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26/02/2023

فاشیسم، پیش زمینه ها و عناصر در دنیای معاصر، حسن معارفی پور 2022

07/12/2022

The Platypus Affiliated Society invites you to a panel discussion on the ongoing protests in Iran, on zoom, Saturday 3 December at 5pm CET, featuring:- Azar ...

27/11/2022

Written by: Hassan Maarif Pour Translated by: Frahad Sharífi Introduction: Aban 98 (a time reference

20/09/2022

Iran in einer vorrevolutionären Phase!

Die Entwicklung der Proteste und Aufstände, der Aufstieg des Muts der Unterdrückten, die Radikalisierung der Forderung der arbeitenden Klasse, die selbst mit der Radikalisierung der Form der Proteste einhergeht, zeigt ganz deutlich, dass wir im Iran in einer Übergansphase sind: Übergang von einer Vorrevolution zu einer tatsächlichen sozialistischen Revolution.
Die Stimmung ist links, es gibt kein Platz für Faschisten, Monarchie und andere rechten und konservativen Gruppen und Parteien.

Der Auslöser dieses Ausstands mag der Tod einer 22-jährigen Frau sein, aber die Gesellschaft wartet längst, um einen Grund zu finden und den islamischen Faschismus anzugreifen.
Die Solidarität der Linken und der arbeitenden Klasse weltweit mit dem Aufstand der Unterdrückten im Iran ist erwünscht. Jede Art der Solidarität mit dem islamischen Faschismus im Iran, egal aus welchem Grund und welchen Motiven, ist ein Verbrechen.

Diejenigen, die Ghasem Soleimani als Held feierten und den regionalimperialistisches Land Iran als "Anti" Imperialist verstehen, sind weder links und vertreten noch einen richtigen Klassenstandpunkt. Diese Leute sind vom Teufel besaßen, falls ich als Marxist diese Redewendung benutzen darf!

Dieser Aufstand ist in Folge der Aufstände, die im Dezember 2017, Oktober 2019 und eine Welle von unterschiedlichen Protesten der Arbeiterklasse. Umweltaktivisten, Frauen und mehr als hundert Tage Streik in der iranischen Petrochemie.

Hoch Solidarität mit dem Aufstand der Arbeiterklasse im Iran
Es lebe sozialistische Revolution
Nieder mit dem islamischen Faschismus des Iran
🚩🚩🚩✊🏾✊🏾✊🏾✊🏾

29/08/2022

Die Hegelsche Wesenslogik in der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie Diese Arbeit ist eine Eri

