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Solidarität mit der Opposition in Belarus und im Exil!Unter dem Vorwand einer Terrordrohung leitet das Belarusische Regi...
29/05/2021

Solidarität mit der Opposition in Belarus und im Exil!

Unter dem Vorwand einer Terrordrohung leitet das Belarusische Regime ein Flugzeug um, nur um einen Oppositionellen und seine Partnerin gefangen zu nehmen. Zum einen zeigt dies, dass es Lukaschenka nicht reicht mit brutaler Gewalt eine Totenruhe im eigenen Land geschaffen zu haben, sondern dass er nun auch mit aller Macht die Opposition im Exil ausschalten und ruhig halten möchte.
Dies zeigt, dass die Europäische Union erst zu ernsthaftem Handeln zu bewegen ist, wenn ihre eigenen Rechte und die ihrer Bürger*innen betroffen sind. Die staatliche Unterdrückung eines ganzen Landes und dessen Willens reicht dafür offenbar nicht aus. Und sogar jetzt fällt Europa nichts weiteres ein, als sich auf die abgenutzte Spielbuchlösung des Liberalismus zu verlassen, nämlich Sanktionen und verbale Empörung. Erstere werden die logistische Abhängigkeit der belarusischen Bevölkerung vom Lukaschenka-Regime nur erschweren und zugleich das Regime Putins autokratischem Russland noch weiter in die Arme treiben, und sich somit noch weiter von Menschenrechten und Demokratie entfernen.
Die Strohmannargumente, die auch von Teilen der Linken vorgebracht werden, tun also nichts zur Sache. Ja, die erzwungene Landung des Privatflugzeuges des damaligen bolivianischen Präsidenten Morales 2013 musste kritisiert werden und wurde auch kritisiert, aber damit ist die Umleitung eines Passagierflugzeugs per Militärjet, nur um eine unliebsame Person gefangen zu nehmen, keineswegs gerechtfertigt. Nur weil die NATO-Verbündeten ähnliche Verbrechen begangen haben, sollen repressive Regimes in anderen Teilen der Welt nicht das Recht haben, internationale Abkommen (und entsprechend auch die Souveränität anderer Staaten) zu ignorieren.
Letzten Herbst äußerten wir uns zu diesem Thema als Teil eines breiten, großenteils bürgerlichen Bündnisses. Dieses Mal artikulieren wir uns eigenständig. Unsere Forderungen haben wir entsprechend revidiert und ergänzt; ihr findet sie in den Kommentaren.

Wir fodern, mit sofortiger Wirkung:
1. Freilassung aller politischen Gefangenen, inklusive deren, die unter angeblich unpolitischen Vorwänden verhaftet worden sind!
2. Einstellung der politisch motivierten Verfolgung!
3. Anerkennung der politischen Grundrechte (Presse- und Meinungsfreiheit, Petitionsrecht, Versammlungsrecht etc. etc.)!
4. Aljaksandr Lukaschenka soll sein Amt bedingungslos aufgeben!
5. Swetlana Tichanowskaja soll geschäftsführend Lukaschenkas Amt übernehmen - es soll weder eine Lukaschenka-Dynastie entstehen, noch soll Belarus, wie etwa Mali oder Myanmar, in einen andauernden Schwebezustand zwischen Militärherrschaft und einer verfassungsrechtlichen Ordnung geraten!
6. Neuwahlen sollen sobald stattfinden, wie unter Beachtung der Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie möglich ist!
7. Staatskonzerne sollen nach dem Rücktritt Lukaschenkas nicht privatisiert, sondern demokratisiert werden! Wir wollen eine demokratisch sozialistische Welt und somit auch ein demokratisch sozialistisches Belarus. Wir glauben nicht, dass letzteres sofort nach der Absetzung Lukaschenkas realisierbar sein wird, aber wir wollen auch keinen Rückschritt in selbsttäuschende liberale Euphorie und auch keine belarusische Treuhandpolitik unwidersprochen hinnehmen.
8. Es gilt, die inspirierende und vorbildliche Teilnahme der belarusischen Frauen am Widerstand gegen Lukaschenka als Ausgangspunkt für künftige feministische Projekte in der belarusischen Gesellschaft zu nutzen! Mit dem Sturz Lukaschenkas soll das Gefüge des belarusischen Patriarchats ins Wanken geraten!
9. Fremde Regierungen sowie internationale Institutionen sollen die Bewegung gegen Lukaschenka unterstützen, aber sie sollen dies soweit möglich in Zusammenarbeit mit der Widerstandsbewegung tun und auf keinen Fall Maßnahmen einführen, die der Bevölkerung schaden würden!
10. Die geopolitische Dimension dieses Konflikts, und in diesem Zusammenhang vor allem die falsche Dichotomie zwischen Annäherung entweder an Russland oder an die EU, dürfen nicht die Debatten über Herrschaft und über die Gesellschaftsordnung in Belarus selbst überschatten! Die Erreichung der liberalen Demokratie ist kein Ziel an sich; sie konstituiert lediglich einen (obgleich wichtigen) Schritt auf dem Weg in den Kommunismus.

