28/05/2026
Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität wird auch in Leipzig künftig eine immer größere Rolle spielen. Entscheidend ist dabei jedoch nicht nur der technische Ausbau, sondern auch die Frage, wie sich neue Infrastruktur sinnvoll und verträglich in den öffentlichen Raum einfügt.
Die AfD-Fraktion Leipzig hat deshalb beantragt, Ladeinfrastruktur künftig verstärkt in Bordsteinen, Straßenlaternen und bestehendem Stadtmobiliar zu integrieren. Ziel ist es, moderne Lösungen zu schaffen, die weniger Platz beanspruchen und das gewachsene Stadtbild nicht unnötig beeinträchtigen.
Gerade im innerstädtischen Bereich stoßen klassische Ladesäulen zunehmend an Grenzen. Sie nehmen zusätzlichen Raum auf Gehwegen ein, wirken oft störend im Straßenbild und führen nicht selten zu Konflikten mit anderen Nutzungen des öffentlichen Raums. In Städten wie Köln und Hannover wurden deshalb bereits alternative Lösungen umgesetzt, bei denen Ladepunkte direkt in Bordsteine oder Straßenlaternen integriert werden.
Diese Systeme bieten mehrere Vorteile: Sie benötigen weniger Platz, vermeiden zusätzliche Hindernisse auf Gehwegen und fügen sich deutlich unauffälliger in das Stadtbild ein. Zudem wird verhindert, dass Ladekabel quer über öffentliche Flächen verlaufen.
Auch die Leipziger Stadtverwaltung verweist darauf, dass bereits seit 2016 Erfahrungen mit sogenannten Laternen-Ladesäulen in der Mozartstraße gesammelt werden. Trotzdem wird eine weitergehende Umsetzung bislang weiterhin lediglich „pilothaft“ geprüft.
Die AfD-Fraktion Leipzig hält es für notwendig, nach Jahren praktischer Erfahrungen endlich konkrete Schlussfolgerungen für die Stadtentwicklung zu ziehen. Pilotprojekte dürfen nicht zum Dauerzustand werden.
Deshalb soll integrierte Ladeinfrastruktur künftig insbesondere bei neuen Wohnquartieren, Straßensanierungen und der Aufwertung öffentlicher Aufenthaltsflächen verbindlicher mitgedacht werden. So kann Leipzig frühzeitig vorsorgen und zugleich eine funktionale sowie städtebaulich verträgliche Lösung für den Ausbau der Elektromobilität schaffen.
Auch wenn unser Antrag im April 2026 abgelehnt wurde, werden wir weiterhin an diesem Thema dranbleiben!