Forstamt Koblenz

Forstamt Koblenz Ein Forstamt von Landesforsten Rheinland-Pfalz.

Überraschender Fund 🤩"Was ist denn das?", ruft ein Student der Universität Koblenz. Bei der Suche nach Tierspuren ist er...
04/06/2026

Überraschender Fund 🤩

"Was ist denn das?", ruft ein Student der Universität Koblenz. Bei der Suche nach Tierspuren ist er auf eine "lebende Spur" gestoßen, einen gut vier Zentimeter langen dunklen Käfer.

"Es handelt sich um ein Weibchen unseres größten einheimischen Käfers, des Hirschkäfers", erklärt Förster und Waldpädagoge Dietmar Ebi vom Forstamt Koblenz. Die Teilnehmenden der Waldexkursion für Lehramtsstudenten sind sichtlich beeindruckt von der schieren Größe des Käfers.

Erst vor einem Monat habe ich darüber berichtet, dass der Hirschkäfer aktuell "unterwegs ist" und v. a. in der Dämmerung beobachtet werden kann. Umso schöner ist es, dass die jungen Studenten nun bei der gemeinsamen Veranstaltung mit der Universität Koblenz solch einen Fund im Koblenzer Stadtwald machen durften.

Fotos: Landesforsten.RLP.de / Dietmar Ebi

Ein interessantes Forschungsergebnis! Ob das auch für unsere Wälder gilt?
03/06/2026

Ein interessantes Forschungsergebnis! Ob das auch für unsere Wälder gilt?

Sommerliche Starkregen begünstigen die Tiefenversickerung unter manchen Baumarten.

Das Phantom des Waldes: Die Vogel-Nestwurz Wer aktuell aufmerksam durch unsere heimischen Buchen- und Laubmischwälder sp...
03/06/2026

Das Phantom des Waldes: Die Vogel-Nestwurz

Wer aktuell aufmerksam durch unsere heimischen Buchen- und Laubmischwälder spaziert, kann ein echtes botanisches Wunder entdecken: die Vogel-Nestwurz (Neottia nidus-avis).

Auf den ersten Blick wirkt sie unscheinbar, fast wie eine vertrocknete Orchidee aus dem Vorjahr. Sie ist komplett braun-beige und besitzt kein einziges grünes Blatt. Aber genau das macht sie so faszinierend!

Kein Grün? Keine Fotosynthese!
Die Vogel-Nestwurz besitzt kein Chlorophyll. Das bedeutet, sie kann keine Fotosynthese betreiben und sich nicht selbst durch Sonnenlicht ernähren. Stattdessen hat sie eine völlig andere, geniale Überlebensstrategie entwickelt: Sie lebt unterirdisch in einer perfekten Symbiose. Ihr Wurzelknäuel erinnert an ein Vogelnest, daher der Name, und ist dicht mit Pilzen (Mykorrhiza) verwoben.

Ein Gradmesser für gesunde Wälder

Die Vogel-Nestwurz ist weit mehr als nur eine optische Kuriosität – sie ist ein wichtiger Indikator für ein intaktes Waldökosystem:

Sie zapft über die Pilze die umliegenden Waldbäume, meist Buchen, an. Sie nimmt ihnen aber nicht einfach nur Nährstoffe weg, sondern ist Teil eines hochkomplexen, gesunden Untergrund-Netzwerks, dem "Wood Wide Web".

Die Orchidee wächst nur dort, wo der Boden über Jahrzehnte ungestört geblieben ist und eine dicke, nährstoffreiche Humusschicht bilden konnte. Wo die Nestwurz wächst, lebt der Waldboden!

Ihre Blüten duften leicht nach Honig, für uns manchmal kaum wahrnehmbar. Das lockt spezialisierte Fliegen und Käfer an, die für die Bestäubung sorgen und wiederum Nahrung für andere Waldbewohner sind.

⚠️ Schauen, aber nicht anfassen!
Da die Vogel-Nestwurz so stark von ihrem speziellen Pilzpartner und einem intakten Boden abhängig ist, reagiert sie extrem empfindlich auf Veränderungen. Wie alle heimischen Orchideen steht sie unter strengem Naturschutz.