28/03/2021

Aktulität und Folgen des Marsxchen Kapital

Hassan Maarfi Poor
in der Beearbeitung

Wir leben in einer Zeit, in der sich die Wirtschaftskrise als eine obligatorische unvermeidbare Krise im Kapitalismus immer wieder auf unterschiedliche Weise reproduziert. Und diese Krise wird, bei gleichzeitiger Abwesenheit einer organisierten Arbeiterklasse, von rechten Parteien und Gruppierung ausgenutzt, um diese Wirtschaftskrise des Kapitalismus für eine Art der Revolte zu missbrauchen, die ohne Widerstand zum Faschismus führen kann. Wir leben in der Zeit der großen gesellschaftlichen und politischen Krisen: Krisen, die sich in der Politik durch einen länderübergreifenden Rechtsruck ausdrücken und die gesamte menschliche Gesellschaft in die Barbarei führen können. Diese Krisen zeigen sich unterschiedlich. Auf der einen Seite sehen wir, wie die rechte Wende in der Politik auf globalen und nationalstaatlichen Ebenen sich mit der Zeit befestigt und ihren Platz in nahezu allen bürgerlichen Parlamenten findet. Die rechten und konservativen Parteien, die in der Ökonomie immer den Neoliberalismus und die Globalisierung der Wirtschaft im Interesse der großen Konzerne und Banken unterstützten, haben sich innerhalb weniger Jahre zu neofaschistischen Strömungen gewandelt. Wir erleben gleichzeitig in der Wissenschaft systematisch weitere Beschränkungen für die linken, emanzipatorischen und besonders marxistischen Wissenschaften. In einer Zeit, in der der Kantianismus in der Philosophie zum herrschenden Diskurs geworden ist, in der veraltete griechische Philosophie, postmoderne „Philosophie“ und die Verwirrung, die durch die „Frankfurter Schule“ entwickelt wurde an den Universitäten unterrichtet wird, werden Marxismus und marxistische Philosophie als obsolet und dogmatisch dargestellt. In einer Zeit, in der in bestimmten Bereichen wie Wirtschaft, politischer Ökonomie und Soziologie die Ideen der Vordenker des Liberalismus wie Smith und Ricardo und die Neoliberalen wie Hayek, Friedmann und Popper unterrichtet werden, wird der wissenschaftliche Marxismus isoliert. Diese rechte konservative Wende fing erst nach dem Zusammenbruch des Staatskapitalismus in der Sowjetunion auf radikalste Art und Weise an. Zwar wollte der Neoliberalismus bereits durch den Putsch in Chile gegen die linke Regierung von Allende mit Hilfe der USA im Jahr 1973 seine Herrschaft durch brutale Angriffe auf die Sozialist*innen dort verwirklichen und kommt der Ursprung der Ideen des Neoliberalismus aus dem Jahr 1947, als die Mitgründer dieser Ideologie die „Mont Pèlerin Society (MPS)“ bildeten, um eine fragwürdige individuelle „Freiheit“, eine unsoziale Freiheit des Marktes und das Beschränken der Rolle des Staates auf eine „Nachtwächterrolle“ in der Wirtschaft die Grundlagen ihres Statements zu etablieren suchten. Dazu gilt es auch die Debatte im Zusammenhang der antikommunistischen, neoliberalistischen Ideologie von Francis Fukuyama, dem Autor des Buches „Das Ende der Geschichte“, zu betrachten. Doch erst nach dem Fall der Sowjetunion trat die antikommunistische Welle aus den USA ihren weltweiten Siegeszug an und die Ideologie von Thatcher und Reagan wurde von Friedman, Hayek, Huntington, Fukuyama usw. auf theoretischer Ebene weiter gefestigt und verfolgt. In diesem komplizierten Zusammenhang kann aber auch das Aufkommen eines Multikulturalismus beobachtet, analysiert und kritisiert werden. Trotz allmächtiger, medialer antikommunistischer Propaganda seit dem kalten Krieg bis heute und trotz eines Rechtsruckes weltweit, sehen wir gleichzeitig ab 2008, wie die Nachfrage nach marxistischer Literatur allmählich steigt und „Das Kapital“ von Marx wieder zu einem der wichtigsten Bücher weltweit wird. ( (Harvey 2007; Hobsbawm 2014)
Marx und seine Werke, besonders „Das Kapital“, werden in unterschiedlichen Perioden immer wieder aktuell, so zum Beispiel als die Bolschewiki „Die Revolution gegen das Kapital“ unternahmen und dieses Mal ab 2007-2008 nach der großen Wirtschaftskrise des Kapitalismus. (Hobsbawm 2014) Ab dem Jahr 1917 unternahmen die Bolschewiki und Lenin eine Revolution, wie Gramsci beschreibt, die gegen „Das Kapital“ agierte. Wir sehen auf der einen Seite die Rekonstruktion des marxschen Kapitals und des Marxismus von der deutschen Sozialdemokratie in der Zeit von Lasalle, Bebel, Bernstein und Kautsky, ebenso wie von den russischen Menschewiken und allen anderen Parteien und marxistischen Richtungen, die sich auf mechanische und deterministische Art auf den Marxismus bezogen. Auf der anderen Seite sehen wir, wie Lenin und die Bolschewiki diese Art des Determinismus, Positivismus und Mechanismus in der Sozialdemokratie ablehnen und mit Hilfe von Marx materialistisch-dialektischer Analyse die „Notwendigkeit“ der Revolution in der menschlichen Praxis und die Revolution gegen den Kapitalismus und diese Rekonstruktion des marxschen Kapital übersetzen. (Gramsci 1991(1917)) In der Zeit des sogenannten ersten Weltkriegs fängt Lenin an Hegel zu lesen, um die marxsche materialistische Dialektik besser zu verstehen. (Lukács 1971) Die Revolution in Russland wurde, wie Gramsci beschreibt, als antimarxistisch dargestellt, weil durch die positivistischen Strömungen und Auslegung in der Zeit der Oktoberrevolution, besonders in Deutschland und anderen europäischen Länder, eine antidialektische positivistische Auslegung von Bernstein und Kautsky geprägt wurde, anstatt dass der Marxismus und Marx dialektische Analyse zum herrschenden marxistischen Diskurs der Zeit wurden. Gramsci stellt die Oktoberrevolution metaphorisch als die „Revolution gegen das Kapital“ dar, weil der Vulgärmarxismus zu dieser Zeit als die einzige und vollständige Auslegung des Marxismus anerkannt wurde, der eine mechanische Betrachtung der Welt und die Illusion propagierte, die Geschichte würde automatisch vom „Urkommunismus“ zum Sozialismus kommen und die Menschen müssten sich nur auf die „Notwendigkeit“ der automatischen Entwicklung verlassen. Gegen diese vulgärmarxismus Interpretation des Marxismus verteidigt Lenin Marx Dialektik und die Rolle der Praxis des Menschen in der Entwicklung der menschlichen Geschichte. Mit einer radikalen Rückkehr zu Hegel und seiner Logik versucht er, die marxsche Logik besser zu verstehen und daraus seine Schlussfolgerung zu ziehen.
Die Veröffentlichung von Lenins philosophischen Heften über Hegel stieß eine breite Diskussion innerhalb der linken und marxistischen Intellektuellen weltweit an, weil Lenin in diesen Heften schreibt, man könne „Das Kapital“ nur verstehen, wenn man Hegels „Wissenschaft der Logik“ gelesen und verstanden hat. (Azad 2019)
In verschiedenen gesellschaftlichen Perioden fand eine Rückkehr zu Marx statt: in der Regel in Zeiten sozialistischer Bewegungen und Revolutionen und ab und zu in Zeiten der ökonomischen Krisen. In den 1930er Jahren in der Zeit des Faschismus beschäftigte sich Roman Rosdolsky sehr intensiv mit Marx und besonders mit „Das Kapital“. Aus dieser intensiven Ausarbeitung des Marxschen Kapitals und der „Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie“ erschienen nach seinem Tod zwei Bände. (Rosdolsky 1974)
Ab 2007 wird „Das Kapital“ erneut, dieses Mal aber von den Kapitalisten, gelesen. Sie verstanden, dass sie nochmal „Das Kapital“ lesen müssen, um zu verstehen, wieso die Wirtschaftskrisen im Kapitalismus unvermeidbar sind. Eric Hobsbawm beschreibt in seinem Buch „Wie man die Welt verändert. Über Marx und den Marxismus“, wie er von konservativen Zeitungen in der Zeit der Wirtschaftskrise immer wieder Nachfragen bekam, über Marx zu schreiben, obwohl er selbst jahrelang wegen seiner marxistischen Weltanschauung trotz seiner umfassenden Kenntnisse verfolgt, unterdrückt und abgelehnt wurde. (Hobsbawm 2014) Wolfgang Fritz Haug, einer der größten Analytiker und Theoretiker des Marxismus in der Gegenwart, schreibt in seinem umfassenden Artikel „Marxist sein – Marxistin sein“ über die Verfolgung der Kommunisten und bringt bestimmte historische Beispiele. Das Aufenthaltsverbot und die Deportation von Ernst Mandel und das Aufenthaltsverbot von Bertolt Brecht in der BRD sind nur Tropfen in einem Ozean der Verfolgung von Kommunisten und Kommunistinnen. Berufsverbote für die Kommunisten und Kommunistinnen in Deutschland, die teilweise noch bis heute in Kraft sind, das Verbot der KPD in Deutschland, antikommunistische Propaganda in den USA in der Zeit des kalten Krieges bis heute bilden den Charakter der bürgerlichen Herrschaft ab 1945 und dem Ende des deutschen Faschismus. (Haug 2015)
Die kapitalistische Produktionsweise produziert und reproduziert ständig Krisen und versucht, sie durch den Druck von Oben nach Unten oder durch das Mittel der „schöpferischen“ Zerstörung, (Kriege oder gesellschaftliche Bewegungen) zu überwinden (Schäfer 2008). Weil die kapitalistischen Krisen aber in der Struktur des Kapitalismus befestigt sind, können diese Krisen nicht kapitalistisch und bürgerlich gelöst und überwunden werden. Kapitalistische Lösungen verschieben das Problem lediglich und können es nicht lösen oder vertiefen die Krise durch die Kriegsmaschinerie, den Rechtsruck oder fadenscheinige Almosen (NGOs) für viele Menschen nur noch.
Die marxsche Analyse des Kapitalismus ist eine tief philosophische Darstellung mit dem Blick auf die Kritik der politischen Ökonomie. Lukács zitiert Lenin und schreibt: wenn Marx auch keine „Logik“ hinterlassen konnte, so hinterließ er doch „Das Kapital“ als seine Logik. Marx beschreibt den Prozess der Entwicklung der bürgerlichen Produktionsweise und die Entstehung der Kommodifizierung der Gesellschaft durch die bürgerliche Produktionsweise: Eine Produktionsweise, die sich mit dem Untergang der feudalistischen Produktionsweise die Warenproduktion in einfacher Form in Manufakturen entwickelte und diese mit der Entwicklung der Dampfmaschinen und der großen Firmen wiederum in Industrie umwandelte. Die kapitalistische Produktionsweise ist die industrielle Form der Wirtschaft unter der Herrschaft der Bourgeoisie.
In dieser Arbeit kann nicht das gesamte „Kapital“ zusammengefasst, geschweige denn Marx gesamte Kapitalismusanalyse widergegeben werden. „Das Kapital“ besteht aus viel vier Bänden mit insgesamt mehreren tausend Seiten. Stattdessen möchte ich einen groben Überblick bieten über die gesamte Marxsche Theorie und Analyse und ihren Zusammenhang mit der Philosophie.

