07/02/2026
Der DGB-Münsterland und seine Mitgliedsgewerkschaft EVG verurteilen den tödlichen Angriff auf den Gewerkschafter und Beschäftigten der Bahn,
Serkan C., der bei einer Fahrkartenkontrolle angegriffen wurde und später an seinen Verletzungen verstarb, auf das Schärfste.
„Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Angehörigen sowie bei seinen Kolleginnen und Kollegen. Diese Tat macht auf grausame Weise deutlich, was wir als Gewerkschaften seit Langem anmahnen: Beschäftigte im Dienst der Gesellschaft sind immer häufiger Gewalt, Bedrohungen und Übergriffen ausgesetzt. Das ist nicht hinnehmbar. Niemand darf bei der Ausübung seiner Arbeit im Dienst der Gesellschaft um Leib und Leben fürchten müssen“, verdeutlicht DGB-Regionsgeschäftsführer Volker Nicolai-Koß.
„Gerade im Arbeitsbereich der Zugbegleiter sieht die EVG akuten Handlungsbedarf. Erstens fordern wir, dass Kolleginnen und Kollegen bei Kontrollen grundsätzlich nicht allein eingesetzt werden. Mehr Personal auf den Zügen ist ein zentraler Baustein, um Eskalationen vorzubeugen und Sicherheit zu erhöhen. Zweitens braucht es einen flächendeckenden Einsatz von Bodycams, um deeskalierend zu wirken und Übergriffe zu dokumentieren. Drittens fordern wir verbindliche Sicherheits- und Präventionskonzepte, einschließlich regelmäßiger Deeskalations- und Sicherheitstrainings sowie klarer Notfallstrukturen. Sicherheit darf nicht länger dem Spardruck geopfert werden! Sparmaßnahmen dürfen niemals auf dem Rücken unserer Kolleginnen und Kollegen ausgetragen werden. Sicherheit ist nicht verhandelbar!“, ergänzt Neithard von Böhlen von Vorsitzender der EVG NRW.
Der DGB-Münsterland weist in diesem Zusammenhang erneut auf seine Initiative „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch!“ hin. Sie steht für Respekt, Schutz und Wertschätzung gegenüber denjenigen, die tagtäglich dafür sorgen, dass unsere Gesellschaft funktioniert. In den kommenden Wochen wird dazu eine Wanderausstellung durch die Region touren, bei der Beschäftigten von ihren Erlebnissen im Dienst berichten.