04/01/2026
In Berlin gehen die Lichter aus
Der offensichtlich durch einen gezielten Anschlag auf die Versorgungsinfrastruktur verursachte groĂflĂ€chige Stromausfall, der gestern frĂŒh weite Teile des Berliner SĂŒdwestens lahmgelegte und bis zu 45.000 Haushalte und 2.200 Gewerbebetriebe in Vierteln wie Wannsee, Nikolassee, Schlachtensee, Zehlendorf und Lichterfelde von der Energieversorgung abschnitt, ist mehr als nur ein lokales Ereignis; es ist, wie profunde Kommentare im Netz frĂŒh feststellten, eine Katastrophe von nationaler Tragweite. Denn jeder muss nun erkennen: Dies kann jederzeit und ĂŒberall passieren.
Der ursĂ€chliche Brand an einer KabelbrĂŒcke ĂŒber den Teltowkanal in Berlin-Teltow, der mehrere Hochspannungskabel beschĂ€digte und so eine Kaskade von Netzabschaltungen auslöste, war wohl die Folge einer gezielten Brandstiftung; das Landeskriminalamt ermittelt wegen gezielter Sabotage. Ein Bekennerschreibern der linksextremistischen âVulkan-Gruppeâ brĂŒstet sich mit dem Anschlag. Noch prĂŒft der Staatsschutz zwar dessen Echtheit, es deutet aber alles auf die TĂ€terschaft dieser Zelle hin.
Die apokalyptischen Szenarien, vor denen die âSchwarzmaler und Angstmacherâ (so Friedrich Merz' neues Synonym fĂŒr unliebsame Regierungskritiker) aus diversen GrĂŒnden seit langem in Deutschland warnen, sind nun in der Hauptstadt â frĂŒher als gedacht â RealitĂ€t geworden: Anwohner beschreiben eine unheimliche, fast thrillerartige und dĂŒstere AtmosphĂ€re wie aus einem dystopischen postnuklearen Zukunftsschocker, mit dunklen Fenstern, toten Ampeln und ohne jede StraĂenbeleuchtung. LĂ€den, Tankstellen und Restaurants sind geschlossen. Dazu dichtes Schneetreiben und EiseskĂ€lte â passenderweise Attacke auf die Stromversorgung erfolgte mitten in der denkbar verhĂ€ngnisvollsten Wetterlage mit Minusgraden, Vereisungen und Dauerfrost.
Leitungen frieren ein, bis zu 10 Zentimeter Schnee verstĂ€rken die allgegenwĂ€rtige Beklemmung in den menschenleeren StraĂen, Lautsprecherwagen der Polizei fahren mit Warndurchsagen umher, vereinzelt patrouillieren MĂ€nnergruppen, um erwartbare PlĂŒnderungen zu verhindern â die allerdings mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht ausbleiben werden, denn schon im ânormalenâ Alltag ist die Berliner Polizei kaum in der Lage, privates Eigentum und die Sicherheit der Bewohner zu schĂŒtzen. Und jetzt, da dunkle, teils verlassene WohnhĂ€user ĂŒber Tage hinweg ohne Alarmanlagen und Beleuchtung sind, droht die Anarchie auszubrechen. Man darf davon ausgehen, dass Clans und Banden bereits aktiv sind.
Die Szenen, die sich seit gestern abspielen, muten gespenstisch an: Kein Internet, kein Handy-Netz, keine Infos. Viele BĂŒrger suchen ihre Autos auf und fahren umher, um sich aufzuwĂ€rmen und um wenigstens im Radio Nachrichten zu hören. Viele Anwohner flĂŒchten zu Verwandten und Freunden oder in Hotels. Die absonsten restlos zugestellten öffentlichen ParkplĂ€tze leeren sich. Solche Bilder hĂ€tte man sich nach 1945 in Deutschland eigentlich nicht mehr trĂ€umen lassen. Besonders hart trifft es ĂŒbrigens den Bezirk Steglitz-Zehlendorf mit seinen vielen Seniorenresidenzen, Pflegeheime und Kliniken. Diese mĂŒssen ihre Patienten evakuieren; soweit KapazitĂ€ten dafĂŒr vorhanden waren, trug die Feuerwehr Gebrechliche die Treppen hinunter, weil die AufzĂŒge nicht funktionieren. Auch die FernwĂ€rme ist beeintrĂ€chtigt.
