01/07/2026
🚧🌳 Keine Mehrheit gegen B63n und K35n – Pro Hamm / BSW bleibt bei klarer Haltung
In der Sitzung der Bezirksvertretung Hamm-Mitte hat sich die Fraktion Pro Hamm / BSW erneut für einen Stopp der Planungen zur B63n und zum Zubringer K35n eingesetzt. Ein entsprechender Antrag, den Rat der Stadt Hamm zur Beendigung der Planungen aufzufordern, wurde jedoch mehrheitlich abgelehnt.
Roland Koslowski, Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung Mitte, erklärt:
„Wir stehen zu dem, was wir den Bürgerinnen und Bürgern vor der Wahl versprochen haben. Die B63n würde Natur zerstören, zusätzlichen Schwerlastverkehr anziehen und die Lebensqualität vieler Menschen in Hamm dauerhaft verschlechtern.“
Nach Auffassung von Pro Hamm / BSW fördern beide Straßenprojekte nicht nur den Individualverkehr, sondern vor allem den Schwerlastverkehr. Gleichzeitig würden wertvolle Naturflächen zwischen Mitte und Pelkum zerschnitten sowie Lärm-, Feinstaub- und CO₂-Belastungen weiter zunehmen. 🌿🚛
Kritik übt die Fraktion außerdem daran, dass Grüne und Die Linke dem Antrag nicht zugestimmt haben, obwohl beide Parteien im Kommunalwahlkampf Vorbehalte gegen die B63n geäußert hatten.
🤝 Ausdrücklich unterstützt Pro Hamm / BSW auch den Widerstand in der Gemeinde Bönen. Dort wächst der Protest gegen die geplante Trasse. Mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger haben sich bei einer Informationsveranstaltung gegen das Projekt ausgesprochen. Die Gemeinde Bönen bereitet nach eigenen Angaben sogar die Aufhebung ihres früheren Zustimmungsbeschlusses vor und prüft weitere rechtliche Schritte.
Erol Gürle, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, betont:
„Wir brauchen keine neue Straße mitten durch wertvolle Naturräume, sondern eine echte Verkehrswende. Dazu gehören ein attraktiver ÖPNV, weniger Schwerlastverkehr auf unseren Straßen und eine stärkere Nutzung der bestehenden Schienen- und Hafeninfrastruktur.“
👉 Für Pro Hamm / BSW gibt es Alternativen: Der Hammer Hafen und die vorhandene Schienenanbindung bieten aus Sicht der Fraktion bessere Möglichkeiten, den Güterverkehr nachhaltig abzuwickeln, ohne weitere Naturflächen zu versiegeln.
„Wir begrüßen ausdrücklich, dass sich auch in Bönen immer mehr Menschen gegen diese Planungen engagieren. Infrastruktur endet nicht an Stadtgrenzen. Deshalb sollten Hamm und Bönen gemeinsam nach Lösungen suchen, die Verkehr, Wirtschaft und Naturschutz miteinander verbinden – statt neue Belastungen für Mensch und Umwelt zu schaffen“, so Roland Koslowski abschließend. 🌍
Eine lebenswerte Stadt braucht eine nachhaltige Verkehrspolitik – nicht noch mehr Straßen, die Natur zerstören und zusätzlichen Schwerlastverkehr anziehen.