Kurdisch-Armenische Delegation V.

Kurdisch-Armenische Delegation V. Wir,der Kurdisch-Armenische Delegation V. ,setzen uns für die Minderheiten in der Türkei ein,die seit

Massaker von Sivas [02.07.1993]Am 02.07.1993 kamen in Sivas während eines Kulturfestivals, zu Ehren des Dichters Pir Sul...
30/06/2017

Massaker von Sivas [02.07.1993]

Am 02.07.1993 kamen in Sivas während eines Kulturfestivals, zu Ehren des Dichters Pir Sultan Abdal, 37 Menschen, darunter Kultur-, Musik- und Literaturschaffende alevitischen Glaubens ums Leben. Eine religiös fanatische und aufgebrachte Menschenmenge umzingelte den Austragungsort des Kulturfestivals – das Madımak Hotel in Sivas – und warf Brandsätze gegen das Hotel. Dabei verbrannten 37 Menschen. Obwohl Polizei und Rettungskräfte sofort alarmiert wurden, griffen sie erst Stunden später ein.

Mitten aus der wütend protestierenden Menschenmenge wurden Brandsätze gegen das Hotel geworfen. Da das Hotel aus Holz gebaut war, breitete sich das Feuer schnell aus. Dabei wurden 37 Menschen verbrannt, der Autor Aziz Nesin, dem laut einigen Angaben der Anschlag in erster Linie gegolten hatte, überlebte jedoch leicht verletzt. Wegen der wütenden Menschenmenge draußen vor dem Hotel konnten die Bewohner des Hotels nicht ins Freie, bis sie schließlich vom Feuer eingeschlossen waren. Obwohl Polizei und Feuerwehr frühzeitig alarmiert waren, griffen sie erst nach acht Stunden ein. Das Staatsicherheitsgericht in Ankara kam zu dem Urteil, dass die Menge die Feuerwehr bei den Rettungarbeiten behinderte. Andererseits belegen Zeugenaussagen sowie Videoaufnahmen, wie vereinzelte Polizisten der Menge mithalfen und eine anrückende Armee sich wieder zurückzog

Alevitinnen und Aleviten sind davon überzeugt, dass das Massaker in Sivas nicht nur ein gegen Angehörige alevitischen Glaubens gerichtetes Verbrechen war, sondern ein Verbrechen gegen die Demokratie und die Menschheit. Aus dieser Überzeugung heraus darf dieser Massaker nicht vergessen werden.

Jedes Jahr gedenken Alevitinnen und Aleviten an die Opfer des Massakers von Sivas, indem sie Veranstaltungen und religiöse Andachtzeremonien organisieren.

[Quellen: Antje Harders: Werde ich noch Beethoven spielen können?, Der Spiegel, 30. September 2008
Helmut Peters: Türkischer Botschafter der Klassik, Die Welt, 15. Februar 2009
'Sivas-Massaker' Eine Wunschvorstellung]

Massaker von Smyrna [türk. Izmir] Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und der Niederlage der Achsenmächte, berieten die...
19/06/2017

Massaker von Smyrna [türk. Izmir]

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und der Niederlage der Achsenmächte, berieten die Alliierten auf der Friedenskonferenz über das Schicksal des Osmanischen Reiches bzw. das, was als Türkei davon übrig bleiben sollte. In der Türkei selbst brach die Regierungsgewalt zusammen. Die Alliierten landeten griechische Truppen, die die öffentliche Ordnung aufrechterhalten sollten. Die Griechen machten sich jedoch bei den Türken schnell verhasst. Die griechische Armee hielt Thrakien und den westlichen Teil der asiatischen Türkei unter Kontrolle. Britische, italienische und französische Einheiten waren ebenfalls in der Türkei stationiert.

Mustafa Kemal, der Führer einer türkisch-nationalistisch Bewegung, errichtete im April 1920 eine neue Regierung in Ankara, erreichte einen Abzug der italienischen Truppen aus Anatolien und klärte Grenzfragen mit der Sowjetunion.

