Oderbruch

Oderbruch Auf dieser Seite wird das Oderbruch, eine der schönsten Landschaften Deutschlands, in Bild und Schrift vorgestellt.

Ein paar Gedanken zur Europa-BrückeWir schreiben den 24. August 1980. Ein Sonntag. Das nasskalte, eher spätherbstliche a...
09/10/2024

Ein paar Gedanken zur Europa-Brücke

Wir schreiben den 24. August 1980. Ein Sonntag. Das nasskalte, eher spätherbstliche als spätsommerliche Wetter lädt nicht gerade zu einem Moped-Trip durchs Oderbruch ein. Zusammen mit ein paar Kumpels, hat es mich an dem besagten grauen Sonntag dennoch hinaus getrieben. Unsere letzten Ferien neigten sich dem Ende zu. Eine Woche später würden wir, über die halbe (damalige) DDR verstreut, unsere Lehrausbildungen beginnen. Natürlich jeder für sich! Ein neuer Lebensabschnitt kündigte sich an. Daher hieß es, noch einmal die Freiheit zu genießen.

Wir fuhren von Zelliner Loose aus. einfach den Oderdamm entlang gen Norden. Vorbei an Güstebieser Loose bis nach Zollbrücke. Bis dahin kannten wir uns aus. Hinter Zollbrücke schimmerten plötzlich diffuse Lichter im grauen, den Tag vorzeitig enden lassenden Nieselregen.

Zunächst glaubten wir eine Baustelle vor uns zu haben. Doch die Baustelle sollte sich als eine imposante Stahlbrücke erweisen. Staunend nahmen wir das "Monstrum" in Augenschein. Betreten konnte man die Brücke nicht. Ein Stacheldrahtbewehrter Zaun verwehrte den Zutritt. Der neben dem "verrammelten" Eingang aufgestellter, mit einem metallenen DDR-Wappen versehener, schwarz-rot-goldener Grenzpfahl verlieh dem Bauwerk einen ungemein amtlichen Touch. Auch ohne den Anblick bewaffneter Wachposten wusste jeder DDR-Bürger, dass er keinesfalls über den Zaun klettern sollte.
Warum auch? Polen, dass Land dahinter, erschien uns trotz der geographischen Nähe, fern und fremd. Die "Oder-Neiße-Friedensgrenze" war nicht für völkerverbindende Begegnungen gedacht. Sie wurde ihren Namen genauso wenig gerecht, wie jener nasskalte Sonntag.
Die auf der Brücke verlegten Schienen wirkten völlig deplatziert. Warum sollten ausgerechnet hier Züge über die Oder rollen? Ich erfuhr erst später von dem " tieferen Sinn" dieser ausschließlich militärischen Zwecken dienenden Brücke. Dass heißt, im eigentlichen Sinn diente die Brücke den Großteil der Zeit nichts und niemanden. Ihre "große Stunde" sollte erst in einem, wie auch immer gearteten, "Ernstfall" schlagen. Die Brücke war sozusagen ein "Schläfer".
"Aufgeweckt" wurde die "schlafende Brücke" auch nach dem Ende der DDR nicht. Zaun und Stacheldraht durften sich ebenfalls über eine Wiederverwendung im geeinten Deutschland freuen. Anders als noch kurz zuvor, erschienen "Zaunkletterer" und "Stacheldraht-Verweigerer" plötzlich real zu werden. Die Leute wollten plötzlich jedoch nicht mehr raus aus unserem schönen Land, sondern herein. Viele aus denselben nachvollziehbaren Gründen, die kurz zuvor etliche nun mehr Ex-DDR Bürger aus eben diesen Land getrieben haben. Was sie nun allerdings geflissentlich verdrängten.
Auch diese Zeit ist mittlerweile Geschichte. Ein Teil der Staaten aus denen damals die "Zaunkletterer" kamen, gehören heute selbst zur "Europäischen Union". Bis zum endgültigen Verschwinden des Stacheldrahtes und des Sperrzauns vergingen noch etliche Jahre.
Wer hätte 1980 geglaubt, dass diese Brücke einmal unseren Kontinent im Namen tragen wird? Wer hätte geglaubt, dass man im Jahr 2024 einfach so über die Brücke ins Nachbarland und wieder zurück laufen kann? Wer hätte geglaubt, dass sich Deutsche und Polen völlig unbefangen auf dieser Brücke begegnen, als wäre es das normalste dieser Welt?
Ich bin mir sicher, dass sich die allermeisten DDR-Bürger im Jahr 1980, über diese Zukunftsaussichten ehrlich gefreut hätten. Weit weniger Freude hätte die Mitteilung über die scheinbar stetig wachsende Anzahl von "Kleingeistern" ausgelöst, die im Jahr 2024 das Comeback für Zäune und Stacheldraht, nicht nur an dieser Brücke sondern an der gesamten deutsch-polnischen Grenze, fordern. Was sie dazu wohl gesagt hätten? Ganz einfach: O je-die Dummheit wird wohl auch in der Zukunft nicht aussterben!

