Hanau Klein-Auheim

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15/09/2026

In der Turnhalle der TSV Klein-Auheim haben Hunderte das hinduistische Elefantengott-Fest gefeiert. Den Höhepunkt bildeten ohrenbetäubende Dhol-Trommeln.

Mehr Grün und mehr Aufenthaltsqualität: Klein-Auheimer Schillerplatz wird neu gestaltetDer Schillerplatz im Hanauer Stad...
15/09/2026

Mehr Grün und mehr Aufenthaltsqualität: Klein-Auheimer Schillerplatz wird neu gestaltet

Der Schillerplatz im Hanauer Stadtteil Klein-Auheim soll sich in den kommenden Jahren deutlich verändern: mehr Grün, entsiegelte Flächen und eine höhere Aufenthaltsqualität für die Menschen im Quartier. Welche Wünsche diese für die künftige Gestaltung haben, wurde über den Sommer im Rahmen einer Bürger- und einer Kinderbeteiligung herausgearbeitet. Die gesammelten Anregungen werden nun in die weiteren Planungen eingearbeitet.

Der Schillerplatz in Klein-Auheim ist ein rund 3.800 Quadratmeter großer Platz, der aktuell in unterschiedliche Bereiche eingeteilt ist. Neben einem Brunnen befindet sich eine ehemalige Rollschuhbahn und ein Spielplatz auf dem Gelände. Ziel ist es, diese Bereiche künftig stärker zu einem attraktiven und zusammenhängenden Freiraum zu entwickeln. Dabei sollen zusätzliche Grünflächen entstehen und bislang befestigte Bereiche entsiegelt werden. Der Parkplatz in diesem Bereich wiederum soll von der geplanten Neugestaltung weitestgehend unberührt bleiben.

„Einer der Kernpunkte der Umgestaltung des Schillerplatzes ist natürlich der Spielplatz. Hier sollen sich Kinder und Familien künftig besonders wohlfühlen“, erklärt Stadträtin Isabelle Hemsley. „Deshalb ist es für uns als kinderfreundliche Kommune natürlich umso wichtiger, auch die Ideen und Wünsche der jüngsten Hanauerinnen und Hanauer bei den Planungen mit einfließen zu lassen.“

Bei der Kinderbeteiligung im August haben die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zahlreiche Vorschläge zur Neugestaltung des Schillerplatzes und vor allem des Spielplatzes eingereicht, darunter Spielkombinationen mit Rutsche, ein Trampolin und Balanciermöglichkeiten. Schon im Juni waren die erwachsenen Nutzerinnen und Nutzer nach ihren Vorstellungen gefragt worden, wie der Erholungswert und die Aufenthaltsqualität des Platzes gesteigert werden könnten. Die aus beiden Beteiligungen gesammelten Anregungen fließen nun in die weitere Planung des Projekts ein, für das der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) verantwortlich ist.

Zusätzlich zu den Wünschen aus dem Quartier werden allerdings auch verschiedene Rahmenbedingungen berücksichtigt: Dazu gehören unter anderem der vorhandene Baumbestand, bestehende Leitungen und das Trafohaus sowie die Vorgaben des Fördermittelgebers. Auch die Brunnenanlage soll erhalten bleiben.

Die Stadtverordnetenversammlung hat der Umgestaltung des Schillerplatzes bereits in seiner Sitzung im Dezember 2024 zugestimmt, auch der Ortsbeirat Klein-Auheim wurde über die Pläne informiert. Sobald diese überarbeitet sind, stellt der städtische Eigenbetrieb HIS diese auch nochmals im Ortsbeirat vor. „Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern so die Möglichkeit geben, zu erfahren, warum manche Anregungen und Ideen berücksichtigt werden und warum andere nicht“, erklärt Stadträtin Isabelle Hemsley das Vorgehen.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 650.000 Euro, 392.000 Euro werden über das Förderprogramm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ vom Bund übernommen. Den Start für die Umsetzung der Umgestaltung plant die Stadt für kommendes Jahr.

(Bild: Google Maps)

Neue Hauptsatzung beschlossen: Öffentliche Bekanntmachungen künftig digitalDie Stadt Hanau stellt ihre öffentlichen Beka...
14/09/2026

Neue Hauptsatzung beschlossen: Öffentliche Bekanntmachungen künftig digital

Die Stadt Hanau stellt ihre öffentlichen Bekanntmachungen ab sofort auf eine digitale Grundlage. Mit der von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Neufassung der Hauptsatzung wird die Veröffentlichung auf der Internetseite der Stadt künftig die Regelform öffentlicher Bekanntmachungen.

