02/04/2026
Der Haushalt 2026 für Ibbenbüren ist eine echte Herausforderung. Ein Defizit von 16,3 Mio. € zeigt, wie ernst die Lage ist. Für uns ist aber genauso klar: Dieses Problem ist nicht einfach hausgemacht, sondern Ausdruck eines strukturellen Problems, mit dem viele Kommunen in NRW kämpfen. Immer mehr Aufgaben werden übertragen, ohne dass die Finanzierung ausreichend gesichert ist.
Gerade deshalb braucht es jetzt Entscheidungen mit Augenmaß. Für die SPD Ibbenbüren ist klar, dass höhere Steuern und Gebühren in der aktuellen Zeit nicht der richtige Weg sind. Gleichzeitig wäre es falsch, bei Kultur, Sport, Freizeit oder Ehrenamt einfach den Rotstift anzusetzen. Denn genau diese Bereiche machen Ibbenbüren lebenswert und halten unsere Stadtgesellschaft zusammen.
Ein wichtiger Schritt ist die geplante Nutzung der Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes. Dadurch können Kredite für große Baumaßnahmen reduziert und jährlich mehr als 600.000 € an Zinsen eingespart werden. Das löst nicht alle Probleme, ist aber ein vernünftiger Beitrag zur Entlastung des Haushalts.
Gleichzeitig gibt es auch positive Entwicklungen, auf die wir als Stadt aufbauen können: neue Bau- und Gewerbegebiete, Fortschritte im Strukturwandel, starke Investitionen in die Jugendhilfe und eine Spitzenposition bei der Installation von Photovoltaikanlagen. Ibbenbüren hat Zukunft und genau diese Zukunft wollen wir verantwortungsvoll gestalten.
Die SPD Ibbenbüren stimmt dem Haushalt 2026 zu. Nicht, weil die Lage einfach wäre, sondern weil Verantwortung gerade dann zählt, wenn Entscheidungen schwierig sind.