Erst im Sommer 1922 kam wieder Bewegung in den Krieg. Kemal hatte seine Herrschaft inzwischen politisch wie militärisch gefestigt. Die Griechen, deren rükwärtige Verbindungen stets gefährdet waren, begannen nun einen langen und verlustreichen Rückzugkampf. Am 11.9.1922 eroberten die Türken Smyrna und massakrieten viele griechische Zivilisten. Kemal marschierte danach auf Konstantinopel, wo noch eine kleine alliierte Garnison stationiert war. Weder Kemal noch die Alliierten wollten einen offenen Konflikt, so dass es zu Verhandlungen kam. Kemal hatte inzwischen das Sultanat für aufgehoben erklärt. Ein neuer Vertrag ersetzte den Vertrag von Sèvres vom 20.8.1919.

Was geschah jedoch seinerzeits 1922 in Smyrna[Izmir] ?

[Warum haben wir Izmir verbrannt? Fürchteten wir etwa, uns vor den Minoritäten nicht schützen zu können, solange die Konaks, die Hotels und Casinos am Cordon standen?] Mit diesen Worten betrieb Falih Rıfkı, Journalist und Zeitgenosse des türkischen Republikgründers Kemal Atatürk, einst Gewissenserforschung.

Ein großer Brand enstand in den ersten Tagen der Eroberung der Türken und Smyrna war ganz in Flammen. Ganze Wohnviertel wurden zerstört, angefangen hat diese Katastrophe im armenischen Quartier, dort fing der Großbrand an und breitete sich weiter aus bis hin zu Kirchen sowie anderen Christlichen Institutionen.Der Handelshafen, damals jenes Juwel der Wirtschaft in Smyrna, wurde den Griechen entrissen.Man duldete von nun an kein Smyrna welches Christlich geprägt war, verschont blieben nur die muslimischen Quartiere.Das Feuer wurde am 13. September 1922, vier Tage nach der Rückeroberung der Stadt, gelegt

Mit der Zerstörung der christlichen Quartiere wurden zudem 400.000 kleinasiatische Christen vertrieben.

Bis heute sprechen die Griechen von der "Kleinasiatischen Katastrophe", die Türken vom "Befreiungskrieg".

Der ''große Bevölkerungsaustausch'' sorgte dafür, dass die Türken einen Schlussstrich zogen und eine über 2500 Jahre alte Geschichte in Smyrna zu ende ging.

1,3 Millionen Griechen mussten das Gebiet der neuen Türkischen Republik verlassen, im Gegenzug wurden 500 000 Muslime aus Griechenland in die Türkei gebracht. In unzähligen Familien ist die Erinnerung an die Zwangsumsiedlung bis heute tief verankert, und nicht selten wirkt sie noch immer traumatisch.

Tagtäglich griffen türkische Soldaten einige griechische und armenische Frauen raus und vergewaltigten sie auf bestailischer Weise.

Nach einem Bevölkerungsaustausch sah dies nicht aus , eher ein militärischer Plan einer Ausrottung. Viele Griechen kamen auf dem Weg in ihre ''neue Heimat'', ums Leben.

Viele wurden schon in ihren Wohnvierteln massenweise umgebracht. Andere wurden besonders gedemütigt und ins offene Meer geworfen, damit sie in ihre Heimat zurück ''schwimmen'', jedoch überlebte kaum einer diese Folter.

In derselben Nacht feierte Mustafa Kemal Atatürk seinen Sieg auf einer Party. Latife Hanum, die neue Frau an seiner Seite faszinierte ihn, und während das Leid der Flüchtlinge sich fortsetzte, tanzte er die ganze Nacht mit ihr.

Mindestens 150.000 Menschen – mehr als ein Fünftel der Bevölkerung in Smyrna - sind umgekommen, darunter die gesamte armenische Bevölkerung, die 35.000 betrug.