Es gibt Momente im Leben, die vergisst man nicht. Für mich gehört die Nacht vom 02. auf den 03. Oktober 1990 unzweifelha...
03/10/2024

Es gibt Momente im Leben, die vergisst man nicht. Für mich gehört die Nacht vom 02. auf den 03. Oktober 1990 unzweifelhaft dazu. Damals habe ich noch in Manschnow, in der dortigen Kirchstraße gewohnt.
Um 23:58 Uhr habe ich am 02. Oktober 1990 meine Wohnung nach draußen verlassen. Noch als Bürger der DDR. Als ich wenige Minuten zurückkehrte, war ich zum Bundesbürger mutiert. Zumindest theoretisch. Praktisch lag bis dahin noch ein weiter Weg vor mir.
Ungeachtet der vorherrschenden Unsicherheit und den enormen Zukunftsängsten die der Untergang eines Staates zwangsläufig mit sich bringt, war es trotzdem ein erhabenes Gefühl, einen derart bedeutenden historischen Moment live mitzuerleben. Wenn auch völlig allein, auf der dunklen Kirchstraße.
Punkt 00:00 Uhr wehte der Wind von den Nachbarorten das Geläut der Kirchenglocken herüber. Ab und an stiegen einige Feuerwerkskörper in den wolkenverhangenen Nachthimmel. Ansonsten herrschte in Manschnow absolute Stille. Die Euphorie der Herbstereignisse des Vorjahres war einer Phase des Nachdenkens und eben auch verschiedenen Unsicherheiten gewichen.

Mal ehrlich: rein fototechnisch gesehen, ist so ein Hochwasser ein Gewinn. Wenn, ja wenn die anderen Begleitumstände nic...
22/09/2024

Mal ehrlich: rein fototechnisch gesehen, ist so ein Hochwasser ein Gewinn. Wenn, ja wenn die anderen Begleitumstände nicht wären.
Grund zur Panik besteht zumindest noch nicht. Besorgt kann man dennoch sein. Was ja auch normal ist.
Wenn wir das ganze ohne größere Schäden und Verluste überstanden haben - wovon auszugehen ist - wäre das doch ein passender Anlass, über die Zukunft nachzudenken. Vielleicht nicht mal über die eigene, wohl aber über die unserer Kinder und Enkel. Denn was wir hier heute in immer geringeren zeitlichen Abständen erleben, ist nur ein müder Vorgeschmack auf kommende, weitaus schlimmere Katastrophen.
Die von eigenen Zeitgenossen permanent angezweifelte oder als " politisch indoktriniert" verteufelte Wissenschaft hat bereits vor Jahrzehnten darauf hin gewiesen.
Ok-wie wäre es denn, wenn sich die Verantwortungsträger langsam aber die notwendigen Schlussfolgerungen ziehen und endlich die passenden Maßnahmen einleiten?
Zum Beispiel, den Vorfluter in Küstrin-Kietz endlich von dem vielen Sand der sich dort seit Jahrhunderten angehäuft hat, zu befreien?
Warum wurden die Deiche noch nicht, wie nach dem letzten Hochwasser erwogen, zurückgesetzt? Je mehr sich die Oder ausbreiten kann, desto geringer ist die Gefahr eines Deichbruchs.
Hochwasser ist aber nur ein Problem von vielen. Möglicherweise nicht einmal das vordergründigste. Mindestens genauso so gefährlich für die Landschaft des Oderbruchs und die hier lebenden Menschen sind die langen Trockenphasen und der damit zusammenhängende Wassermangel. Warum wurde derart gegen die Pläne des NABU Feuchtgebiete zu schaffen um der Trockenheit etwas entgegen zu setzen, derart polemisiert? Das Oderbruch braucht Ackerland, keine Moore. Als ob irgend jemand etwas anderes behauptet hätte!