„Mit der Umstellung auf die Internetbekanntmachung passen wir unsere Verfahren an die Anforderungen einer modernen Verwaltung an. Öffentliche Bekanntmachungen können dadurch schneller, transparenter und wirtschaftlicher bereitgestellt werden“, sagt Oberbürgermeister Claus Kaminsky.

Bislang erfolgten amtliche Bekanntmachungen der Stadt Hanau regelmäßig im Hanauer Anzeiger. Künftig werden diese grundsätzlich auf der zentralen Internetseite der Stadt, www.hanau.de, veröffentlicht.

Gleichzeitig bleibt der Zugang für Menschen ohne Internet gewährleistet. Die veröffentlichten Bekanntmachungen können während der allgemeinen Öffnungszeiten der Stadtverwaltung in Papierform eingesehen werden. Auf Wunsch können zudem Ausdrucke gegen Erstattung der entstehenden Kosten zur Verfügung gestellt werden.

Neben der Einführung der Internetbekanntmachung enthält die Neufassung der Hauptsatzung weitere Anpassungen. Dazu gehören die sprachliche und redaktionelle Überarbeitung der Satzungsbestimmungen, die Aktualisierung des Lageplans zur Darstellung der Ortsbezirke infolge der Änderung der Gemeindegrenze im Bereich Mittelbuchen sowie die Überführung der Regelungen zum Stadtwappen in eine eigenständige Wappensatzung. In der Hauptsatzung wird künftig auf diese verwiesen.

„Mit der Neufassung passt die Stadt Hanau ihre Hauptsatzung an aktuelle rechtliche und organisatorische Anforderungen an und setzt einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einer modernen und digitalen Verwaltung um“, so Kaminsky.

Das Geoinformationssystem „BürgerGIS“ enthält alle Kartendienste der Stadtverwaltung. Durch die digitale Verfügbarkeit von diversen städtischen Kartendiensten können viele Informationen ohne Behördengänge recherchiert und somit Zeit eingespart werden.

11/09/2026

Stadt Hanau modernisiert Sportstätten
Land Hessen fördert Modernisierung der Willi-Rehbein-Halle und neuen Kunstrasen für Sportanlage Am Pfaffenbrunnen

„Gut ausgestattete und zeitgemäße Sportstätten sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Vereine gute Trainings- und Wettkampfbedingungen vorfinden und ihrer wichtigen Arbeit nachgehen können. Dabei ist Konsens in Hanau, dass den Vereinen die Sportstätten von der Stadt kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Da hilft uns jede Unterstützung“, sagt Bürgermeister und Sportdezernent Dr. Maximilian Bieri.

„Mit den geplanten Maßnahmen investieren wir gezielt in die Qualität unserer Sportinfrastruktur. Ich freue mich daher sehr über die Unterstützung des Landes Hessen und bedanke mich für die Förderung“, so Dr. Bieri weiter. Die Stadt Hanau erhält Unterstützung des Landes Hessen für die Modernisierung zweier städtischer Sportstätten. Tanja Eichner, Hessens Justizstaatssekretärin, hat im Rahmen der Sportförderung des Landes zwei Förderbescheide über je 50.000 Euro übergeben. Gefördert werden die Modernisierung der Willi-Rehbein-Halle im Stadtteil Klein-Auheim sowie die Erneuerung des Kunstrasens der Sportanlage Am Pfaffenbrunnen in Hanau-Steinheim. Die Arbeiten werden vom städtischen Eigenbetrieb Immobilien und Baumanagement (IBM) organisiert.

