FriedensPlenum Iserlohn

FriedensPlenum Iserlohn Dies ist die offizielle Seite vom FriedensPlenum Iserlohn Das Friedens-Plenum kommt dabei bis heute ohne Hierarchie aus. Derzeit sind wir etwa 150 Mitstreiter.

1990 aus Protest gegen den Krieg im Irak entstanden, hat sich die Arbeit des FriedensPlenums längst auf viele andere Themenbereiche ausgeweitet: Frieden, Rüstung, Flüchtlinge, Rechtsradikalismus, Antisemitismus, Energiewende, soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz - im Grunde sind wir in Iserlohn für fast alle Themen Ansprechpartner. Wir haben weder eine(n) Vorsitzende(n), noch einen Vorstand. Entsch

eidungen werden nach dem Konsensprinzip gefällt, das heißt, JEDER Mitarbeiter hat ein Vetorecht. Im Zweifelsfall muss also solange nach einem Kompromiss gesucht, bis alle Anwesenden ihn mittragen können. Ausnahmen werden nur bei Geschmacksfragen gemacht. Was sich zunächst vielleicht mühselig anhört, ist die Basis dafür, dass im Plenum seit 27 Jahren Menschen unterschiedlichen Glaubens und politischer Weltanschauung konstruktiv miteinander arbeiten. Die im Plenum praktizierte Basisdemokratie bedeutet jedoch nicht nur mehr Freiheit, sondern setzt vor allem Selbstdisziplin und Engagement voraus. Da es niemanden gibt, der aufgrund seiner Position mit irgendetwas beauftragt werden könnte, muss der Ideengeber bereit sein, im Zweifelsfall selbst aktiv zu werden. Je mehr Leute dazu Lust haben, desto mehr lässt sich politisch und kulturell in dieser Stadt gestalten. Sei nicht länger Zuschauer. Mach mit.

Deutlich mehr Menschen als erwartet waren am Dienstagabend (1. September) der Einladung des Friedensplenums Iserlohn gef...
03/09/2026

Deutlich mehr Menschen als erwartet waren am Dienstagabend (1. September) der Einladung des Friedensplenums Iserlohn gefolgt, um auf dem Alten Rathausplatz 87 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs gegen Sozialabbau und für Frieden zu demonstrieren.

Gekommen waren fast 100 Frauen und Männer, erwartet hatten die Organisatoren etwa ein Drittel, wie Jörg Jung im Gespräch mit der Heimatzeitung erklärte: „Wir haben ja sehr kurzfristig eingeladen und wenig Werbung gemacht.“ Nachdem er die Veranstaltung eröffnet und der Friedenschor gesungen hatte, übernahm Sven Schau für das Friedensplenum das Mikrofon.

Unsere Jugend ist nicht das personelle Auffangbecken für eine verfehlte Rüstungspolitik.
Sven Schau, Friedensplenum

Unter dem Titel „Friedensfähig statt kriegstüchtig: Sozialstaat verteidigen – Desinformation bekämpfen“ ging Schau zunächst auf die aktuellen Kriege und Konflikte ein. „Jeder Euro, der in Fregatten, Panzer, Kampfjets und Raketen fließt, fehlt uns beim Bau von Wohnungen, fehlt uns beim Klimaschutz und fehlt uns bei der Absicherung unserer Renten“, betonte er. Schau kritisierte das neue Wehrdienstmodell, das als „moderner Freiwilligendienst verkauft“ werde. „Unsere Jugend ist nicht das personelle Auffangbecken für eine verfehlte Rüstungspolitik.“

„Beispielloser Kahlschlag im Sozialbereich“

Wahre Friedensfähigkeit beginne im Inneren und beim sozialen Zusammenhalt. In diesem Zusammenhang blickte er auf den städtischen Haushalt und den damit verbundenen „beispiellosen Kahlschlag im Sozialbereich“: Von der pauschalen 20-prozentigen Kürzung der freiwilligen Leistungen für Vereine über die Elternbeiträge für Kitas und OGS bis hin zu sanierungsbedürftigen Schulen reichten die Beispiele. Schau schloss damit, dass immer gezielter falsche Informationen verbreitet würden, um bewusst Neid zu schüren.

