13/09/2016
Ebenfalls zweite Sitzung, der Antrag hat im Vorfeld ein bisschen mehr gezündelt als gedacht, weil AfD-Sven das ganze gevlogt hat und wir uns köstlich über ein Stück geistiges Brachland amüsieren konnten. Ziel des Antrages ist und war es nicht, Euch alle zu zwingen Euer Geschlecht zu verkennen oder die gesamte Uni mit geschlechtsneutralen Toiletten zu überziehen. Vielmehr geht es darum, einen Raum für all jene zuschaffen, denen es herzlich egal ist, ob sie mit Männlein oder Weiblein abstuhlen, während alle Anderen weiterhin die übliche Aufteilung vornehmen können.
Behauptungen, dass die Toilette Vergewaltigungen befördern würde haben uns auch erreicht, dazu vielleicht kurz:
Es erscheint uns ein wenig unlogisch , dass ein Vergewaltiger einen Tatort wählt, auf dem er befürchten muss von einem anderen Mann (soll hier kein Männer-gebashe werden, rein anatomisch und empirisch gesehen tritt eine Vergewaltigung mit weiblicher Täterschaft sehr selten auf) "überrascht" zu werden? Gedanklich nachvollziehbar war uns dieser Vorwurf nicht.
Der Antrag wurde mit einer kleinen Änderung positiv abgestimmt, lediglich der Ort der Toilette soll nicht ganz fest definiert sein, um der Universität weniger Ausweichmöglichkeiten in der Argumentation zu bieten.
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Hiermit stelle ich, Yann Schosser, als Mitglied des 27. Studierendenparlaments am Campus Landau den folgenden Antrag:
Das Studierendenparlament spricht sich für die Einrichtung einer
geschlechtsneutralen Toilette am Campus Landau im Bereich der bisher bestehenden Toilette im Gebäude CIV aus. Damit ergeht gleichzeitig der Auftrag an den AStA, dieses Anliegen an das
Referat L41 zu tragen und dessen Reaktion zu veröffentlichen.
Begründung:
Die strikte Geschlechtertrennung auf Toiletten trägt in gewissem Umfang dazu bei ein starres Geschlechterbild in einer Gesellschaft zu verfestigen. Im Zuge unseres Auftrages
nach §108 des LHG RLP Abs. 4, Pkte. 1., 2., 5., 6., 7. sehe ich es als Pflicht der verfassten Studierendenschaft an, diesem Geschlechterbild entgegen zu wirken.
Ziel des Antrages ist es, durch die Einrichtung eines geschlechtsfreien Toilettenraumes, die Möglichkeit zur zwanglosen Auseinandersetzung mit dem Thema zu ermöglichen.
Zusätzlich sollte der Raum nach Möglichkeit über einen Wickeltisch verfügen, sodass Eltern in der Lage sind Ihre Kinder in gleichem Umfang zu versorgen.
Hochachtungsvoll
Yann Schosser