Plünderung, Vergewaltigung und Massenmorde waren auf der Tagesordnung der treuen Soldaten von Mustafa Kemal.

Lediglich das türkische Quartier ''Izmir'' blieb von der Schandtat der türkischen Soldaten verschont und gilt bis heute als eine Perle der türkischen Küste.

Smyrna ist und bleibt griechisch!
Kein Mensch wird es schaffen diese Geschichte zu verfälschen!

[Quellen: 2006, "Dies hätte nie geschehen dürfen". Das Smyrna-Tagebuch von Garabed Hatscherian
Ring Trudy, Salkin Robert M., La Boda Sharon. International Dictionary of Historic Places: Southern Europe
Katherine Elizabeth Fleming. Greece—a Jewish history
N. M. Naimark: Fires of Hatred: Ethnic Cleansing in Twentieth-century Europe.
Norman M. Naimark: Flammender Hass. Ethnische Säuberung im 20. Jahrhundert
Sèvres. The Partition of the Ottoman Empire at the Peace Conference of 1919–1920, Ohio 1974, S. 169 ff.; Cemil Bilsel Lozan
Smyrna 1922. Das Tagebuch des Garabed Hatscherian
Paradise Lost: Smyrna, 1922]

Ein schreckliches Kapitel, in der Geschichte der Türken? [Völkermord an den  -Griechen]Der Genozid an den Pontos-Grieche...
08/06/2017

Ein schreckliches Kapitel, in der Geschichte der Türken? [Völkermord an den -Griechen]

Der Genozid an den Pontos-Griechen (1916-1923), mit 353.000 Toten, ist der zweitgrößte dieses Jahrhunderts.

Heute denkt man automatisch, beim Hören des Begriffs Genozid, an die zwei schlimmsten Straftaten unseres Jahrhunderts. Der Genozid an den Armeniern 1915 und das der Juden und Slawen.
Im 20. Jahrhundert kam es auch zu anderen Genoziden. Eines dieser Völker welches alle Formen des Genozids erfahren hat, und zwar von derselben Nation die für den Holocaust der Armenier, die Vertilgung der Kurden und für die Teilung Zyperns verantwortlich ist, ist dass der Pontos-Griechen.

Seit dem Fall von Trapezount 1461, durch die Osmanen, wurde das pontische Volk mit Deportationen, Versklavung, Abschlachtung und anderen menschenverachtenden Methoden konfrontiert. Den Höhepunkt dieser menschenverachtenden Tat krönten die ''Osmanen'' mit dem Genozid an den Pontos-Griechen im Jahre 1916 bis 1923.

Die ''Neutürken'' planten dieses perfide Spiel, schon im Jahre 1908. In diesem Jahr wurden schon Pläne entworfen, um die Pontos-Griechen systematisch aus der Osmanischen Landkarte zu entfernen und ihr Hab und Gut, für sich zu beanspruchen.

Der Pontus war reich an Schätzen, welches den Osmanen gerade Recht kam, um ihre perversion zu rechtfertigen und alle Besitztümer, den Griechen zu entreißen.

Großer Beführworter dieses Verbrechens, war Mustafa Kemal, der diesen Plan von 1919 bis 1923 auch selbst durchführte.

Grund für dieses Verbrechen war es, Kleinasien zu Islamisieren und Bewohner christlichen Glaubens komplett zu assimilieren. Männer wurden ins Arbeitslager verfrachtet. Ältere Menschen, sowie Frauen wurden meist deportiert, in Hoffnung, dass sie den Weg in ihre ''Heimat'' nicht überleben würden. Dörfer wurden verbrannt und Bewohner dieser Dörfer wurden gezwungen zum Islam zu konvertieren. Frauen wurden vergewaltigt und Kinder entführt und manipuliert.

Kirchen, sowie andere Christliche Institutionen wurden entweder zerstört oder zu Moscheen umgebaut.

