18/06/2020
Kennst du schon Madeleine ? 💚
Ich bin Madeleine Hein, 22 Jahre alt, studiere Logopädie und bin seit letztem Jahr Gemeinderätin in Sachsenheim. Dort vertrete ich für die Grüne Liste Sachsenheim mit anderen Fraktionskolleg*innen den Ortsteil Großsachsenheim.
- Wie bin ich in die Kommunalpolitik gekommen?
Eine Freundin, die schon die Amtsperiode zuvor im Gemeinderat war, hat mich gefragt, ob ich mich für die Grüne Liste zur Wahl aufstellen lassen möchte. Da mir der Schutz unserer Natur und Umwelt sehr am Herzen liegt, und ich darin die Chance sah, mich mehr für die jüngere Generation in meiner Stadt einzusetzen, und etwas zu bewegen, habe ich zugesagt. Und wurde schließlich am 19. Mai 2019 in den Gemeinderat gewählt. Damit hatte ich nicht gerechnet! Ich bin von Listenplatz 5 auf 3 hochgerutscht. Ich bin sehr Dankbar, dass sich mir diese Gelegenheit bietet, denn so verstehe ich meine Stadt auf eine neue Art und Weise, und lerne auch ein neues Arbeiten innerhalb einer Gruppe kennen. Auch als junge Frau finde ich es wichtig, sich zu engagieren, und sich nicht mehr länger in alte Schubladen stecken zu lassen.
- Welche Aufgaben habe ich in meinem Gremium? In welchen Ausschüssen sitze ich?
Ich bin natürlich ganz normal in jeder Gemeinderatssitzung dabei. Dort werden ja die unterschiedlichsten Dinge entschieden- egal ob Baugebiete, der Haushalt meiner Kommune, oder über den Caterer der Schulkantine. Dann bin ich noch Mitglied im Verwaltungsausschuss (VA). Dort entscheiden wir über Personalangelegenheiten, Kindergärten und Schulen. Also eher über soziale Themen, im Gegensatz zum Technischen Ausschuss. Im Gremium ist es meistens ein guter konstruktiver Austausch, was ich sehr schätze. Oft erlebe ich das aber auch anders.
Was ich ebenfalls sehr schätze, ist die Diversität in beiden Gremien, wir sind schön durchgemischt was das Alter und Geschlecht angeht.
- Wie arbeitet mein Gremium im Moment und wie haben wir während des Lockdowns gearbeitet? Bin ich zufrieden wie meine Kommune mit der Krise umgeht?
Zunächst haben wir ein paar sehr wichtige und dringende Entscheidungen im Umlaufverfahren per Mail entschieden. Die folgenden Gemeinderatssitzungen haben weiterhin stattgefunden, dazu sind wir in unsere Schulmensa umgezogen. Dort haben alle genug Platz, um den Mindestabstand von 1,5m einzuhalten. Ebenso hat dort jedes Gremiumsmitglied seinen eigenen Tisch. Die Fraktionssitzungen, die immer vor der Gemeinderatssitzung stattfinden, haben wir über eine Telefon- oder Videokonferenz gehalten.
Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden, wie meine Kommune mit der Krise umgeht.
Ich finde, meine Kommune hat einen guten Umgang mit der Krise gewählt. Alles wurde sachlich thematisiert und es kam von Seiten der Verwaltung zu keiner „Panikmache“.