LWL-Archäologie für Westfalen

LWL-Archäologie für Westfalen Westfalens Boden ist reich an archäologischen Schätzen. Wir schützen, erhalten und dokumentieren sie.
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In Westfalen setzen sich die Archäologen unter dem Dach des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) als unabhängiges Fachamt für den Bodendenkmalschutz ein. Die LWL-Archäologie für Westfalen arbeitet deshalb als Träger öffentlicher Belange eng mit den Denkmalbehörden der Kommunen, der Kreise und des Landes Nordrhein-Westfalen zusammen. Wir stellen hier unsere vielfältige Arbeit vor: Schutz, Erh

alt, Sicherung und Dokumentation von Bodendenkmälern, aktuelle Ausgrabungen, Projekte und Forschungen, die Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungseinrichtungen, die Kooperation mit freiwilligen Helfern, Vereinen und Verbänden und Archäologieinteressierten.

Gestern waren die Kolleginnen und Kollegen aus den Stabsstellen und der Verwaltung zu Gast auf der Aabach Farm in Ladber...
26/06/2026

Gestern waren die Kolleginnen und Kollegen aus den Stabsstellen und der Verwaltung zu Gast auf der Aabach Farm in Ladbergen.

Bei einer Alpakatour ging es gemeinsam mit Alpakas und zwei Lamas durch die Natur – eine schöne Gelegenheit, sich auch abseits des Arbeitsalltags auszutauschen. Anschließend ließen wir die Tour beim gemeinsamen Grillen ausklingen. Vorher konnten sich die Tiere auf der Farm bei den sommerlichen Temperaturen eine erfrischende Abkühlung gönnen. 🦙☀️💦

Ein gelungener Teamtag!

Fotos: LWL/J. Großekathöfer, C. Steimer

Erinnert ihr euch an das kopflose Skelett, dass 2023 bei Ausgrabungen in Heek-Nienborg entdeckt wurde? Bisher haben wir ...
23/06/2026

Erinnert ihr euch an das kopflose Skelett, dass 2023 bei Ausgrabungen in Heek-Nienborg entdeckt wurde? Bisher haben wir euch den Befund nur im Rahmen unserer Jahrestagung von 2024 vorgestellt. Heute um 19 Uhr zeigen wir euch auf unserem YouTube-Kanal einen Kurzfilm und geben euch hier Einblicke in die Ausgrabung vor Ort mitsamt kurzen Expertinnen-Interviews.
Im Original findet ihr den kopflosen Reiter übrigens in der frisch eröffneten Landesburg Nienborg. Ein Besuch lohnt sich. Wir haben das Projekt lange begleitet ud waren zur Eröffung eingelden. Wir finden, dass Ergebnis ist absolut sehenswert!

Hier geht direkt zum Video: https://youtu.be/lfaz9Ctm6jc

🌍 Beautiful strangers! Powerfrauen an der Porta WestfalicaVor über 2.500 Jahren staunten Menschen in Petershagen-Ilse ve...
20/06/2026

🌍 Beautiful strangers! Powerfrauen an der Porta Westfalica

Vor über 2.500 Jahren staunten Menschen in Petershagen-Ilse vermutlich nicht schlecht: Da siedelten Frauen, die offensichtlich von weit her gekommen waren. Von außen schon auffällig – denn sie trugen Bronzeschmuck, der in der Region nicht vorkam. Vergleiche kennen wir eher aus Südwestdeutschland, dem Elsass und der Schweiz.

Und selbst im Tod blieb ihre Fremdheit sichtbar: Während man andernorts damals meist verbrannte, wurden 19 Frauen aus Ilse mit ihrem auffälligen Schmuck in Körpergräbern bestattet.

Naturwissenschaftliche Analysen zeigen: Manche dieser Frauen wuchsen im Raum Südthüringen/Nordbayern auf – andere wurden in Ilse geboren. Das könnte bedeuten: Mindestens zwei Frauengenerationen prägten hier das Bild – sie gaben ihre Traditionen weiter. Oder: In Ilse Geborene wurden in die Gemeinschaft der Zugewanderten aufgenommen. Und die Beigaben erzählen noch mehr: Traditioneller Schmuck wurde ergänzt, teils mit Elementen aus anderen Regionen Europas. Offenbar hatten sie Zugang zu begehrten Gütern.

🤝 Vielleicht waren sie sogar mehr als „nur“ Einwanderinnen: Der Bereich Ilse lag in einer Fernhandelszone nahe der Porta Westfalica – dort, wo eine wichtige Route zwischen Nord- und Südeuropa lief. Vermutlich könnte hier eine Rolle von Fernhändlerinnen oder Umschlagfrauen verborgen sein: als Zwischenstation, als Netzwerkerinnen, als Teil eines Handelslebens, das mehr verband als getrennt hat.