Staatssekretärin Tanja Eichner sagt: „Sport stärkt das Miteinander vor Ort, fördert das Ehrenamt und hält fit und gesund. Es macht daher viel Sinn, sportliche Aktivitäten zu fördern. Es ist unerlässlich, die Sportstätten fortwährend zu warten und sie auf den neuesten Stand zu bringen. Dadurch bleibt das Interesse am Sport erhalten und das Angebot vor Ort weiter attraktiv. Die Stadt Hanau macht ihre Sportstätten fit, das Land hilft dabei. Eine rundum sinnvolle Sache.“

In der Willi-Rehbein-Halle sollen mit Unterstützung des Landes die vorhandenen Geräteraumtore ausgetauscht und die Prallwände inklusive der Zwischenwände erneuert werden. Damit wird die Sporthalle in wichtigen Bereichen modernisiert und für die weitere Nutzung aufgewertet. Hier werden insgesamt 400.000 Euro investiert. Auf der Sportanlage Am Pfaffenbrunnen steht die Erneuerung des Kunstrasenbelages an. „Der Kunstrasen ist 20 Jahre alt und weist Schäden auf, die durch die intensive Nutzung entstanden sind. Er wird nun modernisiert, um hier beste Voraussetzungen zu schaffen“, sagt Bürgermeister Dr. Bieri. Die Arbeiten am neuen Kunstrasen, bei dem Mikrofilamente und Spiralfasern eingesetzt werden, sollen im Oktober beginnen und rund zwei bis drei Wochen dauern. Die Gesamtkosten der Modernisierung liegen bei 300.000 Euro.

„Hanau ist eine Sport-Stadt und wir möchten allen Hanauerinnen und Hanauer die Möglichkeit geben, auf modernen Stätten Sport zu treiben. Unsere Sportstätten werden intensiv genutzt. Umso wichtiger ist es, kontinuierlich in ihren Erhalt und ihre Modernisierung zu investieren. Die Förderung hilft uns dabei, notwendige Maßnahmen umzusetzen und die Rahmenbedingungen für den Sport in Hanau nachhaltig zu verbessern“, sagt Dr. Bieri.

Die 100.000 Euro Fördergeld werden aus dem Sonder-Investitionsprogramm „Sportland Hessen“ des Hessischen Ministeriums für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege abgerufen. Das seit 2007 bestehende Förderprogramm unterstützt die Sanierung, Modernisierung, Erweiterung und den Neubau von Sportstätten. Ziel ist der Erhalt einer modernen und sicheren Sportstätteninfrastruktur für den Breiten- und Leistungssport.

10/09/2026

Noch bis 20. September: Obstbäume für mehr Artenvielfalt bestellen -
Gemeinsame Bestellaktion der Stadt Hanau mit dem Landschaftspflegeverbandes Main-Kinzig

Wer einen Obstbaum pflanzen und damit zugleich etwas für die Artenvielfalt tun möchte, hat noch bis zum 20. September Gelegenheit dazu: Bei der gemeinsamen Baum-Bestellaktion der Stadt Hanau mit dem Landschaftspflegeverbandes Main-Kinzig können zahlreiche hochstämmige Obst- und Wildobstsorten geordert werden. Neu im Angebot sind in diesem Jahr auch Apfel- und Birnenquitten.

Die Bestellung erfolgt in diesem Jahr erstmals vollständig online über die Internetseite des Landschaftspflegeverbands Main-Kinzig. Ein Obstbaum-Hochstamm kostet 50,50 Euro. In der Lieferung enthalten ist auch Schutzmaterial für die jungen Bäume: ein stabiler Holzpfahl und ein Strick zum Anbinden sowie ein Schutz vor Wildverbiss. Gegen Aufpreis können zusätzlich ein Wühlmauskorb und weitere Robinienpfähle bestellt werden.

Wer einen Baum bestellt, kann ihn am Samstag, 7. November, auf dem Betriebshof des städtischen Grünflächenamtes in Hanau abholen. Die Rechnung wird erst bei der Abholung ausgehändigt. Nach der Online-Bestellung erhalten die Käuferinnen und Käufer zunächst eine Bestätigung per E-Mail.

Die Bestellfrist endet am Sonntag, 20. September. Da die verfügbaren Bäume begrenzt sind, erfolgt die Vergabe nur solange der Vorrat reicht. Für Rückfragen steht die Untere Naturschutzbehörde (UNB) der Stadt Hanau unter der Telefonnummer 06181 / 2950-2160 zur Verfügung.

Die Stadt Hanau unterstützt die Aktion schon mehrere Jahre. Seit 2016 konnten dadurch mehr als 1.750 Obstbäume vermittelt werden. Hochstämmige Obstbäume sind nicht nur eine Bereicherung für Gärten und Landschaft, sondern schaffen auch wertvolle Lebensräume und Nahrungsangebote für Insekten, Vögel und andere Tiere. Insbesondere alte und regionale Sorten tragen dazu bei, die Vielfalt heimischer Obstsorten zu erhalten.

