu lassen.

Bei all den negativen Vorgängen in der Bevölkerung die als Reaktion auf den Zuzug von Geflüchteten zu Schein treten muss aber auch erwähnt werden, ein Teil der Bevölkerung schafft es sich mit den Geflüchteten zu solidarisieren. Und neben den direkten Hilfestellungen ist es auch erfreulich zu sehen, dass viele der Helfenden die Ungerechtigkeiten in unserer kapitalistischen Gesellschaft hinterfragen und neue Ideen generieren. Eine Chance die Idee einer solidarischen Gesellschaft ohne Diskriminierung weiter zu verbreiten. Es geht dabei nicht nur darum den Ausgrenzungsmechanimus Rassismus zu kritisieren sondern auch Herrschaftstrukturen des Geschlechts, Antisemitismus und Sozialchauvinismus zu thematisieren und zu bekämpfen.

So kann auch ein In-Frage-Stellen des scheinbar alternativlosen Normalzustands dazukommen und so eine Chance bieten radikaler Kritik anstatt unpolitischen Meinungsbildern, Raum zu geben.
Auch der CC nimmt für sich heraus „unpolitisch“ zu sein, um sich von den Entgleisungen ihrer Brüder im Geiste sowie auf dem ein oder anderen Paukboden, den Deutschen Burschenschaften, zu distanzieren. Schließlich darf der angeblich humanistische Vollwichs ja nicht mit brauner Soße vollgesaut werden. Aber eine Veranstaltung an dem ein „Heldengedenken“ für deutsche, gefallene Soldaten stattfindet, auf dem in schicker altdeutscher Schrift: Ehre, Freundschaft, Vaterland eingraviert ist oder bei dem das Deutsche Lied gesungen wird nachdem man uniformiert und mit Fackeln durch die Stadt läuft, ist definitiv nicht unpolitisch. Es ist eine Glorifizierung völkischen Nationalismus. Der CC greift auf Werte, Stimmungen und Bilder zurück die sehr wohl der braunen Logik entspringen, und es wird endlich Zeit dafür Verantwortung zu übernehmen.
Es ist fatal vom Convent in einer so aufgeheizten Zeit, business as usual, durchzuziehen. Die Stadt Coburg ist ebenfalls ein Akteur in diesem problematischen jährlichen Ereignis, toleriert und unterstützt sie doch jährlich aufs Neue diesen Convent. Ein Gesinnungsbeispiel der Politik in Coburg zeigte sich jüngst als der CSU-Stadtradt einen Antrag für die Aufarbeitung der Geschichte und Bedeutung Coburgs in der NS-Zeit ablehnte mit der Begründung dies hätte keine Relevanz und der Haushalt der Stadt sei dafür nicht ausreichend. Der Antrag kam, trotz dieses rigiden Runterspielens der Relevanz der Stadt Coburgs innerhalb der historischen Fakten, durch.

Deutschland zeigt sich in dieser Stunde von einer immer hässlicheren Seite, wir scheinen uns immer weiter von einer emanzipatorischen Gesellschaf zu entfernen statt auf sie zu zu gehen.

Es gilt die rechten Hegemonieprojekte zu kippen und gegen jede Form von Nationalismus und Patriarchat zu kämpfen.

Gegen den nationalistischen Flächenbrand!
Nationalismus ist keine Alternative !

Konkrete Infos zu den einzelnen Veranstaltungen des Aktionswochenendes auf
coburgerconvent.blogsport.de/
nationalismusistkeinealternative.net/

Heute Abend um 20:00Uhr : Filmvorführung des Dokumentarfilms "Triumph des guten Willen" im Trauma (Aföllerwiesen 3a)Syno...
02/05/2016

Heute Abend um 20:00Uhr :
Filmvorführung des Dokumentarfilms "Triumph des guten Willen" im Trauma (Aföllerwiesen 3a)

Synopsis
Der vorerst letzte Teil der Reihe Wie erinnern? setzt sich filmisch mit den Texten des Publizisten Eike Geisel auseinander. Im Zentrum stehen Geisels Kritiken an der deutschen Erinnerungspolitik und seine These über die "Wiedergutwerdung der Deutschen". Texte Geisels aus den 1990er Jahren unter anderem über die Neue Wache und das Holocaust-Mahnmal kontrastieren die heutigen Bilder der beschriebenen Gedenkstätten. Sie zeigen eine Normalität, die es eigentlich nicht geben dürfte.

Zudem analysieren ausführliche Interviews mit Alex Feuerherdt, Klaus Bittermann, Hermann L. Gremliza und Henryk M. Broder Geisels Thesen in Hinblick auf die gesellschaftlichen Verhältnisse heute.
Von der politischen Biografie Eike Geisels ausgehend, zeichnet Triumph des guten Willens ein Bild linker Debatten der letzten Jahrzehnte und fragt schließlich nach der Möglichkeit von Kritik in unmöglichen Zeiten.

