14/08/2026
Rhein in Flammen – Welt in Flammen
Antikapitalistische Analyse eines Feuerwerks
Ein Feuerwerk inmitten einer Dürreperiode verursacht mehrere kleine Brände – am Tag danach müssen die betroffenen Bereiche nochmals proaktiv bewässert werden.
Dieser Satz beschreibt was am letzten Wochenende passiert ist.
Unserer Meinung nach sollten in einer Dürreperiode brandauslösende Feuerwerke vermieden werden.
Aus zwei miteinander verwandten Gründen ist das eine kontroverse Meinung.
Der erste Grund ist eine Verbindung aus was Zohran Mamdani in seiner Antrittsrede als New Yorker Bürgermeister „die Kälte des rauen Individualismus“ genannt hat und der Tatsache, dass Feuerwerke ganz nett anzuschauen sind.
Es ist das Ziel des ökonomischen Systems, dass Menschen gegeneinander konkurrieren.
Das macht sie zwangsläufig zu rauen Individualist*innen innerhalb eines kalt geführten Verteilungskampfes.
Natürlich möchten wir dann ein warmes Feuerwerk, dass wir uns zusammen mit anderen anschauen.
Nur ersetzt das brandheiße Feuerwerk dann die, um erneut Zohran Mamdani zu zitieren, „Wärme des Kollektivismus“, die sich eigentlich damit ausdrücken sollte, dass die Sicherheit anderer und unsere Umwelt wertgeschätzt werden.
Zweitens, um diesmal den Koblenzer Oberbürgermeister zu zitieren: „Die Sicherheit für alle Beteiligten hat selbstverständlich höchste Priorität“.
Wenn das der Fall gewesen wäre, hätte ein Feuerwerk inmitten einer Dürreperiode, welches mehrere Brände verursacht, nicht stattgefunden. Die höchste Priorität ist das wirtschaftliche Interesse, dass es ein Feuerwerk bei Rhein in Flammen gibt.
Und das ist auch das Paradebeispiel für die Problemlage bei der immer weiter fortschreitenden Klimakrise: wirtschaftliche Interessen haben eine höhere Priorität als Sicherheit und Umwelt.
Das Feuerwerk von Rhein in Flammen fügt sich nahtlos in die menschliche Tragödie einer Welt in Flammen ein.