22/10/2025
Frauenschutz bedeutet NICHT:
Frauen zu instrumentalisieren, um gegen migrantisch gelesene Menschen zu hetzen.
Frauenschutz bedeutet AUCH nicht:
Statt von „Frauen“ bewusst von „Töchtern“ zu sprechen. „Frauen“ ist ein neutraler Begriff. „Töchter“ dagegen erscheinen als schutzbedürftige Objekte in einer patriarchalen Hierarchie. „Töchter“ sind nicht auf Augenhöhe. Sie müssen geschützt werden.
Zu behaupten Täter, die Frauen belästigen, könne man am Aussehen erkennen, ist eine Strategie. Diese Strategie grenzt in ein „Wir“ und in ein „Die“ ab und impliziert, dass deutsch aussehende Männer (was auch immer das heißen mag) keine Frauen belästigen, sondern nur migrantisch gelesene Männer. Dabei geschieht der häufigste Missbrauch in der eigenen Familie, Partnerschaft oder im Freundeskreis. Dabei finden während des Oktoberfestes unzählige sexuelle Belästigungen statt. Die große Mehrheit der Täter sind Deutsche.
Am Aussehen erkennt man nicht, ob jemand deutsch ist. Ob jemand in Deutschland arbeitet, Steuern zahlt, die Sprache spricht. Ob jemand respektvoll und gleichberechtigt gegenüber Frauen auftritt. Oder nicht.
Aber man erkennt es an Aussagen.
Wenn es Merz wirklich um Frauenschutz und Frauenrechte ginge, könnten wir doch mal über strukturellen Schutz vor sexueller Belästigung, die Finanzierung von Frauenhäusern, straffreie Abtreibung oder gerechte Care-Arbeit sprechen.
PS: Ein Stadtbild, in dem wir uns wohl und sicher fühlen? Viele Grünflächen, wenig Müll, sichere Fahrradwege: wir hätten da so einige Vorschläge.