Hohwacht soll Grün bleiben

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Zum Aus des neuen B-Plans 21:Die Grünen hatten noch im Mai 2023 vergeblich auf die Fertigstellung des B-Plans 21 gedräng...
09/10/2024

Zum Aus des neuen B-Plans 21:
Die Grünen hatten noch im Mai 2023 vergeblich auf die Fertigstellung des B-Plans 21 gedrängt. Doch unser Schreiben an den Bürgermeister blieb unbeantwortet, und nach damaliger Auskunft des Stadtplaners sowie anderer Ämter war nach dem Abschluss des Wettbewerbs nichts mehr geschehen, was uns zu diesem Zeitpunkt sehr beunruhigte.
Stadtplaner Beims wartete damals vergeblich auf einen Vertrag. Bürgermeister Kruse hatte nichts weiter unternommen: Weder hatte er den Stadtplaner aufgefordert, endlich mit der Arbeit zu beginnen, noch hatte er sich um dessen angebliche Vertragsprobleme gekümmert.
Wir befürchteten, dass Bürgermeister Kruse diese für den Ort so wichtige Angelegenheit bewusst verzögert, um die Änderung des B-Plans zu verhindern.

Im September 2023 präsentierte das Stadtplanungsbüro der Gemeinde ein letztes Mal den Zwischenstand und ab November 2023 wurde der B-Plan "nicht mehr angefasst", wie das Büro uns gestern telefonisch mitteilte.

Vor 2 Wochen kam für das Stadtplaunungsbüro nun das endgültige Aus für das Projekt.

Einladung zur Sitzung der Gemeindevertreter am 10. Oktober 2024Mit Volldampf zurück in die Vergangenheit! Der wichtigste...
07/10/2024

Einladung zur Sitzung der Gemeindevertreter am 10. Oktober 2024
Mit Volldampf zurück in die Vergangenheit!

Der wichtigste Tagesordnungspunkt der Sitzung:
Die endgültige Ablehnung des neuen Bebauungsplans 21, der auf dem Siegerentwurf des städtebaulichen Wettbewerbs für das Gebiet Strandstraße basiert. Damit wird nicht nur der Plan verworfen, sondern auch die gesamten Kosten für den Wettbewerb und die Erstellung des Bebauungsplans in den Wind geschossen. All dies wurde mit den Steuergeldern der Hohwachter Bürger:innen finanziert - eine Summe, die sicher um die 100.000 Euro liegt.

Die WGH rechtfertigt diese Entscheidung mit der altbekannten Lüge, dass der Gemeinde andernfalls Regressforderungen in sechsstelliger Höhe drohen würden. Besonders dreist ist diese Behauptung, weil alle Verantwortlichen an einer nicht-öffentlichen Sitzung des Bauausschusses teilgenommen haben, bei der ein Fachmann aus der Landkreis-Politik erklärte, dass etwaige Regressansprüche, sofern sie überhaupt bestehen, relativ
gering ausfallen würden, deutlich geringer als die Kosten des städtebaulichen Wettbewerbs.

Wenn die WGH mit Unterstützung der CDU diese Lüge erneut den Hohwachter Bürger:innen auftischt, dann nur, um die Bevölkerung ruhig zu stellen und von den tatsächlichen Motiven abzulenken:
Mit dieser teuren, rückwärtsgewandten Entscheidung schaffen es die Gemeindevertreter endlich, dem Investor aus Althohwacht die Unterstützung zu sichern, die er braucht (zusammen mit seinem Freund R*******), um Alt-Hohwacht endlich überdimensional und bis zur Unkenntlichkeit zu verbauen.

Besuchen Sie die Sitzung am kommenden Donnerstag und erleben Sie das Schauspiel selbst.

Der untenstehende Brief an Bürgermeister Kruse wurde uns am 3. September in Kopie zugeschickt. Bürgermeister Kruse hat b...
22/11/2023

Der untenstehende Brief an Bürgermeister Kruse wurde uns am 3. September in Kopie zugeschickt. Bürgermeister Kruse hat bis heute nicht geantwortet.

Dem Herrn Bürgermeister
und den Gemeinderatsmitgliedern
Berliner Platz 1
24321 HOHWACHT an der Ostsee

Sorgen um die Zukunft von HOHWACHT

Sehr geehrter Herr Kruse, sehr geehrte Damen und Herren!