Hochwasser-Au weia!?Ich hatte gestern eine "virtuelle Diskussion" mit jemanden aus der Fraktion, die mit der Wissenschaf...
17/09/2024

Hochwasser-Au weia!?

Ich hatte gestern eine "virtuelle Diskussion" mit jemanden aus der Fraktion, die mit der Wissenschaft auf dem Kriegsfuß stehen. Nun bin ich auch nicht gerade ein Wissenschaftler, Gelehrter oder was auch immer. Bei mir hat es leider nur zum Polizeibeamten gereicht. Immerhin, besser als nix.

Obwohl ich eher ein Durchschnittsbürger bin, geht mir dass ständige. bei manchen offenbar zum guten Tom gehörende Anzweifeln oder ins Lächerliche ziehen wissenschaftlicher Aussagen, tierisch auf die Nerven.

Und jetzt zu dem besagten "Diskutanten". Er war der Meinung, dass die gegenwärtige Hochwasserkatastrophe in unseren Nachbarländern, die uns in abgeschwächter Form womöglich demnächst ebenfalls ins Haus steht, nichts mit dem Klimawandel zu tun hat. Zum Beweis, zählte er mir die Hochwasserlagen 1981/82, 1997 und 2010 auf. Hochwasser hat es an der Oder demnach schon immer gegeben, Also, nichts mit Klimawandel! Als ich ihm sagte, dass er keine Ahnung hat, war die Diskussion für ihn beendet.

Ganz so will ich das aber nicht stehen lassen. Auf dem ersten Blick hat mein "Gegner" von gestern sogar Recht! Hochwasser hat es tatsächlich schon immer gegeben. Nicht nur, aber eben auch an der Oder.

Ein Hochwasser ist per se nichts schlimmes oder bedrohliches. Hochwasser sind vielmehr wichtige Bestandteile der Natur. An der Oder gab es regelmäßig ein Frühjahrshochwasser und im Juni / Juli, ein zweites, das so genannte "Johannihochwasser".
Die Ereignisse sorgten für grüne Wiesen im Odervorland. Zu den Nutznießern gehörten, neben Reihern und anderen Tieren, nicht zuletzt auch die Angler. Denn die Hochwasser der Oder sorgten dafür, dass die kleinen Vorlandgewässer, im Volksmund "Oderlöcher" genannt, immer gut gefüllt waren.
Kurzum: Hochwasser ist gleichbedeutend mit Leben und Artenvielfalt!
Sicher-unter bestimmten Umständen konnte ein Hochwasser auch buchstäblich Lebensgefährlich werden! In den Chroniken des Oderbruchs finden sich einige Beispiele dafür, welches Leid außer Kontrolle geratene Naturkräfte anrichten können. Wer im Oderbruch lebt, der muss sich diesen Gefahren stets bewusst seiSeit einiger Zeit scheint der natürliche Rhythmus an der Oder und anderswo, aus dem Takt gekommen zu sein. Die Flüsse führen oftmals das ganze Jahr über Niedrigwasser. In vielen Oderlöchern ist der Fischbestand arg geschrumpft. Andere sind sogar das ganze Jahr über trocken. Weil selbst in den Bergen immer weniger Schnee fällt.
An die Stelle der normalen, für die Tier und Pflanzenwelt hochwichtigen, für die Menschen jedoch in der Regel ungefährlichen Hochwasser, sind Extremereignisse wie wir sie in diesen Tagen wieder einmal erleben müssen, getreten.
Ganz ehrlich Man muss schon ein mächtiges Brett vor dem Kopf haben, um solche Katastrophen als "völlig normal" zu betrachten oder mit dem Prädikat " das hat es früher auch schon gegeben", abzutun.
Gut-es mag " in sein", klüger als die Wissenschaft sein zu wollen. Manche fühlen sich dabei sogar als "mutige Widerstandskämpfer". Ohne zu merken, dass sie eigentlich nur Mitläufer sind. Wir Deutsche haben bekanntlich Erfahrung, "falschen Propheten" nachzulaufen.
Ich gebe jedoch die Hoffnung nicht auf, dass irgendwann selbst der hartnäckigste Wahrheitsverweigerer merkt, dass der Klimawandel und dessen Auswirkungen verdammt real sind. Ein Grund zur Panik ist der Klimawandel übrigens nicht. Der Untergang der Welt steht deshalb nicht bevor. Wir müssen uns nur den sich daraus ergebenen Herausforderungen bewusst sein und Gegenstrategien entwickeln. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Kommt gut durch das Hochwasser!

