28/06/2026
Der Stonewall-Aufstand war kein symbolischer Moment – er war ein Aufstand gegen staatliche Repression, Polizeigewalt und gesellschaftliche Ausgrenzung. Mutige queere Menschen, viele von ihnen trans*, Schwarze Menschen und mehrfach marginalisiert, haben sich damals geweigert, weiter unsichtbar zu bleiben.
Ihr Widerstand ist der Ursprung unserer heutigen Kämpfe. Und er erinnert uns daran: Fortschritt entsteht nicht von allein – sondern er wurde und er wird hart erkämpft.
Doch dieser Fortschritt ist weltweit unter Druck. In vielen Ländern werden queere Rechte aktiv zurückgedrängt, kriminalisiert oder politisch instrumentalisiert. Selbst dort, wo Gleichstellung erreicht schien, erleben wir neue Angriffe auf Sichtbarkeit, Selbstbestimmung und Sicherheit von LSBTIQ*.
Auch in Europa und Deutschland spüren wir, wie sich das gesellschaftliche Klima verschärft. Hass wird lauter, Gewalt nimmt zu und politische Kräfte versuchen, unsere Rechte infrage zu stellen oder auszubremsen.
Für uns als SPDqueer ist klar: Stonewall ist kein Kapitel der Vergangenheit, sondern es ist ein Auftrag für die Gegenwart.
Wir stehen solidarisch an der Seite queerer Menschen weltweit. Wir widersprechen jeder Form von Queerfeindlichkeit, ob auf der Straße, im Netz oder in Parlamenten. Und wir erwarten von der Politik, dass sie nicht zögert, sondern handelt: für Schutz, für Gleichstellung und für die konsequente Verteidigung von Menschenrechten.
Wir erinnern an Stonewall nicht nur, um zu gedenken, sondern um weiterzukämpfen. Für eine Welt, in der keine Person Angst haben muss, sie selbst zu sein.