AfA Sachsen-Anhalt Arbeitsgemeinschaft für Arbeit der SPD

AfA Sachsen-Anhalt Arbeitsgemeinschaft für Arbeit der SPD Die AfA (Arbeitsgemeinschaft für Arbeit) ist die größte und älteste Arbeitsgruppe in der SPD. 2023 begehen wir den 50 Geburtstag der Arbeitsgemeinschaft.

Wir beschäftigen uns mit Arbeitsmarkt Politik und wollen die Arbeitnehmer vertreten.

13/06/2026

Klare Haltung für soziale Sicherheit und Beschäftigtenschutz

Der Landesvorstand der Arbeitsgemeinschaft für Arbeit (AfA) Sachsen-Anhalt hat auf seiner heutigen Sitzung eine deutliche Position bezogen: Reformen dürfen nicht auf Kosten von Beschäftigten und sozialen Standards gehen. In einem aktuellen Beschluss fordert die AfA alle Vertreterinnen und Vertreter der SPD in Parteigremien, der Bundesregierung sowie in der Landesregierung Sachsen-Anhalt dazu auf, sich mit Nachdruck für den Erhalt sozialer Errungenschaften einzusetzen.

Reformen ja – Sozialabbau nein

Angesichts aktueller politischer und wirtschaftlicher Herausforderungen wird der Ruf nach Reformen lauter. Die AfA Sachsen-Anhalt erkennt die Notwendigkeit von Anpassungen ausdrücklich an. Gleichzeitig macht sie unmissverständlich klar: Veränderungen dürfen nicht zu einem Abbau von Arbeitnehmerrechten, sozialer Absicherung oder fairen Arbeitsbedingungen führen.

Gerade in Zeiten des Wandels sei es entscheidend, Stabilität für Beschäftigte zu gewährleisten und soziale Sicherheit nicht zur Verhandlungsmasse zu machen. Der Schutz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist aus Sicht der AfA kein Hindernis für Fortschritt, sondern eine grundlegende Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Verantwortung der SPD in Regierungsverantwortung

Die AfA richtet ihren Appell bewusst an alle SPD-Vertreterinnen und -Vertreter auf unterschiedlichen politischen Ebenen. Ob in Berlin oder in Sachsen-Anhalt – überall dort, wo politische Entscheidungen getroffen werden, müsse die SPD ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden.

Dies bedeutet konkret:
• Klare Positionierung gegen den Abbau von Arbeitnehmerrechten
• Aktives Eintreten für Tarifbindung und gute Arbeitsbedingungen
• Schutz bestehender sozialer Sicherungssysteme
• Stärkung von Mitbestimmung und Beschäftigtenschutz

Die AfA erwartet, dass diese Grundsätze nicht nur programmatisch vertreten, sondern auch in konkreten politischen Entscheidungen sichtbar werden.

Soziale Gerechtigkeit als Kern sozialdemokratischer Politik

Für die Arbeitsgemeinschaft für Arbeit Sachsen-Anhalt steht fest: Soziale Gerechtigkeit ist und bleibt das Herzstück sozialdemokratischer Politik. Wer Reformen gestaltet, muss dies mit Blick auf die Menschen tun, die täglich arbeiten und zum gesellschaftlichen Wohlstand beitragen.

Die AfA wird sich weiterhin aktiv in die politische Debatte einbringen und darauf hinwirken, dass soziale Standards nicht ausgehöhlt, sondern gestärkt werden. Denn eine gerechte Arbeitswelt ist die Grundlage für eine starke Gesellschaft.

Modernisierung bedeutet nicht Sozialabbau 10.06.2026 | Treffen der Bundesregierung mit Gewerkschaften und Arbeitgebern i...
13/06/2026

Modernisierung bedeutet nicht Sozialabbau

10.06.2026 | Treffen der Bundesregierung mit Gewerkschaften und Arbeitgebern im Kanzleramt

Zum bevorstehenden Treffen der Bundesregierung mit Gewerkschaften und Arbeitgebern im Kanzleramt erklärt unsere Bundesvorsitzende:

„Deutschland braucht einen wirtschaftlichen Aufbruch – aber dieser wird nicht durch Sozialkürzungen, den Abbau von Arbeitnehmerrechten oder neue Belastungen für die breite Mehrheit der Beschäftigten erreicht. Sozialkürzungen schaffen keinen wirtschaftlichen Aufschwung. Im Gegenteil: Wer glaubt, man könne Wachstum herbeisparen, hat die Ursachen der wirtschaftlichen Schwäche nicht verstanden. Die aktuellen Debatten über Einschnitte bei sozialen Leistungen und arbeitsrechtlichen Standards gehen deshalb in die falsche Richtung. Gewerkschaften kritisieren zu Recht, dass Fragen der sozialen Gerechtigkeit in den Reformüberlegungen bislang zu kurz kommen.