Historischer Materialismus als Grundlage der Kritik der politischen Ökonomie

Wenn man die Marxsche Analyse in der „Kritik der politischen Ökonomie“ (Das Kapital) im allgemeinen Sinne verstehen will, muss man sich vor allem mit den Grundelementen seiner Theorie des Historischen Materialismus auseinandersetzen, die in „Die deutsche Ideologie“ intensiv ausgearbeitet wurde,. „Die deutsche Ideologie“ ist die Grundlage für den Materialismus in marxschen Sinne. Den alten Materialismus lehnt Marx ab. Er ist der Meinung, dass der Sinnmaterialismus von Feuerbach trotz seiner scharfen Kritik nicht die Grenzen des Idealismus überwunden hat. Marx historischer Materialismus unterscheidet sich vom Idealismus, indem Marx und Engels die Lebensbedingungen der Menschen, die Produktionsweise in jeder menschlichen Epoche, als Ausgangspunkt ihrer Theorie begreifen und daraus zur Abstraktion in der Theorie kommen. Wenn Kant die Erscheinung der Dinge an sich über die Dinge an sich stellt, wenn Hegel die dialektische Entwicklung der Geschichte in der Entwicklung des Geistes zusammenfasst und den Geist in den Mittelpunkt seiner Theorie stellt und wenn Feuerbachs Kritik am Christentum trotz seiner scharfen Ablehnung der Religion ein Kampf mit dem Schwert gegen den eigenen Schatten ist, ist die Marxsche Kritik der Religion und des Idealismus eine tiefe materialistische Kritik an der Form der Produktion und der Staatlichkeit im bürgerlichen oder vormodernen Sinne. Marx entfernt sich von der Kritik der Religion von Feuerbach über Bruno Bauer, Strauß und bis zu Stirner, die sich auf die Kritik der religiösen Vorstellung von Menschen beziehen. "Was religiöses Bewußtsein, religiöse Vorstellung sei, wurde im weiteren Verlauf verschieden bestimmt. Der Fortschritt bestand darin, die angeblich herrschenden metaphysischen, politischen, rechtlichen, moralischen und andern Vorstellungen auch unter die Sphäre der religiösen oder theologischen Vorstellungen zu subsumieren; ebenso das politische, rechtliche, moralische Bewußtsein für religiöses oder theologisches Bewußtsein, und den politischen, rechtlichen, moralischen Menschen, in letzter Instanz ‚den Menschen‘, für religiös zu erklären. Die Herrschaft der Religion wurde vorausgesetzt. Nach und nach wurde jedes herrschende Verhältnis für ein Verhältnis der Religion erklärt und in Kultus verwandelt, Kultus des Rechts, Kultus des Staats pp. Überall hatte man es nur mit Dogmen und dem Glauben an Dogmen zu tun. Die Welt wurde in immer größerer Ausdehnung kanonisiert, bis endlich der ehrwürdige Sankt Max sie en bloc heiligsprechen und damit ein für allemal abfertigen konnte." (MEW 3, S.19)
Marx und Engels sehen den Unterschied zwischen Mensch und Tier darin, dass die Menschen im Gegensatz zu den Tieren ihre Lebensmittel produzieren können, indem sie in einen Stoffwechsel mit der Natur kommen. Durch die Beherrschung der Natur produzieren sie so ihre Lebensmittel und reproduzieren sich dadurch als Mensch. Der Unterschied zwischen Menschen und Tieren besteht aber nicht nur darin, dass die Menschen von der Natur profitieren, sondern auch darin, dass die Menschen im Gegensatz zu den Tieren durch die Abstraktion ein Bewusstsein bilden und sich immer weiterentwickeln. Die Rolle der Sprache darf dabei nicht vergessen werden. Marx stellt aber auch die Doppeldeutigkeit der Arbeit heraus, die die Selbstverwirklichung der Menschen bedeutet, unter den herrschenden Produktionsbedingungen aber auch Mittel der Entfremdung der Arbeiter von ihrer eigenen Arbeit und ihren Produkten ist (MEW Ergänzungsband 1 1968). Die Rolle der Arbeit und Abstraktion beim Menschen in Unterscheidung zum Tier bringt Marx an dieser Stelle des „Kapitals“ auf den Punkt:
„Wir unterstellen die Arbeit in einer Form, worin sie dem Menschen ausschließlich angehört. Eine Spinne verrichtet Operationen, die denen des Webers ähneln, und eine Biene beschämt durch den Bau ihrer Wachszellen manchen menschlichen Baumeister. Was aber von vornherein den schlechtesten Baumeister vor der besten Biene auszeichnet, ist, daß er die Zelle in seinem Kopf gebaut hat, bevor er sie in Wachs baut. Am Ende des Arbeitsprozesses kommt ein Resultat heraus, das beim Beginn desselben schon in der Vorstellung des Arbeiters, also schon ideell vorhanden war. Nicht daß er nur eine Formveränderung des Natürlichen bewirkt; er verwirklicht im Natürlichen zugleich seinen Zweck, den er weiß, der die Art und Weise seines Tuns als Gesetz bestimmt und dem er seine Willen unterordnen muß. Und diese Unterordnung ist kein vereinzelter Akt. Außer der Anstrengung der Organe, die arbeiten, ist der zweckmäßige Wille, der sich als Aufmerksamkeit äußert, für die ganze Dauer der Arbeit erheischt, und um so mehr, je weniger sie durch den eignen Inhalt und die Art und Weise ihrer Ausführung den Arbeiter mit sich fortreißt, je weniger er sie daher als Spiel seiner eignen körperlichen und geistigen Kräfte genießt.
Die einfachen Momente des Arbeitsprozesses sind die zweckmäßige Tätigkeit oder die Arbeit selbst, ihr Gegenstand und ihr Mittel.“ (MEW 23, 193)
Der historische Materialismus zeigt genau, dass die menschliche Geschichte durch die Praxis des Menschen selbst gemacht wird. Die Entwicklung des Menschen vom Schimpansen konnte nur durch die Arbeit und die Praxis der Menschen ermöglicht werden.
Marx legt großen Wert auf die Rolle der Arbeitsteilung innerhalb der und zwischen den Nationen und geht davon aus, dass die Arbeitsteilung die Entwicklung der Nationen und die Trennung der Stadt und des Landes verwirklicht. Aber Marx betrachtet die Gesellschaft nicht einseitig. Seine Argumentation ist dialektisch. Neben der Teilung der Arbeit sieht Marx die Trennung zwischen Produktionsmitteln und Produzenten. Diese Trennung schafft in jeder Gesellschaft eine neue Form der Produktionsweise, die die Teilung der Arbeit mit sich entwickelt.
"Die Teilung der Arbeit innerhalb einer Nation führt zunächst die Trennung der industriellen und kommerziellen von der ackerbauenden Arbeit und damit die Trennung von Stadt und Land und den Gegensatz der Interessen Beider herbei. Ihre weitere Entwicklung führt zur Trennung der kommerziellen Arbeit von der industriellen. Zu gleicher Zeit entwickeln sich durch die Teilung der Arbeit innerhalb dieser verschiednen Branchen wieder verschiedene Abteilungen unter den zu bestimmten Arbeiten zusammenwirkenden Individuen. Die Stellung dieser einzelnen Abteilungen gegeneinander ist bedingt durch die Betriebsweise der ackerbauenden, industriellen und kommerziellen Arbeit (Patriarchalismus, Sklaverei, Stände, Klassen). Dieselben Verhältnisse zeigen sich bei entwickelterem Verkehr in den Beziehungen verschiedner Nationen zueinander. Die verschiedenen Entwicklungsstufen der Teilung der Arbeit sind ebensoviel verschiedene Formen des Eigentums; d.h., die jedesmalige Stufe der Teilung der Arbeit bestimmt auch die Verhältnisse der Individuen zueinander in Beziehung auf das Material, Instrument und Produkt der Arbeit." (MEW 3. S. 22)
