06/01/2026
Das Team der Forschungsstelle wünscht allen ein gesundes, erfolgreiches und glückliches neues Jahr!
2025 ist Geschichte, aber bevor wir uns in das neue Jahr stürzen, ist es an der Zeit, das vergangene noch einmal R***e passieren zu lassen. Es ist wieder viel passiert rund um die Forschungsstelle, wobei die Ausstellung „Grab 447“ sicherlich das Highlight gewesen ist. Drei Wochen lang haben wir im August mit den Kolleginnen und Kollegen der IkUM und der kING und vielen weiteren Kooperationspartnern, bei denen wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken möchten, die Kultur- und Kongresshalle in eine spektakuläre, multi-mediale Sommerausstellung verwandelt. Im Mittelpunkt stand die Bestattung des fränkischen Kriegers, die wir im Juni 2023 auf dem merowingischen Gräberfeld an der Rotweinstraße entdeckt hatten – ungestört und mit voller Bewaffnung. In der kING haben wir ihn nach etwa 1400 Jahren wieder auferstehen lassen, in 3D und lebensgroß. Rund 4500 Besucherinnen und Besucher sind gekommen und waren begeistert. Im kommenden Jahr wird der Krieger dann auf Reisen gehen, ab September wird er im Landesmuseum in Mainz zu sehen sein.
Auch die interdisziplinäre Fachtagung „Frühmittelalterliche Herrschersitze und der Süden. Überregionale Kontakte und vielfältige Einflüsse“ war ein besonderes Ereignis: Drei Tage lang waren wir Gastgeber für Forschende aus mehreren Ländern und haben gemeinsam mit dem Leibnitz-Zentrum für Archäologie (LEIZA) den Übergang von der Spätantike in das Mittelalter in den Blick genommen. Aus der Tagung soll eine Publikation entstehen, auf die wir schon jetzt sehr gespannt sind. Aber natürlich wird es noch etwas dauern, bis der Band erscheint.
Im Rahmen der Tagung im Weiterbildungszentrum haben wir außerdem unsere seit Langem bestehende Kooperation mit dem LEIZA (das ehemalige Römisch-Germanische Zentralmuseum) erneuert. Bürgermeisterin Eveline Breyer und Univ.-Prof. Dr. Dominik Maschek (LEIZA) setzten ihre Unterschrift unter den Vertrag – ein feierlicher Moment im Jahr 2025.
Auch mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) haben wir im vergangenen Jahr die Zusammenarbeit mit einem neuen Vertrag über die „Auswertung der archäologischen Untersuchungen im jüdischen Kultbezirk von Worms 2021–2024“ verlängert und erweitert. Mit diesem gemeinsamen Projekt wollen wir dabei helfen, die Bau- und Kulturgeschichte des SchUM-Welterbes von Worms besser zu verstehen.
Und dann haben wir 2025 auch noch die neue Buchreihe „Kulturdenkmäler der Stadt Ingelheim am Rhein“ eröffnet: Nach sieben Jahren gemeinsamer intensiver Forschung mit den Kolleginnen und Kollegen der TU Darmstadt (Fachgebiet Klassische Archäologie im Fachbereich Architektur) ist die Publikation „Die Ortsbefestigungen von Ober-Ingelheim und Großwinternheim“ erschienen. Das Buch beinhaltet viele Fakten und überraschende neue Erkenntnisse rund um die beiden spätmittelalterlichen Ortsbefestigungen. Zahlreiche Bildtafeln, detailgenaue Pläne und insgesamt 518 Farb- und 145 SW-Abbildungen – darunter erstmals veröffentlichte Fotografien des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts – machen das Buch zu einer wertvollen Quelle für Fachleute. Leserinnen und Lesern ohne große Vorkenntnisse bietet es spannende Einblicke in die Zeit des ausgehenden Mittelalters in Ingelheim.