Stattdessen müssen wir kurzfristig die Binnennachfrage stärken. Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer brauchen spürbare Entlastungen bei Lebensmittelpreisen, Mieten und Energiekosten statt zusätzliche Belastungen. Wer mehr Kaufkraft schafft, stärkt zugleich Handel, Handwerk und Industrie. Das ist der schnellste Weg, die Konjunktur zu beleben.

Gleichzeitig müssen wir die strukturellen Herausforderungen unseres Industriestandortes entschlossen angehen: wettbewerbsfähige Energiepreise, eine moderne Infrastruktur, weniger Bürokratie, mehr öffentliche und private Investitionen sowie eine aktive Industriepolitik für die Transformation. Darüber wird zu Recht intensiv diskutiert.

Für die AfA ist klar: Es darf kein Rasieren von Arbeitnehmerrechten geben. Gute Arbeit, Tarifbindung, Mitbestimmung und soziale Sicherheit sind keine Wachstumsbremsen, sondern ein Standortvorteil. Voraussetzung für sozialen Frieden. Deutschland war immer dann erfolgreich, wenn wirtschaftliche Stärke und sozialer Zusammenhalt gemeinsam gedacht wurden.

Ja, wir müssen unseren Sozialstaat modernisieren, damit er leistungsfähig, gerecht und zukunftsfest bleibt. Aber Modernisierung bedeutet nicht Sozialabbau. Es geht darum, Menschen Sicherheit in Zeiten des Wandels zu geben und Chancen für Aufstieg und Teilhabe zu schaffen.

Ich erwarte von einem Bundeskanzler, dass er unsere Gesellschaft zusammenhält – statt alle Bevölkerungsgruppen gegeneinander auszuspielen. Die Rente muss sicher bleiben, die Gesundheitsversorgung effizient werden und die Pflege verlässlich. Das ist das Sozialstaatsversprechen. Privilegierungen gehören abgeschafft. Jede und jeder muss sich am Gemeinwohl entsprechend beteiligen.“

13/06/2026
01/06/2026

Alles Gute zum Kindertag.

AfA Sachsen-Anhalt läuft Sturm gegen Renten-Pläne: „Rente mit 70 und Rentenkürzungen sind ein sozialpolitischer Offenbar...
22/05/2026

AfA Sachsen-Anhalt läuft Sturm gegen Renten-Pläne: „Rente mit 70 und Rentenkürzungen sind ein sozialpolitischer Offenbarungseid!“

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeit (AfA) im SPD-Landesverband - steht an der Seite der und reagiert mit scharfer Kritik und großer Besorgnis auf die jüngsten Vorschläge eines Expertengremiums zur Zukunft der gesetzlichen . Die diskutierte schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre ab den 2060er Jahren sowie eine Absenkung des Rentenniveaus auf 46 Prozent überschreiten aus Sicht der AfA eine klare rote Linie.

Lebensrealität in Sachsen-Anhalt wird ignoriert

Die AfA macht deutlich, dass solche Vorschläge an der Realität der Beschäftigten in Sachsen-Anhalt vorbeigehen. In einer Region mit vielen Industriearbeitsplätzen, Pflegeberufen, dem öffentlichen Nahverkehr, Handwerk sowie strukturellen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt bedeutet eine Rente mit 70 für viele Beschäftigte faktisch eine Rentenkürzung.

Matthias Görner SPD, Mitglied im AfA-Landes- und Bundesvorstand für Sachsen-Anhalt, erklärt:

„Wir müssen uns die Arbeitsrealität in Sachsen-Anhalt ehrlich anschauen. Wie soll ein Beschäftigter in der chemischen Industrie in Leuna, eine Pflegekraft in Halle oder ein Busfahrer im öffentlichen Nahverkehr mit fast 70 Jahren noch dieselbe Leistung erbringen? Diese Pläne gehen völlig an den Menschen vorbei. Für viele bedeutet das: früher raus – mit Abschlägen. Das ist nichts anderes als eine verdeckte Rentenkürzung.“

Was 46 Prozent konkret bedeuten

Die Folgen eines Rentenniveaus von 46 Prozent lassen sich an einem Beispiel deutlich machen: Verdient ein Busfahrer im öffentlichen Nahverkehr über sein Erwerbsleben hinweg durchschnittlich 3.000 Euro brutto im Monat, läge seine monatliche Bruttorente bei nur noch 1.380 Euro. Nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung blieben oft nur rund 1.200 Euro netto oder weniger.