Über mehr als 6 Jahrzehnte sind die Ferienaufenthalte in HOHWACHT für mich eine Quelle der Freude und Lebensstärkung gewesen. Bereits in meiner Kindheit erlebte ich hier Wasser und Luft, bei schönem Wetter am Strand, bei schlechtem Wetter im Wellenbad. In einem Sommer tat ich sogar Dienst bei der Wache der DLRG am Hauptstrand. Meine Kinder erlebten die Sommer in HOHWACHT freudig und ungefährdet, weil sie unser Quartier direkt erreichen konnten, ohne eine stark befahrene Straße überqueren zu müssen. Die Lage an einer Sackgasse macht HOHWACHT mit seinem Sand und seinen Bäumen an der ganzen Ostsee einzigartig. Mein Enkel konnte sich in Alt-Hohwacht nach und nach als Segler und Surfer ausbilden lassen.

Über drei Generationen hinweg haben ehrliche Bürgerinnen und Bürger HOHWACHTS, Einheimische und nach dem Weltkrieg als Flüchtlinge Dazugekommene, nicht nur uns, sondern Zehntausenden von Feriengästen Unterkunft gegeben und Erholung geschenkt. HOHWACHTS Einbettung in eine abwechslungsreiche Natur blieb lange gewahrt. Beim Bau des Hotels „Hohewacht“ beachtete der Bauherr noch seinen Grundsatz, nicht höher zu bauen als die umstehenden Bäume. Selbst die ersten großen Neubauten am Hohen Ufer wurden maßvoll errichtet. Wer den Weg an der Steilküste nach Alt-Hohwacht herabgeht, kann über die stufig flacheren Gebäude hinweg noch immer die entfernt liegenden Wälder sehen.

All das sehe ich jetzt gefährdet, nachdem ich mit einer Pause von einigen Jahren wieder nach HOHWACHT gekommen bin. Da, wo am Ende der Seestraße der Ausblick auf die See sich öffnete, verstellen vierstöckige, die Bäume überragende Blöcke den Blick. Und an der Strandstraße in Alt-Hohwacht, wo sich der Strand an die sich abflachende Steilküste schmiegt, überragen ebenfalls mehrere vierstöckige Hochbauten die kleinen Einfamilienhäuser und die erhalten gebliebenen Fischerhütten. Alle Städtebaulichen Grundsätze zur Einbettung von Bauten in die natürliche Umgebung wurden missachtet.

Wollen Sie die Perle der Ostsee, wie HOHWACHT zu Recht genannt wurde, nun ausschließlich an Rendite orientierten Investoren in den Rachen werfen? Ich kann Sie im Interesse zukünftiger Gäste nur davor warnen, die Massenbebauung von den Rändern HOHWACHTS aus in seiner Mitte, am Zentralstrand fortzusetzen. Die Höhe des früheren Hotels „Haus am Meer“ habe ich über die Jahrzehnte als angemessen empfunden. Direkt hinter den Strandkörben sollte eine solche Höhe auch in Zukunft Maßstab sein. Mit Großbauten gefährden Sie schließlich auch die Existenz der einheimischen Vermieter. Nie zuvor habe ich in einem Sommer so viele Wohnungen im Ort leer stehen gesehen.

Doch schlimmer: Nicht nur der gute Ruf, auch der Ruch HOHWACHTS steht auf dem Spiel. An den windstillen Tagen im August konnte ich mich in der Nähe der neuen Großbauten vor dem hässlichen Geruch von SCHEISSE nicht retten. Ich meldete es sofort in der Kurverwaltung. Bei weiteren Spaziergängen kam ich am Strandweg mit einer Mieterin ins Gespräch, die verzweifelt nach der Kloake suchte, deren Gestank sie nachts am Schlafen hinderte. Der furchtbare Geruch kam aus den Deckeln der Kanalisation. Da legt sich die Vermutung nahe, dass die Abwasserleitungen der Gemeinde nicht passend erweitert wurden oder gar nicht so schnell erweiterbar sind, um nun statt von Dutzenden die Fäkalien von Hunderten von Besuchern aufzunehmen und zu verarbeiten. Die kleine Kläranlage am Buchholz war schon in früheren Jahren überfordert.

Mich wundert, dass diese Wende zum Schlechteren im Gemeinderat von HOHWACHT eine Mehrheit gefunden hat und dass übergeordnete Instanzen bisher nicht eingegriffen haben. In RÜGEN und auf HIDDENSEE haben in den letzten Jahren engagierte Bürgerinnen und Bürger den Kampf gegen den Ausverkauf ihrer Orte und der sie umgebenden Natur aufgenommen. Ich kann nur hoffen, dass eine neu zu bildende Koalition von verantwortungsbewussten Gemeinderatsmitgliedern und Naturverbundenen Einwohnern für eine Wende zum Besseren eintritt, bevor es zu spät ist. Auch die interessierte Öffentlichkeit sollte ihre Stimme erheben.

