05/09/2025
„Die Grenzen des Wachstums“ ist der Titel einer 1972 veröffentlichten Studie zur Zukunft der Wirtschaft. Sie wurde am Massachusetts Institute of Technology (MIT) erstellt und von der Volkswagenstiftung mitfinanziert und vom Club of Rome in Auftrag gegeben. Der Club of Rome ist eine Ende der 1960er Jahre gegründete Initiative, die die Zukunftsprobleme der Menschheit durch interdisziplinäre und langfristig ausgerichtete Forschung identifizieren möchte. Ziel der Studie war der Nachweis, dass das individuelle lokale Handeln aller Menschen globale Auswirkungen hat, die weit über den Zeithorizont und Handlungsraum der Einzelnen hinausgehen.
Die Studie beruht auf einer Computersimulation wobei die Faktoren Rohstoffvorräte der Erde, Effizienz der landwirtschaftlichen Produktion, Geburtenkontrolle und Umfang des Umweltschutzes in unterschiedlichen Kombinationen angesetzt wurden, um die Möglichkeit der wirtschaftlichen Entwicklung vorhersagen zu können.
Die Studie kommt zu folgendem Ergebnis:
„Wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält, werden die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht.[…] Unsere gegenwärtige Situation ist so verwickelt und so sehr Ergebnis vielfältiger menschlicher Bestrebungen, dass keine Kombination rein technischer, wirtschaftlicher oder gesetzlicher Maßnahmen eine wesentliche Besserung bewirken kann. Ganz neue Vorgehensweisen sind erforderlich, um die Menschheit auf Ziele auszurichten, die anstelle weiteren Wachstums auf Gleichgewichtszustände führen. Sie erfordern ein außergewöhnliches Maß von Verständnis, Vorstellungskraft und politischem und moralischem Mut.“
Ein erschreckend einleuchtendes und erschreckend einfaches Plädoyer. Es ist die Kern-Motivation unserer Partei.