Die Türken jedoch begründen diese Deportation als ''eigene Schutzmaßnahme'', da sie den Griechen vorgeworfen haben, Waffen von den Russen zu bekommen und einen Aufstand zu planen.

Jedoch ist es Fakt , dass die Deportation hauptsächlich aus älteren Menschen, Frauen und Kindern bestand, was einen Aufstand sehr unglaubwürdig macht.

Am 19.12.1916 und am 2.1.1917 beschreibt der österreichische Botschafter Konstantinopels in Wien die letzten Geschehnisse in Amisos, Pontos[11. Dezember 1916, es wurden 5 griechische Dörfer geplündert und daraufhin verbrannt. Die Bevölkerung wurde vertrieben. 12. Dezember 1916, es werden weitere Dörfer in der Umgebung verbrannt. 14. Dezember 1916, ganze Dörfer werden verbrannt zusammen mit den Schulen und Kirchen. 17. Dezember 1916, in der Periferie von Sampsounta gehen die Plünderungen weiter, es wird vergewaltigt und geschlagen. 31. Dezember 1916, 18 Dörfer sind vollkommen verbrannt worden, 15 zum Teil, etwa 60 Frauen wurden vergewaltigt. Kirchen wurden geplündert.]

Dies alles schreibt der Professor der Universität Makedoniens und Lehrer der Pädagogischen Schule Florinas, Konstantinos Fotiadis in seinem Werk. Natürlich ist dies ein Bruchteil des Ganzen.

[Die Griechen aller Welt und vor allem die Pontos-Griechen setzen sich seit vielen Jahrzehnten dafür ein, dass der Genozid der Pontos-Griechen, international anerkannt wird, wie auch das der Armenier anerkannt wurde welche dasselbe Schicksal ereilte. Man arbeitet mit friedlichen und rücksichtsvollen Methoden darauf hin, dieses Ziel zu erreichen.]

WIR VERGEBEN ABER WIR VERGESSEN DIE BARBARISCHE TAT DER TÜRKEN NICHT!


[Quellen:HHStA Wien, PA, Türkei XII, Liasse 467 LIV, Griechenverfolgung in der Türkei 1916-1918
PAAA (Politisches Archiv des Auswärtigen Amtes), Türkei Nr. 168, Beziehungen der Türkei zu Griechenland, Band 14 und 15, Beobachtungen des Dragomans Schwörbel auf seiner Dienstreise nach Aiwali
Adam Jones: Genocide: A Comprehensive Introduction. Routledge, New York 2006, S. 154–155.
Heather Rae: State identities and the homogenisation of peoples. Cambridge University Press, Cambridge 2002,
Statistik Ökumenisches Patriarchat, 1912. Anmerkung: Die kleinere Bevölkerungszahl 1912 geht auch auf den Verlust von Gebieten zurück.
Taner Akçam: Armenien und der Völkermord: Die Istanbuler Prozesse und die Türkische Nationalbewegung. Hamburger ed. Hamburg 1996, S. 185.]

Gab es einen Völkermord an den   ?Wer nach Dersim kommt, muss sich mit einer Katastrophe der kaum hundertjährigen Geschi...
03/07/2016

Gab es einen Völkermord an den ?

Wer nach Dersim kommt, muss sich mit einer Katastrophe der kaum hundertjährigen Geschichte der Türkei auseinandersetzen, die nicht vergessen werden kann. Es geht dabei nicht nur um die Zahl der Toten, die die Bevölkerung von Dersim als Opfer eines Massakers der türkischen Armee von 1937/38 zu beklagen hatte. Die Zahl ist nicht einmal geklärt und schwankt zwischen 30.000 und 90.000 Toten.Doch kommt es nicht auf die Zahl an, entscheidend ist die Absicht und das Ziel der Zerstörung, der Deportationen und Morde, mit dem dieser letzte große Aufstand der Kurden niedergeschlagen wurde.Es ging nicht nur um die Bekämpfung eines Aufstandes, sondern um die Vernichtung einer religiösen Gruppe der Kurden, der Alewiten, die alle Zeichen eines Völkermords trägt.