Die AfD nimmt berechtigte Existenzängste und liefert den Menschen einen Schuldigen: den Geflüchteten, den Bürgergeldempfänger.
Sylvia Bolle-Olbrich, Bündnis 90/Die Grünen

Grünen-Ratsfrau Sylvia Bolle-Olbrich erklärte: „Wir erleben gerade, wie Milliarden für Aufrüstung mobilisiert werden, und gleichzeitig hören wir bei sozialen Fragen immer wieder: ,Dafür ist kein Geld da.‘“ Ihre Erfahrungen aus ihrer ehrenamtlichen Arbeit in der Sozialberatung zeigten, dass Senioren oder Menschen mit Behinderung kaum bezahlbare Wohnungen finden könnten. Sicherheit bedeute auch, keine Angst davor haben zu müssen, im Alter das eigene Zuhause zu verlieren. „Die AfD nimmt berechtigte Existenzängste und liefert den Menschen einen Schuldigen: den Geflüchteten, den Bürgergeldempfänger“, so Bolle-Olbrich. Es sei das „Geschäftsmodell der extremen Rechten“, Arme gegeneinander aufzuhetzen, Schuldige zu erfinden. Sie kritisierte die „Partei, die Sanktionen gegen Russland beenden und die Unterstützung der Ukraine zurückfahren will.“
Demonstration gegen Sozialabbau in Iserlohn auf dem Alten Rathausplatz
Sylvia Bolle-Olbrich (Bündnis 90/Die Grünen) kritisierte die AfD.© IKZ | Jennifer Katz

Wir müssen heute mehr denn je die Einhaltung von Recht und Völkerrecht einfordern. Wir müssen zu einem Frieden mit und nicht gegen Russland kommen, es wird unser Nachbar bleiben.
Reiner Klick, Die Linke

An das Kriegsende und die Lehren daraus erinnerte Reiner Klick (Die Linke). Er spann den Bogen von den 90er Jahren, als der Bürgerkrieg in Jugoslawien begann, über den ersten Angriff Russlands auf die Ukraine 2014 bis hin zu den aktuellen Konflikten. „Wir müssen heute mehr denn je die Einhaltung von Recht und Völkerrecht einfordern. Wir müssen zu einem Frieden mit und nicht gegen Russland kommen, es wird unser Nachbar bleiben“, so Klick.
Demonstration gegen Sozialabbau in Iserlohn auf dem Alten Rathausplatz
Reiner Klick (Die Linke) erinnerte an das Ende des 2. Weltkrieges.© IKZ | Jennifer Katz

Marcel Rissmann von der IG Metall forderte die Anwesenden eindringlich auf, sich „über alle Grenzen zusammenzuschließen“, weil die „Regierung alles attackieren will, was Arbeiter erreicht haben“. Deshalb sei es wichtig, sich an Aktions- und Streiktagen zu beteiligen, unter anderem am Samstag, 26. September, in Essen.
Demonstration gegen Sozialabbau in Iserlohn auf dem Alten Rathausplatz
Sven Rissmann von der IG Metall forderte zur Teilnahme an Aktionstagen auf.© IKZ | Jennifer Katz

Wir dürfen nicht warten, bis rechtsextreme Mehrheiten haben, wir müssen ihnen widersprechen, auch hier in Iserlohn.
Kristin Rau, Friedensplenum

Demonstration gegen Sozialabbau in Iserlohn auf dem Alten Rathausplatz
Kristin Rau vom Friedensplenum wünscht sich, dass Iserlohn eine Stadt der Solidarität wird.© IKZ | Jennifer Katz

Kristin Rau war die zweite Rednerin des Friedensplenums. „Wir stehen hier, weil Geschichte eine Verpflichtung bedeutet“, sagte sie. Der Zweite Weltkrieg sei von Deutschland ausgegangen und sei mit Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus, Militarismus und einer menschenverachtenden Ideologie verbunden gewesen. „Und deshalb sagen wir heute: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“ Dieses „Nie wieder“ dürfe aber keine leere Floskel sein, sondern müsse Konsequenzen haben. „Wir brauchen Friedensfähigkeit, keine Kriegstüchtigkeit“, so Rau. Wer Frieden wolle, müsse die Ursachen von Unsicherheit bekämpfen. Es gehe nicht darum, ob Geld da sei, sondern darum, wofür es ausgegeben werde. „Wenn der Staat soziale Sicherheit abbaut und gleichzeitig Unsicherheit wächst, entsteht Frust. Wenn die demokratische Politik darauf keine Antwort gibt, dann kommen die Rechten“, so Rau. Die AfD sei „längst keine politische Randerscheinung mehr“, sondern sitze in Parlamenten und erreiche Millionen Menschen: „Und sie versucht, sich als Partei der kleinen Leute und sogar als Friedenspartei darzustellen.“ Frieden bedeute aber nicht: „Deutschland zuerst.“ Frieden bedeute: „Menschen zuerst.“ Rau unterstrich: „Der Kampf gegen Rechts ist untrennbar mit dem Kampf für Frieden verbunden. Wir dürfen nicht warten, bis rechtsextreme Mehrheiten haben, wir müssen ihnen widersprechen, auch hier in Iserlohn.“ Iserlohn solle eine Stadt der Solidarität sein...

