Anlauf- und Beratungsstelle

Anlauf- und Beratungsstelle Beratung, Kultur- und Antiziganismusarbeit im Jungbusch und Mannhei Hermann Rütermann eingerichtet.

Die Beratungsstelle wurde als ehrenamtliche Anlauf- und Service-Stelle für Roma und Neueinwanderer im Jungbusch von Dipl.Theol. Grund war der zunehmende Zuzug von Roma und osteuropäischen Einwanderen in den Jungbusch, nachdem bisher alle Versuche einen Träger für diese notwendige Arbeit zu finden, gescheitert waren. Sie bietet individuelle Hilfestellung und Beratung bei sozialen und wirtschaftlich

en Angelegenheiten aber auch bei Problemen im gesellschaftlichen und kulturellen Bereich. Die Kontakte mit den Klienten erfolgen durch Aufsuchen der Beratungsstelle und durch Hausbesuche. Die Beratungsstelle fühlt sich den christlichen Prinzipien von Menschenwürde, Menschenrechte, Nächstenliebe, Solidarität, Subsidiarität und Gemeinwohl verpflichtet.

26/03/2025

„Ich werde in diesem Land sterben ohne irgendeine Migrationsgeschichte hintendran, nur als Nazan Kapan“

Wir sind traurig darüber, dass Nazan Kapan gestorben ist.

"Frau, Arbeiterkind, Migrantin, Muslima – dieser Vierklang an Herausforderungen prägt Nazan Kapans Biografie. In ihrem Elternhaus in Duisburg sieht sich die junge Zehra Nazan Dursun mit traditionellen Wertvorstellungen, aber auch den Erwartungen ihrer deutschen Umgebung konfrontiert. Im Interview beschreibt sie die Eltern, die sich aus den einfachen Verhältnissen und Möglichkeiten einer Bergarbeiterfamilie zur Selbständigkeit emporarbeiten, die Mutter zur Inhaberin einer Änderungsschneiderei. Nazan darf Fahrradfahren und den Führerschein machen, doch die Verheiratung erfolgt nach traditionellem Muster. Erst langsam emanzipiert sich die junge Frau. Sie lässt sich scheiden, studiert und bewältigt das Leben als alleinerziehende Mutter. Im Beruf und in ihrem ehrenamtlichen wie politischen Engagement setzt sie sich vehement für die Gleichstellung und ein gesellschaftliches „Wir“ ein." (Marchivum)

Sie war eine engagierte Persönlichkeit für die Sache von Mädchen und Frauen. Viele Jahre war sie als Leiterin des Mädchentreffs im Jungbusch ein Vorbild und Integrationsfigur für nicht immer in optimalen Verhältnissen heranwachsenden Frauen im Jungbusch. Dort vermittelte sie die Werte einer solidarischen Gesellschaft und gab jungen Menschen das mit, was sie für ein selbstbestimmtes und selbstbewusstes Leben brauchen“.

Darüber hinaus war sie Leiterin des Frauenhauses, arbeitete mit Flüchtlingen und engagierte sich für die Belange der Mannheimer Bürgerschaft als Sozialdemokratin.
Den Menschen im Jungbusch war sie Inspiration und Motivation, für Fragen und Anregungen hatte sie immer ein offenes Ohr.

https://youtu.be/P-D-9hUhG3c?si=wLB5dU19JgCHR7aq

Lassen wir sie selbst zu Wort kommen: "Ich setze mich für mehr Vielfalt, Gleichstellung und Gewaltschutz in Mannheim ein. Ich möchte das Thema Gleichstellung vorantreiben, die für eine gerechte und demokratische Gesellschaft unabdingbar ist. Darüber hinaus ist mir die Begegnung und der Austausch mit Menschen und das Brückenbauen für eine vielfältige, facettenreiche und offene Gesellschaft ein wichtiges Anliegen."

Danke Nazan, Du hinterlässt eine große Lücke. Viele werden Dich in Ihrem Herzen bewahren.

21/10/2022
25/05/2022

Christi Himmelfahrt am 28.Mai 1992. Die Flüchtlingsunterkunft in Mannheim-Schönau ist das Ziel rassistischer Angriffe. Tagelang versammelten sich Bewohner de...

06/04/2022
26/12/2021

Adresse

BöckStr. 21 (Kulturbrücken)
Mannheim
68159

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