VFF Wehrtechnische Studiensammlung Koblenz

VFF Wehrtechnische Studiensammlung Koblenz Dies ist die Seite des Fördervereins der Wehrtechnischen Studiensammlung in Koblenz.

Die WTS ist eine Sammlung mit Schwerpunkt Wehrtechnik und eine Abteilung des Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw). Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrtechnische_Studiensammlung_Koblenz

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Erstausstattung- Die Zerstörer der Fletcher-Klasse in  der BundesmarineSie galten als die erste wirksame Ausstattung der...
14/09/2026

Erstausstattung- Die Zerstörer der Fletcher-Klasse in der Bundesmarine

Sie galten als die erste wirksame Ausstattung der jungen Bundesmarine: Die sechs Einheiten der im zweiten Weltkrieg als ein Rückgrat der U.S. Navy mit insgesamt 175 Einheiten gebauten Zerstörer der Fletcher-Klasse. 19 davon gingen im Krieg verloren, der allergrößte Teil der übriggebliebenen Schiffe dann außer Dienst gestellt und der Reserveflotte zugeordnet. Bereits 1948 begann man, 18 Einheiten zu reaktivieren und zur U-Jagd umzurüsten.
In den 1950er Jahren wurden viele weitere Fletcher-Zerstörer reaktiviert und sowohl in Originalkonfiguration als auch in modernisierter Form an verschiedene Marinen abgegeben.

Für die neu aufgestellte Bundesmarine war das besonders wichtig: Zwischen 1958 und 1960 übernahm man von den USA sechs dieser Zerstörer als Waffenhilfe. Sie bildeten bei der Bundesmarine die Klasse 119 mit den nicht sehr hintergründigen Namen "Zerstörer 1 bis 6", kurz auch "Z 1 bis 6". Die Schiffe waren zu diesem Zeitpunkt bereits rund 15 Jahre alt, wurden vor ihrer Übergabe jedoch umfangreich modernisiert. Sie wurden nicht gekauft sondern geliehen. Nach einer zwischenzeitlichen Verlängerung der Leihzeit wurden 1976 die zu diesem Zeitpunkt noch vorhandenen vier Einheiten für etwa 191.500 € umgerechnet je Einheit angekauft.

Die deutsche Modernisierung passte die ursprünglich für den Zweiten Weltkrieg konzipierten Schiffe an die Anforderungen des Kalten Krieges an. Unter anderem wurden alle 20-mm-Flugabwehrkanonen entfernt und die 40-mm-Bofors-Geschütze durch drei 76,2-mm-Zwillingsflak ersetzt. Dafür entfielen ein 127-mm-Geschützturm und ein Torpedorohrsatz. Hinzu kamen moderne Feuerleit- und Elektronikanlagen, ein Dreibeinmast sowie Einrichtungen zur U-Boot-Bekämpfung. Später wurden außerdem geschlossene Brücken und weitere U-Jagd-Torpedorohre eingebaut.

Ursprünglich sah die Bundesmarine die Klasse vor allem als Artillerieunterstützung für mögliche Landungsoperationen in der Ostsee vor. Mit der Veränderung der strategischen Lage wandelte sich jedoch ihr Schwerpunkt. Die Fletcher-Zerstörer wurden zunehmend für die U-Boot-Jagd, Geleitschutz und die Sicherung der Ostseezugänge eingesetzt und operierten regelmäßig in NATO-Verbänden, insbesondere im Nordatlantik. Damit wurden sie zu einem wichtigen Fähigkeitsträger der Bundesmarine im Kalten Krieg.

Zu Anfang der 1980er Jahre wurde das Ende der Nutzungszeit erreicht: Der Zerstörer 6 wurde abgebrochen und der Zerstörer 1 anschließend als Zielschiff für die Marineflieger im Mittelmeer aufgebraucht und dann am 16. Mai 1979 durch das U-Boot U29 mit Torpedotreffer versenkt. Die anderen Zerstörer wurden im Rahmen der Verteidigungshilfe an die griechische Marine abgegeben wo sie bis zum Abbruch Anfang der 1990er Jahre Dienst leisteten.


