09/06/2026
Der Präsident des DRK-Landesverbandes Schleswig-Holstein, Torsten Geerdts, warnt eindringlich vor den Auswirkungen des geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes. Nach Einschätzung des DRK gefährdet der Gesetzentwurf nicht nur die Gesundheits- und Pflegeversorgung, sondern auch tausende Arbeitsplätze in Schleswig-Holstein.
Kritisch sieht das DRK insbesondere die geplante Begrenzung der Refinanzierung tariflicher Lohnsteigerungen. Gemeinnützige Träger könnten steigende Personal- und Betriebskosten künftig nicht mehr ausgleichen. Betroffen wären unter anderem Rettungsdienst, Pflege, Hausnotruf sowie Rehabilitations- und Vorsorgeeinrichtungen.
Die möglichen Folgen: Stellenabbau, Angebotskürzungen und wachsende Versorgungslücken – insbesondere im ländlichen Raum, wo gemeinnützige Träger einen zentralen Beitrag zur Daseinsvorsorge leisten. Gleichzeitig drohen Rückschritte bei Tarifbindung, Fachkräftegewinnung und Qualitätsstandards.
Das DRK fordert deshalb Nachbesserungen am Gesetzentwurf, darunter eine vollständige Refinanzierung tariflicher Löhne und eine Finanzierung, die sich an den realen Kostenentwicklungen orientiert.
Denn klar ist: Wer Versorgungssicherheit stärken will, muss auch die Träger dieser Versorgung nachhaltig absichern.