22/04/2022
Wir sind auch da, also wenn ihr euch über unsere kommende Segelfreizeit und Seminare informieren wollt, dann kommt vorbei. Außerdem bringen wir die Ausstellung „gegen rechten Terror - Kontinuitäten durchbrechen“ mit
Am Sonntag, 24. April 2022, von 13.00 bis 19.00 Uhr veranstaltet das Henstedt-Ulzburger Bündnis für Demokratie und Vielfalt einen großen Aktionstag „Aus der Geschichte lernen“. Hierzu laden wir herzlich in das Bürgerhaus von Henstedt-Ulzburg ein. Der Eintritt ist frei.
Der Aktionstag findet mit Unterstützung aller ortsansässigen Wählergemeinschaften und Parteien statt: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, CDU, FDP, SPD, Wählergemeinschaft Bürger FÜR Bürger (BFB) und Wählergemeinschaft Henstedt-Ulzburg für Bürgermitbestimmung (WHU).
Über diese breite Unterstützung freuen wir uns sehr, geht es doch um ein wichtiges Thema!
Hass, Hetze und rechte Gewalt nehmen für uns alle wahrnehmbar deutlich zu. Das Veranstaltungsprogramm wird einen Bogen von der NS-Zeit bis in die Gegenwart spannen, in der rechte Parteien in ihren Programmen oftmals nicht nur zwischen den Zeilen erkennen lassen, welche EU- und demokratiefeindlichen sowie rassistischen Standpunkte sie vertreten. Inzwischen wird vieles davon ganz unverhohlen ausgesprochen mit dem Ziel, unsere Gesellschaft zu spalten und unsere Demokratie zu schwächen. Was nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland für undenkbar gehalten wurde, wird heute auf rechten Demonstrationen, bei den sogenannten Spaziergängen und in den sozialen Medien offen ausgesprochen!
Leider meinen noch immer einige Menschen, dass es sich doch häufig um „Ausrutscher“ handelt, die „nicht so gemeint“ waren bzw. einfach „falsch angekommen“ sind, dass die sogenannten Spaziergänge „doch aus der Mitte der Gesellschaft kommen“ und eine Steuerung von rechts eine Unterstellung ist.
Wir wollen allen Besucher*innen des Aktionstages verdeutlichen, wie gefährlich diese rechten Strömungen und Parteien sind, wie gezielt und manchmal gar nicht leicht erkennbar vorgegangen wird und dass es ein großes Glück bedeutet, dass wir alle „Aus der Geschichte lernen“ können. Dafür haben wir ein abwechslungsreiches, hörens- und sehenswertes Programm zusammengestellt.
Zum Programm:
13.00 Uhr Eröffnung durch Bürgervorsteher Henry Danielski
bis 14.30 Uhr
Ausstellungen:
• Neofaschismus in Deutschland
Von AfD bis Querdenker*innen – die neue Ausstellung der VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) gibt einen Überblick über neueste neofaschistische Entwicklungen in Deutschland. Die AfD – angekommen im Neofaschismus.
• Gegen rechten Terror
Mit der Schaufensterausstellung der Sozialistischen Jugend Deutschlands (SJD) – Die Falken, Landesverband Schleswig-Holstein, wird an Opfer rechter Gewalt erinnert, werden diese grausamen Taten unvergessen gemacht und in den Kontext extrem rechter Strategien und Strukturen eingebettet. Bildungsreferentin Nathalie Kegel steht für die Beantwortung von Fragen zur Ausstellung zur Verfügung.
• Solidarisch durch die Pandemie
(auf diese Ausstellung wurde im vergangenen März in der Segeberger Innenstadt ein Brandanschlag verübt)
„Wir haben beschlossen, diese Ausstellung zu machen, um die Menschen darüber zu informieren, wer hier in Bad Segeberg auf die Straße geht, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren und auch um denjenigen, die sich vielleicht nur auf Grund einer Kritik an bestehenden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie an den Spaziergängen, Aktionen oder dem Autokorso beteiligen, deutlich zu machen, welches gefährliche Gedankengut hinter dieser Bewegung steht.“ (Quelle: Segeberg bleibt bunt)
Infotische & Infomaterial:
Bündnisse gegen rechts aus dem Kreis Segeberg sowie Verbände und Einrichtungen aus Schleswig-Holstein informieren an Infoständen oder stellen Infomaterial an Infotischen zur Verfügung:
Bündnis für Demokratie und Zivilcourage Kaltenkirchen, Norderstedt ist Weltoffen!, Segeberg bleibt bunt – Für Demokratie und Toleranz,
OMAS GEGEN RECHTS / Bad Segeberg, Regionales Beratungsteam gegen Rechtsextremismus (RBT) / Kiel, Sozialistische Jugend Deutschlands (SJD) – Die Falken / Landesverband Schleswig-Holstein, Landesvereinigung Schleswig-Holstein VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) und das Zentrum für Betroffene rechter Gewalt / Kiel (ZEBRA e.V.), Henstedt-Ulzburger Bündnis für Demokratie und Vielfalt.
14.30 Uhr Podium
Ausstellungen und Infostände sind während des Vortrages und der Diskussion geschlossen
Unser Ehrengast Marianne Wilke (92), NS-Zeitzeugin, ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz, spricht über die Zeit von 1933–1945, über persönliche Erlebnisse und Erfahrungen und über Solidarität, die es auch damals gab. Aber auch über Schlussfolgerungen, die ihr späteres Leben bestimmen sollten.
In der Begründung zur Verleihung der Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz hieß es: „(…) Marianne Wilke hat sich über Jahrzehnte herausragende Verdienste in der Erinnerungsarbeit erworben und zeigt ein nachhaltiges Wirken im Kampf gegen Rechtsextremismus. (…) Sie tritt stets dafür ein, dass das historische Geschehen vor allem im Gedächtnis künftiger Generationen wach gehalten wird.“
(Quelle: VVN-BdA)
Begleitet wird Marianne Wilke von ihrem Sohn Jens Wilke (geb. 1958), dem heutigen Kreisvorsitzenden Pinneberg der VVN-BdA.
Im Anschluss: Fragen der Zuhörer*innen
- kurze Pause – anschließend
gegen 15.45 / 16.00 Uhr Podiumsgespräch
mit Politiker*innen der ortsansässigen Wählergemeinschaften und Parteien
Moderation: Michael Zwicker
Teilnehmer*innen:
Bengt Bergt (SPD/MdB)
Stephan Holowaty (FDP/MdL)
Karin Honerlah (WHU/Fraktionsvorsitzende)
Jens Iversen (BFB/Fraktionsvorsitzender)
Ole-Christopher Plambeck (CDU/MdL)
Stefan Weber (SPD/MdL)
Wolfram Zetzsche (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
im Anschluss: Fragen der Zuhörer*innen
Danach sind die Ausstellungen, Infostände und Infotische nochmals bis 19.00 Uhr geöffnet.
https://facebook.com/events/s/aus-der-geschichte-lernen-akti/858167225343548/