12/06/2026
Neue Hirten braucht das Land 🐐🐃🐑🌿
Naturschutzorientierte, extensive Beweidung schafft und erhält arten‑ und strukturreiche Lebensräume. Gleichzeitig gehen die Zahl der Weidebetriebe und die Anzahl ihrer Tiere – besonders in den Mittelgebirgsregionen – zurück. Unser Fachsymposium hat deshalb ein konkretes Konzept vorgestellt, das diesem Trend entgegenwirken soll: die Naturschutzhirten.
Naturschutzhirten sind praxisnahe Vermittler zwischen Naturschutz und Landwirtschaft. Sie brauchen sowohl praktische landwirtschaftliche als auch naturschutzfachliche Kenntnisse. Im TUM Akademiezentrum Raitenhaslach diskutierten die Teilnehmenden mögliche Tätigkeits- und Einsatzbereiche der neuen Hirten und Hirtinnen, deren Finanzierung sowie die Einführung einer neuen Ausbildungsrichtung. 🤓
Trotz strömenden Regens besichtigten die Teilnehmenden vor Ort vorbildliche Praxisbeispiele:
In der Kiesgrube vom BUND Naturschutz Kreisgruppe Mühldorf haben 25 Jahre Beweidung mit Ziegen und Rindern eine hohe Strukturvielfalt entstehen lassen. Die niedrigen, dichten Sträucher erinnern an mediterrane Macchie und bieten idealen Lebensraum für Vögel und Reptilien.
Im Feuchtgebiet Langenstegham beweiden Büffel vom die Flächen – Profiteure sind unter anderem Kiebitze und viele weitere Vogelarten.