In "Die deutsche Ideologie" als Grundlage des historischen Materialismus stellen Marx und Engels eine Analyse vor, die die "Feuerbachthesen" ausführt und gleichzeitig über Feuerbach hinausgeht. Marx und Engels versuchen gleichzeitig, die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft und der Geschichte darzustellen und verschiedene Arten des Eigentums in den vormodernen Gesellschaften mit ihrer jeweils spezifische Arbeitsteilung etc. auszuführen. Ich verstehe die Teilung der Arbeit in jeder Gesellschaft als eine Folge der Produktionsweise, die einerseits die Trennung der unterdrückten Klassen von den Produktionsmitteln begünstigt und andererseits die Produktion weiterentwickelt. Solange es eine unterdrückte Klasse gibt, findet diese Weiterentwicklung jedoch vornehmlich im Interesse und der Profitmaximierung der herrschenden Klasse statt. Wenn daraus doch Erleichterungen und Fortschritte für die Arbeiter entstehen, ist das eher als ein Nebenprodukt zu verstehen. Insgesamt führt die Teilung der Arbeit im Kapitalismus zu Unterschieden und zur Spaltung innerhalb der Arbeiterklasse und trägt damit wiederum bei zur Unterjochung und Unterdrückung der Mehrheit der Gesellschaft in jeder Gesellschaft, in der eine Klasse des Menschen Macht über die anderen hat.
"Man kann die Menschen durch das Bewußtsein, durch die Religion, durch was man sonst will, von den Tieren unterscheiden. Sie selbst fangen an, sich von den Tieren zu unterscheiden, sobald sie anfangen, ihre Lebensmittel zu produzieren, ein Schritt, der durch ihre körperliche Organisation bedingt ist. Indem die Menschen ihre Lebensmittel produzieren, produzieren sie indirekt ihr materielles Leben selbst.
Die Weise, in der die Menschen ihre Lebensmittel produzieren, hängt zunächst von der Beschaffenheit der vorgefundenen und zu reproduzierenden Lebensmittel selbst ab. Diese Weise der Produktion ist nicht bloß nach der Seite hin zu betrachten, daß sie die Reproduktion der physischen Existenz der Individuen ist. Sie ist vielmehr schon eine bestimmte Art der Tätigkeit dieser Individuen, eine bestimmte Art, ihr Leben zu äußern, eine bestimmte Lebensweise derselben. Wie die Individuen ihr Leben äußern, so sind sie. Was sie sind, fällt also zusammen mit ihrer Produktion, sowohl damit, was sie produzieren, als auch damit, wie sie produzieren. Was die Individuen also sind, das hängt ab von den materiellen Bedingungen ihrer Produktion.
Diese Produktion tritt erst ein mit der Vermehrung der Bevölkerung. Sie setzt selbst wieder einen Verkehr der Individuen untereinander voraus. Die Form dieses Verkehrs ist wieder durch die Produktion bedingt." (MEW 3 1962, S. 21)
Die erste Form des Eigentums nach Marx ist das Stammeigentum, eine Form des Eigentums, die einer unentwickelten Form des Eigentums entspricht und auf eine Basis verweist, bei der die Bevölkerung sich von Jagd und Fischfang, Viehzucht oder höchstens Ackerbau nährt. In dieser Stufe der Entwicklung der Gesellschaft ist die Teilung der Arbeit sehr gering und beschränkt sich auf weitere Ausdehnung der
"in der Familie gegebenen naturwüchsigen Teilung der Arbeit. Die gesellschaftliche Gliederung beschränkt sich daher auf eine Ausdehnung der Familie: patriarchalische Stammhäupter, unter ihnen die Stammitglieder, endlich Sklaven. Die in der Familie latente Sklaverei entwickelt sich erst allmählich mit der Vermehrung der Bevölkerung und der Bedürfnisse und mit der Ausdehnung des äußern Verkehrs, sowohl des Kriegs wie des Tauschhandels." (MEW 3. S. 22)
Das zweite Eigentum nach Marx und Engels ist das antike und Gemeinde- und Staatseigentum. Diese Form ist ein Eigentum,
"das namentlich aus der Vereinigung mehrerer Stämme zu einer Stadt durch Vertrag oder Eroberung hervorgeht und bei dem die Sklaverei fortbestehen bleibt. Neben dem Gemeindeeigentum entwickelt sich schon das mobile und später auch das immobile Privateigentum, aber als eine abnorme, dem Gemeindeeigentum untergeordnete Form. Die Staatsbürger besitzen nur in ihrer Gemeinschaft die Macht über ihre arbeitenden Sklaven und sind schon deshalb an die Form des Gemeindeeigentums gebunden. Es ist das gemeinschaftliche Privateigentum der aktiven Staatsbürger, die den Sklaven gegenüber gezwungen sind, in dieser naturwüchsigen Weise der Assoziation zu bleiben. Daher verfällt die ganze hierauf basierende Gliederung der Gesellschaft und mit ihr die Macht des Volks in demselben Grade, in dem namentlich das immobile Privateigentum sich entwickelt. Die Teilung der Arbeit ist schon entwickelter. Wir finden schon den Gegensatz von Stadt und Land, später den Gegensatz zwischen Staaten, die das städtische und die das Landinteresse repräsentieren, und innerhalb der Städte selbst den Gegensatz zwischen Industrie und Seehandel. Das Klassenverhältnis zwischen Bürgern und Sklaven ist vollständig ausgebildet." (MEW 3 1962, S. 22–23)
Obwohl Marx und Engels den Rousseauchen Gesellschaftsvertrag wie auch Hegel ablehnen, reden sie hier von einem Vertrag. Da sie aber von einem Vertrag sprechen, der kleinere Einheiten zu größeren zusammenschließt, ist davon auszugehen, dass sie damit die Vereinbarung zwischen den jeweils Mächtigen der kleineren Einheiten meinen, mit der die neue herrschende und beherrschte Gruppe festgelegt wird.
„Die dritte Form ist das feudale oder ständische Eigentum. Wenn das Altertum von der Stadt und ihrem kleinen Gebiet ausging, so ging das Mittelalter vom Lande aus. Die vorgefundene dünne, über eine große Bodenfläche zersplitterte Bevölkerung, die durch die Eroberer keinen großen Zuwachs erhielt, bedingte diesen veränderten Ausgangspunkt. Im Gegensatz zu Griechenland und Rom beginnt die feudale Entwicklung daher auf einem viel ausgedehnteren, durch die römischen Eroberungen und die anfangs damit verknüpfte Ausbreitung der Agrikultur vorbereiteten Terrain. Die letzten Jahrhunderte des verfallenden römischen Reichs und die Eroberung durch die Barbaren selbst zerstörten eine Masse von Produktivkräften; der Ackerbau war gesunken, die Industrie aus Mangel an Absatz verfallen, der Handel eingeschlafen oder gewaltsam unterbrochen, die ländliche und städtische Bevölkerung hatte abgenommen. Diese vorgefundenen Verhältnisse und die dadurch bedingte Weise der Organisation der Eroberung entwickelten unter dem Einflusse der germanischen Heerverfassung das feudale Eigentum. Es beruht, wie das Stamm- und Gemeindeeigentum, wieder auf einem Gemeinwesen, dem aber nicht wie dem antiken die Sklaven, sondern die leibeignen kleinen Bauern als unmittelbar produzierende Klasse gegenüberstehen. Zugleich mit der vollständigen Ausbildung des Feudalismus tritt noch der Gegensatz gegen die Städte hinzu. Die hierarchische Gliederung des Grundbesitzes und die damit zusammenhängenden bewaffneten Gefolgschaften gaben dem Adel die Macht über die Leibeignen. Diese feudale Gliederung war ebensogut wie das antike Gemeindeeigentum eine Assoziation gegenüber der beherrschten produzierenden Klasse; nur war die Form der Assoziation und das Verhältnis zu den unmittelbaren Produzenten verschieden, weil verschiedene Produktionsbedingungen vorlagen. (MEW 3 1962, S. 24)
In der Einteilung der Epochen der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft beruft sich Marx im Gegensatz zu den Idealisten und besonders Hegel nicht auf die Entwicklung der Ideen und des Geistes. Er will die Produktionsverhältnisse in jeder Epoche untersuchen und dadurch auch den Überbau der Gesellschaft, der auf der Basis der Produktionsverhältnisse entsteht, in einer dialektischen Relation zueinander betrachten. Marx wird hier aber häufig falsch verstanden. Das liegt v.a. daran, dass die Marx-Leser, die sich nur stückweise mit Marx beschäftigt haben, seine schlüssige Argumentation falsch interpretieren. Insbesondere einige seiner Kritikerinnen und Kritiker machen es sich damit sehr einfach, um sich gegen Marx wenden zu können. Besonders klar beschrieben ist der historische Materialismus im Vorwort zur „Kritik der politischen Ökonomie“, wo Marx seine historisch materialistische Analyse unglaublich ästhetisch darstellt.