Wo ist es in dieser Welt am schönsten? Natürlich bei uns, im Oderbruch!
10/09/2024

Wo ist es in dieser Welt am schönsten? Natürlich bei uns, im Oderbruch!

Küstriner Vorland- Wie alles begann 3. Teil Im Juni 1997 stimmten die Gemeindevertreter von Küstrin-Kietz dem Vorschlag ...
22/08/2024

Küstriner Vorland- Wie alles begann

3. Teil

Im Juni 1997 stimmten die Gemeindevertreter von Küstrin-Kietz dem Vorschlag einer Fusion mit Manschnow und Gorgast zu. Der 16. Juni 1997 kann getrost in der Geschichte von Küstriner Vorland als historisches Datum angesehen werden.

An jenem Tag fand im Bürgerhaus von Manschnow, die erste gemeinsame Sitzung der Gemeindevertreter von Manschnow, Küstrin-Kietz und Gorgast statt.

Nur die ebenfalls eingeladenen Gemeindevertreter von Bleyen blieben der Veranstaltung fern. Womit sie ihre Ablehnung gegen eine Fusion mit Manschnow, Gorgast und Küstrin-Kietz zum Ausdruck brachten.

An diesem denkwürdigen Abend wurde die Ausarbeitung eines allen drei künftigen Gemeindeteilen gerecht werdender Fusionsvertrag beschlossen. Das letzte Wort über die Union sollte jedoch den Einwohnern in Form einer Abstimmung vorbehalten bleiben.

Das „Kind“ sollte natürlich auch einen passenden, auf die regionalen Besonderheiten zugeschnittenen Namen erhalten. Der von einem Gemeindevertreter aus Küstrin-Kietz erhobene Vorschlag, die Großgemeinde Küstrin zu nennen, fiel bei den anderen Orten durch. Manschnow und Gorgast gehörten nun einmal zu keinem Zeitpunkt zu der ohnehin seit 1945 nicht mehr existierenden Stadt Küstrin.

Zum großen Verdruss der „Küstrin-Fanatiker“ konnte sich die überwiegende Mehrheit der Gemeindevertreter mit dem Namen „Küstriner Vorland“ sofort anfreunden. Eine entsprechende Probeabstimmung bestätigte den Eindruck unmittelbar.

Hauptamtsleiter Guntram Glatzer mahnte die Abgeordneten zur Eile. Sollte die in allen drei Ortsteilen vorgesehene Fusionsabstimmung nicht bis Ende August 1997 über die Bühne gegangen sein, ansonsten konnte das Innenministerium den avisierten Termin der Bildung der Großgemeinde Küstriner Vorland, am 31.12. 1997, nicht einhalten. Außerdem mussten mindestens 25 % der stimmberechtigten Einwohner an der Abstimmung teilgenommen haben.