Als Ausdruck meiner echten Besorgnis lasse ich Ihnen heute diesen Brief zukommen.
In alter Anhänglichkeit an HOHWACHT, diese besondere Perle der Ostsee, grüßt Sie

Dr. Ulrich Kusche, 37079 GÖTTINGEN

21/11/2023

Letzte Gelegenheit!

Einladung zum öffentlichen Workshop „Ortsentwicklungskonzept“ am Donnerstag, den 30. November, von 19:00 bis 21:30 Uhr.
Bitte melden Sie sich bei Frau Lattka an unter [email protected].
Dies ist das letzte Treffen. Nur an diesem Termin haben Sie noch die Möglichkeit, Einfluss auf die zukünftige Entwicklung des Ortes zu nehmen!

07/11/2023

LEERSTAND VERDICHTEN

Update zum Ortsentwicklungsplan
Protokoll des Treffens der Gruppe Verkehr & Mobilität:

Der Versammlungsleiter war ein Stadtplaner.
Wenn Stadtplaner, Investoren aber auch Gemeindevertreter mit einem Projekt an der Küste konfrontiert sind, scheint es eine gängige Reaktion zu sein, zuallererst die Förderung des Tourismus und in dem Zusammenhang eine umfassende Verdichtung des Ortes in den Fokus jeder Diskussion zu stellen. Die Anliegen der Anwohner und des Umweltschutzes werden dabei oft bedenkenlos über Bord geworfen. Es scheint, als käme ihnen nie der Gedanke, dass es auch ein ungesundes Zuviel in dieser Hinsicht geben könnte.

Es ist daher nicht überraschend, dass trotz der Einwände der anwesenden Bürger von Hohwacht, der Diskussionsleiter immer wieder das Thema der Nachverdichtung anspricht und die Frage aufwirft, wie man mit dem erwarteten Anstieg des Verkehrsaufkommens umgehen soll.

Die behandelten Themen wurden somit stark von der Sichtweise des Stadtplaners geprägt. In der Sitzung wurden die folgenden Themen ausführlich besprochen:

1. Bushaltestelle und Verkehrszuführung:
Die Möglichkeit und Notwendigkeit einer zusätzlichen Bushaltestelle, insbesondere am Ortseingang, wurden intensiv erörtert. Ebenso brachte der Sitzungsleiter die Idee eines neuen Parkplatzes am Ortseingang und eines "Shuttle-Services" in den Ort zur Diskussion.

2. Leihfahrräder und Mobilitätsoptionen:
Eine Erweiterung des Leihfahrrad-Angebots wurde ausführlich besprochen, einschließlich der Planung von Abstellmöglichkeiten, E-Bikes und der nahtlosen Integration von Fahrradverleih und dem öffentlichen Nahverkehr an der Bushaltestelle.

3. Nachverdichtung und Überfremdung:
Das Thema Nachverdichtung wurde unerwartet von einem Mitglied der Gruppe B2K eingebracht, jedoch rasch aufgrund der Erkenntnis, dass Hohwacht nicht unter einem Mangel an Touristen, sondern unter einer Überfremdung leidet, beiseitegelegt.

4. Geisterort und Zweitwohnungssteuer:
Das zentrale Problem von Hohwacht ist, dass die Mehrheit der Wohnungen und Häuser in den Wintermonaten leer steht und nur für Ferienzwecke in den Sommermonaten genutzt wird. Dies stellt eine komplexe Herausforderung dar, da selbst die Forderung, den Hauptwohnsitz in Hohwacht zu registrieren, höchstwahrscheinlich nicht dazu führen würde, dass die Eigentümer dauerhaft vor Ort wohnen. Stattdessen würden sie weiterhin ihre Immobilien nur im Sommer nutzen, was zur Konsequenz hat, dass Hohwacht im Winter wie ein Geisterdorf wirkt und gleichzeitig Steuereinnahmen aus der Zweitwohnungssteuer verloren gehen.

5. Überalterung und Anziehung junger Familien:
Es wurde die dringende Notwendigkeit diskutiert, junge Familien nach Hohwacht zu locken. Dafür müsste der Ort für diese Zielgruppe attraktiver gestaltet werden.

Ein weiteres Problem ergibt sich aus der Tatsache, dass die Erben älterer Hohwachter Immobilienbesitzer wahrscheinlich beabsichtigen, die Immobilien in Zukunft nur für Ferienzwecke zu nutzen, was zu weiteren Leerständen führen wird, insbesondere in der Rögenkampsiedlung.

