28/06/2025
Warum feministische Rentenpolitik allen nutzt. Nicht nur Frauen
🗓️ 9. Juli, 19 Uhr
📍 Kreishaus Eimsbüttel, Helene-Lange-Straße 1
Mit
- Carolin Dylla, Fiscal Future e. V.
- Christine Faltynek, SPD Frauen Hamburg
Feministische Rentenpolitik setzt dort an, wo unser System systematisch übersieht, wer wie arbeitet, verdient und später lebt. Frauen leisten einen Großteil der unbezahlten Sorgearbeit, arbeiten häufiger in Teilzeit oder schlecht bezahlten Jobs mit gravierenden Folgen für die Rente. Das ist ungerecht, aber auch volkswirtschaftlich unklug. Denn wenn mehr Menschen fair entlohnt und abgesichert sind, stabilisiert das die Rentenfinanzen insgesamt.
Zugleich entlarvt die feministische Perspektive den Demografie-Alarmismus: Nicht „zu viele Alte“ sind das Problem, sondern zu wenig gute Arbeit, zu viel Ungleichheit, zu geringe Löhne und zu wenige Beitragszahler*innen. Eine gerechte Rentenpolitik erkennt unbezahlte Care-Arbeit an, fördert Erwerbsbeteiligung und entlastet Jüngere, statt ihnen die Verantwortung für das ganze System aufzubürden.
Kurz: Wer heute für Gleichstellung sorgt, baut morgen ein stabiles und solidarisches Rentensystem. Für alle.