23/10/2024
Zur Sendung Report München vom 22.10.2024
Thema: „Die SPD und die Senioren: Rentengarantie als Wahlkampfschlager?“ Minute 20:23 – Minute 28:00
https://www.ardmediathek.de/video/report-muenchen/aktuelle-folge-report-muenchen/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdFNjaGVkdWxlU2xvdC85OTRmZGUwMS1mODNkLTQzYmUtYmRhOC0xMGY4NDExMmMwYWU
Mit nichtssagenden Berichten wie diesem versucht man seit Wochen wieder einmal Jung gegen Alt auszuspielen. Aus einem 4-5 Min. Interview wird 1 Satz (20 Sek.) herausgegriffen, der zur eigenen Stoßrichtung passt, ohne dem Zuschauer zu zeigen, was wirklich (z.B. zur Belastung der Jungen) gesagt wurde. Außer der hohlen Phrase „die armen Jungen Menschen“ müssen das alles bezahlen beinhaltet der Bericht keinerlei belegbare Fakten, warum die unter 30-Jährigen denn „die Dummen sein sollen“.
Außerdem blendet der Bericht die Realpolitik vollkommen aus. Tatsächlich wurde in die letzten 20 Jahren ausschließlich gegen die Interessen der Senioren regiert. Das Rentenpaket II – das vermutlich die Mehrheit der Ü 60 auch in der SPD gar nicht will – verursacht vor allem eins: in 15 Jahren 150 Milliarden € zusätzliche Schulden und hohe Beiträge für „die Jugend“, für die es keine nennenswerte Gegenleistung gibt. Viele junge Menschen – ja auch Jusos – haben inzwischen das miese Spiel des gegeneinander Treibens erkannt und arbeiten gemeinsam mit uns dafür, dass wir ein krisenfestes Rentensystem bekommen das dauerhaft auskömmliche Renten garantiert und für alle bezahlbar bleibt.
Beispiele gibt es in den Staaten um Deutschland herum genug. Wir die SPD 60plus Niederrhein und NRW fordern die Einführung des österreichischen Rentensystems mit einer viel höheren Rentenquote von 75 % + X. Sensationeller Weise haben österreichische Arbeitnehmer vom Single bis zur 4 Pers. Familie ca. 6 – 8 % mehr Netto in der Tasche, obwohl sie ja einen höheren Rentenbeitrag zahlen. Gleichzeitig steht auch die Wirtschaft dort keineswegs schlechter da als in „good old Germany“. Das sind die Fakten.
Also in Österreich mehr Netto vom Brutto, deutlich mehr Rente und die Wirtschaft lebt – klingelt da was?
Nebenbei und zur Beruhigung für die Jüngeren: Alle düsteren Prognosen zum Zusammenbruch wegen Bevölkerungsschwund, Niedergang von Kohle und Stahl, „Babyboomer“-Rentner, Krisen A, B und C.... wie sie auch besonders gerne von Wirtschaftsweisen wie Frau Schnitzer prognostiziert werden sind noch nie eingetroffen, weil es immer noch kluge Köpfe in diesem Land gibt, die nicht schwarzmalen sondern anpacken und aus der Krise heraus führen.
Abschließend: Ja es muss auch für die Generation U-30 und U-40 deutlich mehr getan werden als geredet wird. Das dies nicht so läuft liegt aber sicher nicht an Generation Ü-60. Die SPD lädt Übrigens alle ein ihre Ideen einzubringen -also kommt gerne vorbei.