Kritik der politischen Ökonomie

Die „Kritik der politischen Ökonomie“ als Titel für den ersten Band „Das Kapital“ ist sehr treffend und umfassend. Marx beschäftigt sich in „Das Kapital“ mit der Kritik der politischen Ökonomie des Kapitalismus. Er beginnt von der Ware als dem kleinsten Teil im Kapitalismus und geht von ihr aus, um die gesamte kapitalistische Produktionsweise darzustellen und zu zeigen, wie diese Produktionsweise funktioniert, ohne im „Kapital“ selbst explizit den Kommunismus als Alternative einzuführen. Marx hatte gute Gründe, ausgerechnet mit der Analyse der Ware und nicht mit der des Geldes oder etwas anderem anzufangen. Wie am Anfang der Arbeit erwähnt, liegen diese Gründe im Charakter der Ware als einem Ding, das nur in der kapitalistischen Produktionsweise existiert und ihr ihren fetischistischen Charakter verleiht. Die Marx begann seine Auseinandersetzung mit der Kritik der politischen Ökonomie in der Zeit seines Exils in Paris, mit den philosophisch-ökonomischen Manuskripten von 1844, obwohl er darin eine eher philosophische Sprache verwendet. „Das Elend der Philosophie“ als eine interessante Auseinandersetzung mit Proudhons Ideen als Vordenker des Anarchismus in Frankreich trägt in sich immer noch einen Ricardoschen Ansatz in Bezug auf die Grundrententheorie. Die Erscheinung von „Das Elend der Philosophie“ als eine weitere Auseinandersetzung mit der Kritik der politischen Ökonomie entstand fast zeitgleich mit „Lohnarbeit und Kapital“ als weiterführende sachliche Kritik der politischen Ökonomie. (Khosravi, Kamal, ‏خسروی، کمال‎ 2015) In „Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie“, die als Marx eigene Notizen nicht zur Veröffentlichung gedacht waren, befasst Marx sich mit der Theorie des Mehrwerts und der Entstehungsgeschichte des Kapitalismus. Diese gesamten Vorarbeiten über die Kritik der politischen Ökonomie sollten es Marx ermöglichen, seine Überlegungen präzise in drei Büchern auf dem Punkt zu bringen. Das erste Buch sollte „Die Kritik der politischen Ökonomie“ hießen, das zweite „Die Kritik an utopischen Sozialisten“ und das dritte „Die Geschichte der Wirtschaftstheorie“. Kein Verlag und kein Herausgeber war in der Lage, diese Bücher zu veröffentlichen und alle schlugen Marx vor, mit der Geschichte der Wirtschaftstheorie anzufangen. Weil Marx nicht in der Lage war, ein neutrales Buch über die Geschichte der Vordenker in der Wirtschaft zu schreiben, kam dieser Prozess nicht zu Stande. So entschied Marx sich, „Das Kapital und die Kritik der politischen Ökonomie“ zu schreiben, ein Projekt, das von ihm nie zu Ende gebracht werden konnte. (Khosravi, Kamal, ‏خسروی، کمال‎ 2015) „Das Kapital“ ist eine Weiterentwicklung und Aufhebung der Widersprüche der bürgerlichen politischen Ökonomie. In anderen Werken kann man gelegentlich Stellen finden, an denen Marx einen Hegelschen oder Ricardoschen Ansatz vertritt, aber in „Das Kapital“ argumentiert Marx stringent in seiner eigenen theoretischen Herangehensweise ohne Verirrungen in widersprechende Theorien.
Marx selbst konnte nur den ersten Band des Kapitals veröffentlichen. Band zwei und drei wurden erst nach seinem Tod von Friedrich Engels verarbeitet und veröffentlicht. Die Kritik der politischen Ökonomie ist die Darstellung der Einzelheiten der kapitalistischen Produktionsweise, ohne dass Marx in dem Werk expliziert von der Überwindung der kapitalistischen Produktionsweise spricht. Marx zeigt den Lesern einerseits, wie die Akkumulation des Kapitals entsteht, anderseits versucht Marx mit seiner Theorie die gesamten kapitalistischen Verhältnisse von der Ware bis zur Monopolisierung des Kapitals auf internationaler Ebene und die Entstehung des Weltmarkts aufzugreifen. Nach Haug hat die Kritik der politischen Ökonomie sich in das kapitalismustheoretische Werk von Karl Marx eingebürgert. Die Kritik der politischen Ökonomie nach Marx geht über „Das Kapital“ hinaus und wurde in vielen Schriften von Marx integriert. In diesem Kapitel beziehe ich mich jedoch vordergründig auf seine Analysen in „Das Kapital“.
„Das Kapital“ ist Marx Hauptwerk und allgemein das Hauptwerk über die Kritik der politischen Ökonomie. Wenn wir die Kritik der politischen Ökonomie erklären möchten, müssen wir zuerst die politische Ökonomie definieren. Wolfgang Fritz Haug definiert die politische Ökonomie als „Wissenschaft der Reproduktion der Gesellschaft in bestimmten Formen“ (Haug 2014, S. 19) Dies sind die Formen der bürgerlichen Produktionsweise, mit der Marx sich in „Das Kapital“ intensiv auseinandersetzt, ihre Gesetzmäßigkeit in einer radikalen grundlegenden Argumentation und logisch-historischen Beweisen aufzeigt und damit die zeitgenössisch bürgerlichen Auffassungen widerlegt. Insofern ist die Kritik der politischen Ökonomie, wie Haug es auch beschriebt, keine „Ideologiekritik“ an der bürgerlichen Ideologie oder eine philosophische Auseinandersetzung mit dem Kapitalismus, sondern eine tiefe Auseinandersetzung mit der Gesetzmäßigkeit und dem Prozess der Bewegung des Kapitals und mit der kapitalistischen Produktionsweise. (Haug 2014, 19ff) Die politische Ökonomie in der Praxis ist die kapitalistische Produktionsweise selbst: Eine Form der Produktionsweise, die die Logik der Maximierung der Profit einerseits verteidigt und anderseits davon spricht, dass der Markt die Möglichkeit dafür schuf, dass die Menschen „frei“ miteinander konkurrieren, um zur „Gleichheit“ zu gelangen. Diese Form der Freiheit lehnt Marx ab und stellt ihr die doppelte Befreiung der Arbeiterklasse entgegen. Einerseits wurde sie durch die kapitalistische Produktionsweise von dem Eigentum des Adels (Leibeigenschaft) befreit. Damit sind die Arbeiter frei, ihre Arbeitskraft zu verkaufen und formelle Verträge schließen. Andererseits sind sie frei von Produktionsmitteln und damit gezwungen, ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Diese doppelte Freiheit ist daher nach Marx weder gerecht noch emanzipatorisch, weil sie für die Arbeiter und Lohnabhängigen nur eine Problemverschiebung darstellt. Die politische Ökonomie stellt diese Form der technischen Entwicklung der Gesellschaft vom Feudalismus über die Zwischenphasen (Ursprüngliche Akkumulation und Manufaktur) bis zur kapitalistischen Produktionsweise so dar, als wäre alles ohne Antagonismus zustande gekommen und würde für immer so bleiben. Die traditionelle politische Ökonomie unterstützt auch ideologisch die kapitalistische Produktionsweise. Die unsichtbare Hand des Marktes wird erst bei Marx sichtbar, indem er die bürgerliche Produktionsweise und die kapitalistische Ausbeutung des Proletariats durch seine Kritik und Darstellung sichtbar macht und über Adam Smiths und Ricardos Analyse hinausgeht. Die Arbeitswerttheorie übernimmt Marx zwar von Ricardo, stellt sie aber auf die Füße, indem er den geschaffenen Mehrwert durch die Ausbeutung der Arbeiter für die Erklärung der Akkumulation des Kapitals heranzieht und die Natur nicht als einzige Quelle des Mehrwerts darstellt. Marx ist wie auch Ricardo der Meinung, dass die Arbeit und die Natur die Quellen des Reichtums sind. Im Gegensatz zu politischen Ökonomen wie Smith und Ricardo und späteren sogenannten Sozialisten wie Lassalle stellt Marx die Frage nach dem Mehrwert, der durch die Ausbeutung der Arbeiter generiert wird. Mehrwert kann nur geschaffen werden, wenn die Arbeiter unbezahlte Arbeit leisten. Diese unbezahlte Arbeit ist die Mehrarbeit, die Arbeiter in der Produktion leisten, damit die Kapitalisten mehr Kapital akkumulieren können. Die Arbeit der Arbeiter wird in diesem Verhältnis zur Ware und die Arbeiter werden selbst von ihren Produkten entfremdet, weil sie stundenlang unbezahlte Arbeit für die Waren geleistet haben, die ihnen selbst nicht gehört. Die Natur wird nach Marx nützlich, wenn der Stoffwechsel zwischen Menschen und Natur stattfindet. Sie kann ohne die Arbeit der Menschen keine Quelle des Reichtums sein. Die Menschen beherrschen durch die Arbeit nicht nur die äußerliche nichtmenschliche Natur, sondern entwickeln und reproduzieren sich auch als Menschen und können das Bewusstsein schaffen, mit dem sie die Natur besser beherrschen können. (Haug 2012)

