16/09/2026
Sassenhof - Großbebauung im Landschaftsschutzgebiet?
Das denkmalgeschützte Reetdach-Ensemble Sassenhof in Schnelsen verfällt seit Jahren. Zwar stehen über das Denkmalschutz-Sonderprogramm X des Bundes 1,41 Millionen Euro bereit, diese Bundesmittel sind jedoch zeitlich streng befristet und laufen am 31. Dezember 2026 unwiderruflich aus. Trotz des Eigentümerwechsels hat der Investor bis heute keine ausreichende Planungstiefe vorgelegt, um die Gelder final abzurufen. Gleichzeitig sorgt die aktuelle Bundesgesetzgebung für erhebliche Unruhe im Stadtteil. Durch das neue Bundesbaurecht wird das Bauen von Wohnungen in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt massiv erleichtert. Dies ermöglicht unter bestimmten Bedingungen sogar den Wohnungsbau im Außenbereich oder Randbereichen, was im Fall des Sassenhofs besonders brisant ist: Das 1,4 Hektar große Areal liegt mitten in einem rechtlich geschützten Landschaftsschutzgebiet. Es besteht der konkrete Verdacht, dass der Eigentümer die Sanierung des Denkmals bewusst verzögert, um stattdessen die neuen, weitreichenden Ausnahmeregelungen für eine großflächige, lukrative Wohnbebauung auf den unversiegelten Grünflächen zu nutzen. Die AfD-Fraktion Eimsbüttel versucht durch eine Anfrage Licht in das Dunkel dieser Angelegenheit zu bringen.
Die Stadt will dem privaten Eigentümer eine Bebauung ermöglichen - obwohl das Gelände im Landschaftsschutzgebiet liegt.