Die sechs Fletcher-Zerstörer waren damit eine Übergangsgeneration, die der Bundesmarine in ihrer Aufbauphase schnell leistungsfähige Hochseeschiffe zur Verfügung stellte. Sie bildeten einen wesentlichen Grundstock der deutschen Zerstörerwaffe und wurden später durch die moderneren Zerstörer der Hamburg- und Lütjens-Klasse ergänzt und schließlich durch die Fregatten der Bremen-Klasse in den 1980er Jahren ersetzt. Einige Fletcher-Zerstörer blieben noch bis über die 1990er Jahre hinaus in Dienst. Das letzte Schiff der Klasse, die BAM Cuitlahuac (ex USS John Rodgers (DD-574)), wurde am 16. Juni 2001 bei der mexikanischen Marine außer Dienst gestellt.

In der WTS befindet sich ein Maßstabsmodell in einem Personalraum, leider nicht in der öffentlichen Ausstellung.

Bild:
(1) Zerstörer Z 1 in der WTS, KI optimiertes Bild, VFFWTS e.V.
(2) Aufbauschema der Fletcherklasse, Wikipedia: "Fletcherklasse"
(3) U.S.S. Claxton im 2. Weltkrieg, später Z 4
(4) Zerstörer 5 (D 179) der Bundesmarine in der Nordsee, fotografiert von Zerstörer Mölders (D 186),Mehlauge 1981, GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2

13/09/2026

-Fans Ein sehr schönes Video von shorts-military-spotter über den französischen Panzer Renault FT.
Er gilt als der erste, richtige und moderner Kampfpanzer der Welt: Hauptwaffe in einem um 360° drehbaren Turm, Besatzung vorne im Panzer, Motor und Getriebe hinten.
Die historisch älteren britischen Mark I - und deutschen A7V - Panzer können eigentlich nur als Belagerungsmaschinen betrachtet werden. Sie waren dazu konstruiert, ausgebaute Stellungssysteme im 1. Weltkrieg zu überwinden. Die Hauptbewaffnung wirkte dazu links und rechts aus der Panzerung heraus. Die zahlenmäßig starke Besatzung, teilweise über 10 Mann, war nur schwer führbar.
Nach dem Überschreiten des feindlichen Stellungsbereiches konnten diese Panzer nicht mehr mit der begleitenden Infanterie zusammenwirken.
Anders der FT, 7km/h schnell konnte er Infanterie im Angriff begleiten und mit seiner 2 Mann-Besatzung flexibel mit schweren Waffen im Gefecht unterstützen.
In der WTS steht ein Exemplar als Dauerleihgabe des Fördervereins des Musée de Chars in Saumur.
Als einziges Exemplar in Deutschland.
Um das uns einige Häuser beneiden.
Sind wir auch ganz stolz drauf.
🙋

11/09/2026

-Fans Der "Mach Loop", so nennt sich eine Tiefflugstrecke der Royal Air Force in Wales, ist eine Besonderheit!
Während sich nicht nur britische sondern auch Militärflugzeuge anderer NATO-Laender durch die engen Täler mit High Speed im Tiefflug durchschlaengeln, können Spotter von den Berghöhen dem Spektakel beiwohnen und die Flieger von oben bestaunen.
Hier zum Beispiel die legendären Ospreys.