Einen Vorgeschmack auf das kommende, bekamen die Abgeordneten bei der Diskussion über den Entwurf des Fusionsvertrages. Besonders an der Art und Weise der zukünftig durchzuführenden Investitionen entfachte sich ein heftiger Streit. Harmonie und Lokalpolitik passen nun einmal nicht zueinander.
Am Sonntag den 31.08. 1997 sollten die Bürger von Manschnow, Küstrin-Kietz und Gorgast, an die Urnen treten, um über das Zusammengehen abzustimmen.

Wegen des Jahrhunderthochwassers sah es lange Zeit so aus, als ob der Termin, im wahrsten Sinn des Wortes, ins Wasser fällt.
Der Pegel fiel und die Wahl fand wie geplant statt.

Die Wahlergebnisse sahen folgendermaßen aus:
1. Manschnow 465 Ja-Stimmen und 117-Nein-Stimmen (Wahlbeteiligung 52 %)
2. Küstrin-Kietz 256 Ja-Stimmen und 34 Nein-Stimmen (Wahlbeteiligung 39 %)
3. Gorgast 267 Ja-Stimmen und 67-Nein-Stimmen

Parallel zu den Wahlen fanden in den Orten Volksfeste statt, bei denen zum ersten Mal Sticker mit einem Roten Herz und der Aufschrift „I Love Küstriner Vorland“ von Wahlhelfern verteilt wurden. Übrigens müssten die Gemeinden damals tatsächlich noch über ausreichend Gelder verfügt haben. Schließlich wurde auf einer der Veranstaltung sogar eine Reise als Hauptpreis verlost. Heute wohl mehr als undenkbar!

Im Oktober gab das Innenministerium des Landes Brandenburg „Grünes Licht“ für die Bildung der zukünftigen Großgemeinde Küstriner Vorland. Der „scharfe Start“, wie die offizielle Geburtsstunde der Großgemeinde offiziell genannt wurde, sollte allerdings am 01.01. 1998 und nicht etwa am 31.12. 1997 erfolgen! Ordnung muss sein!

Auf die verantwortlichen Lokalpolitiker kam im Vorfeld des Startschusses eine Menge Arbeit zu. Bis es so weit war, gab es noch eine Reihe profan anmutender Dinge zu regeln. Wie sollten die Ortsschilder innerhalb der Großgemeinde aussehen? Für Probleme postalischer Natur sorgte der Umstand, dass es in jedem Ortsteil eine Friedensstraße gibt.

Die Wahl des Bürgermeisters der Großgemeinde sollte im März 1998 erfolgen. Aber schon am 01.01. 1998 sollte der Posten übergangsweise mit einem Vertreter aus den Reihen der bisherigen Bürgermeister besetzt werden. Willi Stellmacher galt sowohl für die Übergansphase als auch nach der Wahl, als „gesetzt“ für das Amt des ersten Bürgermeisters von Küstriner Vorland.

So kam es schließlich auch. Das die Gemeinde damit unmittelbar in ihren ersten, der jungen Verwaltungseinheit bundesweite Bekanntschaft verschaffenden „Stasi-Skandal“ hineinschlitterte, ist schon wieder eine ganz andere Geschichte.

Ende

Hallo an alle!Dieses Veranstaltung ist sicherlich für alle interessant, die das Besondere mögen. Was man eben nicht jede...
22/08/2024

Hallo an alle!

Dieses Veranstaltung ist sicherlich für alle interessant, die das Besondere mögen. Was man eben nicht jeden Tag, schon gar nicht überall und möglicherweise irgendwann überhaupt nicht mehr zu sehen bekommt.

Die Rede ist vom Landesvergleich der Brandenburger Schäfer, die sich unter den Augen einer strengen Jury, gemeinsam mit ihren vierbeinigen Gehilfen, einem ausgiebigen Leistungsvergleich unterziehen.

Die Veranstaltung findet am 07.09. 2024, ab 09:00 Uhr, in der Nähe des Ortseinganges von Reitwein, von der B 112 kommend, statt. Der genaue Veranstaltungsort wird ausgeschildert.

Für das leibliche Wohl der Besucher wird gesorgt!