Die Ware als Erscheinungsform der kapitalistischen Produktionsweise zum Philosophieren durch die Beschreibung der Ware

Der Charakter der Ökonomie ist nach Marx immer doppelseitig. Das Ding wird zur Ware, wenn sie neben dem Gebrauchswert den Tauschwert als Charakter trägt. Allein der Konsum des Dinges durch andere Menschen macht es nicht zur Ware, solange es keinen Tauschwert hat. Der Tauschwert der Waren wird unter der kapitalistischen Produktionsweise durch die gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit bestimmt. Die gesellschaftliche notwendige Arbeitszeit ist von einem Land zum anderen verschieden. Sie ist durch die technischen Fortschritte geprägt und durch einen Durchschnitt von einfacher und komplizierter Arbeit ausgerechnet. Die Konkurrenz zwischen den Arbeitern spielt auch eine Rolle. Die gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit vergegenständlicht den Tauschwert. Diese Entdeckung ist eine große Entwicklung in der Wissenschaft, die die politische Ökonomie zuvor nicht aufgedeckt hatte oder bis jetzt aus unterschiedlichen Gründen ablehnt.
Für Marx ist die Ware ein Gegenstand, der nur in einer kommodifizierten Gesellschaft entstehen kann. Im ersten Satz des ersten Kapitels über die Ware erklärt Marx: „Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine "ungeheure Warensammlung", die einzelne Ware als seine Elementarform. Unsere Untersuchung beginnt daher mit der Analyse der Ware.“ (MEW 23 2005, S. 49)
Marx und Engels historisch-materialistische Geschichtsauffassung zeigt sich deutlich in „Das Kapital“, indem Marx die Ware als einen Gegenstand, als Produkt der kapitalistischen Produktionsweise bezeichnet und charakterisiert. Mit anderen Worten kann die Ware nur existieren, wo die kapitalistische Produktionsweise herrscht. Nach Marx hat die Ware zwei Charaktere: Gebrauchswert und Tauschwert. Der Gebrauchswert der Dinge und der Gegenstände macht die Dinge nicht zur Ware, solange das Ding und die Gegenstände nicht den zweiten Charakter, den Tauschwert, besitzen. Der Tauschwert der Ware ermittelt sich gesellschaftlich notwendigen Arbeitszeit zur Produktion einer Ware. Diese gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit ist der Durchschnitt der Zeit, die für einfache und komplizierte Arbeit benötigt wird. (MEW 23 2005, 51ff) Daraus ergibt sich auch, dass weder die Nützlichkeit noch das Vorhandensein eines Konsumenten das Ding zur Ware machen kann. Weil viele Leser und Leserinnen das erste Kapitel über die Ware missverstanden, verdeutlicht Engels in allen weiteren Ausgaben in einer Fußnote, was Marx unter Ware versteht. (MEW 23. 2005, 50)
Nach Marx gibt es Dinge, die keinen Warencharakter besitzen, obwohl sie konsumiert werden, wie Sauerstoff und wildwachsendes Holz. Heute stellt sich allerdings die Frage, ob diese Dinge weiterhin keine Ware sind. Ich persönlich bezweifle dies. Luft und Sauerstoff waren auch damals schon Ware und sind es jetzt mehr denn je. Der Warencharakter der Luft wird deutlich, wenn man die Luftqualität in den ärmeren Industriegebieten in den großen Städten der Welt mit der Luft der reicheren Regionen vergleicht. Arme Menschen können die Ware „saubere Luft“ nicht kaufen. In einigen Touristenorten beispielsweise in Thailand wird saubere Luft in Flaschen an Touristen und reiche Menschen verkauft. Die Privatisierung und die Kommodifizierung der Strände, der Naturgebiete hat ab den 90er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts auf brutalste Art stattgefunden.
Eines der philosophisch hochkomplizierten Kapitel in „Das Kapital“ ist das erste Kapital über die Ware. Marx versucht hier, die Herangehensweise von Hegels Wissenschaft der Logik auf den Prozess der kapitalistischen Produktionsweise anzuwenden und damit Hegel auf die Füße zu stellen. Er wendet die Hegelsche idealistische Dialektik auf den Prozess der Bewegung der Gesellschaft an und charakterisiert mit Hilfe der Dialektik die Ware, wobei er sich gleichzeitig von Hegels Abstrahierung der Abstraktion entfernt und die gesellschaftlichen Umstände, die objektiven Dinge wie die Ware, auf einer abstrakten Ebene analysiert. Insofern ist das Marxsche Kapital ein philosophischer Versuch der Beschreibung der Einzelheiten der kapitalistischen Produktionsweise und beschäftigt sich nicht wie Hegel mit der Zurückkehrung des Geistes zu sich selbst.
„Geld und Ware sind nicht von vornherein Kapital, sowenig wie Produktions- und Lebensmittel. Sie bedürfen der Verwandlung in Kapital. Diese Verwandlung selbst aber kann nur unter bestimmten Umständen vorgehn, die sich dahin zusammenspitzen: Zweierlei sehr verschiedne Sorten von Warenbesitzern müssen sich gegenüber und in Kontakt treten, einerseits Eigner von Geld, Produktions- und Lebensmitteln, denen es gilt, die von ihnen geeignete Wertsumme zu verwerten durch Ankauf fremder Arbeitskraft; andrerseits freie Arbeiter, Verkäufer der eignen Arbeitskraft und daher Verkäufer von Arbeit. Freie Arbeiter in dem Doppelsinn, daß weder sie selbst unmittelbar zu den Produktionsmitteln gehören, wie Sklaven, Leibeigne usw., noch auch die Produktionsmittel ihnen gehören, wie beim selbstwirtschaftenden Bauer usw., sie davon vielmehr frei, los und ledig sind.“ (MEW 23. 742)
Die Marxschen Überlegungen über die Ware und deren Charakterisierung unterscheiden sich von denen der Ökonomen wie Smith, Ricardo und Saint-Simon, die sich mit der Ware und dem Kapital beschäftigten. Für Marx kann keine Ware in einer Gesellschaft entstehen, in der keine bürgerliche oder kapitalistische Produktionsweise existiert. Die Analyse der Ware bei Marx ist grundlegend für die Beschreibung der kapitalistischen Produktionsweise. Für Marx ist Kapital kein Ding, sondern ein Prozess, in dem sich die Ware in Geld und das Geld zur Ware entwickelt und aus der anderen Perspektive das Geld zur Ware und diese im nächsten Tauschprozess durch die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft wieder zu mehr Geld entwickelt. In diesem Prozess wird das Geld zum Kapital. Geld ist nach Marx selbst eine Ware, die nicht nur den Austausch der Waren vereinfacht, sondern als eine Ware auftaucht, die den Wert aller anderen Waren messen kann. Der Kapitalismus ohne die Ware und die Ware ohne den Kapitalismus kann nach Marx nicht existieren. „Das Kapital“ wird häufig mit der Bibel verglichen oder als die Bibel der Arbeiterklasse bezeichnet. Ich bin persönlich der Meinung, dass „Das Kapital“ weder ein religiöses Buch noch eine Art der Wirtschaftswissenschaft ist. „Das Kapital“ ist vor allem eine tiefgründige philosophisch, historisch-materialistische Analyse der Logik des Kapitals und der kapitalistischen Produktionsweise. „Das Kapital“ ist die wichtigste philosophische Schrift von Marx; nicht philosophisch im Sinne der klassischen idealistischen Philosophie, sondern philosophisch im Sinne des Philosophierens des Kapitalismus. Es wird häufig auch davon gesprochen, dass Marx Hegel auf die Füße gestellt habe. Leider ist diese Erkenntnis zu einem unreflektierten Klischee geworden, obwohl es die Wahrheit ist. Was Hegel in der Philosophie und besonders in seiner „Wissenschaft der Logik“ macht, macht Marx in „Das Kapital“ auf seine Weise. Marx versucht sich von den abstrahierenden Begriffen zu entfernen und die objektiven Lebensbedingungen in der kapitalistischen Produktionsweise anschaulich zu machen, um zu zeigen, wie die kapitalistische Produktionsweise existiert oder sich verwirklicht. Er abstrahiert die Lebensbedingung der Menschen