09/06/2026
Die Pflege steht ohnehin unter Druck – und die aktuellen Reformpläne aus der Politik verschärfen die Situation weiter.
Mit dem GKV‑Beitragssatzstabilisierungsgesetz und dem geplanten Pflege‑Neuordnungsgesetz (PNOG) soll die Refinanzierung von Tariflöhnen begrenzt oder zeitweise ausgesetzt werden. Und das nicht nur in einzelnen Bereichen, sondern in der gesamten Pflege: ambulant, teilstationär und stationär.
Die Folge:
Einrichtungen und Dienste müssen steigende Personalkosten zunehmend selbst tragen – obwohl Tariflöhne politisch ausdrücklich gewollt sind.
Das bringt das System in ein Ungleichgewicht:
- Tariftreue wird wirtschaftlich riskant
- Fachkräfte werden schwerer zu binden
- Angebote geraten unter Druck
- Versorgungssicherheit ist nicht mehr selbstverständlich
"Wer Tarifbindung in der Pflege politisch einfordert, muss auch ihre Finanzierung sichern. Andernfalls entsteht ein strukturelles Defizit, das die Versorgung gefährdet.“ – Lars‑Ejnar Sterley, Landesgeschäftsführer ASB Baden‑Württemberg e.V.
Für uns ist klar:
Pflege braucht verlässliche Rahmenbedingungen – und dazu gehört eine Finanzierung, die die Realität der Versorgung abbildet.
Denn am Ende geht es um die Menschen, die auf Pflege angewiesen sind.