Ein kurzer Blick auf die Geschichte lehrt uns, dass es um die Gegenwehr der Kurden gegen die gnadenlose Zwangsassimilierung des jungen türkischen Staates ging. Aufstände der Kurden hatte es bereits im Osmanischen Reich gegeben, die sich von den einzelnen kurdischen Fürsten- und Scheichtümern gegen die Zentralisierungsbestrebungen der osmanischen Herrschaft richteten. Sie konnten sich aber auf keine gemeinsame Idee, keine Massenbewegung stützen und blieben isoliert.Anders nach der Gründung des türkischen Staates 1923, als die Hoffnung der Kurden auf einen unabhängigen Staat, wie er ihnen noch im Vertrag von Sèvres versprochen worden war, in der kemalistischen Assimilierungspolitik wieder unterging. Basierte das System der osmanischen Herrschaft noch auf der Anerkennung der vielfältigen kulturellen, sprachlichen und religiösen Gemeinschaften, so sah Kemal Atatürk seine Aufgabe in der Homogenisierung einer heterogenen Gesellschaft, um eine türkische Nation zu bilden. Dieses Projekt der Türkisierung vertrug sich nicht mit der Anerkennung unterschiedlicher kultureller und ethnischer Identitäten.Nicht nur, dass die kurdische Sprache abgeschafft wurde, die Große Nationalversammlung der Türkei erließ Gesetze – das Gesetz über Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung, das Gesetz über die Generalinspektorate und das Umsiedlungsgesetz –, die systematische Repression und Deportationen sowie Rebellion und Separatismus seitens der Kurden zur Folge hatten.

Nur ein Gebiet widerstand der Kontrolle der kemalistischen Herrschaft, die Region um Dersim, die fast ausschließlich von alewitischen Kurden bewohnt war. Sie war auch die einzige Region, die einen autonomen Status innerhalb der Grenzen der Türkei eingefordert hatte. Um diese letzte Festung der Kurden zu erobern, erließ die Große Nationalversammlung im Dezember 1935 das Gesetz über die Verwaltung von Tunceli, mit dem nicht nur der Name Dersim untergehen sollte. Schon 1931 wird der Oberbefehlshaber der Armee Feldmarschall Fevci Çamak mit den Worten zitiert:

[ „Vorerst soll Dersim wie eine Kolonie betrachtet werden, unter der türkischen Oberhoheit soll das Dersimtum vernichtet und danach dem türkischen Rechtswesen unterworfen werden.“ ]

Seitdem wird dieser Tag als der Beginn des Dersim-Genozids in der kurdischen Geschichte bezeichnet. Deutlicher kann man das Ziel der Operationen gegen Dersim nicht beschreiben, es lautete: Vernichtung der Rafizi, der „Rotköpfe“, mit der die Alewiten gemeint waren. Etliche überlieferte Erinnerungen von Militärs, die an dem Feldzug teilgenommen hatten, sprechen ungeschminkt von dem Auftrag, der ihnen die Vernichtung befahl. Diese wurde mit aller Konsequenz und Grausamkeit durchgeführt. Frauen, Kinder und alte Menschen, die sich in Höhlen versteckt hatten, wurden ausgeräuchert und durch Giftgas getötet. Kinder wurden enthauptet und schwangere Frauen mit Schwertern ermordet. Der kriegerische Mob muss derartige Angst verbreitet haben, dass sich Frauen die Felsen hinuntergestürzt haben sollen, um nicht in die Hände der türkischen Soldaten zu fallen. Zahlreiche Dörfer wurden durch Bombenhagel und Artillerie in Schutt und Asche gelegt.