Heute ist Tag der Migration. Und die „Damen von Ilse“ erinnern daran: Migration ist kein modernes Phänomen – und sie bedeutet oft auch Neuanfang, Austausch, Einfluss und Stärke.

💬 Was meint ihr: Waren diese Frauen Teil eines größeren Handelsnetzwerks? Wo lag der Siedlungsplatz dieser ungewöhnlichen Gemeinschaft?

Wenn ihr die wunderschönen Stücke selbst ansehen wollt, geht ins .

Neue Sonderausstellung im LWL-Museum in der Kaiserpfalz zeigt Leben im Marschlager"Von Co-Living bis Glamping. Römer an ...
19/06/2026

Neue Sonderausstellung im LWL-Museum in der Kaiserpfalz zeigt Leben im Marschlager
"Von Co-Living bis Glamping. Römer an Pader und Lippe"

Die Entdeckung eines römischen Marschlagers in Paderborn 2022 warf ein neues Licht auf die Präsenz der Römer in Westfalen-Lippe. Ab Samstag (20.6.) zeigt die Ausstellung "Von Co-Living bis Glamping. Römer an Pader und Lippe" im LWL-Museum in der Kaiserpfalz exklusiv Funde aus der Zeit des ersten römischen Kaisers Augustus. Mitmachstationen, Dioramen und Illustrationen des britischen Zeichners Graham Sumner machen das Leben im Lager lebendig. Begleitet wird die Sonderausstellung bis zum 1. November von einem umfangreichen Programm für die ganze Familie.
Kommt vorbei!

Foto: LWL/E. Daood

🏺 Neue Sonderausstellung im Kreismuseum Wewelsburg ab dem 18. Juni 2026!„Als die Römer abzogen – Siedeln und Bestatten i...
18/06/2026

🏺 Neue Sonderausstellung im Kreismuseum Wewelsburg ab dem 18. Juni 2026!

„Als die Römer abzogen – Siedeln und Bestatten in Delbrück-Bentfeld vor über 1500 Jahren“

Welche Spuren hinterließen die Menschen in unserer Region nach dem Ende der römischen Herrschaft? Eine außergewöhnliche Ausgrabung im Baugebiet „Schafbreite“ in Delbrück-Bentfeld liefert faszinierende Antworten.

Zu den Highlights zählen ein überraschend gut erhaltener Holzbrunnen aus dem 5. Jahrhundert, eine seltene Bestattungsstätte mit Verbrennungsplatz sowie zahlreiche spannende Funde – darunter eine Gemme mit der Darstellung des römischen Gottes Merkur.

Die Ausstellung präsentiert erste Ergebnisse der Grabungen von 2024/25 und zeigt neue Erkenntnisse zur Besiedlungsgeschichte entlang der Lippe vom 2./3. bis zum 5. Jahrhundert n. Chr.

🎤 Zur Eröffnung spricht Archäologe Sven Knippschild in einem Vortrag am 18. Juni um 19 Uhr über die Grabungen in Bentfeld und die weitreichenden Handelskontakte der einheimischen Bevölkerung mit de

Am 9. Juli um 19 Uhr spricht unsere Archäologin Dr.Julia Hallenkamp-Lumpe über: "Überschwemmung als Glücksfall – Ein über 2000 Jahre
alter naturheiliger Platz in Delbrück-Bentfeld".

🤝 Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der LWL-Archäologie für Westfalen. Die zugrunde liegenden Ausgrabungen wurden gemeinsam mit EggensteinExca durchgeführt und brachten zahlreiche außergewöhnliche Befunde ans Licht.

📅 18.06.2026 – 30.08.2026
📍 Kreismuseum Wewelsburg, Sonderausstellungsraum (Zugang über die Erinnerungs- und Gedenkstätte)
🎟️ Eintritt frei

Entdecken Sie die spannende Geschichte eines Fundplatzes, der die Vergangenheit unserer Region auf einzigartige Weise sichtbar macht!

Fotos: EggensteinExca/S. Knippschild, LWL/A. Madziala

15/06/2026

Unsere Fundbeschriftung läuft wie geschmiert – und bei euch so?