Zu dem verstörenden Chaos gesellt sich das ĂŒbliche Totalversagen der politischen Verantwortlichen. Im Netz klagen wĂŒtende BĂŒrger, dass der Regierende BĂŒrgermeister Kai Wegner den ganzen Tag nicht vor Ort gewesen sei. Weder habe er sich ein persönliches Lagebild verschafft, noch den BĂŒrgern Trost und Zuversicht gespendet geschweige denn HandlungsfĂ€higkeit und Entschlossenheit verbreitet. So kennt man das CDU-Stadtoberhaupt: Wenn es brenzlig wird, verdĂŒnnisiert er sich. Wegner ist der falsche Mann am falschen Platz, er steht fĂŒr das Gegenteil von Krisenmanagement. Doch nicht nur die Landespolitik, auch die Bundespolitik versagt: Die Bundeswehr wird bislang nicht eingesetzt, die Polizei erfĂ€hrt keine UnterstĂŒtzung aus dem Regierungsviertel. Statt konkreter Hilfe verbreiten die Behörden mit FlĂŒstertĂŒten und Durchsagen absurde RatschlĂ€ge an die Daheimgebliebenen, Ă la "nutzen Sie zuhause Taschenlampen!â. Danke fĂŒr den Tipp!
Interessant ist, dass der Staat, der 2015 die gröĂte Notaufnahme fĂŒr Millionen angeblich aus Kriegsgebieten GeflĂŒchtete in einer beispiellosen nationalen Anstrengung organisieren konnte und der bei jeder vermeldeten Katastrophe im Ausland mit Multimillionenhilfen Aktionismus demonstriert, bei einem kritischen Ausnahmezustand, der die Bevölkerung im eigenen Land betrifft, weder Plan noch Elan aufweist. Aber was ist schon ein Stromausfall in Berlin? In der Ukraine ist Krieg, auf der SĂŒdhalbkugel herrscht Klimanotstand! Hier geht's ja nur um Deutsche im eigenen Land. Sollen sie halt mal ein paar Tage bibbern in ihren Villen, statt immer bloĂ zu jammern!
Der Dilettantismus beim Krisenmanagement hat in Deutschland Methode; das Ahrtal lĂ€sst grĂŒĂen â mit dem Unterschied, dass am derzeitigen Horror keine ausufernde Naturgewalt schuld hat, sondern der linksradikale Untergrund in Gestalt der besagten linksextremen "Vulkan-Gruppe". Der ehemalige Verfassungsschutzchef Hans-Georg MaaĂen beschreibt diese als einen âbesonders aggressiven Teil der Antifa-Bewegung, die seit vielen Jahren BrandanschlĂ€ge auf Bahnanlagen und andere Teile der kritischen Infrastruktur durchfĂŒhrtâ. Der eigentliche Skandal dabei ist der, dass derselbe Staat, dem die Infrastruktur in Zeitlupe auch schon ganz ohne AnschlĂ€ge wegbröselt, jegliche Distanz zu eben diesem Antifa-Milieu aufgegeben hat und selbiges stattdessen als vorpolitische Kampfbewegung salonfĂ€hig gemacht hat, ja es aktiv fördert.
Wo sich stolz die Vorsitzenden der mĂ€chtigsten Regierungspartei SPD (die den Marionettenkanzler, der Brandmauer sei dank, nach Belieben vor sich hertreibt) zum âAntifaschismusâ bekennen und selbst LandesverfassungsschutzĂ€mter âWir sind Antifaâ twittern, wo ein teils militanter, vorgeblich âzivilgesellschaftlicherâ NGO-Komplex mit hunderten Millionen Euro jĂ€hrlich gemĂ€stet wird, da braucht man sich ĂŒber solche ZustĂ€nde dann auch nicht mehr zu wundern. Es wird geliefert wie bestellt.
