Forstamt Koblenz

Forstamt Koblenz Ein Forstamt von Landesforsten Rheinland-Pfalz.

Schön, zart – und hochgradig giftig! 🍂Im Spätsommer bzw. Herbst, wenn die Bäume verfärben oder ihr Laub verlieren, sorgt...
08/09/2026

Schön, zart – und hochgradig giftig! 🍂

Im Spätsommer bzw. Herbst, wenn die Bäume verfärben oder ihr Laub verlieren, sorgt die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) auf feuchten Wiesen, an Waldrändern und in lichten Auwäldern für farbliche Highlights.
Doch der Schein trügt: Die Pflanze zählt zu den giftigsten heimischen Arten Europas.

Obwohl sie vor allem für Landwirte tückisch ist, erfüllt die Herbstzeitlose eine wichtige Aufgabe im Ökosystem:

Späte Nahrungsquelle:
Wenn im September und Oktober kaum noch etwas blüht, liefert sie Nektar und Pollen für spät aktive Insekten wie Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge.

Auwald- und Waldrandbewohner:
Sie wächst bevorzugt auf nährstoffreichen, feuchten Böden an Waldrändern, auf Waldlichtungen und in Auwäldern. Dort zeigt sie intakte, feuchte Bodenstrukturen an.

Verbreitung durch Ameisen:
Ihre Samen besitzen ein nährstoffreiches Anhängsel (Elaiosom), das Ameisen anlockt. Die Ameisen tragen die Samen in ihren Bau, fressen das Anhängsel und verbreiten so den Samen – eine klassische Symbiose (Myrmekochorie).

⚠️ Vorsicht vor Verwechslungen!
Im Frühjahr treiben die Blätter der Herbstzeitlose aus – und werden nicht selten mit Bärlauch oder Maiglöckchen verwechselt. Der Unterschied: Herbstzeitlosenblätter wachsen rosettenartig direkt aus dem Boden, sind meist etwas steifer und riechen beim Zerreiben nicht nach Knoblauch. Das enthaltene Zellgift Colchicin ist schon in geringen Mengen lebensgefährlich für Mensch und Tier!

Fazit: Am besten genießen wir die hübsche Herbstblüte einfach aus der Ferne, wenn wir beim Herbstspaziergang an lichtdurchfluteten Waldrändern unterwegs sind. 🍁

Fotos: Landesforsten.RLP.de / Dietmar Ebi

Dies Praxishilfe ist auch für uns in Rheinland-Pfalz hilfreich, auch wenn sie aus Bayern stammt 😉
07/09/2026

Dies Praxishilfe ist auch für uns in Rheinland-Pfalz hilfreich, auch wenn sie aus Bayern stammt 😉

Praxishilfe „Waldvögel in Bayern“ liefert Wissen über die Tiere und deren bevorzugte Lebensräume.

Klimawald Koblenz - Die Elsbeere stellt sich vorSowohl alt bekannte Baumarten als auch solche, die hier noch eher selten...
07/09/2026

Klimawald Koblenz - Die Elsbeere stellt sich vor

Sowohl alt bekannte Baumarten als auch solche, die hier noch eher selten sind, präsentieren sich im Klimawald. Es sind ausgewählte Baumarten dabei, die aus Ländern kommen, wo es wärmer und trockener ist. Vielleich haben wir zukünftig solche Verhältnisse, wie sie dort bereits heute herrschen.

🌳 Die Elsbeere (Sorbus torminalis) ist eine seltene heimische Baumart, die eng mit den Mehl- und Vogelbeeren verwandt ist. Sie trägt spitzlappige Blätter, cremeweiße Rispenblüten und rotbraune, beerenähnliche Apfelfrüchte.
Als wärmeliebende Halbschattbaumart mit subatlantischem bis submediterranem Verbreitungsschwerpunkt tritt sie in Rheinland-Pfalz von Natur aus vereinzelt in wintermilden Traubeneichen-Hainbuchenwäldern auf. Dank ihrer enormen Fähigkeit zur Bildung von Wurzelbrut konnte sie in der Vergangenheit von der Niederwaldwirtschaft profitieren.
Die Elsbeere bevorzugt trockene bis frische Standorte, bei mäßigem bis hohem Nährstoffbedarf. Dank ihrer kräftigen Herzwurzel kann sie auch Ton durchwurzeln und kommt mit Wechseltrockenheit zurecht. Ihre klimatische Eignung wird inzwischen für ganz Rheinland-Pfalz als sehr gut eingestuft.
Elsbeerholz gehört zu den wertvollsten heimischen Hölzern und wird zu Möbeln und Furnier verarbeitet. Die Früchte eignen sich zur Edelbrandherstellung oder als Beilage zu Wildgerichten.

Der Klimawald ist ein Kooperationsprojekt der Stadt Koblenz, der Sparkasse Koblenz und dem örtlich zuständigen Forstamt Koblenz.
Die Fläche befindet sich in der Nähe der Wanderparkplätze Remstecken und ist für die Öffentlichkeit frei zugänglich.

Fotos: Landesforsten.RLP.de / Dietmar Ebi

Das Forstamt Koblenz wünscht ein schönes und erholsames Spätsommerwochenende 🍀🌤🍄Foto: Landesforsten.RLP.de / Dietmar Ebi
04/09/2026

Das Forstamt Koblenz wünscht ein schönes und erholsames Spätsommerwochenende 🍀🌤🍄

Foto: Landesforsten.RLP.de / Dietmar Ebi

Unsere FÖJlerin Lina Gilles berichtet:"Dort wo bei diesem Baum die Rinde aufgeplatzt ist, wurde der Baum vor einigen Jah...
04/09/2026

Unsere FÖJlerin Lina Gilles berichtet:
"Dort wo bei diesem Baum die Rinde aufgeplatzt ist, wurde der Baum vor einigen Jahren vom Blitz getroffen. Trotz dieser großen Verletzung lebt er immer noch. Ich finde es immer wieder beeindruckend, wie widerstandsfähig die Natur sein kann. Zudem befindet sich am Fuß des Baumes ein Ameisenhaufen wodurch der Baum auch einen Lebensraum für Tiere darstellt. So trägt der Baum auch zur Biodiversität bei."

