12/05/2021
Mit Schrecken haben wir die Ereignisse der letzten Tage verfolgt. Nach Entmietungen und Räumung im Viertel Sheik Jarrah kam es zu schweren Protesten in Jerusalem. In diesem Viertel haben jüdische Menschen vor den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und den arabischen Staaten 1948 gelebt. Im Rahmen des arabischen Überfalls wurden diese vertrieben. Bereits Anfang der 2000er entschied ein Gericht, dass Nachfahren der Einwohner*innen oder Gesellschaften diese zurückerhalten können, was seit längerem zu Konflikten mit den arabischen Bewohner*innen führt. Aufgrund dieser Konflikte folgten Terroranschläge auf den israelischen Staat und seine Bürger*innen. Bisher hat die Hamas über 600 Raketen abgefeuert und wieder gibt es vor allem zivile Opfer. Es trifft die muslimischen und jüdischen Einwohner des Staates gleichermaßen. Auch wurde ein Kraftwerk getroffen, welches Gaza mit Strom versorgt, was wieder das Leiden der Bevölkerung, die unter der Herrschaft der Hamas steht, erhöht.
Hier zeigt sich erneut, dass es der Hamas nur darum geht, den israelischen Staat aus antisemitischen Motiven heraus anzugreifen und ihre Macht in Gaza zu erhalten. Auch dieses Mal schafft es die Bundesregierung nicht, sich klar auf die Seite der einzigen Demokratie im Nahen Osten zu stellen, sondern sprach erst nur davon, dass beide Seiten von Gewalt absehen sollten. Erst, nachdem die Opferzahlen erneut stiegen, gestand Heiko Maas Israel das Recht zu, sich zu verteidigen. Man kann nur dankbar sein, dass der Iron Dome auch ohne deutsche Zustimmung funktioniert und zahllose Leben rettet.
Unabhängig davon, wie man zu den Räumungen oder zum Umgang mit den in Teilen gewaltvollen Protesten steht, zeigt sich hier, dass Deutschland leider immer noch nicht ein fester Verbündeter Israels ist, sondern sich weiterhin nicht seiner Verantwortung bewusst wird.
Man muss weder die Gesellschaften, die die Häuser übernehmen, noch die konservativen Politiker*innen, die die Räumung abfeiern mögen, aber man sollte sich als demokratisch orientierter Mensch klar gegen diesen Terror stellen.
Nach der 1.Mai-Demonstration in Berlin, bei der es auch wieder zu offenem Antisemitismus kam, dem Vorfall in Leipzig und der in Berlin stattfindenden antisemitischen Demonstration, ist es erschreckend, dass dieser Staat nicht an der Seite des einzigen Schutzraums für jüdische Menschen steht.
Gegen den Terrorismus und für die Freiheit!
Nieder mit der Hamas.
Am Isreal Chai