09/09/2026

Ein tolles Video von unserem Vereinskollegen, der Saebelzahnmoeve vom Tag der offenen Luke im Deutsches Panzermuseum Munster .
Die Perspektive ist schon faszinierend.
Fast zeitgleich mit den ersten Leoparden 1965 in das Heer eingeführt, löste der Kanonenjäger, initiiert durch einen Artikel im Stern, eine Diskussion um den Sinn und Unsinn von Kampfpanzern in einer Verteidigungsarmee aus.
Wozu teure Leoparden für über 1 Mio DM pro Stück, wenn die Abwehr feindlicher Panzer auch mit dem billigeren Kanonenjäger (ca.600.000 DM) geleistet werden kann?
Mitte der 1970er Jahre wurde aber deutlich, dass Kassemattpanzer ohne Turm in der Panzerabwehr nicht wirklich geeignet waren und dem Kampf- bzw. dem Raketenjagdpanzer in allen Kriterien unterlegen waren. So verschwanden sie dann aus dem Feldheer, fanden aber noch einige Zeit Verwendung in den schweren Kompanien der Infanterie des Territorialheers.

09/09/2026

Ein kleiner Film der Royal Air Force über die Voyager und ihre Vielseitigkeit. Auf Basis des zivilen Airbus A330-200 konstruiert leistet die Voyager Luft-zu-Luft-Betankung (Air-to-Air Refuelling) und strategischen Truppen- und Frachttransport. Sie bietet Platz für bis zu 291 Passagiere oder bis zu 45.000 kg Fracht im Frachtraum. Auch für den Transport von Verwundeten, Medivac, kann das Flugzeug genutzt werden. Eine Maschine wird auch für den VIP-Transport von Regierungsmitgliedern und der Königsfamilie genutzt, bekannt durch das Rufzeichen „Vespina“.

Natürlich kann jedes Missionspaket nur einzeln und nicht alle zusammen geleistet werden, was das kleine Filmchen suggeriert...

09/09/2026

Herzlich Willkommen in unserer Runde: Stefan-Martin Damjanowitsch, Stefan Matkov, Michael Bauer und Andrea Versuro!

-Fans Fotografierverbot in der WTS aufgehoben!Mit Wirkung vom 1. September 2026 wurde das seit März diesen Jahres besteh...
07/09/2026

-Fans Fotografierverbot in der WTS aufgehoben!

Mit Wirkung vom 1. September 2026 wurde das seit März diesen Jahres bestehende Fotografierverbot im Bereich der öffentlichen Ausstellung der Wehrtechnischen Studiensammlung aufgehoben.

Das Fotografieren zum persönlichen Gebrauch ist nun wieder gestattet.

Zahlreiche Klagen erreichten uns, über E-Mails und Google Rezensionen, aber auch auf unserem Stand bei der Wheels & Tracks im August diesen Jahres. Vor allem Modellbauer, die lange Strecken anreisten, um das eine oder andere Detail abzulichten, mußten unverrichteter Dinge wieder abreisen. Auch für uns als Förderverein galt dieses Fotografierverbot und behinderte uns sowohl bei der Berichterstattung über Veranstaltungen als auch in der Recherchearbeit zu den Exponaten der Sammlung.

Dieses konnte allen beteiligten Entscheidungsträgern verdeutlicht werden.

Die gemeinsamen Bemühungen der Leitung der WTS und des Fördervereins bei den zuständigen Stellen trugen somit Frucht, zu erwirken, den früheren Status wieder einzusetzen.

Unser Dank an dieser Stelle an alle Beteiligten!

Wer möchte, kann uns heute Abend bei der Koblenzer Museumsnacht besuchen!
05/09/2026

Wer möchte, kann uns heute Abend bei der Koblenzer Museumsnacht besuchen!

05/09/2026

Stefan-Martin Damjanowitsch, Stefan Matkov, Michael Bauer und Andrea Versuro:
Herzlich Willkommen bei uns!

03/09/2026

Aschenbecher in der Transall trotz Rauchverbot? Ja, sie gab es! Und sie waren auch Teil der luftfahrzeugtechnischen Zulassung.
Denn man kann im Cockpit nicht einfach ein Loch lassen.
Defekte, nicht mehr lieferbare Teile wurden daher im 3D-Druck nachkonstruiert und eingebaut.

Adresse

Mayener Straße 85-87
Koblenz
56070

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