Heute, im Frühjahr 2016, ist der Polizeistaat Realität geworden. Und zwar nicht nur in der Form der Gedankenpolizei, sondern der militärischen Unterdrückungs- und Zerstörungspolizei gegen die Kurden. Polizei, Gendarmerie und Militär haben in den letzten Monaten in den Städten Diyarbakir/Sur, Cisre, Idil, Silopi und Nusaybin gegen die Bevölkerung Krieg geführt und dabei schwere Kriegsverbrechen begangen.

Der Kampf der Kurden um die Anerkennung ihrer Identität, ihrer Menschen- und Grundrechte, um die Gewährung von Autonomie, Selbstverwaltung und die gleichberechtigte Teilhabe an den sozialen, wirtschaftlichen und politischen Rechten der Gesellschaft dauert nun praktisch seit der Gründung der Türkei im Jahr 1923. Er hat viele Opfer gefordert und ist von vielen Niederlagen geprägt, aber hat auch viele Erfolge zu verzeichnen. Derzeit ist der türkische Staat wieder in Krieg und Barbarei zurückgefallen. Er wird dennoch die Identität und Existenz des kurdischen Volkes nicht vernichten können.

[Quellen: Martin van Bruinessen in: Genocide: Conceptual and Historical Dimensions. Philadelphia 1994, S. 141f
Hans-Lukas Kieser: Der verpasste Friede. Mission, Ethnie und Staat in den Ostprovinzen der Türkei 1839–1938. Chronos, Zürich 2000, S. 411
Günter Seufert: Die Kurden und andere Minderheiten, in: Udo Steinbach (Hrsg.): Länderbericht Türkei. Bonn 2012, S. 238
Rüdiger Alte: Der Aufstand von Dersim 1937/38. In: Finis mundi – Endzeiten und Weltenden im östlichen Europa. Stuttgart 1998, S. 149
Genelkurmay belgelerinde Kürt isyanları. Bd. II, Istanbul 1992, S. 11
Faik Bulut (Hrsg.): Belgelerle Dersim Raporları. Istanbul 1991, S. 148ff.
Paul J. White: Primitive rebels or revolutionary modernisers? Zed Books 2000, S. 79.]

Herrscht die Pressefreiheit nur auf dem Papier, in dem vermeintlich laizistischen Staat Türkei ?Diese Frage stellt man s...
30/06/2016

Herrscht die Pressefreiheit nur auf dem Papier, in dem vermeintlich laizistischen Staat Türkei ?

Diese Frage stellt man sich oft , wenn man die letzten Geschehnisse in der Türkei mitverfolgt hat . Reporter werden für Regierungskritische Beiträge reihenweise vor Gericht für teils mehrere Jahre Gefängnisstrafe verurteilt .

Ein Präzedenzfall dafür ,ist der im Oktober letzten Jahres verurteilte Journalist Hikmet Cetinkaya und seine Kollegin Ceyda Karan . Beide wurden für je 2 Jahren Haft verurteilt . Sie hatten nach dem grausamen Anschlag auf das Pariser Satiremagazin ,,Charlie Hebdo'' , in dem zwölf Menschen ums Leben kamen , sich gewagt dessen erstes Titelbild ihrer Kolumnen abzubilden . Der Cartoon zeigte einen traurigen Propheten Mohammed mit dem Schild ,, Je suis Charlie '' und der Überschrift ,,Alles ist vergeben ''.

,, Das Urteil ist nicht nur wegen der Starfhöhe erschreckend''
Sagte Karan ,, sondern auch , weil es die fortschreitende Islamisierung der Türkei zeigt ".
Karan berichtet zu dem noch ,dass bei der Urteilsverkündung zahlreiche Zuschauer ,, Allahu Akbar " riefen .
Ihren eigenen Unmut machte Karan unmittelbar nach der Gerichtsverkündung auf Twitter Präsent ,, Wir werden das Land nicht in Islamische Gewänder gekleidete Faschisten überlassen ,, .

Dies ist nur einer von vielen Beweisen dafür ,dass die vermeintliche Pressefreiheit ,so wie der Laizismus nur auf dem Blatt und nicht in der praktischen Rechtssprechung in der Republik Türkei herrscht .