und philosophiert den Kapitalismus. Marx hat wie Lukács sagt keine „Logik“ (Wissenschaft der Logik meinte Lenin) wie Hegel geschrieben, aber er hat „Das Kapital“ geschrieben. In „Das Kapital“ übernimmt Marx die dialektische Methode von Hegel, verarbeitet sie und macht daraus „meine dialektische Methode“, wie er selbst sagt. Die dialektische Methode von Marx ist kein Erklären und Definieren, kein Erläutern der Abstraktion und der Begriffe im Sinne Hegels mit dialektischer Satzbildung, sondern die Erklärung und die Definition der gesellschaftlichen Umstände und der Dialektik und eine Kritik am Antagonismus in der Gesellschaft. Ohne die Dialektik von Hegel hätte Marx nie die Möglichkeit gehabt, seine gesamte Argumentation in dieser Weise dialektisch aufzubauen. Die Philosophie von Hegel und seine dialektische Methode, „Negation der Negation“ sagt Engels, kam mit sich selbst in einen Widerspruch, weil sie einerseits durch die Dialektik eine revolutionäre Bedeutung hatte, anderseits diese Negation der Negation ein Ende haben müsse. Das Ende der Negation der Negation ist bei Hegel nach Engels die Integration in der Monarchie unter der Herrschaft von Friedrich Wilhelm III. (MEW 21. S. 268ff)
„In der ‚Logik‘ kann er dies Ende wieder zum Anfang machen, indem hier der Schlußpunkt, die absolute Idee - die nur insofern absolut ist, als er absolut nichts von ihr zu sagen weiß - sich in die Natur ‚entäußert‘, d.h. verwandelt, und später im Geist, d.h. im Denken und in der Geschichte, wieder zu sich selbst kommt. Aber am Schluß der ganzen Philosophie ist ein ähnlicher Rückschlag in den Anfang nur auf einem Weg möglich. Nämlich indem man das Ende der Geschichte dann setzt, daß die Menschheit zur Erkenntnis eben dieser absoluten Idee kommt, und erklärt, daß diese Erkenntnis der absoluten Idee in der Hegelschen Philosophie erreicht ist. Damit wird aber der ganze dogmatische Inhalt des Hegelschen Systems für die absolute Wahrheit erklärt, im Widerspruch mit seiner dialektischen, alles Dogmatische auflösenden Methode; damit wird die revolutionäre Seite erstickt unter der überwuchernden konservativen. Und was von der philosophischen Erkenntnis, gilt auch von der geschichtlichen Praxis. Die Menschheit, die es, in der Person Hegels, bis zur Herausarbeitung der absoluten Idee gebracht hat, muß auch praktisch so weit gekommen sein, daß sie diese absolute Idee in der Wirklichkeit durchführen kann. Die praktischen politischen Forderungen der absoluten Idee an die Zeitgenossen dürfen also nicht zu hoch gespannt sein. Und so finden wir am Schluß der ‚Rechtsphilosophie‘, daß die absolute Idee sich verwirklichen soll in derjenigen ständischen Monarchie, die Friedrich Wilhelm III. seinen Untertanen so hartnäckig vergebens versprach, also in einer den deutschen kleinbürgerlichen Verhältnissen von damals angemessenen, beschränkten und gemäßigten, indirekten Herrschaft der besitzenden Klassen; wobei uns noch die Notwendigkeit des Adels auf spekulativem Wege demonstriert wird.“ (MEW 21. S268-269)
Marx und Engels lösen die Widersprüche der Hegelschen Philosophie, indem sie einerseits Hegels Dialektik von ihrem Idealismus oder die Entwicklung des Geistes oder die Bewegung der Ideen im Laufe der Geschichte befreien, andererseits historisch materialistisch die Welt betrachten und die Entwicklung des Seins der Menschen durch ihre Praxis in der Geschichte beobachten. Das ist eine Weiterentwicklung der Dialektik und die Eroberung und Negation der idealistischen Philosophie und deren Verwandlung in die Philosophie der Praxis. Marx wendet sich aber auch sehr stark gegen Hegels Kritiker, die aus der Hegelschen Philosophie Stücke genommen und seine Philosophie unterschiedlich interpretiert hatten:
„Die mystifizierende Seite der Hegelschen Dialektik habe ich vor beinah 30 Jahren, zu einer Zeit kritisiert, wo sie noch Tagesmode war. Aber grade als ich den ersten Band des "Kapital" ausarbeitete, gefiel sich das verdrießliche, anmaßliche und mittelmäßige Epigonentum, welches jetzt im gebildeten Deutschland das große Wort führt, darin, Hegel zu behandeln, wie der brave Moses Mendelssohn zu Lessings Zeit den Spinoza behandelt hat, nämlich als "toten Hund". Ich bekannte mich daher offen als Schüler jenes großen Denkers und kokettierte sogar hier und da im Kapitel über die Werttheorie mit der ihm eigentümlichen Ausdrucksweise. Die Mystifikation, welche die Dialektik in Hegels Händen erleidet, verhindert in keiner Weise, daß er ihre allgemeinen Bewegungsformen zuerst in umfassender und bewußter Weise dargestellt hat. Sie steht bei ihm auf dem Kopf. Man muß sie umstülpen, um den rationellen Kern in der mystischen Hülle zu entdecken.“ (MEW 23. S. 27)
Althusser schreibt in seinem Buch „Für Marx“, dass man nicht mit dem ersten Kapitel das ersten Bandes des Kapitals anfangen soll, wenn man Marx studieren möchte, weil kaum Menschen dieses Kapitel verstanden haben und keine Kontinuität zwischen verschiedenen Schriften des „jungen Marx“ und des „reifen Marx“ sahen. (Althusser 1968) Das kann wahr sein, weil ein intelligenter Wissenschaftler wie Backhaus selbst sich in seinem Buch „Dialektik der Wertform“ häufig irrte, indem er den Charakter der Ware bei Marx nicht verstand und Marx in die Schule Ricardos kategorisierte. (Backhaus 2011) Karl Korsch ist der Meinung, dass „Das Kapital“ und die Kritik der politischen Ökonomie von Marx nicht zu den bürgerlichen Wissenschaften gehöre und Kritik nicht im Rahmen der bürgerlichen Wissenschaften übe, sondern eine sozialistische, revolutionäre Wissenschaft begründe. (Korsch 2017 [1932]). Während die Marxsche Wissenschaft der bürgerlichen Wissenschaft unharmonisch erscheint, ist sie in Wahrheit die einzig harmonische Wissenschaft, da sie von tatsächlichen Lebensbedingungen ausgeht, Aberglaube und Religion als Erklärungen ablehnt und eine Alternative zur Befreiung der Unterdrückten eröffnet. Raya Dunayevskaya beschreibt Althusser Analyse in „Für Marx“ als antimarxistisch. Sie ist der Meinung, dass Althusser nicht nur Marx nicht verteidigen konnte, sondern gegen Marx argumentierte. Was Althusser aus Marx machte, führte zu einer falschen Darstellung des Marxismus. Althusser setzt den jungen Marx gegen den reifen Marx und versucht seine hoch philosophische Analyse in „Philosophische und Ökonomische Manuskripte“ von 1844, in der Marx die Theorie der Entfremdung durch die Arbeit entwickelt und die verschiedenen Arten der Entfremdung ausarbeitet, nicht als Vorläufer oder überhaupt in Zusammenhang mit seinen späteren Schriften zu sehen. (Dunayevskaya 1989 [1973]) Thomas Petersen und Malte Faber bestätigen mit anderen Worten Korschs Analyse, indem auch sie die marxistische Wirtschaftstheorie nicht in Reihe der politischen Ökonomie einordnen, sondern die Grenzen der bürgerlichen Wissenschaft überschritt. (Petersen et al. 2015)
Die Marxsche Kritik ist vor allem in „Das Kapital“ eine historisch-materialistische und gleichzeitig eine logische Auseinandersetzung mit der Entstehung des Kapitalismus und dabei eine Kritik jeder Beobachtung des Kapitalismus, die die Entwicklung der kapitalistischen Produktionsweise als die Entwicklung des Geistes oder als ein natürliches Geschehen darstellt. Insofern kann man Marx nicht liberalistisch, idealistisch, positivistisch, dogmatisch oder als einfache Weiterentwicklung der Anderen bezeichnen. Aus diesem Grund findet die Marxsche Kritik in der bürgerlichen Wissenschaft und der idealistischen klassischen Philosophie keine Anerkennung.

