4hour-league

4hour-league Wir stellen uns gegen die Vergeudung des Lebens durch Lohnarbeit und fordern ein gutes Leben für alle Zahlen muss das Kapital!!!

Vierstundentag! * Voller Lohnausgleich! * Volle Personalaufstockung!

Wenn wir … die Wahl zu treffen haben zwischen acht Stunden Arbeitszeit und vier Stunden Arbeit, … so entscheiden wir uns...
04/09/2026

Wenn wir … die Wahl zu treffen haben zwischen acht Stunden Arbeitszeit und vier Stunden Arbeit, … so entscheiden wir uns natürlich für die vier Stunden und den besten Lohn. Wohl wissen wir, dass damit an der Existenz der Lohnsklaverei nichts geändert wird, der wir auch weiterhin unterworfen sind. Aber wir haben unsere Entscheidung unter der Erwägung getroffen, dass jede Stunde weniger Sklaverei … eine Errungenschaft ist, die kein vernünftiger Mensch zu unterschätzen weiß.

29/08/2026

… Interview 4/8

Heute: Welche Rolle spielen Gewerkschaften bei den Kämpfen um Zeit?
Kathrin Birner und Stefan Dietl im Gespräch über ihr gemeinsames Buch "Mehr Zeit zum Leben, Lieben, Lachen. Über den Kampf um freie Zeit".

25/08/2026

Interview 3/8

Heute: Die Bedeutung von Arbeitszeit(verkürzung) für ein feministisches politisches Projekt.

Kathrin Birner und Stefan Dietl im Gespräch über ihr gemeinsames Buch "Mehr Zeit zum Leben, Lieben, Lachen. Über den Kampf um freie Zeit".

23/08/2026

Interview 2/8

Katrin Birner und Stefan Dietl zu ihrem Buch "Mehr Zeit zum Leben, Lieben, Lachen. Über den Kampf um freie Zeit". Erschienen im Unrast Verlag.

21/08/2026

1/8 Letztes Jahr im November feierten wir in Kassel mit Katrin und Stefan die Weltpremiere ihres Buches "Mehr Zeit zum Leben, Lieben, Lachen. Über den Kampf um freie Zeit". Vor der Veranstaltung nutzten wir die Möglichkeit, beide zu ihrem Buch zu interviewen. Hier der erste von insgesamt 8 Clips.

🤝 Workshop mit 4hour-league: Arbeitszeitverkürzung als antifaschistische Forderung? Zum Zusammenhang von Arbeitsgesellsc...
17/08/2026

🤝 Workshop mit 4hour-league: Arbeitszeitverkürzung als antifaschistische Forderung? Zum Zusammenhang von Arbeitsgesellschaft und autoritärer Formierung

⏰ Wann? Samstag, 22. August ab 15:00 Uhr
📍 Wo? Kassel, Kulturzentrum Schlachthof Kassel , Raum 2

💬 "Was hat der Kapitalismus mit autoritärer Formierung zu tun? Diese Frage bearbeitet der Workshop aus Perspektive der Arbeit. Das Leben und der Alltag der großen Mehrheit der Menschen ist davon bestimmt, dass sie ihre Arbeitskraft verkaufen müssen. Werktag für Werktag, Jahr für Jahr, werden sie gefordert und müssen die vielfältigen Zumutungen der Lohnarbeit ertragen. Dabei sind sie einem kapitalistischen Normalvollzug, der undemokratisch organisiert ist und ihre konkreten Bedürfnisse ignoriert, unterworfen. Diese Zumutungen bringen in ihrer Form als Autoritäts- und Herrschaftsverhältnisse autoritäres Denken hervor und befeuern die Entstehung autoritär rechter Bewegungen. Dieses Verhältnis werden wir in unserem Workshop am Beispiel des Nationalsozialismus beleuchten.

Dabei werden wir uns mit dem nationalsozialistischen Arbeitsethos auseinandersetzen, das Arbeit wesentlich als Selbstzweck, als sittlich-moralisches Gebot und vor allem als Aufopferung für die Volksgemeinschaft begriffen hat. Wir werden sehen, dass ein spezifisches Verständnis von Arbeit zu antisemitischer, antiziganistischer und sozialchauvinistischer Ausgrenzung und Vernichtung führte und sich heute aktualisiert in autoritären Bewegungen und Ideologien wiederfindet. Vor diesem Hintergrund werden wir uns mit radikaler Arbeitszeitverkürzung auseinandersetzen. Auch weil diese Forderung den deutschen Arbeitsethos und Vorstellungen, wonach wir Unternehmer:innen unserer Selbst sein sollen, zurückweist, eröffnet sie Wege für ein Verständnis menschlicher Wertigkeit, das nicht um Arbeit zentriert ist."

