18/06/2026
Schon gewusst? Warum Weinbergschnecken plötzlich zu „Baumklettern“ werden! 🐌🌳
Wer im Sommer nach einem Regenschauer durch den Wald oder Garten spaziert, sieht sie oft: Weinbergschnecken, die zielstrebig den Stamm von Bäumen hinaufwandern. Aber warum tun die gemütlichen Kriecher das eigentlich? Wollen sie die Aussicht genießen? Erntehelfer spielen?
Die Antwort ist viel logischer und überlebenswichtig: Es geht um Schutz und die perfekte Wohlfühltemperatur!
Hier sind die 4 Hauptgründe für die Kletterpartie:
Nahrungssuche:
Auf Blättern, Zweigen und Rinde befinden sich Beläge aus Algen, Flechten oder Pilzen. Schnecken raspeln diese mit ihrer Radula ab.
Flucht vor der Sommerhitze:
Der Boden kann sich im Sommer extrem aufheizen. Da Weinbergschnecken zu einem Großteil aus Wasser bestehen, droht ihnen bei Hitze die Austrocknung. Weiter oben am Baumstamm ist es schattiger, windiger und deutlich kühler.
Schutz vor Fressfeinden:
Am Boden sind Schnecken eine leichte Beute für Igel, Laufkäfer oder Vögel. Weiter oben auf der Rinde sind sie viel sicherer, und durch ihr gemustertes Häuschen perfekt getarnt.
Der „Trockenschlaf“ (Ästivation):
Wird es im Sommer tagelang trocken und heiß, ziehen sich Weinbergschnecken in ihr Gehäuse zurück und verschließen die Öffnung mit einer dünnen Schleimschicht. Das tun sie bevorzugt hoch oben am Baum, um die heiße Phase sicher zu verschlafen, bis der nächste Regen kommt.
Übrigens: Weinbergschnecken stehen bei uns unter Naturschutz! Wenn ihr also eine auf einem Baum entdeckt, lasst sie am besten einfach in Ruhe ihr Ding machen.
Habt ihr dieses Verhalten auch schon beobachtet? Schreibt es mir in die Kommentare! 👇
Fotos: Landesforsten.RLP.de/Dietmar