Wenn du sie also entdeckst: Freu dich über diesen Beweis für einen gesunden Wald, mach ein Foto, aber lass sie unbedingt unberührt an ihrem Platz stehen. 📸✨

Hast du diese skurrile Orchidee schon einmal im Wald entdeckt? Schreib es uns in die Kommentare! 👇

Fotos: Landesforsten.RLP.de / Dietmar Ebi

02/06/2026

Unsere Kollegin Ann-Kathrin klärt über Vogelstimmen auf

Heute ist Internationaler Tag der biologischen Vielfalt! 🌍✨1994 rief die UNESCO diesen Gedenk- und Aktionstag aus, um fü...
22/05/2026

Heute ist Internationaler Tag der biologischen Vielfalt! 🌍✨

1994 rief die UNESCO diesen Gedenk- und Aktionstag aus, um für den Zusammenhang zwischen dem Erhalt der Artenvielfalt sowie der menschlichen Ernährung und der Gesundheit zu sensibilisieren.

Unsere Erde steckt voller Leben, doch diese faszinierende Vielfalt ist keine Selbstverständlichkeit. Sie ist das unsichtbare Netzwerk, das uns alle am Leben hält. Und wenn wir über Artenvielfalt sprechen, müssen wir gar nicht weit in die Ferne schweifen – ein Blick vor unsere eigene Haustür reicht! 🌲👇

Unsere deutschen Wälder: Hotspots der Biodiversität 🐿️🍄🦌

Die Wälder in Deutschland sind weit mehr als nur eine Ansammlung von Bäumen. Sie sind echte Multitalente und Heimat für zehntausende Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. Warum sie für unsere Artenvielfalt so entscheidend sind?

Lebensraum für Spezialisten
Vom majestätischen Hirsch über die seltene Wildkatze bis hin zu winzigen, aber unersetzlichen Bodenbakterien – der Wald bietet unzähligen Arten Schutz und Nahrung.

Totholz voller Leben
Ein umgestürzter Baum mag leblos wirken, ist aber das genaue Gegenteil! Altholz und Totholz sind die Existenzgrundlage für hunderte Käferarten, Pilze und Vögel wie den Specht.

Unser natürliches Schutzschild
Ein artenreicher, gesunder Mischwald trotzt dem Klimawandel besser, schützt unseren Boden vor Erosion und sichert unser Trinkwasser.

Artenvielfalt schützen heißt Zukunft sichern. 💚
Nur wenn wir die Vielfalt unserer Wälder bewahren, sichern wir auch unsere eigene Lebensgrundlage. Jeder Schritt hin zu mehr Naturschutz zählt.

Wie verbringt ihr den heutigen Tag der Artenvielfalt? Vielleicht bei einem Spaziergang im Grünen? Schreibt es uns in die Kommentare und teilt eure schönsten Waldfotos mit uns! 📸👇

Foto: Landesforsten.RLP.de / Dietmar Ebi

🌿 Die Schwarze Teufelskralle: Ein verkanntes Naturwunder vor unserer Haustür! 😈✨Habt ihr beim Waldspaziergang schon mal ...
21/05/2026

🌿 Die Schwarze Teufelskralle: Ein verkanntes Naturwunder vor unserer Haustür! 😈✨

Habt ihr beim Waldspaziergang schon mal diese faszinierenden, dunkelvioletten Blütenköpfe gesehen? Das ist die Schwarze Teufelskralle (Phyteuma nigrum)! Trotz ihres dramatischen Namens ist sie weder gefährlich noch eine böse Zauberpflanze, ganz im Gegenteil. Sie gehört zur Familie der Glockenblumengewächse und ist ein echter Star in unserem Ökosystem.

Hier sind zwei Gründe, warum wir diese Pflanze genauer unter die Lupe nehmen sollten:

🍀Die ökologische Bedeutung:

Ein Festmahl für Insekten
Die Schwarze Teufelskralle ist eine extrem wichtige Wildbienen- und Hummelweide.

Spezialisten-Nahrung:
Da die Einzelblüten eng aneinandergereiht sind und sich von unten nach oben öffnen, bietet sie Insekten über einen längeren Zeitraum hinweg eine verlässliche Nahrungsquelle.

Indikator für gesunde Böden:
Sie liebt nährstoffarme, feuchte Bergwiesen und lichte Wälder. Wo sie wächst, zeigt sie uns ein intaktes, naturnahes Ökosystem an. Da diese Lebensräume seltener werden, steht sie in einigen Regionen bereits unter Naturschutz – also bitte in freier Wildbahn nur bewundern und nicht pflücken!