29/04/2021

+++Achtung+++
Die -Partei „Der III. Weg“ hat für Sonnabend, den 01. Mai nun auch Kundgebung in angemeldet. Beginn soll 16:00 Uhr auf dem sein. Wir halten dagegen! Keinen Meter den Faschisten! Kundgebung ab 15:00 Uhr Johannisstrasse,
Wir wissen noch nicht, ob es sich um Ausweichveranstaltung oder Ablenkungsmanöver handelt-wir stellen uns den Faschisten gemeinsam entgegen. Solidarisch & entschlossen. Mit Abstand & Maske. Weitere Infos folgen morgen im Laufe des Tages. Alle zusammen gegen den Faschismus!

10/04/2021

Pandemie nervt! Wir haben keinen Bock auf eine dritte Welle mit vielen Infektionen, Schwerkranken und Menschen, die sterben werden. Wir fordern eine konsequente und solidarische Pandemiebekämpfung, wie wir es auch bereits in unserem offenen Brief formuliert haben: https://gleft.de/4br

Wir rufen alle dazu auf, sich am Samstag am Zero Covid Action Day zu beteiligen. Online oder offline - hauptsache unsere solidarische Botschaft findet Gehör. Mehr Informationen findet ihr hier: https://zero-covid.org/actionday/

In Erfurt findet sogar eine Kundgebung statt. Los geht's um 14 Uhr vor der Staatskanzlei am Hirschgarten. https://www.facebook.com/events/764405154445730/

22/03/2021

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Ramelow, sehr geehrte Ministerinnen und Minister, sehr geehrte Abgeordnete der demokratischen Parteien des Thüringer Landtags,

die Corona-Pandemie wütet seit letztem Jahr durchgehend. Schon über 2 Millionen Menschen sind an den Folgen der Infektion weltweit gestorben und auch hier in Thüringen hat das Virus bereits über zweitausend Menschen das Leben gekostet. Wie in großen Teilen der restlichen Welt kam das Gesundheitssystem besonders um den Jahreswechsel auch hier gefährlich nah an die Grenzen seiner Kapazitäten, wenn diese nicht sogar schon vielerorts überschritten waren. Zu dieser Katastrophe hat unserer Auffassung nach auch die Politik von Bund und Ländern stark beigetragen.

