05/03/2025
Sehr geehrte Oppacher Bürger,
die Pläne zum Glasfaserausbau in Oppach werden immer konkreter. Gleich zwei Unternehmen werden den Ausbau realisieren, die GlasfaserPlus/Telekom und die SachsenEnergie/SachsenGigaBit.
Wir haben für euch die wichtigsten Informationen zusammengefasst.
Wo wird ausgebaut?
Die Gemeinde Oppach hat bereits mit der GlasfaserPlus eine Absichtserklärung getroffen den Ausbau in einem Großteil des Gemeindegebiets zu realisieren. Der Ausbau konzentriert sich auf den Ortskern, sowie den Ortsteil Fuchs und den Bereich Lindenberg. Der Ortsteil P***a und andere kleine Gebiete sind bereits versorgt. Leider ist der Ortsteil Eichen und andere kleine Bereiche noch nicht berücksichtigt. Warum? Die GlasfaserPlus ist ein Wirtschaftsunternehmen und finanziert den Ausbau selbst. Wie jedes Unternehmen hat natürlich auch die GlasfaserPlus eine Kalkulation aufgestellt, die die Kosten für die Trassenverlegung mit der Profitabilität ins Verhältnis setzt. Leider führte das nicht in allen Ortsteilen zu einem positiven Ergebnis, was aber nicht heißt, dass die Gemeinde sich nicht weiter für den Ausbau unberücksichtigter Bereiche stark macht.
Hier gibt es eine Karte für den geplanten Ausbau: https://t-map.telekom.de/tmap2/coverage_checker/
Parallel wird die SachsenEnergie unterversorgte Gebiete erschließen, d.h. Adressen an denen weniger als 30 Mbit/s anliegen. Das Betrifft vor allem Bereiche in Beiersdorf. Die SachsenEnergie wurde mit Fördermitteln durch den Landkreis ausgestattet und versucht den Ausbau so Effizient wie möglich zu gestalten, sodass beim Verlegen der Trasse sogenannte Vortriebsadressen, also Adressen mit mehr als 30 Mbit/s, mit angebunden werden. Ziel des Unternehmens ist es, dass beim Verlegen natürlich möglichst wenig Leerstrecke entstehen, weswegen die Trasse von Neusalza Spremberg auch nicht über unbewohntes Gebiet nach Beiersdorf gebaut wird. Auch hier fließen natürlich wirtschaftliche Interessen ein. Im Klartext wird die Trasse der SachsenEnergie so profitabel wie möglich durchverlegt und nur direkte Anlieger am Trassenverlauf werden vorerst den Anschluss nutzen können, was aktuell 132 Haushalte entspricht, denn das Ziel der Förderung sind nun mal nur die unterversorgten Adressen.
Von Neusalza Spremberg ist folgender Verlauf geplant:
B96 bis Abzweig B98, B98 bis Neue-Straße, Neue-Straße bis B96, B96 bis Zumpestraße, Zumpestraße bis Jägerhausstraße, Jägerhausstraße bis Löbauer-Straße, Löbauer-Straße weiter nach Beiersdorf.
Bis wann wird ausgebaut?
Die SachsenEnergie plant ihr Projekt bereits bis Oktober 2025 zu realisieren. Die GlasfaserPlus prognostiziert ihren Ausbau von Anfang Juni 2025 bis Ende Januar 2026.
Was kostet der Anschluss?
Grundsätzlich bekommt jeder, ob er Glasfaser nutzen möchte oder nicht, ein Kabel bis an die Grundstücksgrenze verlegt, sprich das Kabel liegt dann außerhalb des Straßenkörpers bereit, sodass auch zum späteren Zeitpunkt eine Anbindung möglich ist. Wer nun direkt angebunden werden möchte, der hat nun die Möglichkeit sich zu entscheiden, ob er den Anschluss von ca. 800 bis 1000 € blanko zahlen möchte oder in einen 24-monatigen Internetvertrag einsteigt. Die 800 bis 1000 € sind als Minimalkosten zu verstehen. Es kommt auf die individuellen Gegebenheiten vor eurem Eigenheim an, sprich das Überwinden von Hindernissen mit speziellen Verfahren kann den Preis hochtreiben. Jedoch kann das Mitwirken des Eigentümers auch die Kosten senken. Ergo wird der Anschlusspreis sich bei jedem Anschluss individuell gestalten. Am Eigenheim mündet das Kabel in einen APL (Abschlusspunkt Linientechnik), ein kleiner Kasten der als Schnittstelle fungiert und angebracht werden muss. Von dem APL wird eine Verbindung zur Anschlussdose gezogen die ebenfalls gesetzt werden muss. An diese Dose wird dann der Router angeschlossen. Wenn ihr über keinen Router verfügt, der Geschwindigkeiten über 100 Mbit/s leisten kann, könnt ihr vom Anbieter einen Router erwerben, mieten oder besorgt euch selbst einen, der den Anforderungen entspricht. Bei Mehrfamilienhäusern wird die Verkabelung im Haus durch die Unternehmen gegen Aufpreis übernommen.
Über was sollte man sich Gedanken machen?
Nun, die GlasfaserPlus/Telekom wird, zumindest auf Anfrage, vorerst die Exklusivrechte auf ihrem Netz haben, sprich es werden erst einmal keine weiteren Anbieter auf dem Netz verfügbar sein. Auch die SachsenEnergie/SachsenGigaBit wird vermutlich ein halbes Jahr die Exklusivrechte behalten. Wann genau die Unternehmen ihr Netz für weitere Anbieter öffnen können wir hier nicht seriös beantworten. Deshalb sollte man sich überlegen, dass, wenn man den Anschluss ohne Vertragsabschluss bezahlt, es sein kann, dass man die Leitung auf unbestimmte Zeit ohne einen Vertrag beim Netzbetreiber garnicht nutzen kann. Ein nachträglicher Vertrag, der die Anschlusskosten mit verrechnet, soll dann nicht mehr möglich sein, ergo würdet ihr vermutlich draufzahlen. Rechnet also selbst einen Vertrag den Anschlusskosten ohne Vertrag gegen und vergleicht.
Auch wenn ihr aktuell keinen Glasfaseranschluss benötigt oder Besitzer einer Immobile längs der Trasse seid, ist es dennoch sinnvoll die Immobile anzuschließen, da es den Wert der Immobile um bis zu 8% steigern kann. Hier gilt der Spruch: „Billiger wird's nicht!“
Ich hoffe, wir konnten euch damit weiterhelfen und offene Fragen beantworten.
Informiert euch auch gern bei unserem ortsansässigen Telefonshop Oppach an der B96.
Eure AfD im Oppacher Gemeinderat