Fazit

Wenn man „Das Kapital“ besser verstehen will, muss man einen Zusammenhang zu Marx ökonomischen Schriften herstellen, die vor „Das Kapital“ veröffentlicht wurden, wie „Lohnarbeit und Kapital, „Lohn, Preis und Profit“, „Philosophisch-ökonomische Manuskripte aus dem Jahr 1844“, „Grundrisse der politischen Ökonomie“, „Kritik der politischen Ökonomie MEW 13“ und vor allem dem historischen Materialismus („Die deutsche Ideologie“) und der Schriften wie „Kritik des Gothaer Programms“ und anderen Schriften von Engels wie „Herrn Eugen Dühring’s Umwälzung der Wissenschaft“, „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“, „Ludwig Feuerbach und der Ausgang der deutschen klassischen Philosophie“. Zusammengenommen bilden sie die gesamte Marxsche Theorie. Jede andere Interpretation der Marxschen Theorie, die sie nicht als ganzen Körper betrachtet, führt in die Irre. Hier fehlt leider die Kapazität, diesen Zusammenhang ausführlicher wiederzugeben. Es gab immer Versuche, „Das Kapital“ von Marx in der bürgerlichen Wissenschaft zu lesen und in eine bürgerliche Disziplin einzuordnen. Diese Versuche sind alle gescheitert. Die Postmoderne war der bisher letzte verzweifelte Versuch, den Marxismus und die Kritik der politischen Ökonomie in einen Nietzscheanismus zu integrieren, aber die Postmoderne wurde selbst im bürgerlichen Staatsapparat durch eine passive Revolution wie Gramsci sie beschreibt integriert und die „Ideologielosigkeit“ der Postmoderne wurde zu einer der aggressivsten kapitalistischen Ideologien und eine der führenden Ideologien des Neoliberalismu

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