Foto: Landesforsten.RLP.de / Lina Gilles

Bäume sind einfach faszinierend...und lassen die Menschen "träumen".
03/09/2026

Bäume sind einfach faszinierend...
und lassen die Menschen "träumen".

Deutsche Waldtage locken Gäste in den WaldRund um das dritte Septemberwochenende, von 18. bis 20. September 2026, finden...
03/09/2026

Deutsche Waldtage locken Gäste in den Wald

Rund um das dritte Septemberwochenende, von 18. bis 20. September 2026, finden die Deutschen Waldtage unter dem Motto „Gemeinsam! Für den Wald.“ in ganz Deutschland statt. Das Forstamt Koblenz lädt am dritten Septemberwochenende zu drei Veranstaltungen ein.

Folgende Angebote finden zu den Deutschen Waldtagen im Forstamt Koblenz statt:

• 18.09. – 16:00 bis 18:00 Uhr: Wald-Wunder für uns Menschen
• 19.09. – 10:00 bis 11:30 Uhr: Wie reagieren wir im Wald auf den Klimawandel
• 20.09. – 11:00 bis 13:30 Uhr: Waldbaden (Shinrin Yoku)

Weitere Informationen und Anmeldeformular unter:
www.wald.rlp.de/forstamt-koblenz/angebote/veranstaltungen

Besucht uns und lernt mit uns den Wald kennen!

02/09/2026

Eine interessante Information, liegt doch das größte Naturschutzgebiet des Landes in unserem Zuständigkeitsbereich ...
das Laacher See-Gebiet.

Klimawald Koblenz - Die Rotbuche stellt sich vorSowohl alt bekannte Baumarten als auch solche, die hier noch eher selten...
02/09/2026

Klimawald Koblenz - Die Rotbuche stellt sich vor

Sowohl alt bekannte Baumarten als auch solche, die hier noch eher selten sind, präsentieren sich im Klimawald. Es sind ausgewählte Baumarten dabei, die aus Ländern kommen, wo es wärmer und trockener ist. Vielleich haben wir zukünftig solche Verhältnisse, wie sie dort bereits heute herrschen.

🌳 Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist dank ihrer großen Schattentoleranz und guten Anpassung an mittlere Nährstoff- und Wasserverhältnisse die konkurrenzstärkste Baumart in Mitteleuopa. Von Natur aus wäre Deutschland zu zwei Dritteln von Rotbuchenwäldern bedeckt. Die Rotbuche gedeiht bei uns von Meereshöhe bis in montan Lagen um 1.500 m. Sie ist ein Herzwurzler und dank ihrer glatten grauen Rinde und den ovalen, oberseits glänzenden Blättern kaum verwechselbar.
Als atlantische Baumart braucht die Rotbuche eine hohe Luftfeuchtigkeit und reagiert empfindlich auf klimatische Extreme. Strenge Winter und trocken-heiße Sommer begrenzen ihre Heimat im Norden, Osten und Süden. Im Bergland von Rheinland-Pfalz gilt sie als klimaresilient. Im Tief- bis Hügelland leidet sie zunehmend unter Klimastress (Dürreschäden, Sonnenbrand) und wird in diesen Lagen voraussichtlich seltener werden.
Das harte, aber kaum witterungsbeständige Buchenholz wird bevorzugt im Möbel- und Innenausbau verwendet oder als Brennholz genutzt.

Der Klimawald ist ein Kooperationsprojekt der Stadt Koblenz, der Sparkasse Koblenz und dem örtlich zuständigen Forstamt Koblenz.
Die Fläche befindet sich in der Nähe der Wanderparkplätze Remstecken und ist für die Öffentlichkeit frei zugänglich.

Fotos: Landesforsten.RLP.de / Dietmar Ebi

Der SeptemberDas ist ein Abschied mit Standartenaus Pflaumenblau und Apfelgrün.Goldlack und Astern flaggt der Garten,und...
01/09/2026

Der September

Das ist ein Abschied mit Standarten
aus Pflaumenblau und Apfelgrün.
Goldlack und Astern flaggt der Garten,
und tausend Königskerzen glühn.

Das ist ein Abschied mit Posaunen,
mit Erntedank und Bauernball.
Kuhglockenläutend ziehn die braunen
und bunten Herden in den Stall.

Das ist ein Abschied mit Gerüchen
aus einer fast vergessenen Welt.
Mus und Gelee kocht in den Küchen.
Kartoffelfeuer qualmt im Feld.

Das ist ein Abschied mit Getümmel,
mit Huhn am Spieß und Bier im Krug.
Luftschaukeln möchten in den Himmel.
Doch sind sie wohl nicht fromm genug.

Die Stare gehen auf die Reise.
Altweibersommer weht im Wind.
Das ist ein Abschied laut und leise.
Die Karussells drehn sich im Kreise.
Und was vorüber schien, beginnt.

(Erich Kästner)

Foto: Landesforsten.RLP.de / Dietmar Ebi

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Koblenz
56075

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Dienstag 09:00 - 12:00
Mittwoch 09:00 - 12:00
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