26/07/2025
Am vergangenen Donnerstag war unter Anderen die Umgestaltung der Dossenheimer Landstraße auf der Tagesordnung (Punkt Ö12: https://ww1.heidelberg.de/buergerinfo/si0057.asp?__ksinr=7071).
Die Frage, die seit einiger Zeit bewegt, ist die nach der Ein- oder Zweispurigkeit, und ob die dort stehenden Bäume bleiben können - oder nicht.
Michael Pfeiffer fasste seine Sicht der Dinge am Donnerstag in einer kurzen Rede zusammen:
„Im Schreiben der Verwaltung fand sich nicht ein Satz darüber, welche Vorteile die Einspurigkeit bringen würde.
Das war schon sehr manipulativ und keineswegs objektiv.
Es hatte für mich schon fast den Eindruck, als ob nochmal alles schlechte oder negativ darzustellende bei der Einspurigkeit in das Schreiben reingepresst wurde. Es hat immer wieder Methode, dass dieses Gremium mit Horrorszenarien gefüttert wird, um die Entscheidungen im Sinne der Stadtspitze zu treffen. Grüne Entscheidungen kommen dabei sehr selten vor. Dazu passte auch, dass die Mitglieder des AKUM nicht abstimmen durften, obwohl dieses Thema zuletzt im AKUM positioniert war.
Überhaupt haben sich bei diesem Thema alle drei beteiligten Parteien, also RNV, Verwaltung und Gemeinderat, nicht mit Ruhm bekleckert. „Zweispurigkeit ist alternativlos" ... dann: Einspurigkeit geht doch"... dann: "Geht nicht!"
Hauptargument für eine Zweispurigkeit ist doch, dass die Straßenbahn sonst vom MIV (motorisierter Individualverkehr) ausgebremst würde. Wenn die Ampelschaltungen doch so, wie die Stadtspitze mir im SEBA noch versichert hat, mit hochtechnisierter Ampelschaltung in der Dossenheimer Landstraße ausgestattet wird, kann doch die Straßenbahn am Hans-Thoma Platz bzw. in der Biethstraße vor dem MIV abfahren(?!). Damit ist eine Zeitverzögerung für den ÖPNV nicht zu erwarten. Nachdem die Straßenbahn von der Haltestelle Burgstraße abgefahren ist, kann bei der modernen Ampelschaltung eine längere Grünphase dafür sorgen, dass der MIV schneller abfließt.
Für mich sind daher die Argumente von RNV und Verwaltung nicht haltbar. Ich frage mich, warum die Zweispurigkeit mit so großem Engagement vorangetrieben wird, wenn wir bei Einspurigkeit ca. 400.000 € einsparen können, weniger Fläche versiegelt wird und dieses Klimawäldchen für die Anwohner erhalten werden kann. Das konnte mir noch niemand erklären.
Das Argument des Zeitfaktors für eine erneute Umplanung ist meiner Meinung nach ebenfalls vorgeschoben, da dieser Abschnitt erst Mitte 2026 zum Umbau ansteht. Bis dahin können alle formalen Schritte umgesetzt werden.
Wir machen uns doch lächerlich, wenn wir einerseits gegen Neuversiegelung sind und andererseits diese aktiv vorantreiben. Ich appelliere daher nochmals dringend an Sie, insbesondere aber an SPD und Grüne, sich Ihre Entscheidung, eine Zweispurige Spur einzurichten, noch einmal zu überlegen.“
Michael Pfeiffer