Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig

Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig Samstag im Monat um 14:00 Uhr.

Die Gedenkstätte erinnert an die Geschichte des Arbeitseinsatzes tausender ziviler Zwangsarbeiter:innen, Kriegsgefangener und KZ-Häftlinge während des Zweiten Weltkriegs in Leipzig und Umgebung. Die Gedenkstätte steht außerdem als Anlaufstelle für ehemalige Zwangsarbeiter_innen zur Verfügung, erforscht noch unbeleuchtete Aspekte des Themas, arbeitet mit Lehrer_innen und Schüler_innen in Bildungspr

ojekten zusammen und organisiert öffentliche Veranstaltungen zum Thema Zwangsarbeit.

Öffentliche Führungen durch die Gedenkstätte und über das ehemalige Hasag-Gelände jeden 2.

📍Das ehemalige KZ-Außenlager „HASAG Leipzig“ in der Kamenzer Straße 12 ist nun auch auf der Denkmalkarte des Freistaates...
12/06/2026

📍Das ehemalige KZ-Außenlager „HASAG Leipzig“ in der Kamenzer Straße 12 ist nun auch auf der Denkmalkarte des Freistaates Sachsen verzeichnet.

👉Bereits im Dezember 2025 wurde dem Gebäude die Denkmalwürdigkeit seitens des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen zuerkannt. Grundlage dafür war ein neues, externes Gutachten, das die Stadt Leipzig 2024 in Auftrage gegeben hatte. Dieses Gutachten liegt der Stadt Leipzig vor. Darin wird das Gebäude in der Kamenzer Straße 12 zu einem „Zeugnis von nationalem und internationalem Rang mit hoher Bedeutung für Sachsen und Leipzig“ erklärt.

👉Das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen hatte daraufhin entschieden, das Gebäude nun doch unter Denkmalschutz zu stellen, nachdem es die Denkmalwürdigkeit im Jahr 2021 zunächst nicht hatte feststellen können.

📩Den Anstoß für das erneute Gutachten hatte unsere Petition vom Januar 2022 gegeben. Darin kritisierten wir die Nutzung des ehemaligen KZ-Gebäudes durch Neonazis und forderten die Übernahme des Gebäudes in die öffentliche Hand sowie die Erhaltung und denkmalpflegerische Untersuchung der historischen Bausubstanz. Die Petition reichten wir bei der Stadt Leipzig ein. Neben namhaften Erstunterzeichner:innen hatten auch mehr als 1.500 Menschen unterzeichnet.

📝Mehr Informationen zum historischen Hintergrund sowie zur Petition findet ihr auf unserer Website!

🥳Folge 2 unseres Podcasts ist online: Azubis der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) auf Spurensuche👉Was haben die Leipzige...
11/06/2026

🥳Folge 2 unseres Podcasts ist online: Azubis der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) auf Spurensuche

👉Was haben die Leipziger Verkehrsbetriebe mit NS-Zwangsarbeit zu tun? Und wie können Unternehmen heute mit ihrer NS-Vergangenheit umgehen? Um diese und viele weitere Fragen dreht sich die zweite Folge des Podcast der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig im Rahmen des Projekts „Was geht mich der Nationalsozialismus noch an?! Azubis auf Spurensuche im eigenen Betrieb“.

📝Vor einigen Jahren fragten Auszubildende der LVB bei der Gedenkstätte einen Workshop an. Dies war der Anstoß zum Projekt. Ein Azubi dieser ersten Stunde kommt im Podcast zu Wort. Heute ist er Ausbilder bei den LVB und unterstützt das Projekt. Gleichzeitig begleitet der Podcast einen heutigen Azubi während der Projekttage auf seiner Spurensuche.

📍Während des Zweiten Weltkrieges beschäftigten die LVB mehr als 970 ausländische zivile Zwangsarbeiter:innen sowie mehrere hundert Kriegsgefangene. Sie arbeiteten in nahezu allen Bereichen des Unternehmens – unter anderem als Schaffner:innen, Fahrer:innen, Wagenwäscher:innen und Gleisbauarbeiter. Zudem transportierten die LVB Zwangsarbeiter:innen täglich zu ihren Arbeitsorten und Unterkünften. Für ihre Unterbringung errichtete das Unternehmen mindestens zwölf Lager im gesamten Leipziger Stadtgebiet, darunter auch in einer ehemaligen Brauerei in der Dieskaustraße.

