22/10/2014
Pressemitteilung:
Kommunaler Aktionsplan „Inklusion“ wird auf den Weg gebracht
Mehrheitsgruppe stellt Antrag zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
Inklusion ist mehr als die Integration von Menschen mit Behinderungen in bestehende Strukturen. Das ist ein Grund, warum die aus SPD, Grünen und Piraten bestehende Mehrheitsgruppe nun die Kreisverwaltung beauftragt hat, einen kommunalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention unter Beteiligung von allen Betroffenen zu erarbeiten.
Mechthild Clemens (Grüne) konkretisiert für die Mehrheitsgruppe, was man im Landkreis erreichen möchte: „Es geht nicht nur um Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrerinnen, die UN-Behindertenkonvention befasst sich mit der Teilhabe von allen Menschen, die benachteiligt sind. Der Aktionsplan soll dazu führen, gemeinsam Schritte und Ziele zu vereinbaren, um Inklusion in vielen Bereichen im Landkreis umzusetzen und zu verwirklichen."
Mit der Verabschiedung der Konvention hat sich Deutschland verpflichtet, in all seinen Institutionen die Voraussetzungen für eine inklusive Gesellschaft zu schaffen.
Im Landkreis wolle man deshalb ein „inklusionsfreundliches Klima“ schaffen, so dass in allen Bereichen wie Arbeit, Bildung, Wohnen, Freizeit, Kultur, Gesundheit und Pflege die Zielsetzungen der verabschiedeten Regelungen angemessen berücksichtigt und umgesetzt werden. Dazu sollen auch die bereits bestehenden Gremien wie Behinderten-, Senioren- und Migrationsrat sowie das Forum Inklusion umfassend eingebunden werden.
Die Vorsitzende des Sozialausschusses, Rosemarie Kreiensen (SPD), unterstreicht mit ihrer Forderung „Inklusion muss Chefsache werden“ die Absicht von SPD, Grünen und Piraten. Und weiter: „Auf kommunaler Ebene brauchen wir klare Ansagen mit konkreten Maßnahmen, Zuständigkeiten und Zeiträumen. Nicht zuletzt brauchen wir auch eine Klärung der Kostenfrage.“
Man sei sich dabei im Klaren, dass der Weg zu einer inklusiven Gesellschaft und einer Veränderung des Denkens ein Prozess ist, der viele Jahre in Anspruch nimmt.
Langfristiges Ziel ist, dass in Zukunft alle Entscheidungen von Kreistag und Ver-waltung zugunsten einer inklusiven Ausgestaltung der kommunalen Strukturen und Angebote gefällt werden.