24/05/2025
Gestern war der Jahrestag des Inkrafttretens des Grundgesetzes. Der Bundesausschuss der Arbeiterwohlfahrt hat heute getagt und angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen eine Resolution erlassen. Wir teilen sie hier im Volltext.
AWO verurteilt Hass und Hetze gegenüber jungen Menschen
„Jeder hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt.“
Art. 2 GG beschreibt, wofür sich die AWO schon in der Weimarer Republik eingesetzt, von den N***s verfolgt wurde und in der Bundesrepublik aufgebaut hat: Freiheit und Toleranz. Auch die AWO hat dieses Grundgesetz und endlich ein Deutschland mit erkämpft, das es Menschen ermöglicht, in Freiheit zu leben.
Diese Freiheit ist zunehmend in Gefahr!
Das jüngste Beispiel ist die Absage des Christopher Street Day in Gelsenkirchen aufgrund einer abstrakten Gefährdungssituation: Junge Menschen, die friedlich und fröhlich feiern und damit gegen Diskriminierung und Homophobie demonstrieren wollten, mussten aus Sorge und Angst vor Bedrohung ihren Festzug absagen – weil staatliche Gewalt nicht in der Lage war, ihr Demonstrationsrecht sicherzustellen.
Wir bedauern dies und sind in großer Sorge, dass freie Meinungsäußerung und das Recht zu demonstrieren wieder in Gefahr geraten.
Wir stellen uns als AWO ausdrücklich hinter die Organisationen und Teilnehmenden des CSD und erklären uns solidarisch mit ihnen und ihren Zielen!
Wir bekräftigen, dass wir – in Verantwortung gegenüber den Menschen, die unter Unfreiheit gelitten, wegen ihrer politischen, religiösen oder sexuellen Orientierung verfolgt und ermordet wurden – konsequent gegen Rassismus und Unterdrückung und für Freiheit, Demokratie und Vielfalt eintreten werden!