Küstriner Vorland - Wie alles begann 2. TeilIn dieser Situation schlug einmal mehr die große Stunde des als „bedingungsl...
21/08/2024

Küstriner Vorland - Wie alles begann

2. Teil

In dieser Situation schlug einmal mehr die große Stunde des als „bedingungslosen Machers“ – und auch anderer Dinge wegen – bekannten Bürgermeisters von Manschnow, Willi Stellmacher.

Im August 1996 lud er, gewissermaßen als Vorgriff auf die neuen Strukturen, die Einwohner seines Ortes sowie von Küstrin-Kietz und Gorgast, in das Bürgerhaus von Manschnow, zu einer Informationsveranstaltung ein.

Rhetorisch geschickt, verwies Stellmacher auf die alle Orte gleichermaßen belastende Finanznot. Küstrin-Kietz musste zum Beispiel erst unlängst drei Kindergärtnerinnen entlassen. In einer Fusion sah er die große Chance, die finanziellen Probleme zukünftig gemeinsam in den Griff zu bekommen. Statt drei verschieden ausgestatteter Haushalte, würde es nur noch einen einzigen „großen Topf“ geben, aus dem jeder gleichberechtigt bedient wird. Hat der Mann in diesem Moment tatsächlich selbst daran geglaubt? Oder wollte er einfach nur so schnell wie möglich für vollendete Tatsachen sorgen und seine "persönliche Wunschgemeinde" schaffen? Wir werden es wohl nie erfahren?

Die Gemeindevertreterin Bettina Fortunato, die später für die Partei „Die Linke“ viele Jahre im Landtag saß, wies auf die Möglichkeiten hin, welche sich künftig aus der Zusammenarbeit der Schulen und Vereine in der künftigen Großgemeinde ergeben.

Der Kietzer Gemeindevertreter Friedhelm Schmidt sagte: „Wir sind als letzte Gemeinde damals dem Amt beigetreten. Wir waren skeptisch und ich sage, zu Recht. Uns hat das Amt nichts gebracht. Ich denke, es wird ein anderes Arbeiten sein, wenn es statt zwölf nur noch zwei oder drei Gemeinden gibt.“

Joachim Schütze, seinerzeit Bürgermeister von Gorgast, ergänzt: Wir stehen der Großgemeinde offen entgegen. Ich denke, die positiven Seiten überwiegen. Größere Objekte können kleinere Gemeinden doch schon gar nicht mehr angehen, weil ihnen die Finanzen fehlen. In einer Großgemeinde kann man in jedem Jahr Schwerpunkte setzen.“

Schütze sprach auch eine aus heutiger Sicht unglaubliche Offerte an: „Bei einem freiwilligen Zusammenschluss werden pro Einwohner zusätzliche 100 DM ausgezahlt. Und das zwei Jahre lang.“

Der Tierarzt Dr. Mager mahnte, dass in einer Großgemeinde, wie in einer Ehe, die künftigen Ortsteile auch zusammenpassen sollten.

Die an jenem Abend von dem Gemeindevertreter Fritz Lehmann aus Küstrin-Kietz getätigte Äußerung, wonach „die, die am besten reden können, zukünftig etwas bekommen. Wie es jetzt schon ist“, wird manchen heute als prophetischer Blick in die Zukunft erscheinen.

Amtsdirektor Lehmann warnte ebenfalls vor allzu übersteigerten Erwartungen. Die wirtschaftliche Entwicklung konnte eine wie auch immer geartete Verwaltung, nur sehr bedingt beeinflussen.
Im Oktober 1996 erhitzte ein anderer Vorschlag die Gemüter: Alle zum Amt Golzow gehörenden Gemeinden sollten sich zu einer einzigen Großgemeinde zusammenschließen. Womit die Bezeichnung Großgemeinde eine neue Dimension erhalten hätte. Der Vorschlag verschwand jedoch sofort wieder in der Versenkung. Wo er wohl auch hingehörte.

