19/05/2026
Lajula in Pfaffenhain 2026 Teil 2
Nach einer sehr kalten Nacht waren am Samstag (16.05.2026) dennoch alle schon relativ früh wach und genossen die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Tages. Anschließend ging es zum Frühstück.
Für den Tag teilte sich die Gruppe auf. Die Jugendgruppe nahm am Landesjugendwettkampf teil. Dieser wurde in diesem Jahr nicht mehr gleichzeitig auf einem festen Gelände ausgetragen, sondern als Rundweg mit mehreren Stationen organisiert, an denen unterschiedliche Aufgaben bewältigt werden mussten. Durch dieses neue Konzept gab es allerdings keine Möglichkeit für Zuschauer. Daher unternahmen alle, die nicht zur Wettkampfmannschaft gehörten, einen Ausflug durch das Erzgebirge.
Die Wettkampfmannschaft bestand aus sechs Junghelfern, einer Bahnbetreuerin sowie einer moralischen Unterstützung. Im Laufe des Vormittags stieg die Aufregung immer weiter an und letzte Dinge wurden nochmals besprochen. Eigentlich sollte es schon etwas früher losgehen aber aufgrund von Verzögerungen verschob sich der Start mehrfach. Gegen 12 Uhr war es schließlich soweit: Die Mannschaft wurde mit einem Shuttle zum Startpunkt gebracht.
Auf dem rund 3,5 Kilometer langen Rundweg warteten insgesamt fünf Stationen mit verschiedenen Aufgaben. Dazu gehörten unter anderem das Einbinden einer Person in eine Krankentrage, der Aufbau einer Stromversorgung, das Binden eines Kreuzbundes und eines Ankerstiches, die Inbetriebnahme eines Mehrzweckzuges, das Benennen von Holzwerkzeugen sowie Grundlagen der Ersten Hilfe.
Zusätzlich zog sich eine besondere Aufgabe durch alle Stationen: Am Ende sollte aus selbst angefertigten Einzelteilen eine Waage entstehen. Deshalb mussten an den verschiedenen Stationen Teilaufgaben erledigt werden, beispielsweise das Ablängen einer Gewindespille, das Zuschneiden eines Holzstücks, der Umgang mit dem Stechbeitel oder das Kürzen von Ketten. Die gefertigten Teile wurden bis zur letzten Station transportiert und dort schließlich zusammengesetzt. Danach war der Wettkampf beendet und die Mannschaft kehrte zurück ins Lager.
Währenddessen machten sich die übrigen Teilnehmer auf den Weg zu einem Ausflug durchs Erzgebirge. Zunächst ging es zu den Greifensteinen. Nach einer kurzen Wanderung mit einigen Höhenmetern führte der Weg vorbei an der Stülpnerhöhle durch den Wald wieder zurück zum Aussichtspunkt auf den Greifensteinen. Dort bot sich ein beeindruckender Ausblick. Nach einer kurzen Mittagspause ging es weiter zu einer Burgruine, von der aus man ebenfalls eine wunderschöne Aussicht genießen konnte.
Anschließend führte der Ausflug weiter auf den Scheibenberg, wo wir einen Wettbewerb in Kettensägenkunst anschauten. Alle Teilnehmer hatten eine Kategorie gezogen und mussten innerhalb einer Stunde mithilfe von Kettensägen eine passende Skulptur anfertigen. Zu Beginn stand vor jedem lediglich ein einfacher Holzklotz, doch mit beeindruckender Präzision entstanden in erstaunlich kurzer Zeit detailreiche Figuren und Kunstwerke. Nachdem der Wettkampf beendet waren, ging es für uns zurück zu den Fahrzeugen und weiter zum letzten Programmpunkt des Tages.
Dieser führte in die Nähe von Zwönitz zur Fuchsbrunnbrücke – einer alten Bahnbrücke, die heute als „Lost Place“ gilt. Der Weg dorthin führte über sehr nasse Wiesen und durch ein kleines Waldstück. Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto trat die Gruppe den Rückweg zu den Fahrzeugen und anschließend zurück ins Lager an.
Dort angekommen ging es für alle gemeinsam zum Abendessen. Auf dem Speiseplan standen Nudeln mit Bolognese.
Gut gestärkt folgte anschließend die Siegerehrung des Wettkampfes. Die Spannung stieg immer weiter, denn niemand wusste, welcher Platz am Ende erreicht worden war. Nachdem zunächst die tschechischen Gastmannschaften sowie die Sieger aus Thüringen geehrt worden waren, folgte schließlich die Wertung der sächsischen Mannschaften. Die Mannschaft aus Kamenz belegte einen tollen 7. Platz. Stolz nahm die Wettkampfmannschaft den Pokal auf der Bühne entgegen und ließ sich feiern. Sieger aus Sachsen wurde letztendlich der OV Bautzen – herzlichen Glückwunsch!
Nach der Siegerehrung begann der Abschlussabend mit DJ und Musik. Die Tanzfläche war gut gefüllt. Andere nutzen die Freizeit für Verstecken spielen mit Funkgeräten oder für gemütliches Beisammensitzen und den obligatorischen Petromax Workshop. Gegen 23:30 Uhr kehrte schließlich Nachtruhe ein.
Sonntag (17.05.2026)
Nach einer etwas wärmeren Nacht waren dennoch alle froh, dass am Morgen die Sonne schien und etwas wärmte. Der Abreisetag war angebrochen. Nach dem Frühstück begann direkt der Abbau der Zelte, Feldbetten, Pavillons und der restlichen Ausrüstung. Nachdem alles auf dem Anhänger und Fahrzeugen verstaut war, ging es wieder Richtung Heimat.
In Kamenz angekommen mussten viele Gegenstände aufgrund der Feuchtigkeit nochmals ausgebreitet und getrocknet werden. Nachdem alles getrocknet war, konnte es verstaut werden und gegen 13 Uhr wurde das Lager offiziell beendet.
Ein großes Dankeschön an alle, die zum Gelingen des Lagers beigetragen haben!