15/06/2026
Veteranentag auf dem Hamburger Rathausmarkt
Der 15. Juni ist der Nationale Veteranentag. Rund um dieses Datum finden bundesweit Veranstaltungen statt. Ziel ist es, die Leistungen und den Einsatz von Veteraninnen und Veteranen sichtbar zu machen und zu würdigen.
Auch die Freie und Hansestadt Hamburg setzte am 14. Juni ein Zeichen.
Auf dem Rathausmarkt kamen Veteranen, aktive Soldatinnen und Soldaten, Angehörige von Blaulichtorganisationen und zahlreiche Besucher zusammen. An den Ständen informierten unter anderem der Deutsche Bundeswehr-Verband, das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg, die Katholische Militärseelsorge, das THW, die Feuerwehr und weitere Organisationen.
Kinder spielten zwischen den Ständen. Musik erfüllte den Rathausmarkt. Menschen kamen miteinander ins Gespräch. Es wurde informiert, diskutiert und erinnert.
Doch wer ist eigentlich Veteran?
Veteran ist jede Soldatin und jeder Soldat, die oder der ehrenhaft aus dem Dienst ausgeschieden ist. Gleichzeitig zählen auch aktive Soldatinnen und Soldaten zu den Veteranen.
Einer von ihnen ist Jürgen Unia. In den 1980er-Jahren leistete er seinen Grundwehrdienst bei den Panzergrenadieren in Varel.
„Ich finde es gut, dass es den Veteranentag gibt. Vor allem aber war die Erbsensuppe heute mein Highlight.“
Mit einem Lächeln erinnerte er sich an seine Dienstzeit. Gleichzeitig fühlte er sich als Veteran wahrgenommen und eingebunden.
Auch aktive Soldatinnen und Soldaten nutzten die Veranstaltung für Austausch und Begegnung.
„Hamburg hat mit dieser Veranstaltung einen großartigen Auftakt für den zweiten Veteranentag gemacht. Der Veteranentag ist zwar für aktive und ehemalige Soldatinnen und Soldaten, doch ohne die zivile Gesellschaft, die das Ganze mit Leben füllt, funktioniert das nicht. Ich hoffe, dass es bundesweit noch viele solcher Veranstaltungen geben wird,“ resümierte Oberleutnant Hülya.
Ein Höhepunkt des Tages war die Podiumsdiskussion auf der Bühne. Dort diskutierten Brigadegeneral David Markus, die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank, Kapitän zur See Kurt Leonards sowie Philip Koch von der Handelskammer Hamburg über die Rolle der Bundeswehr in Gesellschaft und Wirtschaft.
Dabei ging es um weit mehr als den Veteranentag. Im Mittelpunkt standen die Fragen, wie Staat, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam Verantwortung für Sicherheit übernehmen können. Auch die Übungsreihe „Red Storm“ wurde vorgestellt. Sie schafft eine Plattform für den Austausch zwischen Bundeswehr, Behörden und Wirtschaft. Gleichzeitig macht sie deutlich, wie wichtig Zusammenarbeit und Vorbereitung in Krisenzeiten sind.
„Wir spüren hier in Hamburg, dass sich die Bevölkerung der Bundeswehr immer mehr zuwendet. Wir spüren diesen Wandel“, sagte Kapitän zur See Kurt Leonards.
Im Anschluss lud der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg zum Empfang ins Rathaus ein.
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher dankte den Veteraninnen und Veteranen für ihren Dienst. Mit dem Veteranentag wolle die Stadt Respekt und Anerkennung sichtbar machen und die Wertschätzung für die Bundeswehr in der Gesellschaft stärken.
Zugleich erinnerte er daran, dass Soldatinnen und Soldaten für die Werte unseres Landes einstehen. Nicht selten unter persönlichem Risiko und mit der Bereitschaft, für Freiheit und Demokratie einzutreten.
Ein herzlicher Dank gilt der Freien und Hansestadt Hamburg für die Ausrichtung dieser gelungenen Veranstaltung. Sie hat gezeigt: Veteranen gehören sichtbar in die Mitte unserer Gesellschaft. /Vince (Fotos: Bundeswehr/Sülzen) THW Landesverband HH MV SH "Küste" Deutscher BundeswehrVerband (DBwV) Reservistenverband QueerBw Hamburger Senat Peter Tschentscher Katharina Fegebank