„Das ist die bittere Realität hinter solchen Zahlen. Wer jahrzehntelang im Schichtdienst, unter Zeitdruck und mit hoher Verantwortung Bus fährt, soll am Ende mit einer auskommen, die kaum zum Leben reicht“, so Görner weiter.

Gesundheitliche Folgen werden ausgeblendet

Besonders kritisch bewertet die AfA, dass gesundheitliche Belastungen systematisch ignoriert werden. Zahlreiche Studien – unter anderem von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) – zeigen, dass langjährige körperliche Arbeit, Schichtarbeit und hohe Arbeitsbelastung erhebliche gesundheitliche Risiken mit sich bringen.

Dazu zählen insbesondere:

• ein erhöhtes Unfallrisiko im Alter,

• eine deutlich steigende Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch dauerhafte Überlastung,

• langfristige gesundheitliche Schäden durch Schichtarbeit und gestörte Schlafrhythmen.

„Wer ernsthaft fordert, dass Menschen bis 70 arbeiten sollen, ignoriert bewusst die gesundheitlichen Realitäten. Viele Beschäftigte erreichen schon heute das Rentenalter nicht gesund. Eine weitere Anhebung verschärft dieses Problem dramatisch – gerade in Sachsen-Anhalt, wo viele Menschen in belastenden Berufen arbeiten“, so Görner.

Doppelte Belastung: Länger arbeiten, weniger Rente

Die Kombination aus höherem Renteneintrittsalter und sinkendem Rentenniveau trifft insbesondere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit niedrigen und mittleren Einkommen.

„Eine Absenkung des Rentenniveaus auf 46 Prozent führt direkt in die Altersarmut. Gerade in Sachsen-Anhalt, wo Löhne noch immer unter dem Bundesdurchschnitt liegen, würde das für viele Menschen bedeuten, dass jahrzehntelange Arbeit nicht vor Armut im Alter schützt“, warnt Görner.

Solidarische Rentenpolitik statt Kürzungen

Die AfA Sachsen-Anhalt fordert stattdessen eine Stärkung der gesetzlichen Rente durch eine solidarische Erwerbspersonenversicherung, in die alle einzahlen – auch Beamte, Selbstständige und Abgeordnete. Zudem müssen gute Löhne, starke Tarifbindung und sichere Beschäftigung gestärkt werden, um die Rentenbasis langfristig zu stabilisieren.

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeit stellt klar:

„Wir stehen fest an der Seite der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Wir werden jede Politik entschieden bekämpfen, die auf Kosten der Beschäftigten geht. Wer ein Leben lang gearbeitet hat, hat Anspruch auf eine würdige Rente – und nicht auf Unsicherheit und Kürzungen.“

Görner abschließend:

„Die Lebensleistung der Menschen verdient Respekt. Eine Rente mit 70 lehnen wir entschieden ab. Wir brauchen eine Rentenpolitik, die Sicherheit gibt, Gesundheit schützt und ein würdiges Leben im Alter garantiert.“

Ein Jahr Koalition. Ein Jahr Fortschritt.In 12 Monaten haben wir angepackt, entlastet, investiert und reformiert – damit...
06/05/2026

Ein Jahr Koalition. Ein Jahr Fortschritt.
In 12 Monaten haben wir angepackt, entlastet, investiert und reformiert – damit Deutschland stark bleibt und zukunftsfähig wird.

📊 Ein Blick auf die Zahlen:
• 557 Vorhaben beschlossen
• 172 Gesetzentwürfe
• 41 Kabinettssitzungen

Ob Wirtschaft, Sicherheit, Migration oder Digitalisierung und Modernisierung: Wir liefern und bringen Deutschland voran!

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03/05/2026

Nicht nur am Tag der Arbeit kämpfen wir für einen starken Sozialstaat, Arbeitsplätze, flächendeckende faire Tarife, Qualifizierung, Weiterbildung, Fachkräftesicherung, 8 Stunden-Tag bei einer 40 Wochenstunden.

25/04/2026
Bundestag verabschiedet das Tariftreuegesetz 👍
26/02/2026

Bundestag verabschiedet das Tariftreuegesetz 👍

14/02/2026

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