Fortsetzung folgt

Küstriner Vorland-Wie alles begannSeit über einem Vierteljahrhundert leben wir nun schon in der Großgemeinde Küstriner V...
20/08/2024

Küstriner Vorland-Wie alles begann

Seit über einem Vierteljahrhundert leben wir nun schon in der Großgemeinde Küstriner Vorland. Man hat sich -wie es so schön heißt – daran gewöhnt. Obwohl es dem Gros der Einwohner noch immer nur schwer über die Lippen kommt zu sagen, ich wohne in Küstriner Vorland. Die meisten -ich auch – gegen stattdessen den Namen des betreffenden Ortsteils, Manschnow oder Küstrin-Kietz an. Na und? Auch daran haben wir uns gewöhnt. So richtig glücklich mit dem Namen sind die Bewohner anderer Großgemeinden sicherlich ebenfalls nicht. Wer sagt schon, dass er in „Fichtenhöhe“ oder in „Lindendorf“ wohnt? Damit kann doch kein Mensch etwas anfangen?

Aber habt ihr euch – vor allem die Jüngeren – schon mal die Frage gestellt, wie all das angefangen hat? Zur Beantwortung der Frage müssen wir zurückgehen bis in die Mitte der Neunziger Jahre. Konkret: Bis zum 22.Juli 1996!

Das „liebe Geld“ war schon damals knapp. Die Verwaltungen wurden immer mehr zum Sparen angehalten. Dieser Sparzwang betraf zunehmend auch das noch junge Amt Golzow.

Auf einer turnusmäßigen Beratung der Bürgermeister zum Amt gehörenden Orte, stellte das Ortsoberhaupt von Zechin, ein gewisser Gerd Thieme, seinen Amtskollegen ein sogenanntes Diskussionspapier vor. Thieme, ein aus den „Alten Bundesländern“ stammender, ehemaliger Bundeswehrangehöriger, hatte sich eine jede Menge Gedanken gemacht, wie die bestehenden Verwaltungsstrukturen effektiver und damit sparsamer gestaltet werden können. Allerdings nicht allein. Guntram Glatzer, der Hauptamtsleiter des Amtes Golzow, hatte ihm bei der Ausarbeitung hilfreich zur Seite gestanden.

Das Diskussionspapier sah vor eine grundlegende Neugliederung vor. Die einzelnen Orte sollen miteinander fusionieren, wobei ein Ort als Hauptort und die anderen zu dem Verbund gehörenden Dörfer, als Ortsteile gelten sollten.

Der erste Vorschlag sah folgende mögliche Fusionen vor:
1. Zechin, mit den Ortsteilen Friedrichsaue, Buschdorf und Genschmar ( 1180 Einwohner)
2. Golzow (1165 Einwohner)
3. Manschnow, mit dem Ortsteil Gorgast (2460 Einwohner)
4. Küstrin-Kietz, mit dem Ortsteil Bleyen (1220 Einwohner)
5. Alt Tucheband, mit den Ortsteilen Rathstock und Hahtenow (1060 Einwohner)

Thieme betonte, dass die Mindesteinwohnerzahl einer künftigen Großgemeinde nicht unter eintausend Einwohner liegen sollte. Die Planung berücksichtigte, laut Thieme, die strukturellen Unterschiede zwischen den einzelnen Orten. Dem Raum Manschnow billigte er beispielsweise, wegen der vorhandenen Konzentration an Firmen und anderen Einrichtungen, die Rolle eines künftigen Wirtschaftsstandortes innerhalb des Amtes Golzow zu. Der Ort Golzow selbst, sollte, neben dem Standort der Verwaltung, einziger Schulstandort werden.

Darüber hinaus empfahl Thieme dem Amt Golzow den Umzug in ein anderes Gebäude. Das bestehende empfand er schlicht als nicht Bürgerfreundlich. Seinem eigenem Ort -Zechin- traute Thieme eine künftige Schlüsselrolle bei der weiteren Entwicklung des Tourismus innerhalb des Amtes Golzow zu.