🎙Die Folge 2 verbindet historische Fakten mit persönlichen Perspektiven und begleitet das Projekt in das Leipziger Straßenbahnmuseum, das Betriebsarchiv und fragt danach, warum die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit auch heute noch relevant ist.

Hört rein: https://open.spotify.com/episode/3M6BjJNW5WUh159JjGz5wm

Historische Fotos
1: StadtAL, 0563 (Fotosammlung), Nr. 40798
2: StadtAL, 0563 (Fotosammlung), Nr. 40802
3: StadtAL, 0563 (Fotosammlung), Nr. 40800

Redaktion und Schnitt: Yannik Sellmann
Interviews mit: Marc Backhaus, Max, Nelson Rustemeyer

Dank an: Inke Sommerlang und Radio Blau


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Leseempfehlung. Im Beitrag wird auch noch einmal Bezug genommen auf die Studie der GuG zu Heckler und Koch. Edmund Heckl...
11/06/2026

Leseempfehlung. Im Beitrag wird auch noch einmal Bezug genommen auf die Studie der GuG zu Heckler und Koch. Edmund Heckler war während des Zweiten Weltkriegs Prokurist beim Leipziger Rüstungsunternehmen HASAG.

Die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte hilft Unternehmen, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Ist sie unkritisch gegenüber ihren Auftraggebern?

Wir gratulieren Renate Peinel ganz herzlich zur Verleihung der Leipziger Ehrennadel!Renate Peinel engagiert sich seit me...
09/06/2026

Wir gratulieren Renate Peinel ganz herzlich zur Verleihung der Leipziger Ehrennadel!

Renate Peinel engagiert sich seit mehr als 30 Jahren unermüdlich für die Erinnerungs- und Gedenkarbeit in Leipzig und Region. Zudem ist Sie eine langjährige Wegbegleiterin und Unterstützerin der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig.

Mitte der 90er Jahre war sie Mitgründerin des Dr. Margarete Blank e.V. – der Verein, der im Jahr 2001 die Einrichtung der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig übernahm. Seitdem begleitet sie die Geschicke der Gedenkstätte und fehlt bei keiner Gedenkveranstaltung.

Zudem setzt sie sich seit vielen Jahren für die Errichtung und Instandhaltung von Gedenkzeichen zur Erinnerung an NS-Verbrechen und deren Opfer ein. 2009 initiierte und unterstützte sie die Errichtung einer ersten Gedenktafel in der Kamenzerstraße in Leipzig-Schönefeld und 2014 folgte eine Erinnerungstafel im Schönauer Park in Grünau. Beide Tafeln erinnern an ehemalige KZ-Außenlager. Dieser Einsatz verlief nicht immer ohne Widerstände. Gerade in den 1990er und 2000er Jahren gab es immer wieder auch Angriffe auf die Gedenkzeichen. So mussten Renate Peinel und ihre Mitstreiter:innen die in der Kamenzer Straße 2009 errichtete Gedenktafel an das KZ sechs Mal auf eigene Kosten neu aufstellen, da diese zerstört oder durch rechte Symboliken beschmiert wurde.

Mit dem VVN BdA Leipzig e.V. organisiert Renate Peinel zudem jedes Jahr im April ein Gedenken an das „Massaker von Lindenthal“ in Leipzig-Lindenthal. Besonders beeindruckend an Renate Peinel ist, dass sie sich immer wieder neuen Projekten widmet und sich mit viel Herzblut für deren Umsetzung einsetzt. Sei es durch ihre aktive Mitgliedschaft im Initiativkreis Riebeckstraße 63 oder dass das Denkmal zur Erinnerung an die Opfer der NS-Militärjustiz auf dem Leipziger Ostfriedhof um fehlende, aber bekannte Namen von Opfern ergänzt wird.

Liebe Renate, du bist für uns eine so wichtige Wegbegleiterin, Vorbild und immer wieder inspirierend. Wir danken Dir sehr für Dein großartiges Engagement!

Foto Credits: Claudia Masur

Gestern hatten wir die Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch und den Stiftungsrat der Stiftung Sächs...
22/05/2026

Gestern hatten wir die Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch und den Stiftungsrat der Stiftung Sächsische Gedenkstätten bei uns zu Gast.

