20/04/2022
Hallo zusammen. Ich bin Ezgi und spreche heute für die Linksjugend. Aktuell ist der Krieg in der Ukraine wahrscheinlich für alle von uns am präsentesten, und ermöglicht uns über die Wichtigkeit von Frieden zu sprechen.
Frieden ist die mutige und ultimative Antwort auf die Vorstellung, dass Gewalt eine praktikable Lösung für die Konflikte unserer Welt bietet. Dass kein Krieg auf der Welt gerecht ist, ist glasklar, denn Kriege bringen den Tod von vielen unschuldigen Zivilisten sowie massives Leid für die Arbeiterklasse mit sich.
Wir haben das Potenzial, eine Welt in Frieden zu schaffen und jedem Menschen ein Leben in sozialer und körperlicher Sicherheit zu schaffen, doch Kriege schaffen das Gegenteil dessen.
Die Leidtragenden jeden Krieges sind die Menschen aus der Arbeiterklasse, die Opfer von Bombardierungen werden, flüchten müssen, als Soldat ihr Leben opfern und davon meist prägend traumatisiert werden, oder unter den wirtschaftlichen Folgen des Krieges leiden, die durch Sanktionen ausgelöst werden.
Wie dieser Krieg die einfache Bevölkerung betrifft ist eindeutig. Ganze Städte liegen in Schutt und Asche. Laut des UN-Flüchtlingskommissiariats sind bereits mehr als 4 Millionen Menschen, darunter meistens Frauen und Kinder, geflohen. Der Großteil der Vertriebenen sind innerhalb der Ukraine stets auf der Flucht. Der Ukraine-Krieg hat laut Zählungen des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte (OHCHR) bis zum 13. April 2022 bereits mindestens 4.521 Opfer in der ukrainischen Zivilbevölkerung gefordert.
Da es sich bei den Angaben um durch die UN bestätigte zivile Opfer handelt, müsste die Dunkelziffer wesentlich hoher sein. Unter den Opfern waren sowohl getötete als auch verletzte Zivilisten, darunter auch Kinder. Laut Angaben des UN-Nothilfebüros (OCHA) zufolge, hätten Hunderttausende Ukrainer zudem durch Kriegsschäden keinen Zugang mehr zu Strom oder Wasser, wobei auch die Lebensmittelversorgung knapp ist.
Ukrainische Männer im wehrpflichtigen Alter dürfen die Ukraine nicht verlassen. Während ihre Frauen und Kinder vor den Angriffen Russlands fliehen, müssen die Männer ihre Heimat gegen den Aggressor verteidigen, denn Kriegsdienstverweigerung wird hart bestraft.
Wir sind der Meinung, kein Staat sollte Menschen zwingen dürfen, ihr Leben für ihn aufs Spiel zu setzen. Und erst recht nicht, für ihn zu töten.
Man sagt, im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst, ein gutes Beispiel dafür ist dass Putin seinen Soldaten falsche Informationen gibt, nämlich dass sie auf russischem Boden kämpfen würden, und das es sich um Übungen handeln würde. Aufgrund der falschen Annahmen über Putins “Spezialoperation”, wie sie genannt wurde, waren keine der Soldaten auf einen längeren Krieg vorbereitet. Zudem sind teilweise Wehrpflichtige im Einsatz, die nicht abschließend ausgebildet sind. Dabei handelt es sich oftmals um junge Männer, die gegen ihres Willens in den Krieg geschleust wurden, denn zwischen 18 und 28 Jahren ist jeder Mann in Russland wehrpflichtig.
Auf die russischen Invasion in der Ukraine antwortet der Westen mit harten Sanktionen, bspw. Der Ausschluss russischer Banken aus dem internationalen Zahlungssystem, SWIFT. Diese zielen darauf ab, die russische Wirtschaft zu schwächen, um Putin daran zu hindern seinen Krieg weiter zu finanzieren.
Auch hier sind die Leidtragenden die Arbeiterbevölkerung, die aufgrund der rapide steigenden Inflation finanzielle Schwierigkeiten ertragen müssen.
Auch die deutsche Bevölkerung leidet unter den Auswirkungen der Sanktionen. Während die Inflationsrate bereits durch die Corona-Pandemie gestiegen war, beeinflussen nicht nur die Lieferengpässe weiterhin die Inflationsrate, sondern auch der Krieg in der Ukraine, der auch hier bei uns für unfassbar hohe Energiepreise gesorgt hat. Wahrend Öl-, Gas- und Weizenpreise weiterhin massiv steigen, müssen vor allem Arbeiter aus sozial schwächeren Schichten tiefer in die Tasche greifen.
Wo Krieg zerstört und auseinanderreißt, baut, stärkt und stellt Frieden wieder her. Wenn ihr gemeinsam mit uns für Frieden und gegen Kriege kämpfen wollt, dann spricht uns gern an, wir beißen auch nicht. Die Linksjugend hat für diesen Anlass ausserdem eine Kampagne ins Leben gerufen, bei der wir uns gemeinsam mit allen Jugendliche, die sich gegen Kriege aussprechen, zusammentun. Ein erstes Bündnistreffen der “Jugend gegen Kriege” findet am 25.04 um 19 Uhr im Extrablatt statt. Für mehr Infos haben wir hier einen Infostand aufgebaut.