23/04/2026
Das 2. Landungsgeschwader aus Wilhelmshaven ist in der Zeit seines Bestehens häufiger „zu Gast“ in der Ostsee: Im Herbst 1961 kommen die sechs großen Landungsschiffe, die 1958 von den US-Streitkräften übernommen worden waren, gleich mehrfach hierher. Mitte November nehmen die Schiffe an der Nato-Übung „Waterproof 61“ teil. Nach einem Aufenthalt in Frederikshavn bringt das Geschwader dänische Truppen nach Eckernförde und setzt sie hier an Land. Die dänischen Soldaten haben nicht lange Gelegenheit dazu, sich umzusehen. Denn sie gehen nach kurzer Pause wieder an Bord und werden von den deutschen Schiffen in einer Nachtfahrt durch den Kleinen Belt nach Fredericia gebracht und dort ausgeladen. Die ehemaligen US-Schiffe warten für die damalige Zeit mit durchaus eindrucksvollen Daten auf – einer Reichweite von bis zu 2.500 Seemeilen bei einer Geschwindigkeit von 12 Knoten und nur 2,6 Meter Tiefgang bei 62 beziehungsweise 64 Metern Länge. Vier Schiffe des Geschwaders sind dazu da, Truppen und Fahrzeuge zu transportieren. Dabei können „Viper“, „Salamander“, „Eidechse“ und „Krokodil“ durchaus auch „beißen“, wenn es nötig wird – mit jeweils einer einer Doppellafette 40 mm. Die beiden übrigen Einheiten des Geschwaders sollen Feuerunterstützung für die Landungstruppen liefern. „Natter“ und „Otter“ sind dafür mit je einem Mehrzweckgeschütz 127mm, je acht Raketenwerfer-Zwillingen 127mm sowie je zwei Doppellafetten 40mm ausgestattet. /Klaas
(Fotos: Bundeswehr/Archiv WBK I)