04/09/2026
Das Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr (ZOpKomBw), die Kommunikationsexperten der Bundeswehr in Mayen, führen ab morgen bis zum 17. September 2026 die Übung „Eagle 1“ in Sachsen durch. Rund 50 Soldatinnen und Soldaten verlegen dazu mit etwa 10 Fahrzeugen. Ziel ist die sogenannte „Abstandsfähige Produktverbringung“ - das Training der Flugblattverbringung.
Ballonflüge über Sachsen: Wie Kommunikationsexperten der Bundeswehr trainieren Flugblattverbringung
Das Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr (ZOpKomBw) wird vom 5. September 2026 bis zum 17. September 2026 die Übung „Eagle 1“ in Sachsen durchführen. Ca. 50 Soldatinnen und Soldaten verlegen dazu mit ca. 10 Fahrzeugen aus Mayen (Rheinland-Pfalz) nach Sachsen. Ziel ist die sogenannte „Abstandsfähige Produktverbringung“.
Flugblätter werden mit Hilfe von Ballons in vorher berechneten Zielgebieten abgeworfen. Die mit Helium gefüllten Ballons erreichen einen Durchmesser von bis zu 1,70 Metern und steigen bis zu 5.000 Meter auf.
Bei der Übung „Eagle 1“ werden die Abläufe der taktischen Direktkommunikation geübt.
Unter anderem wird die Fähigkeit der „Abstandsfähigen Produktverbringung“ (APV) trainiert. Flugblätter werden mit Hilfe von Heliumballons in vorher berechneten Zielgebieten abgeworfen. Es handelt sich um Übungsflugblätter, auf denen lediglich ein Symbol und ein Informationstext für die Finderin oder den Finder abgedruckt sind. Im Einsatzfall dienen diese Flugblätter dazu, Informationen an die Menschen im Zielgebiet der Flugblätter zu übermitteln, insbesondere, wenn diese Personen auf anderem Wege schlecht erreichbar wären.
Zielgebiet ist der Truppenübungsplatz Oberlausitz.
Die Region, in welchem die Ballons aufsteigen werden, ist dabei witterungsabhängig und wird tagesaktuell angepasst. Städte und Ortschaften werden gemieden. Es kann dazu kommen, dass Militärfahrzeuge (keine Kettenfahrzeuge) sowie deren Begleitfahrzeuge durch die umliegenden Ortschaften fahren. Aus Sicherheitsgründen können die genauen Orte und Zeiten nicht genannt werden.
Durch Wind- und Witterungsbedingungen können Flugblätter von ihrer Flugbahn abkommen und in den umliegenden Ortschaften landen. Informationen zu der geplanten Übung wurden deshalb auch an die angrenzenden Partnerkommandos in Polen und Tschechien übermittelt.
Das bei den Flugblättern verwendete Papier ist dabei umweltverträglich und zersetzt sich. Die Übungsflugblätter sind mit Informationen in deutscher und polnischer Sprache für die Finderin oder den Finder bedruckt. Gerne kann der Fund des Flugblattes an die auf dem Flugblatt angegebene Adresse gemeldet und das Flugblatt danach in einem Papierkorb entsorgt werden.
Die Übung dient der Truppe zur Festigung ihrer Fähigkeiten und trägt somit zur Einsatzbereitschaft der Bundeswehr bei. Übungen dieser Art haben auch bereits in der Vergangenheit schon stattgefunden.
/Bundeswehr Foto:(Bundeswehr/Weinrich)