23/04/2026
🚒 Strahlrohre im Fokus – worauf es wirklich ankommt!
Die Freiwillige Feuerwehr legt großen Wert auf eine fundierte Ausbildung und ein tiefes Verständnis der eingesetzten Technik. Ein zentrales Element im Löschangriff ist dabei das Strahlrohr – denn je nach Einsatzlage entscheidet die richtige Wahl maßgeblich über Effizienz und Einsatzerfolg. Um die Unterschiede transparenter zu machen, möchten wir verschiedene Strahlrohrtypen näher erläutern:
Im Bereich der kleineren Dimensionen kommen vor allem D- und C-Strahlrohre zum Einsatz. Das D-Hohlstrahlrohr ist besonders für kleinere Brandereignisse, etwa in der Vegetationsbrandbekämpfung, geeignet. Es zeichnet sich durch einen vergleichsweise geringen Wasserverbrauch und eine einfache Handhabung aus. Das C-Hohlstrahlrohr hingegen stellt heute den Standard im Innenangriff dar. Durch die stufenlose Einstellung zwischen Sprüh- und Vollstrahl sowie die gezielte Regulierung der Durchflussmenge ermöglicht es ein taktisch präzises Vorgehen – beispielsweise zur effektiven Kühlung von Rauchgasen.
Dem gegenüber steht das C-Mehrzweckstrahlrohr, das als klassische und robuste Variante gilt. Es bietet ebenfalls mehrere Strahlbilder, jedoch mit weniger fein abgestuften Einstellungsmöglichkeiten. Aufgrund seiner einfachen Bauweise und Zuverlässigkeit ist es weiterhin Bestandteil vieler Feuerwehrausstattungen und eignet sich insbesondere für grundlegende Einsatzszenarien.
Bei größeren Schadenslagen, in denen hohe Wassermengen erforderlich sind, kommen B-Strahlrohre zum Einsatz. Das B-Hohlstrahlrohr kombiniert eine hohe Durchflussleistung mit den Vorteilen moderner Strahlrohrtechnik, etwa variabler Strahlform und kontrollierter Wasserabgabe. Es wird häufig bei umfangreichen Brandlagen oder zur Riegelstellung eingesetzt. Das B-Mehrzweckstrahlrohr mit Stützkrümmer hingegen ist auf maximale Stabilität ausgelegt. Durch den Stützkrümmer wird der Rückstoß deutlich reduziert, was die Handhabung bei hohen Druckverhältnissen erleichtert und die körperliche Belastung der Einsatzkräfte minimiert.
Eine besondere Rolle nimmt das B-Schaumrohr ein. Dieses dient nicht primär der Wasserabgabe, sondern der Erzeugung von Löschschaum. Es wird vor allem bei Bränden von Flüssigkeiten eingesetzt, bei denen Wasser allein nicht ausreichend wirksam ist. Der erzeugte Schaum legt sich über den Brandherd, unterbindet die Sauerstoffzufuhr und verhindert so eine erneute Entzündung.
Die Gegenüberstellung zeigt deutlich: Jedes Strahlrohr erfüllt einen spezifischen Zweck und ist auf bestimmte Einsatzszenarien ausgelegt. Ein umfassendes Verständnis dieser Unterschiede ist daher essenziell, um im Einsatzfall schnell die richtige Entscheidung treffen zu können und die vorhandenen Ressourcen optimal einzusetzen.
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