24/08/2022
Wirtschaftsminister rät dazu, weniger zu Duschen. Zeitgleich machen Milliardengewinne Immobilienunternehmen kündigen an, Heizungen für die Mieter*innen zu drosseln während die Mieten steigen und der Gewinn von auf 4,37 Milliarden wächst.
Lebensmittelpreise steigen, die Arbeitgeberlobby spricht sich für eine nicht bezahlte Erhöhung der Arbeitszeit aus. Wir sollen uns für die Wirtschaft aufopfern, während die Armutsquote in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht hat - und mit der noch wachsen wird.
Während eine kleine Gruppe von der profitiert, drohen dem Großteil der Bevölkerung Strom- und Gassperren, wenn sie bald nicht mehr zahlen können - doch 100 Milliarden fließen ins Militär, nicht ins Soziale.
Von einer Übergewinnsteuer ließen sich Entlastungen für die Mehrheit finanzieren; von weiteren Vermögenssteuern sogar Investitionen:
Der Ausbau des Nahverkehrs, Schulen und Gesundheitseinrichtungen. Eine Erhöhung der Löhne, sowie der Hartz4 Regelsätze helfen nicht nur Millionen von Menschen, sondern würde durch wachsende Kaufkraft auch die Wirtschaft stabilisieren und Arbeitsplätze sichern.
Doch wir werden mit Geschwätz über Verzicht und Zusammenhalt über die eigentlichen Verhältnisse getäuscht.
Denn:
In Krisenzeiten nimmt der zu, nicht ab.
Es gibt kein „Wir“ der arbeitenden Bevölkerung und milliardenschwerer Großkonzerne.
Eine Enteignung großer Energie,- Immobilien- und Rüstungskonzerne würde uns vor dem Missbrauch steigender Preise schützen und mehr demokratische Mitbestimmung über den so dringend benötigten Umbau unserer Gesellschaft führen.
Durch das Verhalten Einzelner wird sich das nicht erreichen lassen.
Es braucht Menschen, die sich zusammenschließen und vorangehen.
Wir wollen dazu beitragen, dass aus Wut aktive Gegenwehr wird.
Mit Blick auf die Gesellschaft steht einiges auf dem Spiel.
Mit Blick auf die unverdienten Profite gibt es einiges zu gewinnen.
Die Ankündigung der Regierung, sich auf einen kalten Winter einzustellen, wird von uns mit einem heißen Herbst beantwortet. ✊