Bei einer Führung durch die Gedenkstätte und über das ehemalige HASAG-Werksgelände haben wir die Arbeitsgebiete der GfZL und unsere Pläne vorgestellt: in den kommenden zwei Jahren möchten wir unsere Dauerausstellung erneuern!

Wir danken der Stiftungsratsvorsitzenden Frau Klepsch, den Vertreter:innen des BKM, den Mitgliedern des Stiftungsrates und den Mitarbeiter:innen der Stiftung Sächsische Gedenkstätten für den Besuch und die große Wertschätzung gegenüber unserer Arbeit.



💡Wusstet ihr, dass es erst zwei zeitgeschichtliche Grabungen in Leipzig gab?👉Eine davon fand in den letzten Wochen in de...
18/05/2026

💡Wusstet ihr, dass es erst zwei zeitgeschichtliche Grabungen in Leipzig gab?

👉Eine davon fand in den letzten Wochen in der heutigen Diezmannstraße 12 im Leipziger Stadtteil Kleinzschocher statt.
Dort befand sich das 1942 errichtete Lager „Mangold“ in dem ca. 900 zivile Zwangsarbeiter:innen aus ganz Europa, insbesondere aber der Sowjetunion untergebracht gewesen sind.

📍Sie mussten vor allem für die Firma Rudolf Sack arbeiten. Das Unternehmen mit Sitz in Leipzig Plagwitz stellte und während des Zweiten Weltkrieges Rüstungsgüter wie Maschinengewehr-Wagen, Hülsen für Bomben und Granaten sowie Grabenpflüge her.
Nach Kriegsende diente die Anlage zunächst als Lager für Displaced Persons und anschließend bis 1950 als Quarantänelager für deutsche Flüchtlinge aus dem Osten.

📝Das Grundstück soll wieder bebaut werden. Nun untersuchte das Landesamt für Archäologie Sachsen im Vorfeld die Fläche. Dabei registrierte das Grabungsteam ca. 600 Befunde. Dazu zählen vor allem Fundamente, Pfosten und Holzböden der Baracken, Wege, Gruben, ein Heizraum und die Splitterschutzgräben. Auch Objekte, die aus der Zeit der Lagernutzung stammen und zum täglichen Leben der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter gehörten, wie
beispielsweise Lederschuhe, Teller, Tassen, Löffel und Glasflaschen wurden gefunden.

👉Die erste Grabung fand übrigens 2023 an der Capastraße statt, wo sich das Barackenlager „Neuer Meßplatz“ befunden hat.

📍Die GfZL ist seit 2019 Mitglied der Arbeitsgruppe „Stätten der NS-Zwangsarbeit in Sachsen“. Die AG will mit Hilfe vorhandener archäologischer, baulicher, bildlicher und historischer Quellen auf die Bedeutung der NS-Zwangsarbeit in Sachsen aufmerksam machen.
Weitere Mitglieder sind die sächsische Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, die Stiftung Sächsische Gedenkstätten, das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e. V., das Landesamt für Archäologie Sachsen und das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen.



Stiftung Sächsische Gedenkstätten
sLAG - sächsische Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem NS

18/05/2026

Ein Gutachten hat die Tätigkeit des Schuhherstellers während des Nazi-Regimes untersucht. Der Heimatort des früheren Bosses diskutiert dessen Ehrenbürgerwürde.

🥳Danke für eine tolle Museumsnacht 2026!Wir haben uns gefreut, dass wir auch in diesem Jahr wieder bei der Museumsnacht ...
12/05/2026

🥳Danke für eine tolle Museumsnacht 2026!

Wir haben uns gefreut, dass wir auch in diesem Jahr wieder bei der Museumsnacht Halle & Leipzig dabei sein konnten.

👉Die GfZL nimmt bereits seit 2012 an der Museumsnacht teil und es ist immer wieder toll zu sehen, wie interessiert die Besucher:innen sind.

Danke für Euren Besuch!



Adresse

Permoserstraße 15
Leipzig
04318

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 18:00
Mittwoch 10:00 - 18:00
Donnerstag 10:00 - 18:00
Freitag 11:00 - 17:00
Samstag 11:00 - 17:00

Telefon

+493412352075

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