An der Spitze der Großgemeinde sollte ein Bürgermeister stehen, der von Ortsvorstehern und dem Gemeinderat bei seinen „Regierungsgeschäften“ tatkräftige Unterstützung erhält.
Unter den Zuhörern stieß das Papier von Anfang an, auf großes Interesse. Zu denen ihre Unterstützung bei der Realisierung der Ideen signalisierten, gehörte auch der damalige Einwohner und Bürgermeister von Küstrin-Kietz, Siegfried Zühlke. Der Mann verhehlte jedoch nicht, dass die Plan, vor allem in den zukünftigen Ortsteilen, auf Skepsis und Vorbehalte stoßen könnte. Wer wollte schon als Ortsteil „die zweite Geige spielen?“

Siegfried Zühlke wusste aber auch, dass ihm möglicherweise noch aus einer ganz anderen Ecke Gegenwind drohte. Seit dem Abzug der sowjetischen Garnison auf der Oderinsel, träumte man in seinem Ort von dem Beginn einer „Goldenen Zukunft“. Forciert wurden diese Träume von Anfangs regelmäßig erscheinenden Landes -und Bundespolitikern, die den Einwohnern die besagte „Goldene Zukunft“ geradezu in die Hand versprachen. Manch einer wollte das angeblich nie verlorene Stadtrecht wiederhaben und sah am Horizont ein „Küstrin 2.0“ entstehen. Bislang hatten sich die Blütenträume nicht nur nicht erfüllt, sondern ins Gegenteil verkehrt. Die neue Verwaltungsstruktur musste nicht nur den Hardlinern unter den Einwohnern, als endgültiges Eingeständnis einer Niederlage erscheinen.

Immerhin sollte Küstrin-Kietz ein sogenannter Hauptort werden, was durchaus Platz für Visionen beinhaltete.
Skeptiker gab es aber auch unter den anwesenden Bürgermeistern. Brunhild Schalau, seinerzeit Bürgermeisterin von Friedrichsaue und das Dorfoberhaupt von Genschmar, Heinz Wilcke, wollten das Papier erst in den Gemeinderäten diskutiert sehen.

Willi Stellmacher, damals an der Spitze von Manschnow stehend, erhob Einwände gegen Golzow als einzigen Schulstandort. Stellmacher wollte auch viel lieber mit Küstrin-Kietz und Gorgast fusionieren. Womit er unbeabsichtigt die Position seines Amtskollegen Zühlke schwächte, da Küstrin-Kietz in Stellmachers Augen nur die Rolle eines Ortsteiles zustand.

Das Echo der Versammlung erreichte alsbald auch das Landratsamt in Seelow. Bei Gunther Fritsch, dem damaligen Landrat und spätere Präsident des Brandenburger Landtages, rannten die Planer „offene Türen ein“. Das Ziel, die Verwaltung im Golzow „abzuspecken“, war ganz nach dem Geschmack des begeisterten Hobby-Bergsteigers. Ungeachtet einiger „Unkenrufe“, kam die Idee auch innerhalb der Bevölkerung erstaunlich gut an.

Fortsetzung folgt

Falls sich jemand mit dem Gedanken getragen hat, am 28.09. 2024 an der Krimi-Tour teilzunehmen, dem muss leider gesagt w...
19/08/2024

Falls sich jemand mit dem Gedanken getragen hat, am 28.09. 2024 an der Krimi-Tour teilzunehmen, dem muss leider gesagt werden, dass die Tour ausfällt.
Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Wer aber schon jetzt bezüglich des "Projektes Krimi-Tour" der Tourist-Info Oderbruch-Lebuser Land e.V. auf dem Laufenden gehalten möchte, der kann sich gerne als Empfänger unseres Newsletters eintragen.

Wie das geht? Ganz einfach eine E-Mail mit dem Betreff Krimi-Tour an die E-Mailadresse [email protected] senden und schon werdet ihr regelmäßig über diesbezüglichen Neuigkeiten, Veränderungen, etc. in Kenntnis gesetzt.

Sonntagsgrüße aus dem Kietzer Vogelpark
28/07/2024

Sonntagsgrüße aus dem Kietzer Vogelpark

An der Oder bei Güstebieser Loose
09/07/2024

An der Oder bei Güstebieser Loose

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Küstrin-Kietz
15328

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