Pauline Voss von âNiusâ schreibt: âHinter der Tat, so deutet sich an, steht mutmaĂlich genau jener Extremismus, den die Regierung selbst herangezĂŒchtet hat und groĂzĂŒgig alimentiert. Vor wenigen Monaten erst prĂ€mierte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer den linksradikalen Unrast-Verlag mit dem Deutschen Verlagspreis, dotiert mit 50.000 Euro. Der Verlag gab eine Anleitung fĂŒr SchĂŒler heraus, wie sie Linksterroristen werden können, inklusive Tipps zu Bekennerschreiben und Gewalttaten.â Und genau aus dieser Logik heraus tut derselbe Staat auch nichts dafĂŒr, um die Bevölkerung vor eben diesen Linksextremisten zu schĂŒtzen.
Doch wer die GefĂ€hrder schĂŒtzt, ist selbst Teil der Gefahr; dass sich der linksextreme Terror so ausbreiten konnte, liegt nicht nur an der öffentlichen Förderung des âAntifaschismusâ und eines kulturmarxistischen Subkultur, auch nicht nur an einer sympathisierenden Justiz, die solchen Kriminellen âachtbare Motiveâ attestiert, Sondern es ist vor allem auch eine Folge der Zweckentfremdung der Geheimdienste und des Staatsschutzes, die zur Verfolgung der Opposition und eingebildeter ârechterâ PhantomumstĂŒrzler dauermissbraucht werden, anstatt reale Terroristen zu jagen und eine fĂŒr derartige Sabotage zunehmend anfĂ€llige, weil marode Infrastruktur zu schĂŒtzen. Hans-Georg MaaĂen schreibt ĂŒber die verdĂ€chtigte âVulkanâ-Bande: âMir ist nicht bekannt, dass die Polizei jemals AnschlĂ€ge dieser Terrorbande aufgeklĂ€rt hĂ€tte. Die Polizei wird heute gegen Regierungskritiker, Delegitimierer und Volksverhetzer eingesetzt und ist unfĂ€hig die Bevölkerung zu schĂŒtzen.â
Doch es geht noch weiter. TatsĂ€chlich zeigt dieser ungeheuerliche Vorfall von A bis Z und buchstĂ€blich aus jedem erdenklichen Blickwinkel, was eine verantwortungslose politische Kaste moralisch degenerierter, völlig verantwortungsloser Ideologen und Dilettanten aus diesem Deutschland binnen eines Jahrzehnts gemacht hat. Jenseits der (immer hĂ€ufiger realisierten) Bedrohungslage durch AnschlĂ€ge können Blackouts wie der aktuelle in Berlins SĂŒdwesten in diesem besten Deutschland aller Zeiten nĂ€mlich mittlerweile ĂŒberall auftreten â auch ganz ohne linksextremistischen Terror; und zwar als Folge einer aberwitzigen Energiepolitik, die den Deutschen die unsicherste Stromversorgung zu den teuersten Preisen mit den effektiv dreckigsten Energien aus unsicheren Kraftwerken aus dem Ausland beschert hat, nachdem man die sicheren und sauberen Kraftwerke im Inland weggesprengt hat.
Nur der hochkonzentrierten Jonglage rund um die Uhr fieberhaft arbeitender Experten und einem riesigem digitalem Steueraufwand ist es zu verdanken, dass das hochvolatile deutsche Stromnetz ĂŒberhaupt noch stabil gehalten werden kann. Dessen permanente Stresslage durch rapide Phasenwechsel zwischen wind- und solarinduziert groteskem Ăberangebot, das gegen astronomische Zuzahlungen irgendwie ins Ausland geschafft werden muss, und Phasen von dunkelflauten- oder sonderbedarfsbedingten EngpĂ€ssen, bei denen fĂŒr ebenfalls astronomische Kosten Strom aus dem Ausland zugekauft werden muss, ist den meisten Deutschen gar nicht bewusst. Auch ganz ohne vom Staat finanzierte Antifa-Marodeure tut die Politik seit Jahren alles dafĂŒr, dass hierzulande irgendwann die Lichter ausgehen.