Die Anmeldung für und die Teilnahme an den Workshops sind kostenlos.

Mehr Infos: https://nachdemrechtensehen.de/

Für den 26.09. mobilisieren der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften für einen bundesweiten Aktionstag zur Rettung des ...
13/08/2026

Für den 26.09. mobilisieren der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften für einen bundesweiten Aktionstag zur Rettung des Sozialstaats. Auch wir werden an diesem Tag auf die Straße gehen und rufen zur Teilnahme an den Protesten auf. Die Angriffe von Regierung und Kapital auf unser Leben und unsere soziale Absicherung dürfen nicht unbeantwortet bleiben. Der Klassenkampf von oben trifft all jene besonders hart, denen es in unserer Gesellschaft ohnehin schon schwer gemacht wird.

Gemeinsam gegen Verarmung und Prekarisierung, gemeinsam gegen die Verschärfung der Konkurrenz!

Richtig bleibt aber auch:
Nur verteidigen reicht nicht, schon der jetzige Zustand ist eine Zumutung. Kämpft mit uns für echte soziale Absicherung und ein gutes Leben für alle. Kämpft mit uns für Kooperation und Solidarität, gegen Konkurrenz und Ellenbogen. Kämpft mit uns für bewusste Entscheidungen über Produktion und gesellschaftliche Prozesse – ausgehend von unseren Bedürfnissen – und gegen die blinde Macht des Kapitals. Kämpft mit uns für weniger Lohnarbeit und mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge.

Gemeinsam für den 4-Stunden-Tag, bei vollem Lohn- und Personalausgleich, bezahlt vom Kapital!

Für die Berliner Gazette haben wir einen Beitrag über Zeit und Demokratie im Kapitalismus und die Kämpfe um eine demokra...
06/07/2026

Für die Berliner Gazette haben wir einen Beitrag über Zeit und Demokratie im Kapitalismus und die Kämpfe um eine demokratische Aneignung von Zeit geschrieben. Den ganzen Text findet ihr im Rahmen der Deep Democracy Reihe auf der Website der Berliner Gazette.

Link in den Kommentaren

****SAVE THE DATE*****Utopie beginnt mit der kritischen Negation ihrer Zeit. Insofern ist es kein Wunder, dass Arbeit hi...
03/07/2026

****SAVE THE DATE*****

Utopie beginnt mit der kritischen Negation ihrer Zeit. Insofern ist es kein Wunder, dass Arbeit hier immer eine große Rolle gespielt hat: Ob nun die Utopier im Roman Utopia von 1516 nur noch 6 Stunden am Tag arbeiten, weil sie vernünftig planen, oder Teilnehmenden an der Siedlungsutopie New Harmony 1825 Arbeitsersparnis durch Kooperation versprochen wurde. Aber gehen nicht spätere Ideen über attraktive Arbeit noch darüber hinaus? In diesem Zusammenhang ist zu bedenken, dass wir es bei heutigen Zukunftsutopien einerseits nicht mehr mit Insellösungen zu tun haben und andererseits angesichts des ökologischen Desasters unserer Zeit auch unerfreuliche Aufräumarbeit ansteht. Im Vortrag wird daher argumentiert, dass auch die geringere Quantität von Arbeit in eine utopische Qualität umschlagen kann, wenn auch Zeit für Care, Beratung, Kultur und Muße mitbedacht wird. Darüber wird an diesem Abend vorgetragen und diskutiert werden.