Hanau testet am 10. September die Warnsysteme  Bundesweiter Warntag: Start ab 11 Uhr Wie gut die Warnsysteme im Ernstfal...
07/09/2026

Hanau testet am 10. September die Warnsysteme Bundesweiter Warntag: Start ab 11 Uhr

Wie gut die Warnsysteme im Ernstfall funktionieren, das wird am Donnerstag, 10. September, beim bundesweiten Warntag auch in der Stadt Hanau überprüft. Um 11 Uhr wird eine Probewarnung ausgelöst, gegen 11.45 Uhr folgt die Entwarnung. Dabei werden unterschiedliche Warnmittel eingesetzt, um möglichst viele Menschen auf verschiedenen Wegen zu erreichen.

„Warnung funktioniert nur dann gut, wenn die technischen Systeme zuverlässig arbeiten und die Menschen wissen, was im Ernstfall zu tun ist. Der Warntag bietet deshalb eine wichtige Möglichkeit, beides regelmäßig zu überprüfen“, sagt Stadträtin und Feuerwehrdezernentin Isabelle Hemsley. „Ebenso wichtig ist es, dass die Bevölkerung die Warnungen wahrnimmt und sich im Anschluss über die Situation und mögliche Verhaltenshinweise informiert. Der Warntag ist deshalb nicht nur ein Techniktest, sondern auch eine Erinnerung daran, sich mit dem Thema Vorsorge und Warnung zu beschäftigen.“

Zum Einsatz kommen am Warntag unterschiedliche Bestandteile des bundesweiten Warnsystems. Dazu gehören unter anderem Cell Broadcast, mit dem Warnmeldungen direkt auf geeignete Mobiltelefone übertragen werden können, sowie Warn-Apps wie NINA, HessenWARN oder KATWARN. Auch Rundfunk und weitere angeschlossene Warnmittel können Teil der Probewarnung sein. In Hanau stehen darüber hinaus die Sirenen im Stadtgebiet zur Verfügung.

Die Stadt Hanau verfügt aktuell über 21 Sirenenstandorte. Durch deren Verteilung über das Stadtgebiet können Warnungen auch gezielt für einzelne Bereiche ausgelöst werden. Der Bundesweite Warntag findet grundsätzlich am zweiten Donnerstag im September statt. Dabei kann es je nach Warnmittel zu unterschiedlichen Zeitpunkten kommen, bis die jeweilige Meldung empfangen wird.

Am Warntag selbst wird die Stadt auf ihren Kanälen einen Link für Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger bereitstellen. Über diesen können auftretende Probleme bei der Warnung zentral erfasst und gezielt bearbeitet werden, sodass sie schnellstmöglich behoben werden können.

Weitere Informationen zum Bundesweiten Warntag und zur Warnung der Bevölkerung gibt es beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) unter:

Der Bundesweite Warntag findet am 10. September 2026 statt. Ab 11 Uhr wird eine Probewarnung ausgelöst. Gegen 11:45 Uhr erfolgt eine Entwarnung. Der Bundesweite Warntag dient der Erprobung der Warnsysteme.

05/09/2026

Unser Klanaam! Tolle Impressionen von Drohnenfotos Erlensee 🤩
Danke an Sebastian Schwandt

Reservisten Kameradschaft Hanau
05/09/2026

Reservisten Kameradschaft Hanau

Die Reservistenkameradschaft Hanau unterstützt Soldaten in der Ukraine seit dem russischen Überfall mit Material. Jetzt sind Menschen von dort zu Besuch in Hanau und berichten vom Alltag im Krieg.

Oberbürgermeister Kaminsky übergibt Finanzgeschäfte an Bürgermeister Dr. Bieri - Neuer Stadtkämmerer für Hanau seit 1. S...
03/09/2026

Oberbürgermeister Kaminsky übergibt Finanzgeschäfte an Bürgermeister Dr. Bieri -
Neuer Stadtkämmerer für Hanau seit 1. September

Nach fast 31 Jahren als Stadtkämmerer hat Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky zum 1. September die Verantwortung für die Finanzgeschäfte der Stadt an seinen gewählten Nachfolger, Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri, übergeben. „Wir gestalten einen sehr geordneten, beinahe ruhigen Übergang. Ruhig allerdings nicht in der Sache, denn die Herausforderungen für die kommenden Jahre sind immens“, sagt der Oberbürgermeister.