🍀Die kulinarische Bedeutung:

Wildkräuter-Küche vom Feinsten
Was viele nicht wissen: Die Teufelskralle ist eine hervorragende, essbare Wildpflanze! In der gehobenen Wildkräuter-Küche wird sie sehr geschätzt:

Die Blätter:
Jung gesammelt schmecken die Blätter im Frühjahr mild und leicht süßlich – perfekt als Basis für knackige Wildsalate oder wie Spinat gedünstet.

Die Blüten:
Die tiefdunklen Blütenknospen sind nicht nur eine wunderschöne, essbare Dekoration auf dem Teller, sondern schmecken auch leicht nussig.

Die Wurzel:
Früher wurde sogar die fleischige Wurzel ähnlich wie Rapunzel- oder Selleriewurzel geraspelt und gegessen.

Hinweis für die Küche:
Wer den Geschmack selbst ausprobieren möchte, holt sich am besten Saatgut für den eigenen Garten. Das schont die wilden Bestände und bringt ein Stück Biodiversität direkt vor die Terrassentür!

💬 Hand aufs Herz: Habt ihr die Schwarze Teufelskralle schon mal im Wald entdeckt oder vielleicht sogar schon mal in der Küche verwendet? Schreibt es uns in die Kommentare! 👇

Fotos: Landesforsten.RLP.de / Dietmar Ebi

Ohne unsere kleinen sechsbeinigen Helferlein wäre die Natur "arm dran"...
19/05/2026

Ohne unsere kleinen sechsbeinigen Helferlein wäre die Natur "arm dran"...

Das Schwertblättrige Waldvögelein 🌸Habt ihr beim Waldspaziergang schon mal diese elegante Schönheit entdeckt? Das Schwer...
18/05/2026

Das Schwertblättrige Waldvögelein 🌸

Habt ihr beim Waldspaziergang schon mal diese elegante Schönheit entdeckt? Das Schwertblättrige Waldvögelein (Cephalanthera longifolia) gehört zu unseren heimischen Orchideen und ist ein echter Hingucker im schattigen Unterholz!

Hier sind ein paar spannende Fakten über diese faszinierende Pflanze:

Der Name ist Programm: Die schmalen, spitzen Blätter stehen zweizeilig am Stängel und erinnern tatsächlich an die Klinge eines Schwerts. 🗡️

Schneeweiße Pracht: Von Mai die Juni trägt sie bis zu 20 reinweiße Blüten. Im Gegensatz zu anderen Waldvögelein-Arten öffnen sich diese bei Sonnenschein weit.

Ein echter Feinschmecker: Die Pflanze wächst am liebsten in lichten Laub- und Nadelwäldern auf kalkreichen Böden.

Der clevere Täuschungsversuch: Die Blüten bieten den bestäubenden Insekten, meist kleinen Wildbienen, gar keinen Nektar! Sie ahmen stattdessen die gelben Saftmale anderer Blüten nach und locken die Bienchen so trickreich an. 🐝✨

⚠️ Wichtig zu wissen: Wie alle heimischen Orchideen steht das Schwertblättrige Waldvögelein unter strengem Naturschutz. Weil seine Lebensräume, wie kalkreiche Buchenwälder, immer seltener werden, ist es in vielen Regionen gefährdet.

Wenn ihr also eines seht: Freuen, fotografieren, aber unbedingt stehen lassen! 📸💚

Habt ihr diese wilde Orchidee schon mal in der Natur entdeckt? Postet eure Bilder gerne in die Kommentare 👇

Fotos: Landesforsten.RLP.de / Dietmar Ebi

15/05/2026

Unsere Kollegin Ann-Kathrin informiert ...

FrühlingslächelnDie Sonne lockt nach einem Weilchendie schönsten Dinge an das Licht,zum Beispiel: Birkengrün und Veilche...
14/05/2026

Frühlingslächeln

Die Sonne lockt nach einem Weilchen
die schönsten Dinge an das Licht,
zum Beispiel: Birkengrün und Veilchen,
und Reiselust und Liederzeilchen,
und manches lächelnde Gesicht.

Der Frühling neckt uns. Wir erwachen.
Die Welt wird wieder froh und grün
und möchte sich vertausendfachen.
Die Blumen blühen, wenn sie lachen.
Die Frauen lächeln, wenn sie blühn.

(Erich Kästner)

Foto: Landesforsten.RLP.de / Dietmar Ebi

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Koblenz
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Montag 09:00 - 12:00
Dienstag 09:00 - 12:00
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