[Quellen : Deutsche Presse-Agentur S.356 Ab: 38
Berlin 2015

Frank , Nordhausen ,, auf Erdogans Wunsch "
Frankfurt 2015

Was ist der   Völkermord ? [ ]Der Genozid an den Armeniern, ist einer der schrecklichsten Kapitel, der Osmanischen Gesch...
30/06/2016

Was ist der Völkermord ? [ ]

Der Genozid an den Armeniern, ist einer der schrecklichsten Kapitel, der Osmanischen Geschichte.Bis heute wird diese jedoch großmöglichst verheimlicht und verfälscht.

Die systematischen Vertreibungen, Todesmärsche und Massaker, denen die armenische Bevölkerung des Osmanischen Reiches ab April 1915 ausgesetzt war, werden vielfach als erster Völkermord des 20. Jahrhunderts angesehen. Es handelte sich um ein Jahrhundertverbrechen, das sich während des Ersten Weltkriegs keinesfalls unbemerkt ereignete.
Die Armenier, eine christliche Minderheit im zwar islamisch und türkisch dominierten, aber letztlich multireligiös und multiethnisch strukturierten Osmanischen Reich, gerieten noch im ausgehenden 19. Jahrhundert in die politischen Auseinandersetzungen zwischen Traditionalisten und Reformern.

Deportation:
Zunächst folgten ab Februar 1915 Deportationen der armenischen Bevölkerung aus den umkämpften Gebieten im Osten, die armenischen Einheiten der osmanischen Armee wurden entwaffnet, die Soldaten später ermordet.
Am 27. Mai 1915 erging ein Deportationsgesetz, das im weiteren die Vorgaben für die osmanischen Behörden für den Umgang mit der armenischen Bevölkerung lieferte. Aufhänger des Gesetzes war die Verfolgung Armenier in Kriegszeiten. Der erste Schritt war jeweils die Konzentration der armenischen Bevölkerung in ihren Heimatsgebieten. Ihr persönlicher Besitz war ihnen dabei bereits von Gesetz wegen genommen. Es kam zu Massakern an den solcherart Konzentrierten, zum Teil durch Obrigkeiten bestärkt und ausgelöst, zum Teil spontan durch die ansässige Bevölkerung. Die Überlebenden wurden auf regelrechte Todesmärsche in Richtung syrische und mesopotamische Wüste gezwungen.Diese Märsche waren geprägt von Hunger und Tod.

Todeszahl:
Eine noch im Osmanischen Reich von offizieller Seite mehrfach genannte Zahl beziffert die armenischen Opfer mit etwa 800.000.
Aber man geht von einer Zahl aus die weit über 1,5 millionen geht.

Niemals vergessen , niemals vergessen lassen !





[Quellen:Akçam, Taner: The Young Turks’ crime against humanity. The Armenian genocide and ethnic cleansing in the Ottoman Empire. Princeton 2012

Gottschlich, Jürgen: Beihilfe zum Völkermord. Deutschlands Rolle bei der Vernichtung der Armenier. Berlin 2015

Gust, Wolfgang: Der Völkermord an den Armeniern 1915/16. Dokumente aus dem Politischen Archiv des deutschen Auswärtigen Amts. Springe, 2005]

Dies, ist der erste Post der Kurdisch-Armenische Delegation V. . Wir  möchten mit dieser Seite, auf die Soziale Ungerech...
29/06/2016

Dies, ist der erste Post der Kurdisch-Armenische Delegation V. . Wir möchten mit dieser Seite, auf die Soziale Ungerechtigkeit aufmerksam machen , die seit Jahrzehnten in der Türkei zum Alltag vieler Menschen geworden ist . Andersgläubige und Minderheiten werden seit jeher in der Türkei diskriminiert, ausgestoßen und teils verfolgt .Diese Gräueltaten müssen ein Ende haben ! Wir lassen uns das nicht mehr bieten und machen den Mund auf!

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