Claus Kaminsky zeigt sich zufrieden, seinem Nachfolger eine Stadt mit einer soliden Ausgangslage zu übergeben. „Dazu gehört unter anderem, dass Hanau inzwischen ohne Kassenkredite auskommt.“ „Das Konto lügt nicht“, lautet einer der Leitsätze, die der Rathauschef aus seiner langjährigen Erfahrung als Stadtkämmerer weitergab.

Eine Bilanz von fast drei Jahrzehnten zeigt, wie stark sich die finanzielle und infrastrukturelle Situation Hanaus verändert hat. Das Anlagevermögen der Stadt ist von rund 246 Millionen Euro im Jahr 1995 auf 1,772 Milliarden Euro Ende 2025 gestiegen. Entstanden sind in dieser Zeit unter anderem neue Schulen, Kindertagesstätten, Straßen und weitere Infrastruktur für die Brüder-Grimm-Stadt. Kaminsky: „Über alles gesehen verfügen wir in Hanau über eine intakte Infrastruktur.“

Für den Oberbürgermeister ist diese Entwicklung ein Beleg dafür, dass kommunale Finanzpolitik weit über das Aufstellen und Abarbeiten eines Haushalts hinausgeht. „Die Steuerung der Finanzen einer Stadt ist eine hochstrategische Aufgabe“, betont Claus Kaminsky. „Entscheidungen müssten über den aktuellen Haushalt hinaus gedacht werden.“ Dass dabei auch Schulden nicht grundsätzlich negativ zu bewerten seien, macht der scheidende Stadtkämmerer an der Entwicklung von Vermögen und Verbindlichkeiten fest: Während das Anlagevermögen seit 1995 um rund 1,5 Milliarden Euro gewachsen ist, stiegen die vergleichbaren Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten um rund 601 Millionen Euro.

Entscheidend ist für ihn dabei die Unterscheidung zwischen Investitions- und Kassenkrediten. „Kredite für Schulen, Kitas oder Feuerwehr sind Investitionen, von denen auch kommende Generationen profitieren. Kassenkredite hingegen dienten dazu, laufende Ausgaben zu finanzieren und sind ein Teufelszeug“, so Claus Kaminsky. Umso wichtiger sei es, dass Hanau inzwischen ohne diese Form der Verschuldung auskomme. Seit 2018 müssen keine Kassenkredite mehr aufgenommen werden.

Ausgangslage solide

Auch die Rücklagen verschaffen der Stadt finanziellen Spielraum. Der Kernverwaltung stehen derzeit 51 Millionen Euro als Risikovorsorge zur Verfügung. „Spare bei Zeiten, dann hast du in der Not“, wiederholt Kaminsky einen von ihm gern genutzten Leitsatz mit Blick auf die Bedeutung dieser Reserve. Im laufenden Jahr werde die Rücklage allerdings voraussichtlich um rund 15 Millionen Euro abschmelzen. Die finanzielle Ausgangslage sei damit weiterhin solide, gleichzeitig bleibe ein verantwortungsvoller Umgang mit den vorhandenen Mitteln unerlässlich.



Für die Zukunft sieht Claus Kaminsky deshalb zwei Grundsätze als entscheidend an: Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit. „Sparsamkeit ist wichtig, aber Wirtschaftlichkeit ist noch wichtiger und dabei muss man auch immer die lokale Ökonomie und ihre Auswirkungen auf den Haushalt mitdenken“, so der Oberbürgermeister. Nicht jede Ausgabe sei automatisch unwirtschaftlich, weil sie Geld koste. Als Beispiele nennt der Rathauschef den Umbau der Innenstadt und den Erwerb der Kaufhof-Immobilie. „Bei beiden Maßnahmen aus dem vergangenen Jahrzehnt darf man nicht allein die unmittelbaren Ausgaben betrachten“, betont Claus Kaminsky. „Vielmehr ging es bei diesen Entscheidungen darum, die wirtschaftlichen Konsequenzen für die Innenstadt und die Stadt insgesamt in den Blick zu behalten. Ohne diese Maßnahmen wäre ein Trading-down-Effekt in der Innenstadt zu erwarten gewesen, also eine Abwärtsspirale bei der Qualität und Attraktivität unserer Hanauer Innenstadt und damit ein wirtschaftlicher Einbruch.“ Diesem gezielt mit städtischen Investitionen entgegenzuwirken, sei deshalb Ausdruck wirtschaftlichen Weitblicks und einer langfristig orientierten Finanzpolitik.