Der Zugriff des Kapitals auf die Ware Arbeitskraft wird intensiviert: Zum Inkrafttreten der neuen „Grundsicherung“Schon ...
02/07/2026

Der Zugriff des Kapitals auf die Ware Arbeitskraft wird intensiviert: Zum Inkrafttreten der neuen „Grundsicherung“

Schon bisher ist das Leben für Menschen im Bürgergeldbezug vielfach durch Verzicht, Ausgrenzung und Schikane geprägt. Mit den seit dem 01.Juli gültigen Verschärfungen wird sich die Lage vieler Betroffener noch deutlich verschlechtern, es drohen schärfere Sanktionen, Arbeitszwang und existentielle Not. Diese Politik ist ideologisch getrieben und führt zu keinem der propagierten Ziele. Viele, gerade junge Menschen, finden derzeit keinen Job, Stellen werden abgebaut und gestrichen, das Kapital steckt in einer tiefen Verwertungskrise. Wozu sanktionieren? Sanktionen schaffen keinen einzigen Arbeitsplatz, sie sorgen für Demütigung, Desillusionierung und Abkehr. Wer noch irgendetwas findet, nimmt jeden noch so beschissenen Job an, um dem System des Drangsals zu entgehen. Denn im Kapitalismus bleibt Arbeitslosigkeit immer noch das größere Grauen. Damit drückt die sinkende Grundsicherung auch auf das allgemeine Lohnniveau und verschlechtert die Verhandlungsposition der Lohnabhängigen – wer Ansprüche stellt, droht schlicht ersetzt zu werden, weil die nächste Person in der Arbeitsmarktkonkurrenz schon längst in der Reihe steht. Das Inkrafttreten der neuen Grundsicherung bekommen wir mittelfristig also alle zu spüren.

Die Verschärfung des Bestrafungsregimes in der Mindestsicherung seitens der Politik erfolgt in einem ideologischen Umfeld, in dem Arbeitslose über alle Klassengrenzen hinweg als faule, arbeitsunwillige Betrüger:innen gelten. Dahinter steht eine übersteigerte Fixierung auf Leistung und der Aberglauben, dass in unserer Gesellschaft individuelle Leistung mit Aufstieg belohnt und Leistungsverweigerung mit Abstieg bestraft werde. Hart zu uns und hart zu anderen sollen wir unser Glück selbst schmieden - Ellenbogen gegen Ellenbogen. Eine rohe Bürgerlichkeit ist in den mittleren und oberen Klassen allgegenwärtig - bis in den Medienbetrieb hinein. Die Entsolidarisierung mit den Deklassierten dominiert, jeder Anflug von Menschlichkeit wird unterdrückt. In diesem Umfeld gedeiht ein aggressives, autoritäres Strafbedürfnis. Statt Armut werden die Armen bekämpft. Keine Maßnahme gegen die als faul und arbeitsunwillig Markierten erscheint als zu blöde oder zu erniedrigend. Das öffentliche Sinnieren über eine Arbeitspflicht erntet Applaus statt Empörung. Um „unsere Wirtschaft“ zu retten sollen wir uns unterordnen und akzeptieren, dass unsere Bedürfnisse, unsere Gesundheit, unser Wohlergehen und unsere erkämpften Rechte nicht mehr von Belang sind.

Den Zugriff des Kapitals auf die Ware Arbeitskraft noch weiter zu intensivieren – das steckt im Kern der „Reformen“, die auf uns einprasseln. Von den Kürzungen im Gesundheitsbereich über die Anhebung des Renteneintrittsalters bis zu Schleifung des 8-Stunden-Tags. Dabei nimmt es die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD in Kauf, sich über die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts hinwegzusetzen, das 2019 die besondere Schutzwürdigkeit der Sicherung der physischen Existenz festgestellt hat.

Den umfassenden Angriffen von Politik und Kapital auf unser Leben müssen wir uns entgegenstellen, Widerspruch und Protest organisieren und bündeln. Wir halten fest an der konkreten Utopie einer radikalen Arbeitszeitverkürzung und eines 4-Stunden-Tags für alle. Statt Zwang zur Arbeit, statt Erniedrigung und statt der zerstörerischen Konkurrenz eines „alle gegen alle“, wollen wir als Gesellschaft darüber entscheiden, welche Tätigkeiten gesellschaftlich notwendig sind, wie wir Bildung, Sorgearbeit, Erziehung gerecht organisieren, was und wie wir produzieren wollen, wie wir arbeiten und leben. Wir wollen Zeit, die uns gehört.

Bleiben wir unflexibel, verbunden im Kampf für das gute Leben.

Adresse

Mombachstraße 10-12
Kassel
34127

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