6. Fehlendes touristisches Angebot in der Nebensaison:
Die Gemeinde erwägt, gemeindeeigene Räume für Gaststätten günstig zu vermieten, vorausgesetzt, diese bleiben auch während der Wintermonate geöffnet. Das Seaside dient als gutes Beispiel. Es wurde jedoch festgestellt, dass selbst bei erfolgreicher Umsetzung dieser Idee die Einheimischen die Lokale im Winter wahrscheinlich nicht ausreichend frequentieren werden. Zudem wurde der Mangel an einer starken Dorfgemeinschaft in Hohwacht betont.

7. Parkplatz Althohwacht und Hohen Ufers:
Der öffentliche Teil des Parkplatzes in Alt-Hohwacht wurde erneut in den Fokus gerückt, und es wurden Überlegungen angestellt, wie dieser effizienter genutzt werden könnte, um Platz für verschiedene Einrichtungen wie Busse, Fahrradverleih, Ladestationen, die Edeka-Box, Toiletten und Wohnmobilstellplätze zu schaffen. Auch der Parkplatz des Hohen Ufers wurde diskutiert, wobei darauf hingewiesen wurde, dass er während der Saison stark frequentiert ist und den Eigentümern gehört.

8. Parkhaus und Verkehrsentlastung:
Das Thema Parkhaus wurde unerwartet wieder aufgegriffen. Es wurde darüber debattiert, ob ein Parkhaus dazu beitragen würde, den Verkehr in Althohwacht zu reduzieren. Diese Idee wurde jedoch in Frage gestellt, da die Bewohner der Domus-Häuser wahrscheinlich trotzdem ihre Autos bis zu ihren Häusern fahren werden, zumindest um Gegenstände ein- oder auszuladen. Infolgedessen würden trotz Parkhaus Autos in Althohwacht weiterhin präsent bleiben.

08/09/2023

Einladung zur Bauausschusssitzung am Dienstag, den 12. September um 19 Uhr.

Sie sind herzlich eingeladen zur öffentlichen Bauausschusssitzung am Dienstag, den 12. September 2023.

Hauptthema ist wieder die Strandstraße. Es geht um die Besprechung der Einwände gegen die geplante Änderung des B-Plans 21.
Die Veränderungssperre im Bereich der Strandstrasse endet diesen September. Die Dealine kann also - wie von uns vermutet - nicht eingehalten werden. Mal schauen, wie der Bürgermeister damit umgeht.

Es liegen sehr viele neue Bauanträge auf dem Tisch. Aber diese werden nur im nicht öffentlichen Teil der Sitzung verhandelt.

Wir freuen uns, wenn Sie an dieser Sitzung teilnehmen und in der Einwohnerfragestunde Ihre Sicht der Dinge den Gemeindevertretern schildern. Sie sind Hohwacht. Die Gemeindevertreter haben die Pflicht Ihre Interessen zu vertreten.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Die Zukunft der Schwimmbadwiese und des Parkplatzes Althohwacht!Am 19. September 2023 wird in dem Tourismuss die Zukunft...
06/09/2023

Die Zukunft der Schwimmbadwiese und des Parkplatzes Althohwacht!

Am 19. September 2023 wird in dem Tourismuss die Zukunft der Schwimmbadwiese diskutiert und auch wieder der Parkplatz in Althohwacht thematisiert.
Die WGH will unbedingt ein Parkhaus. Jetzt steht der WGH ja auch niemand mehr im Weg, um ihre Pläne umzusetzen.

Wenn Sie wissen wollen, was die Gemeindevertreter planen gehen Sie bitte dahin. Auch können Sie in der Einwohnerfragestunde Ihre Vorstellungen und Meinung zu diesem Thema den Gemeindevertretern mitteilen. ___________________________________________________________________
Sitzungstermin: Dienstag, 19. September 2023, 19:00 Uhr
Ort, Raum: Hohwacht, Berliner Platz 1, Bürgertreff Hohwacht

Diese Veranstaltung wird wegen Corona verschoben. Das neue Datum ist noch nicht bekannt.
04/09/2023

Diese Veranstaltung wird wegen Corona verschoben. Das neue Datum ist noch nicht bekannt.

17/08/2023
Wir haben bereits mehrfach über den extrem schlechten Umgang mit den Bäumen in Hohwacht berichtet. Siehe hierzu unsere B...
01/08/2023

Wir haben bereits mehrfach über den extrem schlechten Umgang mit den Bäumen in Hohwacht berichtet. Siehe hierzu unsere Beiträge auf unserer Webseite grueneshohwacht.de.