Mit Blick auf die kommenden Haushalte mahnt Kaminsky Bürgerinnen und Bürger zu Augenmaß. „Seien Sie milde mit der jungen Stadtverordnetenversammlung, dem Magistrat und dem neuen Kämmerer. Sie stehen mit dem Rücken zur Wand und müssen voraussichtlich schwierige finanzielle Entscheidungen treffen“, sagt der OB mit Blick auf die kommenden Jahre. Gleichzeitig kritisiert er die finanziellen Rahmenbedingungen, die Bund und Land den Kommunen setzen. Die Finanzierung kommunaler Aufgaben müsse sich stärker daran orientieren, welche Leistungen Städte tatsächlich erbringen und welche Pflichtaufgaben ihnen übertragen würden.

Hinzu kommen spezifische Herausforderungen für Hanau. Dazu zählen die Auseinandersetzung mit dem Land Hessen über die Zahlen des Zensus, die mit dem Übergang zur Kreisfreiheit verbundenen finanziellen Belastungen und Übergangsregelungen sowie die finanzielle Situation der städtischen Holding mit ihren Bereichen ÖPNV und Bäder und des Klinikum Hanau. Gerade beim Kommunalen Finanzausgleich (KFA) wirken sich die Einwohnerzahl und die Übergangsregelungen zur Kreisfreiheit unmittelbar auf die finanziellen Spielräume der Stadt aus.

Finanzielle Handlungsfähigkeit langfristig sichern

Mit dieser Ausgangslage übernimmt Dr. Maximilian Bieri zum 1. September die Verantwortung für die städtischen Finanzen. Für ihn ist die Übernahme kein Sprung ins kalte Wasser. „Ich habe mich auch bisher schon in der Verantwortung gesehen: als Bürgermeister und insbesondere auch als Vertreter des Oberbürgermeisters“, so Dr. Bieri, der sich in den vergangenen Wochen intensiv mit den finanzpolitischen Themen der Stadt beschäftigt hat und unter anderem an der Vorbereitung des Doppelhaushalts 2027/28 arbeitet.

Eine zentrale Aufgabe sieht der studierte Mathematiker darin, das in den vergangenen Jahrzehnten geschaffene Vermögen zu erhalten und weiterzuentwickeln. „1,7 Milliarden Euro Anlagevermögen sind immens. Dieses Vermögen in Schuss zu halten und bestmöglich zu steigern für die Zukunft, ist eine Grundaufgabe, der wir uns in gemeinsamer Verantwortung stellen.“ Dabei gelte es, finanzielle Möglichkeiten und notwendige Investitionen sorgfältig gegeneinander abzuwägen.

Auch für die kommenden Haushalte formulierte Dr. Bieri einen klaren Anspruch: „Die Stadt muss ihre Ausgaben dauerhaft aus ihren verfügbaren Einnahmen finanzieren können. Gerade der Doppelhaushalt 2027/28 wird deshalb schwierige Entscheidungen erfordern.“ Zugleich gelte es, die vorhandene Infrastruktur zu erhalten, notwendige Investitionen zu ermöglichen und die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt langfristig zu sichern.

Die Übernahme der Finanzgeschäfte erfolgt einen Monat vor dem offiziellen Amtsantritt von Dr. Maximilian Bieri als Oberbürgermeister der Brüder-Grimm-Stadt am 1. Oktober. „Das Amt des Oberbürgermeisters ist die schönste und zugleich schwierigste Aufgabe, die man in einer Stadt übernehmen kann“, sagte Dr. Maximilian Bieri. Er freue sich darauf, Verantwortung für seine Heimatstadt zu übernehmen.

Auch nach der Übergabe will Claus Kaminsky seinem Nachfolger bei Bedarf mit Rat zur Seite stehen. „Wenn er mich fragt, dann sage ich es ihm. Und wenn er mich nicht fragt, mir aber etwas auffällt, sage ich es ihm auch“, so der Oberbürgermeister. „Dann aber natürlich in privatem Rahmen.“ Nach fast 31 Jahren als Stadtkämmerer blickt Claus Kaminsky trotz aller Herausforderungen optimistisch nach vorn: „Wenn du 30 Jahre Kämmerer bist, dann bist du auch von Haus aus Optimist.“

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