Weitere Infos: http://www.gegenfeuer-produktionen.de/subnavi/triumph.html

30.04.2016 Stuttgart: AfD Parteitag verhindern!Am 30. April hält die AfD in Stuttgart ihren Bundesprogrammparteitag ab. ...
28/04/2016

30.04.2016 Stuttgart: AfD Parteitag verhindern!

Am 30. April hält die AfD in Stuttgart ihren Bundesprogrammparteitag ab. Beflügelt durch die jüngsten Wahlerfolge steht steht dann der nächste Rechtsruck an – vor passender Kulisse: Stuttgart ist mit den „Demonstrationen für Alle“, die sich gegen Sexualerziehung an Schulen richten, eine Hochburg der AfD mit ihrem Forderungen gegen „Gender-Wahn“ und für ein reaktionäres Familienbild. Schon länger ist die AfD das bundesweite Sprachrohr und organisatorische Rückgrat der „besorgten Bürger“ von Pegida bis Salzhemmendorf. Ihr Ziel: ein Bündnis aus Mob und Elite, völkischem Denken und verrohter Bürgerlichkeit, aus Abschaffung des Mindestlohns und Forderung nach Schießbefehl an der Grenze. Was sie schon geschafft haben: die Organisation des Mobs in Clausnitz und anderswo. Am 30. April werden wir daher in Stuttgart gegen die völkische Biedermeier-Elite des völkischen Mobs auf die Straße gehen.

It’s time for (more) action! Unser Plan für den 30.4. in Stuttgart

Es gab bereits einen bundesweiten Aktionstag, an dem wir der AfD in bundesweit und dezentral gezeigt haben, dass ihr Eintreten für Rassismus und Abschottung mit uns nicht zu machen ist. Am 30. April werden wir daher in Stuttgart gegen die völkische Biedermeier-Elite auf die Straße gehen.

Ab 7:00 Uhr morgens geht es los: Blockade des AfD-Parteitags

Zusammen mit verschiedenen antifaschistischen und antirassistischen Bündndnissen haben wir uns das Ziel gesetzt den AfD-Parteitag an der Stuttgarter Messe zu verhindern und massenhaft zu blockieren. Als bundesweite Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative“ rufen wir dazu auf, die Blockaden zu nutzen, um rund um den Parteitag, die Konsequenzen aber auch solidarische Alternativen zu einer menschenfeindlichen Politik aus Nationalismus, Sexismus und knallharten Neoliberalismus sichtbar zu machen.

Ab 13:00 Uhr: Block gegen jeden Nationalismus auf der antirassistischen Großdemo

Wir beteiligen uns als eigener antiautoritärer, antinationaler Block.
Dem nationalistischen beschwören des Standorts Deutschlands und der Modernisierung der Festung Europa setzen wir, am Vortag des 1. Mai, die Alternative einer befreiten Gesellschaft jenseits von Staat, Nation und Kapital entgegen.

Gegen die Festung Europa und ihre Fans!

Anreise:
In der Nacht vom 29.04. auf den 30.04.2016 fährt ein Bus vom Marburger Hauptbahnhof ab.

Tickets gibt es für 8,00€ im HavannaAcht (Lahnor 2) und in der Buchhandlung Roter Stern (Am Grün 28).

Weitere Infos: https://nationalismusistkeinealternative.net/30april-stuttgart/

28/04/2016

ALLE MORGEN KOMMEN !

Keine rassistische Mobilmachung in der hessischen Provinz am 29.04.2016
(Aufruf der Antifaschistischen Gruppe streitwagen)

Unter dem Motto “Haiger steht auf” mobilisieren Rassist_innen für den 29.04.2016 19Uhr auf den Marktplatz nach Haiger. Als Redner wurde unter anderem Dominik Horst Roeseler angekündigt, der bis dato stellvertretender Landesvorsitzender von Pro NRW ist. Des Weiteren haben Neonazis, zum Beispiel von der JN Hessen, ihre Teilnahme angekündigt.

Dies ist ein weiterer Versuch rassistischer Mobilisierung in Hessen und darf nicht unkommentiert bleiben. Deshalb kommt am 29.04.2016 nach Haiger um den Rassist_innen den Tag zu vermiesen!

Zugtreffpunkt Marburg Hbf: 16:25 Uhr (Abfahrt 16.35Uhr Gleis 4)

Offener Brief vom Bündnis gegen Rechts Marburg!Die Veranstaltung wurde mittlerweile abgesagt.
30/04/2015

Offener Brief vom Bündnis gegen Rechts Marburg!
Die Veranstaltung wurde mittlerweile abgesagt.

Auf dem Rheinfrankenhaus spricht am Mittwoch, dem 29.04.2015, Vera Lengsfeld (CDU). Öffentlich gemacht wurde dies durch einen Offenen Brief des Bündnis gegen Rechts (BGR) Marburg. Die örtliche CDU,...

Ein treffender Artikel über die den rassistischen Gesamtzustand, über rassistische Mobilisierung und Linke Strategien. D...
28/04/2015

Ein treffender Artikel über die den rassistischen Gesamtzustand, über rassistische Mobilisierung und Linke Strategien. Der Text ist von der Gruppe Deutschland demobilisieren. Am 12. Mai wird es in Marburg eine Diskussionsveranstaltung mit ihnen geben!

Gruppe Demob: Linke Strategien gegen Rassismus

Vorgestern in Marburg! Aktion gegen die menschenverachtende Flüchtlingspolitik der EU! Grenzen töten!
26/04/2015

Vorgestern in Marburg! Aktion gegen die menschenverachtende Flüchtlingspolitik der EU! Grenzen töten!

Am Freitagnachmittag hat es in Marburg am Rudolphsplatz um 16 Uhr eine Protestaktion gegen die Anschiebungs- und Flüchtlingspolitik der Europäischen Union ge...

Adresse

Marburg An Der Lahn

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Referat für Antifaschismus und Antirassismus AStA Marburg erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Teilen