Unser Plädoyer für einen umsichtigen, naturgerechten Umgang mit dem gemeindeeigenen Baumbestand fällt aber immer wieder auf tauben Ohren. Schlimmer noch, es werden Jahr für Jahr immer mehr gesunde Bäume gefällt aus immer fadenscheinigeren Gründen.

Der Forstbetrieb, der die Gemeinde „berät“, kommt jedes Jahr mit der gleichen Masche und behauptet, dass morsche Bäume eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen. Dies ist zwar im Prinzip wahr und wird gebetsmühlenartig vom Vorsitzenden des Bau-, Wege- und UMWELT-Ausschusses wiederholt, aber gilt nie und nimmer für die Menge Stämme die dann im Anschluss herausgeholt werden. Pikant dabei ist auch, dass der Forstbetrieb den Erlös von den gefällten Bäumen mit der Gemeinde teilt. Kann es sein, dass es hier ein Interessenskonflikt gibt?

Die Geräte, die zum Fällen und transportieren der Bäume genutzt werden, werden immer größer. Diese Monstren machen die Wege immer breiter und verdichten auf Jahrzehnte hinaus den Waldboden, was die Versickerung vom Regenwasser verhindert und die natürlichen Strukturen in den tieferen Erdschichten vernichtet.
Damit werden die Fruchtbarkeit des Waldbodens und die Microorganismen, die viele natürlichen Kreisläufe am Leben halten, auf absehbarer Zeit zerstört. Mit kleineren Gerätschaften zu arbeiten würde dieses erhebliche Problem auf jeden Fall reduzieren, und mit Pferden statt Treckern zu arbeiten würde es auf einen Schlag komplett verhindern.

Ein zusätzliches Problem ist, dass die Stämme die gefällt werden immer dünner werden. Aber wen wundert das? Wenn man den Bäumen, die es noch gibt, keine Zeit zum Wachsen schenkt, werden die geschlagenen Bäume immer jünger. Wegen der Klimakrise (von der die meisten Mitglieder der Gemeindevertretung scheinbar noch nicht gehört haben) sterben immer mehr Bäume weltweit. Dies sorgt für eine rasche, globale Steigerung der Holzpreise, die wiederum, dank den naturfeindlichen Regeln von Angebot und Nachfrage, die Menge an gefällten Bäumen ebenso rasch steigen lässt. Wenn es so weiter gehandelt wird, gibt es bald gar keinen gesunden Gemeindewald mehr.

Gesunde Bäume speichern CO2, kühlen die Luft und spenden Schatten. Tote Bäume beschleunigen nur die Krise.
Aber der massive Einschlag im Gemeindewald ist der Gemeindevertretung scheinbar noch nicht genug, und sie hat dieses Jahr angefangen auch den Kurpark zu roden. Buchen, die vom Stammumfang her zu beurteilen um die 120 Jahre alt sind, werden hier ohne Grund (im Landschaftsschutzgebiet Kurpark!) eingeschlagen, während die nicht heimischen und krankheitsgefährdeten Fichten stehen gelassen werden – alles leider eine Frage des kurzfristigen Ertrags.

Wann hört dieser Wahnsinn auf? Erst wenn gar kein Baum mehr steht? Oder wenn wir alle wegen der sengenden Hitze unsere Häuser nicht mehr verlassen können?

Die Realität steht auf jeden Fall in starkem Kontrast zu den wohligen Worten auf der Webseite der WGH:
"Pflege und Bewahrung der regionalen Landschaft sind elementare Voraussetzungen, für die wir vollends einstehen! Unsere Wälder, das Naturschutzgebiet, der Strand, die Seen und das Meer sind unser größtes Gut. Für den Küstenschutz (Hochwasser) in Hohwacht und einen sorgsamen Umgang mit der Natur werden wir uns einsetzen."

Nach wie vor verkauft die Gemeinde Hohwacht ihre wunderbare Natur an die Außenwelt. Der Umgang mit dem Baumbestand zeigt aber einmal mehr, dass diese Liebe zur Natur im besten Fall geheuchelt und im schlimmsten Fall glatt gelogen ist. Die Umwelt hat einfach keinen Platz in den Köpfen unserer Lenker und wird, wenn kein baldiges Umdenken stattfindet, an dieser Kurzsichtigkeit in naher Zukunft endgültig untergehen.

Fotos oben: Kurpark-Pflege nach Hohwachter Art
Foto unten: Die gefällten Stämme im Gemeindewald werden immer dünner. Das ist nur ein Teil der angeblich morschen Bäume, die im Gemindewald in 2023 gefällt wurden.

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