IKZ, 3. September 2026

30/08/2026

Anlässlich des russischen Einmarsches in die Ukraine vor weit mehr als vier Jahren lädt der „Aktionskreis Mahnwache Schwerte“ am Samstag, dem 05.September 2026 um 13:00 Uhr erneut zur Mahnwache für den Frieden auf dem Wuckenhof Schwerte ein.

Schwerpunktthema ist wiederum besonders die Situation in und für die Ukraine. Die Kriegslage deutet auf eine Stabilisierung des Landes, das Leben für die Menschen bleibt unerträglich. Betroffene schätzen die Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden ein und Beleuchten die Lage in der Heimat und ihre Gefühle in Deutschland.
Augen- und Ohrenzeugen aus Afghanistan beschreiben die Lage im von den Taliban vor 5 Jahren zurückeroberten Land. Sie beschreiben radikale gesellschaftliche Veränderungen, besonders auch für Mädchen und Frauen.
Geflohene aus dem Iran geben Einblick in die Lebenssituation nach der brutalen Niederschlagung der Demonstrationen im Januar und dem erneuten Krieg.

Auch der Terroropfer in Deutschland und Europa in den letzten Jahren wird besonders gedacht.

Mit Wortbeiträgen, die abwechseln mit literarischen Einlagen und Musikstücken, sollen persönliche Einschätzungen von Betroffenen aufmerksam machen und die Themen auch emotional beleuchten.

Organisiert wird die Mahnwache wie gewohnt vom Bündnis „Schwerte gegen Rechts“, dem Arbeitskreis Asyl Schwerte e.V., der Ortsgruppe von Amnesty International, den Kirchengemeinden, den demokratischen Parteien und dem Integrationsrat/ACI der Stadt Schwerte.

30/08/2026

Edit: Das Pannekauken-Fest findet natürlich am 12. und 13.9. statt!

Ihr wollt euch während des Pannekaukenfestes über unsere Arbeit informieren? Leider dürfen wir auf dem Fest keinen Stand aufbauen, weil die Veranstalter das Fest „unpolitisch“ halten möchten.
Dank der Rohrmeisterei könnt ihr uns dennoch finden! Wir legen Sticker, Flyer und sonstiges Material für euch aus. Darunter auch Buttons mit "Keine Pannekauken für Nazis"-Aufschrift für den perfekten Look beim Fest. Punktuell sind wir auch selbst am Stand und stehen für eure Fragen zur Verfügung. Außerdem findet ihr uns am Samstag in der Hüsingstraße in unserer Pop-Up Ausstellung zu Rio Reiser. In diesem Sinne: Wir wünschen euch ein schönes Fest, Schwerte bleibt stabil!

28/08/2026
Das Friedensfestival ist eröffnet.
10/07/2026

Das Friedensfestival ist eröffnet.

Mahnmalveranstaltung am Poth
09/07/2026

Mahnmalveranstaltung am Poth

09/07/2026
09/07/2026

Laut und Bunt für Vielfalt. Unter diesem Motto wird am Freitag das 34. Friedensfestival von und später eröffnet. Am Samstag starten wir ab 15:30 mit . Der Nachmittag geht weiter mit PAXx. Sonntag dürfen wir und begrüßen. Auf der Nebenbühne werden .tmr und die Gunternauten die Pausen füllen. Wir freuen uns-schauen wir mal was wird☺️

09/07/2026

Bühne frei für die nächsten Bands. Am Friedensfestfreitag geht’s ab 21 Uhr weiter mit . Samstag folgt .dritte.sektor und Sonntag besuchen uns auf dem Platz der Kulturen. Auf der Nebenbühne dürfen wir außerdem .laut mit ihrem Akustik set und Do Don Ka Daiko begrüßen.

09/07/2026

Das 34. Friedensfestival in Iserlohn auf dem Platz der Kultur(en) findet vom 10. - 12. Juli statt. Zahlreiche Bands geben sich an diesem Wochenende die Ehre!
Um auch nach den Konzerten noch ein wenig weiter feiern zu können, gibt es im Burgkeller des P3 (Schauburg) eine fette Aftershow-Party mit DJ Dan L.! Musikalisch dreht sich hier alles um die Gitarre: Indierock, Punk, Ska, Metal, Alternative und PostPunk! Wir freuen uns auf ein grossartiges Festival mit Euch und einer tollen Party danach!
www.friedensfestival-iserlohn.de

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