Manuel Zeiler ist Experte für Montanarchäologie bei der LWL-Archäologie und ist in ganz Westfalen häufig im Untergrund u...
13/06/2026

Manuel Zeiler ist Experte für Montanarchäologie bei der LWL-Archäologie und ist in ganz Westfalen häufig im Untergrund unterwegs. Von alten Bergbaustrukturen und Höhlen bis zu Untertageveragerungen aus dem Zweiten Weltkrieg, sein Forschungsgebiet ist vielfältig.
TV-Sender ARTE war zu Gast und hat sich mit ihm in die Untertageverlagerung Schwalbe 1 nahe Hemer begeben und ist gemeinsam mit ihm und LWL-Historiker Markus Weidner der Geschichte des Ortes auf den Grund gegangen. Schaut mal rein!
Der Beitrag ist bei ARTE verfügbar: „Schwalbe 1 – Nazi-Großprojekt 60 Meter unter der Erde“.


Neue Forschungsergebnisse: Studie zu Patchworkfamilien vor mehr als 5000 Jahren im Fachmagazin Science veröffentlicht!So...
12/06/2026

Neue Forschungsergebnisse:
Studie zu Patchworkfamilien vor mehr als 5000 Jahren im Fachmagazin Science veröffentlicht!

Sogenannte Patchworkfamilien sind heute ein weit verbreitetes Lebensmodell. Es gilt als modern, ist tatsächlich aber uralt. Das belegen neueste Analysen an menschlichem Erbgut aus der Jungsteinzeit, wie die Uni Kiel auf der Plattform idw kürzlich veröffentlichte:
https://nachrichten.idw-online.de/2026/05/21/patchwork-familien-vor-mehr-als-5000-jahren?groupcolor=2

Mitautor:innen der Studie, die im Fachmagazin Science erschien, sind auch Kolleginnen und Kollegen der LWL-Archäologie für Westfalen sowie der Altertumskommission für Westfalen - LWL für Westfalen. Das hier zu sehende Megalithgrab aus Rimbeck lieferte Untersuchungsmaterial für die Studie.

Abbildungen: LWL-Altertumskommission

Zahl des Monats Juni:  3000 (v. Christus) Zu dieser Zeit existierten die Trichterbecherkultur und die Wartbergkultur im ...
10/06/2026

Zahl des Monats Juni: 3000 (v. Christus)

Zu dieser Zeit existierten die Trichterbecherkultur und die Wartbergkultur im heutigen Westfalen. Eine Besonderheit dieser spätsteinzeitlichen Kulturen war ihre Bestattungsweise in Großsteingräbern – Monumente, die heute noch unsere Landschaft prägen.
Am letzten Wochenende im Mai fand im Zuge eines grenzübergreifenden Projekts das Trichterbercher-Festival in Gronau statt. Die Keramik-Becher, die der Kultur ihren Namen geben, wurden auch in einem Großsteingrab in Lengerich-Wechte gefunden. Diese imposanten, aus großen Findlingsblöcken errichteten Gräber gehören zur norddeutschen Kulturlandschaft wie Heide und Moor – und sie sind Quelle lokaler Mythen, Märchen und Traditionen.
Scherben von mindestens 500 Keramikgefäßen der Trichterbecherkultur wurden in Lengerich-Wechte geborgen – so viel, dass zum Abtrsanport ein Zweispänner-Fuhrwerk nötig war. Die Keramik ist reich verziert, oft mit eingestochenen Mustern. In den Vertiefungen dieser Motive fanden sich Rückstände einer kalkhaltigen Paste; früher könnten die Gefäße viel farbiger gewesen sein als heute.
Großsteingräber der Trichterbecherkultur sind von Ost-Niederlanden bis Südskandinavien verbreitet. Aus Westfalen gibt es Hinweise auf rund 200 Anlagen, heute sind durch Steinraub und Zerstörung oft nur noch ein gutes halbes Dutzend erhalten.
Die Funde in 3D?
Hier: https://100jahre100funde.lwl.org/de/100-fundeepochen/jungsteinzeit/012-keramikgefasse-der-tbk/

Nice to Know: Früher wurde bei der LWL-Archäologie alles genutzt, was gerade verfügbar war: unterschiedlichste Kartons, ...
08/06/2026

Nice to Know:
Früher wurde bei der LWL-Archäologie alles genutzt, was gerade verfügbar war: unterschiedlichste Kartons, Formate und Verpackungen – Hauptsache, die Funde waren erst einmal sicher untergebracht.
Heute sieht das ganz anders aus: Standardisierte Fundkartons sorgen für Ordnung, optimale Stapelbarkeit und eine deutlich bessere Nutzung der Lagerflächen. Nur so lässt sich die enorme Vielzahl archäologischer Funde langfristig effizient und sicher aufbewahren.

Adresse

An Den Speichern 7
Münster
48157

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