Und zu guter Letzt verwundert es nicht, wenn natĂŒrlich auch bei diesem hausgemachten Berliner Krisenfall wieder anekdotisch unterstriche wird, wo dieser Staat seine wahren PrioritĂ€ten in puncto âMenschlichkeitâ setzt: Nicht etwa bei den Einheimischen, sondern auch hier natĂŒrlich wieder als erstes bei den importierten Schutzsuchenden und GoldstĂŒcken mit und ohne Aufenthaltsstatus. Der â ĂŒber jeden Rassismusverdacht oder auch nur rechte Neigungen erhabene â GrĂŒndungsvorsitzende der Good-Governance-Gewerkschaft und ehemalige Berliner FDP-Abgeordnete Marcel Luthe beklagt auf auf X, dass die Behörden als erstes und mit höchster Dringlichkeit die FlĂŒchtlingsunterkunft âZum Heckeshorn 30â in Wannsee evakuierten, wĂ€hrend sie die ortsansĂ€ssigen einheimischen Familien und vor allem Rentner ein paar HĂ€user weiter in der Dunkelheit frieren lieĂen: âKeine WĂ€rmebusse, kein Tee, nichts...â, so Luthe fassungslos, der auch zu Recht die Frage stellt, wo die Bewohner der FlĂŒchtlingsunterkunft denn nun stattdessen untergekommen seien. Luthe an die Adresse des Senats und Kai Wegners: âSchĂ€men Sie sich nicht?â
Fassen wir also den Befund zusammen: Förderung eines linksradikalen vorpolitischen Milieus, das eng mit Terroristen verzahnt ist; Hinnahme eines jahrelangen Verfalls kritischer Infrastruktur; Preisgabe der inneren Sicherheit durch Zweckentfremdung von Polizei und Staatsschutz; Desinteresse und GleichgĂŒltigkeit gegenĂŒber dem Schicksal der indigenen deutschen Bevölkerung. Das ist es, wofĂŒr die regierende politische Kaste in diesem Land steht.
Fehlt da noch was? Na klar: Die landestypische komplette UnfĂ€higkeit und LĂ€sslichkeit bei der Wiederinstandsetzung des Schadens, sprich: bei der Behebung des bei diesem Wetter eigentlich keine Stunde lĂ€nger zumutbaren Stromausfalls selbst. Denn, welche Ăberraschung, die Reelektrifizierung der betroffenen Stadtteile wird wieder mal im ĂŒblichen âDeutschlandtempoâ erfolgen: Sie soll allen Ernstes frĂŒhestens in sechs Tagen abgeschlossen sein â was dem dysfunktionalen Gesamtambiente noch die Krone aufsetzt. Das haut dem Fass den Boden raus. Selbst in Drittweltstaaten sind flĂ€chendeckende AusfĂ€lle binnen wenigen Stunden oder zumindest in Tagesfrist behoben; Elke Bodderas von der âNeuen ZĂŒrcher Zeitungâ, die als Reporterin weltweit viel herumgekommen ist, schreibt aus eigenem Erleben: âDie gröĂten StromausfĂ€lle der letzten 20 Jahre: Pakistan, Indien, Brasilien, Bangladesch, TĂŒrkei. Alle landesweit oder in MillionenstĂ€dten, alle in 24h repariert. Die deutsche Hauptstadt braucht fĂŒr 45.000 Haushalte 6 (in Worten: sechs) Tage. Willkommen in BullerbĂŒâŠ upsiâŠBerlin!â
Und das alles wird wieder mal wie selbstverstĂ€ndlich hingenommen von BĂŒrgern, die stoisch weiter die Parteien wĂ€hlen, die ihnen diese ZustĂ€nde beschert haben â und die nichts dabei finden, die höchste Steuer- und Abgabenlast aller Zeiten in diesem Land zu tragen, um dafĂŒr so wenig zurĂŒckzubekommen wie nie zuvor von einem Staat, in dem immer weniger funktioniert. In jeder Firma wĂŒrde das Management nicht nur gefeuert, sondern wutentbrannt von der Belegschaft abgesetzt, hĂ€tte es auch nur einen mikroskopischen Bruchteil der Fehlleistungen zu verantworten, den unsere Regierenden produzieren... egal, ob sie Roten Rathaus oder im Kanzleramt residieren.
©Daniel Matissek