Im „Lockdown light“ mussten immer noch jeden Tag zehntausende Kinder zur Schule und selbst im härteren Lockdown seit Mitte Dezember waren die Notbetreuungen der Schulen in Thüringen brechend voll. Die aktuellen Schulöffnungen in Thüringen waren ein fataler Fehler und müssen umgehend zurückgenommen werden. Zu jeder Zeit mussten unzählige Beschäftigte in die Betriebe, ob sie wollten oder nicht. Einfach zu Hause zu bleiben ist für viele Menschen keine Option. Währenddessen führt die Einschränkung des Privatlebens und der Kultur zu einer Welle an psychischer Belastung und wie immer trifft dies alles zuerst und am meisten marginalisierte Gruppen. Die Arbeitswelt währenddessen bleibt zu einem nicht unwesentlichen Teil unangetastet. Während vielen Menschen ihre Freizeitgestaltung genommen wird, sie vereinsamen oder Schlimmeres, begeben sich jeden Tag noch immer Zehntausende in Gefahr, sich am Arbeitsplatz oder im Klassenzimmer anzustecken und damit auch das Virus weiter zu verbreiten. Das Gesundheitssystem währenddessen kommt kaum hinterher und ist – wie sie selbst zu Beginn dieses Jahres sagten, Herr Ramelow – am Limit! Und einer dritten Welle durch diverse Mutationen des Virus, die Wissenschaftler*innen prognostizieren, wird das Gesundheitssystem eventuell nicht mehr standhalten können. Dazu kommt, dass die so wichtigen Impfstoffe, die unzählige Leben retten könnten, dem Großteil der Welt noch über die nächsten Jahre vorenthalten bleiben werden.

Die Folgen der fehlgeschlagenen Pandemiebekämpfung müssen also Beschäftigte, Schüler*innen, Ärzten, Pfleger*innen und der gesamte globale Süden tragen! Und während sich täglich weiter hunderte Menschen allein in Thüringen infizieren, erkranken, womöglich verarmen, vereinsamen und möglicherweise sogar sterben, machen große Unternehmen in Pandemiezeiten Milliardengewinne.

Wir - die unterschreibenden Organisationen und Privatpersonen – fordern Sie auf diese Politik in Thüringen zu beenden und alles in Ihrer Macht stehende zu tun, auch auf die Bundespolitik Einfluss zu nehmen. Statt der bisherigen Politik fordern wir eine solidarische und konsequente Pandemiebekämpfung. Das Ziel muss sein.

Zum vollständigen Brief und den konkreten Forderungen: https://gleft.de/4br

18/03/2021

Über 5000 Menschen leben in Thüringen in Sammelunterkünften unter Bedingungen, die die Einhaltung von präventiven Maßnahmen zum Infektionsschutz meist unmöglich machen. Sie teilen sich Wohnraum in beengten Zimmern. Küchen, Bad- und Waschräume werden zwangsläufig von Vielen gleichzeitig genutzt. Die Unterbringung in Wohnungen ist in vielen Städten und Kommunen nicht ausreichend vorgesehen und eine konsequente Politik zur Unterbringung in eigenen Wohnungen wird nicht umgesetzt. Ein Infektionsgeschehen bedeutet dann zumeist die Massenquarantäne einer ganzen Unterkunft oder Etage, die sich von Tag zu Tag und von Woche zu Woche wiederholen kann.

Wir fordern Wohnungen statt Sammelunterkünfte!

17/03/2021

WIR SIND AUF DEM ERNST ABBE PLATZ ‼️‼️‼️

Aufgrund der Pandemie haben wir uns dazu entschieden die Versammlung auf den Ernst-Abbe-Platz zu verschieben. Dort haben wir mehr Platz um euch eine sicherere Teilnahme an der Versammlung zu ermöglichen.

NOCH 2 TAGE
Übermorgen sehen wir uns auf der Straße um gemeinsam für Klimagerechtigkeit und Antirassismus zu demonstrieren.

13/03/2021

Aufpassen, Kalender zücken, Klimastreik eintragen!
Auch wir werden Freitag wieder am globalen Klimastreik teilnehmen und rufen euch dazu auf, das ebenfalls zu tun. Aktuelle Infos bei Fridays for Future Thüringen. ✊

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