06/01/2019
Extra-Tipp am Sonntag - ungelesen in die Papiertonne! Und warum? Weil (zumindest bei mir) kein Bedarf ist. Das interessiert aber den Zusteller und den Herausgeber nicht.
Das erklärt sich, wenn man sich dieses Medium mal genauer anschaut. Die Zeitung besteht aus 20 Seiten (hoffentlich recycletes Papier). Inhaltlich ca. 8 Seiten Werbeanzeigen, ca. 4 Seiten Marktplatz für teure Fließtext-Inserate und Stellenanzeigen, ca. 3 Seiten Todesanzeigen und die restlichen 5 Seiten für mittelmäßig informative (Volontärs-)Berichterstattung. So weit, so schlecht.
Noch schlimmer ist aber der Umstand, dass dieses Medium, kostenfrei an nahezu alle Haushalte in MG verteilt, letztlich nur ein Hub, ein "Umschlag" für unglaublich viele Werbeprospekte ist.
Heute waren es 13 Prospekte:
1. SB-Möbel (A5, 14 Seiten)
2. ROSSMANN (A4, 8 Seiten)
3. FRESSNAPF (A4, 7 Seiten)
4. PIC NIC (A2, 2 Seiten)
5. Netto ( A4, 18 Seiten)
6. LIDL (A4, 24 Seiten)
7. SCHAFFRATH ( A3, 16 Seiten)
8. SATURN (A3, 4 Seiten)
9. ALDI Süd ( A4, 20 Seiten)
10. McDonalds (A4, 2 Seiten)
11. pleines (A4, 2 Seiten)
12. Media Markt (A2, 6 Seiten)
13. EDEKA Endt (A2, 6 Seiten)
Ich habe nichts gegen Werbung, aber sie sollte sinnvoll und (für den, der wirbt) auch messbar sein. Wo wir gerade bei messen sind: 60 Gramm Extra-Tipp und 460 Gramm Beileger.
Die Einzigen, die hier Reibach machen, sind der Verleger und der, der die o.g. Unternehmen motiviert, den Haushalten in MG die Briefkästen mit Extra-Tipp zuzufüllen.
Und wo wir gerade bei Müll sind (heikles Thema in Mönchengladbach): unsere Papiertonne ist zur Hälfte gefüllt mit ungelesenen Extra-Tipp (incl. Beilage) und anderen ungewünschten "kostenfreien" Blättchen.
Hinweise an den Briefkästen, dass man keine Werbung wünscht, werden in Ermangelung von Sprachkenntnis der Zusteller oder auf Anweisung der Auftraggeber ignoriert. Der Platz in der Papiertone sollte aber dem Papiermüll vorbehalten sein, der unvermeidbar oder vorsätzlich bezogen wurde (z.B. Abo´s). Und da demnächst beigestellt, mit Papier gefüllte Kartons nicht mehr entsorgt werden, haben wir (sprich: die Haushalte) ein kleines Problem.
Hier nun meine Lösungsvorschläge:
@ Werbepartner Beileger (SB-Möbel, ROSSMANN, FRESSNAPF, PIC NIC, Netto, LIDL, SCHAFFRATH, SATURN, ALDI Süd, McDonalds, pleines, Media Markt und EDEKA Endt): bitte prüft doch mal die Akzeptanz und macht was Gescheites gegen die Vermüllung der Stadt. Denkt voran und laßt Euch nicht über den Leisten ziehen, wenn es darum geht, Produktinformationen preiswert an die Haushalte in MG zu bringen.
@ Extra-Tipp: findet fixe Punkte in der Stadt, wo interessierte Bürger sich dieses kostenfreie Medium abholen können (z.B. Tankstellen) und laßt meinen Briefkasten in Ruhe!
@ Stadt Mönchengladbach: verlangt vom Herausgeber eine Umweltgebühr auf Basis von Gewicht, gfls. differenziert nach Inhalt. Einerseits würde sich das Aufkommen bzw. die Auflage dieses Umweltterrors stark reduzieren und weniger Papier würde durch die Stadt fliegen und andererseits könntet Ihr mit den Einnahmen das eine oder andere soziale Projekt in dieser Stadt finanzieren